Die Medien leben von diesem Phenomen. Warum starren Menschen gebannt auf Unfallorte, Verletzte und Tote und vergnügen sich mit Kriegsfilmen und änlichem? Was ist es, was Menschen an der Scheidung, am Herointod oder der Krankheit eines Prominenten so interessiert?

Beobachtung von Unfällen, die anderen passiert ist, was hätte einen selbst passieren können.
Wohliger Schrecken, lustvolles Grauen:
"Wie entsetzlich, wie unerhört katastrophal, wie ungeheuer mitleiderregend - und wie wunderbar aufbauend, dass ich nicht da liege."

Die Motivation der Schaulustigen oder Gaffer reicht von Neugier über Sensationsgier bis zur Schadenfreude. Psychologen beschreiben das so, dass das Gaffen der Stabilisierung des eigenen Ichs helfe. Der Gaffer werde sich bewusst, dass es anderen schlechter geht als ihm selbst.
Satz aus Wikipedia.
Sprich: Mir geht es doch gut, wie schlecht geht es dem Anderen!
Bei tatsächlichen Unfällen, diese Zuschauer zu haben, finde ich grässlich. Am besten diese Gaffer schnappen und zur "Arbeit" einteilen.. Entweden sie helfen mit, oder oh Wunder, sie müssen ganz schnell fort..

Sensationslust. Das Leben der meisten Menschen ist so unglaublich stinklangweilig, daß sie von solch "spektakulären" Dingen angezogen werden wie die Motten vom Licht.
Diese Frage ist nicht mal eben zu beantworten. Es sind uralte und intuitive Regungen, die Menschen zum Starren und zu Sensationsgier treibt. Es gibt philosophische und soziologische Abhandlungen darüber. Ein fantastisches Buch einer fantastischen Autorin ist "Das Leiden anderer betrachten" von Susan Sontag über dieses Thema. Großartig, empathisch, tiefgehend und nachvollziehbar.
Die Neu- & Wissgier und Schaulustigkeit... ...schon allein durch die Medien wird diese Neu- & Wissgier jeden Tag auf's neue stimuliert. Aber live vor Ort zu sein, dass ist anders, im Fernsehen na ja gut, die Bilder vom Krieg, Hunger, Tot und Unfaellen... das ist schlimm, aber zur Not kann man den Fernseher dann doch ausschalten. Ich denke, es ist fesselnt, weil es die Erwartungen ueberschreitet und deswegen starren wir und sind teils auch gelaehmt etwas zu tun.
Promi-news sind interessant, weil man die Promis "kennt" und sich damit identifizieren kann... zumindest mehr als mit Herr Kyzkaw* aus Tibet der zuviel Opium geraucht hat.
*Name frei erfunden.