Frage von Supersecretname, 54

Warum fühle ich mich so unwohl?

Hallo meine Lieben, ich wurde 4Jahre lang sehr stark gemobbt, hatte auch schwere Depressionen, die mitlerweile weggegangen sind. Bin nun relativ glücklich, habe einen festen Freund, meine Familie ist (einigermaßen)-Gesund und wir haben auch keine Geldprobleme oder sonstiges. Jedoch habe ich kein Wertgefühl, meine Familie regt mich sehr schnell auf (auch bei Kleinigkeiten) sind fast immer im Streit ,keine Motivation für Schule=(wechsel kommt jedoch nicht in Frage). Ich gehe sehr pessimistisch durch das Leben, will aber das dies ein Ende hat. Bin sehr schüchtern und rede nicht viel, wenn ich den Mut habe zu sprechen verspreche ich mich nur mega. Viele meinen ich sei arrogannt da ich nie mit leuten rede. Ich ziehe mich schön an um mich wohl zu fühlen, denn wohlfühlen tu ich mich nie(Blonde Haare bis zur Brust, Blaue Augen, leichte Sommersprossen und eine leichte Höckernase :/ ) Trotzdem laufe ich aufrecht um meine Schüchternheit nicht zu zeigen. ich habe einfach keine Ahnung. Meine klassenkameradinnen meinen ich sei bi*chig - Das macht mir weh. Das Hauptproblem ist, dass wenn Leute mich auf der Straße Anschauen, mich das mega aufregt und ich mich unwohl fühle. Sie schauen nicht, sie gaffen. Ich will einfach kein Streit mehr mit meiner Famile, wieder gut in der Schule sein, und Freunde finden... Vorallem jedoch will ich kein Pessimist mehr sein! Ich habe mir schon soviel selbst gesagt "du schaffst das!" jedoch hat nichts geholfen.... Was meint ihr zu der Sache? :( Kann mir jemand helfen wie ich wieder Normal werde und Spass am Leben finde? Danke im Vorraus (Als kleine Info,mein Mutter weiss von meinen Problemen und ich habe auch sehr oft verfolgungswahn = mich beobachtet jemand. Bekomme dadurch oft Angstzustände.

Antwort
von jovetodimama, 16

Bei Dir kommen so viele, zum Teil so unterschiedliche Probleme zusammen, dass es sich für Dich ziemlich sicher lohnen würde, eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Eine sogenannte "Verhaltenstherapie" würde sich vermutlich am besten für Dich eignen. (Habe ich auch einige Jahre lang gemacht.)

Dabei besprichst Du in wöchentlichen Sitzungen á 50 Minuten Dein bisheriges Verhalten - gerade so, wie Du es oben im Untertext zu Deiner Frage geschildert hast - und erhältst Anregungen, wie Du es anders und evtl. besser machen könntest. In der nächsten Sitzung erzählst Du dann, was Du geändert bzw. ausprobiert hast und welche Erfahrungen Du damit gesammelt hast. Auf diese Weise kommst Du mit der Zeit darauf, was Du tun kannst, damit Du Dich besser fühlst und auch, damit Deine Mitmenschen besser auf Dich reagieren.

Man darf nur nicht denken, eine Psychotherapie sei nur etwas für Verrückte, oder für abgedrehte paranoide oder schizophrene Pesönlichkeiten. Meiner Meinung nach ist eines Psychotherapie eher zu vergleichen damit, z.B. Klavierunterricht zu nehmen. Man hat eben festgestellt, dass man sich bestimmte Dinge nicht unbedingt alleine genauso gut beibringen kann wie mit einem Fachmann an seiner Seite, und man möchte dazulernen. Darum nimmt man "Unterricht", also beratende Stunden.

Alles Gute!


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