Warum fließt bei mir nicht das gleiche Blut im Körper wie bei Mama--> Trotz Nabelschnur?

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6 Antworten

Ganz einfach: Zwischen dem Blut der Mutter und dem Blut des Fetus gibt es einen Filter, der eine Vermischung des Blutes verhindert.

Diesen Filter nennt man Placenta. Sie sorgt dafür, dass Sauerstoff und Nährstoffe vom mütterlichen ins kindliche Blut gelangen, und Abfallprodukte aus dem kindlichen Blut ins mütterliche. Aber auch manche Medikamente, Alkohol und sogar einige Viren wie das Rötelnvirus können die Placenta passieren.

Die Blutzellen selbst,  die ja auch die Blutgruppenmerkmale tragen, bleiben aber hübsch getrennt.

In der Nabelschnur fließt übrigens das kindliche Blut, nicht das mütterliche.

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Die Nabelschnur ist nicht dazu da, Blut auszutauschen. In der Nabelschnur ist auch nicht das Blut der Mutter, sondern das vom Baby. Da fließt das Blut zwischen Baby und Plazenta. Über das Blut der Mutter werden Nähr- oder eben auch Giftstoffe an die Plazenta abgegeben, aber nicht ihr Blut. Und die Plazenta gibt diese Nähr- und Giftstoffe ans Blut ded Babys weiter. Zwischen dem Blutkreislauf der Mutter und dem des Babys gibt es keine Verbindung.

Die Blutgruppe des Babys ist nicht automatisch die der Mutter, sondern es kann auch die Blutgruppe des Vaters sein, oder eine Mischung aus beidem.

Wenn du eine Blutkonserve brauchst, schauen die schon vorher nach, welche Blutgruppe du hast, das zu testen dauert nicht lange. Wenn du vorher deine Blutgruppe wissen willst, geh zum Arzt und lass es testen oder frag deine Mutter, was in ihrem Mutterpass steht. Da wird die Blutgruppe des Babys nämlich eingetragen (und in alten Impfpässen steht sowas auch noch drin...ich glaub aber nicht, dass du alt genug bist, um noch so einen zu haben).


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Kommentar von miki88x
07.10.2016, 16:42

Stimmt das Gerücht dass eine HIV-positive Mutter trotzalledem ein gesundes Kind auf die Welt bringt? Chance: 50/50 ?

Bzw. Fließt da kein Blut beim durchtrennen  (abnabeln) der Nabelschnur? 

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Kommentar von miki88x
07.10.2016, 18:14

Also ist die eigene Blut Gruppe völlig willkürlich und unabhängig der BG der Eltern diagnostizierbar?

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Ganz einfach: Du hast dein eigenes Blut, welches sich nicht mit dem deiner Mutter vermischt hat. Dein Blut führte zur Plazenta, dort fand der Stoffaustausch statt und führte dann zurück zu deinem Körper. Dein Blut nahm zwar alles auf, was das Blut deiner Mutter dir " angeboten "hat, also Nährstoffe und leider auch Nikotin, Alkohol usw., aber dein Blut hat keinen Kontakt zum Blut deiner Mutter. Jeder hat seinen eigenen Kreislauf. Du kannst z. B. eine andere Blutgruppe haben, als deine Mutter, nämlich die deines Vaters


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Kommentar von Pangaea
07.10.2016, 16:39

Man kann auch eine ganz andere Blutgruppe haben als Vater oder Mutter, das kommt im AB0-System öfters vor.

Beispiel: Mutter hat Blutgruppe 0, Vater AB. Dann hat das Kind entweder A oder B.

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Kommentar von miki88x
06.12.2016, 14:46

Also irgendwie ergreift mich das Gefühl dass die BLUT-Frage ungeklärt ist so wie  jemand "ein bisschen schwanger" ist...
"Gute Plazenta" "Schlechter Filter" "Eigener Blutkreislauf".....ich bin erschöpft

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Nein - zwischen Mama und Baby ist eine Plazenta, diese Filtert sehr viel aus. Mütterliches und kindliches Blut kommen niemals zusammen, hier wird nix gemixt.

Je nach Qualität der Plazenta kann sie sehr gut alles zurückhalten, was dem Embryo schaden könnte - dazu ist sie da.

Die Plazenta ist ein schwammartiges Gebilde, das auf einer Seite das kindliche Blut hat und in der anderen Seite das mütteliche Blut - durch eine Art Membrane hindurch tauschen sich nur die Nährstoffe und im gegenzug die Abfallstoffe und auch Sauerstoff aus.

Hat die Mutter also eine andere Blutgruppe wie das Kind passiert gar nichts, weil das kommt nie zusammen.

Etwas anders verhält es sich mit dem Rhesusfaktor. Dieser ist aber in der ersten Schwangerschaft zu vernachlässigen. In späteren Schwangerschaften ist es möglich, das sich daraus Probleme ergeben.

Eine Plazenta hält auch durchaus Medikamente, Nikotin und andere Gifte zurück.

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Kommentar von JuxSinnlos
07.10.2016, 22:58

Ich stimme weitestgehend zu, jedoch können Giftstoffe keineswegs zuverlässig von der Placenta ausgefiltert werden.

Die Wirkung von Nikotin und Alkohol auf den Embryo/ Fötus ist ja auch bei Laien hinlänglich bekannt, die Folgen für die kindliche Entwicklung können verheerend sein.

Auch Medikamente sind zu einem großen Teil placenta-gängig, dementsprechend sind viele Medikamente in der Schwangerschaft nicht oder nur eingeschränkt zugelassen.

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Kommt auch noch drauf an was dein Vater hat. Und keine Sorge. Deswegen wirst du nicht verbluten.

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Die Mutter hat das Ungeborene mittels der Nabelschnur ernährt.

Das Lebewesen besteht aber aus den Genen beider Eltern.

Richtig, durch die Nabelschnur gelingt das Blut der Mutter in den Fötus, das Lebewesen produziert aber sein eigenes Blut. Entsprechend hat man nicht das selbe ;)

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Kommentar von MedDeutsch
07.10.2016, 16:34

Das Blut der Mutter gelangt nicht durch die Nabelschnur in den Fötus! Der Stoffaustausch findet in der Plazenta statt!

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Kommentar von MaraMiez
07.10.2016, 16:34

Das Blut der Mutter gelangt nicht in den Fötus...es berührt den Fötus nicht mal. Oder dessen Nabelschnur.

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Kommentar von friesennarr
07.10.2016, 20:54

Die Mutter hat das Ungeborene mittels der Nabelschnur ernährt.

Nein - das geht alles über die Plazenta - die Nabelschnur ist nur ein Transportstrang.

Mütterliches Blut kommt niemals in Kontakt mit dem kindlichen Blut - jedenfalls nicht wenn alles normal verläuft.

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