Frage von flyaway97, 95

Warum führe ich Interviews mit mir selbst?

Hey. Also, es ist so, dass, sobald ich irgendwie allein bin (auf dem Weg zur Toilette, in meinem Bett, allein in einem Raum etc.), fange ich an mit mir selbst ein Interview zu führen. Alles in Gedanken und nicht laut ausgesprochen. Es gibt theoretisch eine fiktive Person, die mir Fragen stellt, aber ich stelle sie mir gar nicht vor, sie scheint völlig belanglos zu sein, denn ich antworte einfach auf ihre Fragen ohne dass ich mir vorstelle, dass sie ausgesprochen wurden. In meinen Gedanken bin ich dann sozusagen eine prominente Person und beantworte die typischen Fragen, zB wie ich dazu gekommen bin, welche lustigen Begegnungen ich mit anderen Prominenten hatte usw. Jedenfalls kommen diese "Interviews" ganz plötzlich in meinen Kopf, sobald ich allein bin und ich frage mich oft, wieso, denn ich gedenke ja nicht einmal aktiv daran, diese fiktiven Interviews zu haben. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass sie zu 90% auf Englisch sind. Das kann vielleicht auch daran liegen, dass ich die Sprache ganz schön finde.

Also, ich glaube, das reicht erst mal als Gesamteindruck. Hat jemand die gleichen Probleme oder kann man sagen, dass ich langsam komplett am Zeiger drehe? Oh, ich sollte vielleicht noch sagen, dass ich so circa seit einem Jahr wirklich sehr sehr wenig soziale Kontakte pflege. Ich habe diese Interviews schon länger, aber auch davor war ich immer irgendwie allein, zumindest habe ich mich immer irgendwie abgeschottet.

Danke fürs Lesen! Hoffe auf (konstruktive) Antworten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von IceHunter, 39

Hört sich nach einer Identitätskriese an. Wenn du nicht zufrieden damit bist, wer du bist, dann willst du vielleicht einfach jemand ganz anderes sein. Dann kannst du dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen und deinen Charakter genau so formen wie du dich gerne hättest. Vor allem solltest du aber in jedem Fall deine Selbstliebe steigern. Die aller wichtigste Beziehung in deinem Leben. Ich denke aber es liegt viel mehr daran, dass du nicht weißt wer du bist. Das ist normal, so gut wie niemand weiß das :D Dein Unterbewusstsein versucht mit den Interviews heraus zu finden wer du bist. Schreib mal so ein Interview auf, oder denk dir eins aus. Schreib alle deine Eigenschaften auf, vor allem die positiven und konzentriere dich auf diese. Sonst machst du dir ein negatives Selbstbild. Positive so wie negative Glaubenssätze haben große Auswirkung auf dein ganzes Leben. Mach Persönlichkeitstest, interessiere dich für die Persönlichkeiten anderer und vergleiche dich mit ihnen. Dein Hauptmerkmal ist wahrscheinlich introvertiert. Das ist gut. Alle großen Denker waren stark introvertiert. Es kann aber auch sein, dass du einfach Aufmerksamkeit vermisst. Dann wäre ganz wichtig, deine Selbstliebe zu steigern oder du suchst Kontakt zu anderen. Wenn du introvertiert bist, dann such nach introvertierten Menschen. Sie verstehen dich. Du findest sie dort, wo es ruhig ist und wo man allein sein kann. Du kannst natürlich auch im Internet mit anderen schreiben, oder sogar Youtube Videos machen. 

Kommentar von IceHunter ,

Danke für das Sternchen :)

Antwort
von PeterOlsen, 45

Ja, also ich hab das auch und glaube das is so ne art Verhaltensstörung. Vielleicht solltest du dich mal auf verschiedene Verhaltensstörungen und psychische Krankheiten testen bzw. testen lassen (kann man im Internet machen)

Antwort
von Westie555, 54

Vielleicht warst du in deinem ersten Leben ja eine prominente Person und hast jetzt sone Art Erinnerungen die einprägsam waren. Sowas solls ja schon gegeben haben.

Antwort
von voayager, 6

Vielleicht biste einfach zu viel allein.

Antwort
von Irusu, 35

Das ist ganz normal.
Viele Leute stellen sich vor wie es wäre, eine berühmte Persönlichkeit zu sein. Das ist auch nur eine aktive Form des Tagtraumes und nichts, worüber du dir Sorgen machen müsstest.

Antwort
von Coolplayerking, 38

Hört sich nach Zwangsgedanken an.

Einfach akzeptieren, chillen und dann ignorieren in dem du dich auf etwas anderes konzentrierst. Es wird immer wieder kommen, aber immer weniger, bis es irgendwann weg geht, ohne, dass du es merkst.

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