Warum fordern linke Parteien eigentlich stets ein Ende des Kapitalismus'?

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8 Antworten

Weil sie Gerechtigkeit mit Gleichheit in einen Topf werfen. 

Wir Menschen sind nicht gleich. Es gibt faule und fleissige, es gibt kluge und dumme Menschen. 

Es ist in höchstem Maße ungerecht, wenn dem, der mit Klugheit und Fleiss Werte schafft, diese Werte weggenommen werden, um sie anderen zu geben, die nichts zustande bringen. 

Es ist unsozial, wenn Reichtum in wenigen Händen konzentriert ist, während andere Menschen am Hungertuch nagen. 

Daher schliessen sich sozial und gerecht gegenseitig aus. 

Wir hören oft von den reichen Unternehmern, die Millionen verdienen. Dreh doch mal den Spieß um. Ein Unternehmer, der sein Geld in ein Unternehmen steckt, trägt das Risiko alleine. Scheitert er, ist sein Geld weg. Daher wäre es doch gerecht, wenn im im Fall des Erfolges der Gewinn alleine zusteht. Oder siehst du das anders?

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Kommentar von Vierjahreszeit
14.01.2016, 13:14

Der Kommentar stellt die Situation zu einseitig dar. Es ist richtig, dass der Kluge und Fleißige belohnt werden soll. Aufgrund der Tatsache, dass das Kapital dem Besitzer Macht verleiht, besteht die Gefahr dass es zu "eigennützig" eingesetzt wird. Beispiele hierzu gibt es genug. Daher ist es gut, dass die Macht durch soziale Politik beschränkt wird. Ob dies immer gelingt, ist ein anderes Thema. Ideal erscheint mir daher die "Soziale Marktwirtschaft" zu sein, bei der die Interessen möglichst vieler Beteiligter/Betroffener berücksichtigt werden (sollten).

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Unendlich Wirtschaftswachstum:

siehs dir an ist zwar Kabarett aber erklärt die Linken.

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1. Nicht alle linken Parteien wollen den Kapitalismus abschaffen (im gegenzug btw. gibt es auch einige rechte parteien, die so etwas ähnliches wollen...)

2. ein Regulieren der Märkte bedeuten keineswegs kapitalismus ab zu schaffen - es hat sich in den letzten 100 jahren eher heraus gestellt, dass es Regulierungen braucht damit sich der Kapitalismus nicht selbst durch Marktmonopole oder sonst etwas abschafft

3. Linke parteien schieben nicht alles auf kapitalismus (Kommunisten, welche streng nach dem kommunistischen Manifest denken vielleicht, der Rest aber eher weniger)

4. die "Bürger" haben manchmal auch eine (gesunde) linke Gesinnung btw... Zumindest sofern du mit "Bürger" auch Bürger meinen würdest.

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Eigentlich fordern linke Parteien eine Umverteilung so, dass am Ende alle Menschen etwa gleich viel besitzen. 

Es hat schon ganz viele Versuche gegeben, das umzusetzen. Fast immer begleitet von Terror, Gewalt und Bevormundung. Das eingangs genannte Ziel wurde dabei (zumindest teilweise) erreicht. Alle hatten am Ende etwas gleich viel: Nämlich nichts mehr...

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Kommentar von Nebularaza
13.01.2016, 00:27

Umverteitlung bedeutet ja letztlich, dass immer irgendwem etwas weggenommen werden muss – im Notfall mit staatlicher Gewalt. Mich wundert, dass linke Ideologie so sehr im Trend ist bei uns.

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Kommentar von nextreme
13.01.2016, 00:35

Es kann auch nicht funktionieren solang die Gier des Einzelnen  besteht mehr als andere zu haben. Real gerecht ohne Bevormundung des Einzelnen wäre wohl eine 100% Erbschaftssteuer. Jeder fängt quasi bei null an und kann sich nach oben bringen so weit er kommt. Dach über dem Kopf, Essen, Bildung, Medizin umsonst vorrausgesetzt. Aber das ist und bleibt SiFi also StarTrek. ;o))

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Hahahahahahaha, der war gut 😂 Staatlich regulierte Märkte...

Wenn du wirklich und unbedingt ne Ausführung dazu willst, warum das was du da gesagt hast nicht ganz so richtig ist - bzw. warum es eigentlich egal ist, dass die Märkte "staatlich reguliert" sind, dann musst du dich etwas Gedulden. Da hab ich eigentlich nicht genug Zeit momentan für um dir die Ausführung zu schicken, aber ich werde mein bestes tun.

2. Links ist nicht gleich Kommunismus

3. Staatlich regulierte Märkte bedeuten nicht, dass wir nicht mehr im Kapitalismus leben. Selbst Adam Smith sagte damals, dass der Staat die Grundlagen für eine funktionierende Wirtschaft stellen müsste (dazu zählen auch NonProfit Betriebe!). Die "soziale" Marktwirtschaft ist nichts anderes als eine Mischform aus freier Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Sie ist immanent im Kapitalismus, denn auch hier regelt nicht der Staat den Preis, sondern der Markt. 

4. Umverteilung ist zwar das, was Linke fordern, aber das hat auch einen Ethischen Grund:

Jeder Mensch besitzt die Freiheit zu tun was er möchte, sofern es niemand anderen Freiheit einschränkt. -> Die Freiheit des einen endet dort, wo die des anderen Aufhört

Alle Menschen sind gleich -> keiner hat mehr Anrecht auf seine mögliche Freiheit als jemand anderes. Und keiner hat ein Recht auf mehr Freiheit als andere.

Daraus folgt nun, dass die reichsten der Reichen, die nicht nur Luxus kaufen können, sondern auch viel mehr Macht besitzen als andere, was einer Demokratie und Gesellschaft nicht gut tut, das Recht der Ärmsten auf Gleich viel Freiheit klauen. Die genaue Folgerung inwiefern die diese Macht haben, etc. würde in der oben erwähnten Ausführung stehen.


Ach ja, wenn du zu irgendeinem der Punkte Fragen hast, da du ja schon aufgezeigt hast, dass du ethische Problematik für falsch gedeutete Ökonomie hälst (oder den ethischen Standpunkt nicht einbezogen hast), dann kannste die natürlich gerne schreiben. Lieber ein paar Fragen, als eine ganze Ausführung...

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Kommentar von Nebularaza
13.01.2016, 00:47

Jeder Mensch besitzt die Freiheit zu tun, was er möchte, solange er niemand anderen schadet. Wenn jemand per Gesetz umverteilt, schadet er aber demjenigen, dem er einen Teil abnimmt – also raubt. Ich finde außerdem, dass die Menschen eben nicht alle gleich sind. Linke Ideologie beruht offenbar auf Neid.

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Kommentar von Interesierter
13.01.2016, 23:25

Aber sicher haben wir staatlich regulierte Märkte. Siehe Mindestlohn, Mietpreisbremse, Krankenkassenbeiträge, Mineralölsteuer etc. 

Wenn ich mir beispielsweise nichts erarbeite, weil ich zu dumm, zu faul oder aus sonst einem Grund es zu nichts bringe, wo würdest du meine Freiheit beeinträchtigen, wenn du Millionen hättest? Nirgendwo. Das ist ein Märchen. 

Vielmehr ist es doch so, dass man dort, wo Vermögen ist, zugreifen kann, um die Kassen für Wohltaten zu füllen, denn dort wo nichts ist, kann man auch nichts holen. Folglich ist jede Verteilungsdebatte immer eine Neiddebatte. Wobei ich hier anhängen möchte, dass Neid in all seinen Formen nicht zwingend negativ belegt sein muss. 

Es gibt auch gesunde und positive Formen von Neid, die letztlich in Motivation und in kreativer Energie münden, die zur Wertschöpfung führen. 

Die Menschen suchen heute mehr denn je nach einfachen Lösungen. Die einfachste Lösung ist immer noch, denen, die etwas haben, ihr Geld wegzunehmen und damit die Projekte des Staates zu finanzieren. 

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Haben wir wirklich staatlich regulierte Märkte oder eher einen Staat der von der Wirtschaft beherrscht wird?

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Kommentar von Nebularaza
13.01.2016, 00:37

Da der Staat die Gesetze schreibt und nur bestimmte Konzerne davon profitieren, spricht man von Korporatismus. Gäbe es keinen Gesetzgeber, sähe der Markt anders aus – oder nicht?

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Weil Kapitalismus eine undemokratische Wirtschaftsweise ist und deshalb auch echte Demokratie in der Gesellschaft verhindert. Außerdem ist Kapitalismus im Kern sozialdarwinistisch und damit menschenfeindlich.

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Ich glaube vielmehr, dass genau du nichts von Ökonomie verstwehst, sonst würdest du erkennen, dass wir eeinen stinkgewöhnlichen Kapitalismus haben.

Ja viele Bürger hierzualnde sind so doof, dass sie den Kapitalismus als solchen nicht erkennen, daher ist es unbedingt notwendig, dass es Linke gibt, die ihnen die Augen öffnen. Das erklären, was Schule und bürgerliche Zeitung den Massen verschwiegen als auch vorenthalten wird.

Um diesen Übelstand abzuhelfen, empfehle ich dir öfters mal die "junge welt" zu lesen, du wirst staunen, was du dort so alles über unsere Gesellschaft erfährst, wovon du keinen blassen Schimmer hast.

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Kommentar von Rudolfo007
13.01.2016, 16:04

Oder wenn du die nirgends findest (oder du die nicht lesen willst) dann notfalls auch die Süddeutsche oder Washington Post (Englisch). Die agumentieren meist ordentlich - also für ein Profitorientiertes Unternehmen.

Du kannst auch auf Nachdenkseiten gucken, aber auch da solltest du nicht alles glauben. Nicht alles muss richtig sein - oft isses das aber.

Aber hör einfach mal auf so ne miese Springerpresse zu lesen, dir Bertelsmannprogramme anzusehen (oder auch die von Springer) und nimm am besten auch Abstand von dem was Großkonzerne behaupten - oder Reiche.

Also das galt jetzt @Fragesteller...

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