Wenn man Beschreibungen von Profi Fotografen liest, fällt mir immer auf, dass die allerwenigsten digital arbeiten. Woran liegt das?
Weil keine Digicam die Qualität (Auflösung und Farbtreue) eines klassischen Films erreicht, und weil ein Bildbearbeitungsprogramm die Manipulationsmöglichkeiten einer klassischen Entwicklung (Posterisieren, hartes oder weiches Entwickeln, Farbfilter, gewollte Verzerrungen, ...) nur angenähert simulieren kann.

Angeblich ist die Bildqualität da NOCH besser als bei den Profi-Digicams.
Manchmal denke ich eher, dass das einfach eine "Einstellungssache" ist - Digital ist für viele immer noch ein "Wegwerfprodukt".

Du liest die falschen Beschreibungen! Auch Profis arbeiten überwiegend digital.
Es werden natürlich noch viele alte analoge Aufnahmen publiziert.
wuschel55 am 17. Mai 2008 17:53 Die Fotografen in dem Labor, in dem ich gearbeitet habe, waren aber trotzdem nicht so sehr glücklich mit der Qualität - trotz der ersten Begeisterung für Digital! Die Mehrheit hat immer noch das meiste mit Mittelformat - Filmen gearbeitet.
fourseasons am 17. Mai 2008 19:36 Vielleicht ist das aber schon einige Zeit her. Die Digitalfotografie macht ständig Fortschritte, zumindest in der DSLR-Sparte. Die Rauschfreiheit, Farbwidergabe und vor allem die Auflösung sind bei Profi-DSLR's hervorragend. Einzig der Dynamikumfang von Filmmaterial ist noch nicht ganz erreicht, aber da gibt es Möglichkeiten (z.B. HDR-Reihe) wenn erforderlich.
Wahrscheinlich ist in vielen Köpfen noch etwas Nostalgie-Sehnsucht vorhanden.
Seit es die exzellenten Vollformat-Sensoren und darüber gibt, zieht die Digitaltechnik langsam auch ins Profilager ein!
wuschel55 am 17. Mai 2008 17:51 Bis die aber die Qualität von Mittelformat oder KB - Filmen erreichen dauert das schon noch ein paar Jahre!! Auch wenn man weiß wie schnell der Fortschritt in dem Bereich ist!

Die die Digitalkameras heute immernoch eine schlechtere Qualität haben, als die guten alten Kameras von früher!

Auch wenn es bereits gute Digitalkameras gibt, so könne die noch nicht die Qualität von Kameras mit Filmen erreichen. Ich selber hab einen sehr guten Fotoaparat mit Film. Mit der Digitalkamera fotografiere ich nur zum Hausgebrauch. Will ich aber sehr gute Bilder aus dem Urlaub haben, werde ich auf alle Fälle meinen anderen Fotoaparat mitnehmen. Zudem ist es bei einer Digitalkamera so, wenn Du ein bewegtes Bild fotografierst, dann hast Du nur einen Schatten drauf. Mit der anderen Kamera kann man so etwas besser aufnehmen. Wenn ich mit der Digitalkamer meine Wellis Fotografiere, wenn die z.B. fliegen, so hab ich immer doppelten Effekt und mit der anderen Kamera ein wirklich gutes Bild. Es kann natürlich auch an der billigen Digitalkamera liegen, dass ich damit nur stehnde Bilder aufnehmen kann. Aber ein Profi wird schon wissen, warum er sich auf das Gute, Althergebrachte verlässt. LG TawaGirl
HelmutRn am 17. Mai 2008 16:46 Es liegt an der billigen Digicam, glaub es mir!

Wenn Du bedenkst, was eine Profi-Kamera-Ausrüstung kostet, überlegst Du auch, ob Du Deine sehr gute Ausrüstung wegwirfst. Denn verkaufen kannst Du sie nicht für einen ordentlichen Preis. Es gibt mittlerweile gute digitale Profiausrüstungen, aber die kosten auch noch viel. Also würde ich als Profi auch noch auf meine bewährte Ausrüstung setzen und abwarten, wo die Digitalfotografie noch hingeht!!!

Auf "echten" Bildern ist die Wiedergabe besser. So, wie unser Auge etwas wahr nimmt, so sehen wir es auf den Bildern. Diitale Bilder beschönigen nichts, durch die hohe Auflösung sieht man jeden Makel, während ein Foto wie mit Weichzeichner bearbeitet ist.
Hat der Fotograf noch das richtige Licht und den perfekten Filter, sieht die fotografierte Person immer vorteilhaft aus, während man auf dem Digitalfoto jede Hautunreinheit und jede einzelne Sommersprosse sieht.
rorahoch am 12. August 2008 08:15 ebenso, wie auf einem analog foto. du darfst eben nicht nur die 10x15 vergrösserung betrachten, die du zur ansicht bekommst.

Weil ein Diafilm immer noch eine größere Schärfe bringt als Digitalfotos. Dadurch können auch wesentlich größere gemacht werden. Der Run der Profifotografen auf die Digitalkameras ist seit längerer Zeit schon wieder rückläufig zugunsten der guten "alten" Spiegelreflexkamera, insbesondere im Mittelformatbereich 4,5x6, 6x6, 6x7.
critter am 17. Mai 2008 18:07 sollte heißen: Dadurch können auch wesentlich größere Abzüge gemacht werden, und zwar locker bis zu einer Breite von 3 m ohne Qualitätsverlust.

Da kann ich TawaGirl nur recht geben!!! Man kann zwar heute mit Digitalem sehr viel anstellen, was in der traditionellen Fotographie nicht möglich war. Aber auch ich behaupte Bilder mit Spiegelreflexkamera auf Rollfilm gemacht - ist die Qualität in jedem Falle besser, als mit der Digitalkamera!! Denn im Vergleich zum Film - steckt die Digitalkamera noch immer in den Kinderschuhen! Ich habe 27 Jahre im Fotolabor gearbeitet und habe die Unterschiede wohl gesehen!

Das stimmt so nicht mehr. Bei Reportagen, Sport etc. werden zum grossen Teil digitale Spitzenkameras von Canon oder Nikon benutzt, die natürlich recht teuer sind. So kostet nur das Gehäuse der Nikon D3 knapp 5000,00 €, dafür hat der Sensor dann eine Grösse von 24x36 mm.
Im Studio geht der Trend mittlerweile zu digitalen Mittelformatkameras, wie Hasselblad, Pentax usw., die vom Preis her so viel wie ein Auto der oberen Mittelklasse kosten.
Niklaus am 17. Mai 2008 17:20 24x36 ist das ganz normale Kleinbildformat.
Mittelformat ist 6x6 cm
Das "ganz normale Kleinbildformat" ist aber im Digitalbereich schon eine echte Granate (Ein sündteurer Vollformatsensor eben, mit allerbester Bildqualität und nur in hochpreisigsten Kameras vorhanden)!
Bedburdyck am 17. Mai 2008 21:39 @ Edgar Niklaus
Fender hat vollkommen recht.
Es gibt Digitale Profi-Kameras, die eine Sensorgrösse von 24x36 mm haben, unter anderem die Nikon D3 und die Canon EOS-1Ds Mark III. Diese kostet die Kleinigkeit von knapp 8000,00 €. Der Riesenvorteil des sogenannten FX-Sensors (im Gegensatz zum DX-Sensor)ist, dass ein Weitwinkelobjektiv nicht in der Brennweite um den Faktor von ca. 1,5 verlängert wird.
Im digitalen Mittelformat-Bereich liegt die Sensorgrösse so um die 4,5 x 6 cm.
Die EOS 5D für 1700 € hat auch Vollformat. Schon realistischere Kurse...
Ich widerspreche einem "Opa" nur ungerne, aber die Farbtreue ist relativ, und seit es da RAW-Format gibt, individuell anpassbar.
Auch beim Filmmaterial hat es größere Farbabweichungen gegeben, darum gab es ja auch für fast jeden Zweck einen anderen Film.
Was die Auflösung anbelang, haben die Digitalkameras die "Analogen" bereits weit hinter sich gelassen.
Die sogenannte Auflösung ist längst nur noch von der Qualität des Objektivs abhängig.
Das gilt sowohl für Kompaktkameras, als auch für Digital-Mittelformatkameras.
da widerspreche ich dem "jahr" nur ganz ungern. die auflösung ist noch lange nicht dort, wo man filme ihre auflösung haben/hatten. siehe auflösungsvermögen von s/w filmen bis zu 800 linien/mm