Luise am 03.09.2008 um 22:04 Uhr
Ich wundere mich immer, warum viele Leute ihren Frust an anderen auslassen müssen. Dabei ist es doch altbewährt: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück. Wer streitet, der hat viel Streit, wer lächelt bekommt Lächeln zurück... Schon Abraham Lincoln hat gesagt: "Wer das Böse sucht, der wird das Böse finden!" Deshalb such ich liebe das Gute und freu mich über jedes winzige Stückchen, das ich finde. Könnt Ihr mir eine Antwort darauf geben, was es bringt, Frust weiter zu geben?
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Hallo Luise,
ich denke es gibt verschiedene Erklärungen dafür...
eine ist z.B. das sie ihre Minderwertigkeitsgefühle damit überdecken, das sie andere niedermachen.
Sie versuchen sich also durch die Abwertung des Gegenübers auf zu werten.
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Noch eine andere Erklärung könnte sein, das sie selber so unter Anspannung stehen, das sie so ihren Druck ablassen müssen.
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Oder es könnte sein, das sie eigene abgelehnte Persönlichkeitsanteile in das Gegenüber projektieren und dort vernichten.
Aber ich denke Du hast recht...man kann sich immer entscheiden was man in die Welt trägt.
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Entweder Gift oder Nahrung.
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Aber egal für was man sich entscheidet, so wie die Handlung Auswirkung auf die Umwelt hat, so hat sie auch Auswirkungen auf einen Selbst.
schön mal wieder was von dir zu hören. LG Wolpertinger

So mancher kann es nicht ertragen, selber gefrustet zu sein und andere glücklich zu sehen. Statt sich von dem Glück der anderen anstecken zu lassen, mosern sie rum. Unzufriedene, bedauernswerte Menschen.
Luise am 3. September 2008 22:14 DH. Sehr richtig und sehr schade.

Luise, ich glaube, du erwartest an der Stelle nicht wirklich eine Antwort, dazu bist du selbst zu klug und weißt um die Dinge. Und im Grunde steht hier auch schon alles, was es zu sagen gibt.
Ich seh´diese Frage deinerseits also als Denkanstoß für so manchen und meine nur: Der Krug geht so lang zum Brunnen, bis er bricht. Soll in dem Fall heißen: Jeder, der im Streit leben möchte, soll (und muss!?) das auch tun. Das Ergbnis einer solchen (oder anderen) Lebenseinstellung wird immer für sich sprechen.
Wolpertinger am 3. September 2008 22:13 DH

Eines der schwierigsten Dinge, ist in das eigene Spiegelbild zu schauen.
Die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten, ist in unserer Gesellschaft besonders ausgeprägt, weil nur wenige wirklich Verantwortung übernehmen (wollen).
Da ist es doch viel einfacher, mit dem Finger auf den anderen zu zteigen und zu sagen: DU bist schuld daran...
Wer sich aber mal seine Hand genau anschaut bei diesem mit-dem Finger-auf-andere-zeigen, wird feststellen müssen, dass zwar ein Finger ( ausgerechnet auch noch der Finger, der die Angst verkörpert ) auf den Anderen zeigen, aber drei Finger zeigen auf dich selbst!!!
wenn du meinst, die Bereitschaft ist besonders WENIG ausgeprägt, kriegst du ein Däumchen
Raimund1 am 3. September 2008 22:46 oh, ja - so war es gemeint... Danke!
Luise am 3. September 2008 22:49 Vielen Dank und DH. Darüber muss ich nachdenken, weil ich genau anders denke und immer alle Fehler bei mir selber suche. Da brauch ich noch Zeit dafür. Danke für den tiefen Gedanken. GLG.
Die Ursache liegt in einer Neigung, ein Ventil zum Herauslassen und Abladen negativer Affekte zu suchen. Im seelischen Haushalt herrscht ein Überdruck an Unzufriedenheit und dieser soll abgebaut werden. Entweder wird eine Ablenkung von eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten gesucht und die im Grunde angebrachte Auseinandersetzung mit sich selbst, der inneren Einstellung und dem eigenen Verhalten vermieden. Oder ein geringes Selbstwertgefühl wird durch Niedermachen anderer Personen aufgerichtet. Manchmal handelt es sich um bloße Unbeherrschtheit, die aber auch eine schlechte Charaktereigenschaft ist.
Zumindest langfristig ist es auch ungünstig, seinen Frust an anderen abzulassen. Die eigene Unzufriedenheit wird nicht nachhaltig beseitigt, weil keine Beschäftigung mit ihren Gründen stattfindet. Die Stimmung wird schlechter, Feindschaften können entstehen, gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit kann abnehmen, was für die Gesamtheit schädlich ist.
Besser ist es, die eigene Persönlichkeit in einer Art zu entwickeln, die sowohl einen selbst als auch andere fördert. Dies bringt mit großer Wahrscheinlichkeit konstruktive Ergebnisse. Ich halte es für richtig, auf das Gute zu sehen (natürlich ohne Schlechtes zu verkennen und nicht auch darauf angemessen zu antworten) und Freude zu verbreiten.
In dem Sprichwort steckt eine Einsicht, aber ich möchte es nur in einem eingeschränkten Sinn gelten lassen. Menschen müssen sich nicht als mechanistisch reagierende Automaten verstehen, bei denen alles nach einem einfachen Reiz-Reaktion-Schema abläuft, sondern haben Willensfreiheit. Sie können reflektiert überlegen und selbst wählen, wie sie handeln wollen.
Luise am 4. September 2008 01:36 DH und dankeschön für die weisen Worte.

Such auch das Gute,bin deshalb bei GuteFrage
Luise am 3. September 2008 22:07 vorbildlich. DH

leider gibt es Menschen die sehr frustriert sind, ich finde es auch schöner mit einem breiten Lächeln durch die Welt zu gehen, aber manche sind einsam und dann werden sie sehr schnell ungeniessbar!
Luise am 3. September 2008 22:13 DH. Dankeschön für Deine Antwort. Ist sehr schade, wenn Menschen einsam sind. Ist Verschwendung von Liebe.
Manche Menschen sind so simpel strukturiert, dass sie, wenn sie Frustration spüren, nur noch um sich schlagen. Ich fürchte, da kann man nix machen. Leider.
Luise am 3. September 2008 22:18 DH und dankeschön.

Sind mit ihrem Leben unzufrieden. Bei sich selber Fehler suchen, ist nicht. Griesgrämig und neidisch auf Menschen die fröhlich und zufrieden sind. Sind für mich arme Würstchen!
Luise am 3. September 2008 22:15 DH. Sehr schade. Statt sich von anderen aufbauen zu lassen, andere runterziehen. Ist die falsche Richtung. Dankeschön für Deine Antwort

Selbsthass. Wer mit sich nicht im Reinen ist, lässt seinen Frust über die "eigene Unzulänglichkeit" an anderen ab.
Luise am 3. September 2008 22:16 DH und dankeschön. Sehr traurig.

Psychologiestudium? welches Semester? genies den Abend.. Vorlesung ist morgen.
Luise am 3. September 2008 22:08 DH und lach. Nein, kein Studium. Das ist schon ein paar Jahre her und war was künstlerisch-technisches.
Sehe ich auch so, sehr anstrengend und ...
Das gehört eigentlich unter OPTION
Wahrscheinlich weil sie nie gelernt haben sich mit ihren Frustgefühlen auseinander zu setzen. Das würde ja bedeuten, dass sie sich erst einmal mit der Situation befassen müssten, die den Frust ausgelöst hat.
Luise am 3. September 2008 22:16 DH und dankeschön.

Konstruktive Selbstkritik muß man mühsam erlernen... das geht nicht von hopp auf gleich.
Zwischen den zwei Extremen (sich selbst durch zuviel Kritik niedermachen + nur Kritik an den Anderen üben) ist es oftmals schwierig, das richtige Maß zu finden.
Viele sehen niemals gewissenhaft in den Spiegel, daher können sie gar nicht ihren Frust aufarbeiten... der Irrweg führt dann über andere Menschen als Blitzableiter. Daß auf lange Sicht ein solches Verhalten in den Abgrund führt, verstehen diese armen Menschen gar nicht.
Lieber geben sie sich den verführerischen Machtspielchen hin, die mit Rechthaberei und Niedermachung des Gegenübers enden. Für die Gesundheit der Seele verheerend, wenn Du mich fragst. Das Licht schwindet im Leben...
Einfach mal lockerlassen, zurücktreten, aus der Distanz betrachten, in was für Kinkerlitzchen man sich verbeißt, könnte manchem Frustkläffer richtig guttun!
Die richtige Perspektive bringt oft Erleichterung.
Liebe Grüße!
Luise am 4. September 2008 16:55 DH und ganz vielen Dank. Sehr ríchtig. GLG

Manche müssen ihren Frust ablassen, egal wann und an wem.....da ist alles andere Sekundär.
Luise am 3. September 2008 22:07 Dankeschön für die Antwort und DH. Aber was bringts?
BELLA64 am 3. September 2008 22:08 Bringen?? Dir gar nichts, wenn du der Blitzableiter für den anderen bist. Oder du hast es drauf, den anderem den Wind aus den Segeln zu nehmen .
Wolpertinger am 3. September 2008 22:13 Der der den Frust abgelassen hat fühlt sich wieder im Gleichgewicht...
... richtig, nämlich auf Kosten anderer. Ich finde ein solches Verhalten einfach be...scheuert!!!
Wolpertinger am 3. September 2008 22:48 @ rhondablue...der jenige zahtl für sein Verhalten.
Alles was ich nach Außen trage hat Auswirkungen auf mein Inneres.
LG Wolpertinger
Es bringt gar nocht. Nur erkennt der Betreffende das erst später. Und wenn Du gerade im "Weg" bist, bekommst Du alles ab. Glückwunch, wenn es Dir immer gelingt, ein Lächeln auf den Lippen zu haben!
Luise am 3. September 2008 22:12 DH und danke. Ja, mir gelingt das. Ist zwar auch gemein, weil sich der Wütende dann manchmal nicht ernstgenommen fühlt. Aber so meine ich das gar nicht. Ich denke mir nur immer - schön, dass ich mich nicht so ärgern muss, wie der.

Keine Ahnung!Denke,da die Leute einfach nicht anders mit ihrem Frust umgehen können,als ihn weiter zu geben.Sind halt arme Menschen,zumal sie auf die Art nix dazu lernen.L.G.
Luise am 3. September 2008 22:18 DH und vielen Dank.

Gut für das eigene seelische Gleichgewicht.
(Ich verstehe richtig, daß Du nur nach dem Grund fragst und nicht nach einer Rechtfertigung?)
Luise am 3. September 2008 22:18 DH. Seelisches Gleichgewicht auf Traurigkeitsstufe. Schade aber sehr richtig gesagt. Danke.

Es ist wie ein Ventil, aus dem man Luft lässt (eben seinen Frust rauslässt) Irgendwohin muss man ja mit seinem Ärger. Ein hoher Berg ist selten da um laut zu schreien, dann ist es eben leider der Partner etc. Es tut einem ja dann auch meist leid. Schön, wenn Du so ausgeglichen scheinst!!
Luise am 3. September 2008 22:20 DH und dankeschön. Ja, ich bin sehr ausgeglichen. Schon immer. Ich hab aber auch ein wunderbares Leben und lass mich nie runterziehen. Ich ziehe andere Menschen lieber hoch.

nun ja, wenn man frust hat, hat man logischerweise schlechte laune und ist leichter reizbar. wenn dann auch noch jemand nervt oder noch mehr nicht so klappt wie es sollte, wird man schnell aggressiv. ich muss mich immer bemühen, fair zu bleiben, wenn ich schlecht drauf bin...
Luise am 3. September 2008 22:21 DH und dankeschön. Auch für Deine Einstellung.
Viele Menschen geben ihren Frust nicht weiter.
Sehr schöne Aussage: " man kann sich immer entscheiden was man in die Welt trägt. Entweder Gift oder Nahrung." Ganz dicker DH
super Antwort
DH und lieben Gruss
Danke ihr drei und Grüße zurück.
LG Wolpi
Danke für das Sternchen, freue mich sehr ;)))