Warum gehen die Glühbirnen fast immer kaputt, wenn man sie gerade anmacht? Zu dem Zeitpunkt hat sie doch vorher oft lange geruht und der draht sich sozusagen erholt. Oder ist das nur Zufall?
Während des Betriebs glüht der Glühfaden und es verdampft Material. D.h. der Glühfaden wird im Laufe der Betriebszeit immer dünner (das auch nicht unbedingt gleichmäßig).
Wie schon richtig bemerkt, gibt es beim Einschaltvorgang den größten Stromstoß. Und dieser fährt durch die bisher dünnste Glühwendel, die dabei irgendwann durchbrennt.
Gruß wiele

Nein, beim Einschalten entstehen Spannungsspitzen, die dann einer lädierten Glühwendel den Rest gibt.
collo am 28. Mai 2007 22:11 dem stimme ich zu. Der Anzugsstrom ist bis zum 10fachen höher als der Vebrauchsstrom.
krucker am 10. Juni 2007 13:34 Metalle sind Kaltleiter, d.h. ihr Widerstand ist im kalten Zustand kleiner als im heißen. Das ist für die höhere Stromstärke beim Einschalten verantwortlich. (Glas z.B. ist ein Heißleiter. Wenn man einen Glasstab bis fast zum Schmelzen erhitzt und an die Steckdose anschließt, leuchtet er blendend auf. Allerdings sinkt sein Widerstand dabei (!) und er schmilzt durch, falls kein Begrenzungswiderstand davorgeschaltet ist.
krucker am 10. Juni 2007 13:38 Den letzten Versuch nicht ohne Experimentierpraxis ausprobieren! Lebensgefahr!
der draht verglüht eben in diesem moment. der starke strom ist dann einfach zuviel. die wahrscheinlichkeit ist beim einschalten wohl am höchsten.

Bei jedem Einschalten fängt der Draht sofort an zu glühen. Damit dehnt sich das Material in diesem Moment aus. Dieser mechanische "Impuls" könnte bei einem "alterschwachen" Glühdraht die Ursache für ein Zerreißen sein.