Frage von Moltik, 103

Warum fühle ich mich so allein (Keine Frage zu Depressionen)?

Ich komme mir vor, dass ich ganz allein unter 7,4 Milliarden Menschen bin. Wenn ich zum Beispiel mit meinen Freunden über ein Thema diskutiere, bin ich der, dessen Meinung als "brutal", "unmenschlich", "unethisch" und "durchtrieben" abgestempelt wird. Obwohl mir diese Meinung voll und ganz einleuchtend erscheint. Oftmals treiben mich die "Regeln" der Gesellschaft auch dermaßen zum Wahnsinn, warum sollte ich mich zB. bei jemanden bedanken, wenn er mir nicht weiterhelfen konnte?! Ich habe bisher auch keine/n andere/n getroffen oder gesehen, der so denkt, oder solche Probleme hat wie ich. Ich komme mir vor wie der einzige Mensch auf einem Planeten voller Affen (in Sachen Meinung und Problemlösung) Ich habe mittlerweile keine großen Hoffnungen mehr, dass mir jemand diese Frage beantworten kann ohne mich als "Freak" darzustellen, der erschossen, oder weggesperrt gehört.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ninni381, 18

Hi Moltik! Ich habe deine Frage gelesen und die bisher getätigten Kommentare überflogen- meiner Meinung nach fühlst du dich allein, weil du im Verhältnis zu deiner altersgerechten Umwelt viel zu reflektierend und hinterfragend agierst. Natürlich meine ich dieses keinesfalls als Vorwurf gegen dich, sondern tatsächlich nur als Erklärung.

Was du begreifen musst, ist, das es im Leben sehr oft überhaupt gar keine zufriedenstellenden Lösungen auf Problemfragen gibt und je geben wird. Entscheidungen werden häufig rein situativ getroffen, Meinungen werden geformt, Einstellungen werden auf Standard genormt, und viele Freundschaften begründen sich mehr auf Mitläufertum, statt auf Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen.

Du fühlst dich allein, weil du in deinem einen und einzigartigen Leben, deiner persönlichen Wahrnehmung, deiner eigenen Weltanschauung, deiner unmittelbaren Gefühle und deines starken Aufbegehrens gegen herrschende Konventionen nun einmal zur Zeit sehr einsam dastehst.

Mit 14 Jahren bist du wahrlich noch sehr jung, und ich bewundere sowohl deine Ausdrucksweise, als auch deine extrem konsequente Positionierung als Andersdenker wirklich enorm. Des Weiteren kann ich deine empfundene Isolation und dein Bedürfnis nach Verständnis sehr gut nachvollziehen, wenn teilweise auch aus ganz anderen Gründen.

Letztendlich können wir zwei uns, trotz eigensinniger Ansichten und einem freien Geist, dennoch jeden Tag aufs Neue entscheiden, was wir heute sein wollen: einsamer Wolf mit unabdingbaren Prinzipien, oder sanftes Lamm auf Kuschelkurs mit der Herde... Wir sind und fühlen uns vielleicht deutlich öfter allein; doch das muss und sollte nicht gleichzeitig bedeuten, dass wir parallel tatsächlich auch in selbstgewählter Einsamkeit existieren müssen. LG*

Antwort
von Josephine2912, 8

Kenne dein Problem nur zu gut. Also, wenn ich manche meiner Gedanken laut aussprechen würde, wäre 'unmenschlich' wahrscheinlich so ziemlich das, was ich dann zu hören kriegen würde, obwohl ich gegen sinnlose Gewalt oder versch. charakterliche Defizite und sowas alles bin. Ich finde es auch immer alles einleuchtend und könnte meine Denkweise in den meisten Fällen auch mit allen möglichen Argumenten belegen :D
Ich hab manchmal das Gefühl, als würden alle Menschen relativ ähnlich denken (nur mit versch. Meinungen) nur ich hab eine KOMPLETT andere Denkweise.

Antwort
von SilentX, 46

Man sollte sich bei jemanden bedanken der dir nicht weiterhelfen konnte weil er es versucht hat. Oder wenn die Person dich nicht kennt und du ihm zum Beispiel nach dem Weg fragst, er aber selbst nicht von dort kommt, solltest du dich trotzdem dafür bedanken das er sich die Zeit genommen hat. Einfach nur aus höflichkeit. Mir wäre es natürlich egal wenn sich eine fremde Person danach nicht bedankt aber es ist halt höflicher.

Antwort
von PhilippsBlog, 57

1. wie alt bist du? 2. es gibt rein mathematisch gesehen 500000 Menschen mit den gleichen Gedanken. (Stark gerundet) 3. Jeder Mensch entwickelt sich anders und hat daher eine andere Denkweise, das bedeutet aber nicht, dass jeder einzelne anders denkt, sondern nur, dass es immer andere Denkansätze geben kann.

Kommentar von Moltik ,

1. 14 
2. Wie wir das denn berechnet? Ich meine es ist ja nicht so, dass jeder Mensch eine begrenzte Anzahl an Gedanken hat. 

Kommentar von PhilippsBlog ,

Grob gesagt. Gehen wir mal von 7,4 Milliarden aus usw... Irgendwann nach der Entfernung der Variablen von geistig kranken usw kommst du auf einen sehr groben normalwert...aber worauf ich hinaus will ist, auf diesem Planeten ist man nie allein, höchstens in der näheren Umgebung. Und du bist 14, Pubertät pur, warte ein paar Jahre...es kann und wird sich so viel ändern...der Charakter wächst an Herausforderungen

Kommentar von Thrain ,

Ich bin 15

Kommentar von PhilippsBlog ,

Ich möchte euch eins sagen. Hier kennt euch niemand, keiner kennt euer Umfeld usw. , somit kann niemand sagen warum genau das so ist. Aber vieles in der Pubertät erscheint einem unlogisch...umpolen der Synapsen, neue gedankenstränge und vieles mehr, redet mit den Leuten, früher oder später findet ihr jemanden der es versteht und vielleicht sieht die Welt in einem Jahr wieder anders aus.

Antwort
von RobertMcGee, 40

ich glaube, es würde (fast) allen Menschen so gehen, wenn sie wirklich alles das aussprechen, was sie denken. Das tun aber nur sehr wenige, die Meisten (meine Meinung) beschränken sich in Gesprächen schon fast krankhaft darauf, nichts "falsches" zu sagen, was ihnen genau diese Reaktionen einbringen würde, die du ständig erlebst.

Kommentar von Moltik ,

Ich spreche nicht alles aus, was ich mir denke. Ich halte mich oftmals eher zurück und halte meine Klappe, aber in einer Diskussion geht es ja darum, warum etwas so ist bzw. Wieso etwas nicht so ist, und in solchen Situationen spreche ich halt dann mal auch meine wahren Gedanken aus und merke diesen gewaltigen Unterschied zwischen meiner Meinung und der meines Gesprächspartners. 

Kommentar von RobertMcGee ,

passiert es dir häufig, daß du in Gesprächen das Gefühl hast, keine Kontrolle darüber zu haben, in welche Richtung es sich entwickelt?

Bzw daß das Thema gewechselt wechselt wird, bevor du den Punkt ansprechen konntest, um den es dir WIRKLICH geht?

Kommentar von Moltik ,

Ja, ab und zu. Wieso fragst du?

Kommentar von RobertMcGee ,

Naja, wenn das die Situationen sind, wo du dann hinterher als Spinner oder so dastehst, liegts wahrescheinlich daran, daß dir verbales Durchsetzungsvermögen fehlt.

Mehr schreiben und sich garnicht mehr auf mündliche Diskussionen einlassen, wäre dann ne gute Idee

Kommentar von Moltik ,

Nein, ich werde wegen meiner Ansichten als "Unmensch" usw. beschimpft. Ich kann mich sehr wohl verbal durchsetzen. Ich habe nur deine Frage falsch verstanden (Ich meinte, dass du gefragt hast, ob manchmal der Gesprächspartner das Thema wechselt, ohne, dass ich davon groß Wind bekomme. 

Kommentar von RobertMcGee ,

ähhh.... so war das auch gemeint...

Antwort
von Veritabel, 13

Hey,

Ich glaube die heutige Pädagogik hat da auch bloß eine vage Antwort drauf.. 
Was ich aus eigener Erfahrung nur sagen kann ist, dass du alle positiven Antriebe die dieses Problem dir bringt manifestieren solltest. 
Es gibt nur wenig gute Hauptdarsteller, aber es gibt viele Lemminge.

Antwort
von Meiky125, 38

ganz normal denke ich ist bei mir auch manchmal aber eher seltener ich rede nicht so oft XD

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