Frage von albertmehrstein, 37

Warum funktioniert meine Teslaspule nicht?

Hallo ich habe meine Teslaspule aufgebaut: -7,5 kV Trafo AC -Rotationsfunkenstrecke -Flaschenkondensator -Primär und Sekundärspule Trotzdem geht sie nicht weil ich leider nicht weiß wie man die Resonanzfrequenz einstellt. Auch versteh ich noch nicht wie ein Kondensator mit Wechselstrom geladen werden soll. Fragen zu näheren Infos bitte unten schreiben Danke schon im voraus

Antwort
von PeterKremsner, 30

Für die Teslaspule brauchst du Gleichspannung.

Die Spannung lädt den Kondensator bis zum Durchschlag der Luftstrecke. Die Luftstrecke erzeugt dann mit Kondensator und Induktivität der Spule einen Serienschwingkreis.

Dazu am besten nach dem Netzteil einen Widerstand schalten damit der Kurzschluss während die Funkenstrecke durchschlägt den Trafo nicht beschädigt, oder du nimmst einen Kurzschlussfesten Trafo.

Der Sekundärkreis muss die selbe Resonanzfrequenz haben wie der Primärkreis.

Die Induktivität im Sekundärkreis kennst du und die Kapazität hängt von deiner Elektrode ab, wenn du eine Kugel hast. Dann Google mal nach Kapazität einer Kugel zur unendlich weit entfernten Elektrode. 

Damit kannst du Näherungsweise die Resonanzfrequenz deines Sekundärkreises rechnen.

Ich mein es geht auch mit Wechselsspannung, aber nicht so gut. Du musst dir dabei die Maximalspannung am Kondensator berechnen, die sollte höher sein als die Durchschlagspannung der Funkenstrecke.

Kommentar von albertmehrstein ,

wie rechne ich die induktivität der sekundärspule aus?

Wie berechne ich bei AC am besten die Maximalspannung am Kondensator?  Ein funke springt dauerhaft an der Funkenstrecke über aber ich denke das der kondensator nicht geladen wird

Kommentar von PeterKremsner ,

Wenn ein Funke springt wird auch der Kondensator geladen.

Bei AC berechnest du die Spannung am Kondensator mittels:

dU/dt * C = i(t)

i(t) ist der Strom mit dem dein Kondensator geladen wird, das führt auf eine Differentialgleichung wobei die bei einem Kurzschlussfesten Trafo nur relativ schwer zu lösen ist.

Von da her würde ich dir eine Gleichspannung empfehlen. Also Hochspannnungsdiodengleichrichter hinter den Trafo und einen Widerstand zur Strombegrenzung. 

Dann wird dein Kondensator immer Maximal geladen.

Induktivität der Sekundärspule kannst du nur mit FEM Simulationen errechnen. Für die Näherungsformel ist die Spule zu kurz.

Am besten ist aber wenn du die Induktivität misst.

Schick aber mal den Schaltplan nachdem du die Teslaspule gebaut hast.

Kommentar von albertmehrstein ,

Da ich jetzt von beiden Spulen die Induktivität weiß, wie kann ich die Teslaspule so einstellen dass sie funktioniert

Nach dieser Website habe ich gebaut:http://www.m-niggemann.com/dinge_die_bauanleitung.htm

Kommentar von PeterKremsner ,

Sollte nach genau dieser Anleitung funktionieren.

Allgemein muss auf Primärseite das Produkt aus Induktivität und Kapazität gleich sein.

Bei der Primärseite kannst du die Kapazität selbst bestimmen, je nach Größe des Kondensators den du einsetzt.

Bei der Sekundärseite ist es etwas komplizierter da hängt die Kapazität von der Geometrie der Elektrode ab und kann nur Näherungsweise rechnerisch ermittelt werden.

Ich würde vorschlagen dass du dich an die Bauanleitung hältst, oder vielleicht findest du eine Tabelle von Kapazität zu Elektrodenform.

Oder (wenn du es kannst) errechnest du die Kapazität selbst, ist im allgemeinen ein Randwertproblem der Elektrodynamik und kann durch ein unendliches bestimmtes Integral gelöst werden.

Für Kugelförmige Elektroden ist es relativ leicht und auch mehr oder weniger algebraisch Lösbar, für andere Elektrodenformen zB Toroid ist es fast nur noch über nummerische Lösungsverfahren wie Finite Elemente (FEM) zugänglich.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community