Fr0stbeule am 06.06.2008 um 16:51 Uhr
Hohe Zinsen bringen viel Rendite, doch wie genau und nach welchen Prinzipien die Anlage von wem verwaltet wird und wie der Zinsertrag zustande kommt, ist dagegen meist kein Gegenstand von Beratungsgesprächen. Warum eigentlich ?
Ich denke, dass es bei den vielen Möglichkeiten heutzutage gar nicht so einfach ist den Überblick zu behalten, auch als engagierter Berater. Man hat vielleicht als Berater oftmals die Infos selber nicht und ich denke, dass auch viele Anleger mit der Info nichts anfangen können und deshalb auch gar nicht fragen. Als Anleger will man wissen was unterm Strich rauskommt.

Da ist das Hemd wohl näher als die Jacke.

Die allermeisten Bankangestellten wissen selbst nicht, was Treasury macht; könnten also in vielen Fällen eine solche Frage des Kunden nicht beantworten. Und vor der Immobilienkrise hat darüber auch kaum einer nachgedacht.
Erfreulicherweise hat sich das mittlerweile geändert und das Verhalten der Banken wird kritischer hinterfragt.
Die Moral kommt bei Geldanlagen meist zuletzt. Zudem sind einzelne Produkte der Banken so komplex, dass man selbst mit Dr.-Titel nur Bahnhof versteht. Das gilt übrigens auch für viele Anlageberater.

Nun sag mir doch mal bitte... Wenn du in ein TV Geschäft gehst, willst du wissen ob dein neuer Flachbild-TV von Kindern oder armen ausgenutzten Chinesen zusammengebastelt ist! Wissen möchte man es z.T schon aber was ich nicht weiss mach mich nicht heiss! Und wenn ich losziehe und mein Geld investiere will ich ja wohl nicht hören: Schön das sie Ihr Geld hier investieren möchten nur begünstigen sie damit Mord, Ausbeutung und Moderne Sklaverei! Wie siehst du das?

Was interessierts mich, wie der Ertrag zustande kam! Wichtig ist, was unterm Strich rauskommt! Ich lege mein Geld nicht an, um über das Elend der Welt nachzudenken!


Das stimmt so nicht. Meine Kunden wollen immer wissen, welche Anlage die Beste ist für sie und wie die Rendite erwirtschaftet wird. Ein guter Berater sagt das auch seinen Kunden.