Frage von Juriasu, 32

Warum führt Macht zu Konflikten?

Ich schreibe übermorgen einen Test in Philosophie und wollte wissen, warum Macht zu Konflikten führt. Bitte mit ausführlichen Aussagen und Beispielen.

Danke im Voraus :D

Antwort
von Nicodemus0815, 4

Die Aussage "Macht führt zu Konflikten" ist nicht allgemein gültig.

1. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Naziregime, kam die verfassungsgebende Versammlung der Bundesrepublik zu dem Schluß, daß es die Verletzung der Menschenwürde ist, die zu den Konflikten mit der Macht führt.

Sie verordnete daher in unserer Verfassung allen staatlichen Organen, also denen, die Macht ausüben, die Haltung, die Würde des Menschen nicht anzutasten. Das bedeutet eine Haltung einzunehmen, die Selbstverantwortlichkeit und Selbstbestimmtheit der Menschen nicht anzutasten.

Die Unantastbarkeit der Würde des Menschen verlangt, daß niemand, der
staatliche Macht ausübt, sich über einen anderen Menschen stellen darf,
es sei denn, er wurde ausdrücklich von den betroffenen Menschen dazu
autorisiert.

Daher könnte man besser sagen, die Verletzung der Würde des Menschen führt zu Konflikten.

Es gibt sogar Beispiele, bei denen Macht sogar Konflikte verhindert. Z.B. wenn Organisation und Leitung einer gemeinschaftlichen Aufgabe von der Gemeinschaft einige geeignete Mitglieder der Gemeinschaft übertragen wird und diese dann, unter Achtung der Würde der Menschen, die Durchführung der Aufgabe anführen.

2. Konflikte sind unvermeidbar oder besser noch, Konflikte sind notwendig.

Die meisten Prozesse, der gemeinschaftlichen Willensbildung beginnen mit einem Konflikt, das heist gegensätzliche Bedürfnisse treffen aufeinander. Wird von den Beteiligten des Konfliktes die Selbstverantwortung und Selbstbestimmtheit der Anderen geachtet, so kann der Umgang mit dem Konflikt zu einem sg. Interessensausgleich führen und so wieder zu gemeinschaftlichen Handeln.

So kann man sagen, Unter Wahrung der Würde des Menschen sind Konflikte in guter Weise auflösbar.


Antwort
von Ansegisel, 17

Ich kann es nicht wirklich von der philosophischen Seite aus betrachten, da fehlt mir einfach etwas der Hintergrund, aber vielleicht in Ansätzen von der soziologischen.

Macht kann man definieren als die Fähigkeit, jemanden etwas tun zu lassen,  auch gegen dessen Willen.

Das kann sich auf Individuuen oder soziale Gruppen beziehen oder sogar auf politische Prozesse. Natürlich ist es nach dieser Definition von Vorteil, Macht zu besitzen, und von Nachteil, diese nicht zu besitzen. Daher wird der Machtlose, wenn er Gelegenheit dazu hat, selbst nach der Macht streben. Dadurch kommt es über kurz oder lang in jeder sozialen Beziehung, in der ein solches Machtgefälle auftritt, zu Konflikten.


Antwort
von DerSchopenhauer, 10

Hier stellvetretend einige Erläuterungen von Macht und Konflikten aus der Sicht von vier Philosophen - sie beeinhalten das Wesentliche:

http://www.kas.de/wf/doc/kas\_12868-544-1-30.pdf?080229104513


Antwort
von WhiteJesus, 21

Macht = Geld
Geld = Frauen
Frauen = Konflikte

Antwort
von noname68, 20

weil die machtlosen immer neidisch auf die mächtigen sein werden, auch wenn sie noch so tolerant und gütig sind.

möge die macht mit dir sein!

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