Frage von xXxulTIMatexXx 31.01.2011

Warum finden wir es eigentlich schlecht, enttäuscht zu werden? Ein Ende der Täuschung ist doch gut?!

Ein Hinweis zur Frage

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  • Antwort von pRiot 31.01.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wir empfinden nicht das entäuscht werden als schlecht, sondern die Erkenntnis der vorausgegangenen täuschung.

  • Antwort von Maienblume 01.02.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der größte Schmerz an einer Enttäuschung ist die Erkenntnis, daß wir uns selbst getäuscht haben.

    In unseren Hoffnungen und Erwartungen, und in unserem Bild vom anderen Menschen, da liegt die Täuschung begraben.

    Es ist meist nichts, was vom Gegenüber ausgeht, sondern es entspringt in uns selbst. Und damit ist viel schwieriger fertigzuwerden, als wenn es von außen käme.

    Es erschüttert unser Selbstbild, und man projiziert dann gerne die Schuld an der Enttäuschung nach außen. Doch das bringt nicht weiter, und man wird die gleichen Fehler immer und immer wieder machen.

  • Antwort von Gartenphilo 31.01.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Weil wir erst dann ge-täuscht wurden, vorher hat das für uns nicht stattgefunden

  • Antwort von Sajonara 01.02.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hallo xultimaxxetc eine gute Frage und auch hinreichend von dir selber gut beantwortet, seltene "Leistung" hier,..

  • Antwort von Nachtflug 31.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es tut manchmal weh, zu erkennen, wie sehr man sich geirrt hat. Am Ende ist es eine Bereicherung und schützt vor weiteren Irrtümern.

    Versprich dem Hund ein Leckerlie, wenn er Einsatz zeigt und er wird enttäuscht sein, wenn er keins bekommt. So lernt er, dass es nicht immer Leckerlies gibt, aber manchmal gibt es welche zur Überraschung. Deshalb erwartet er es auch heimlich. Wenn nichts kommt, ist er nicht getäuscht, denn damit musste er ja rechnen.

  • Antwort von jule6101 31.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hochstwahrscheinlich weil man durch die Täuschung verletzt wurde?

  • Antwort von KatzeNini 06.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil unsere Erwartungen sich dann nicht erfüllt haben und das kann weh tun.

  • Antwort von gottesanbeterin 02.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es ist unser Ego, das reagiert, entweder mit Trauer oder Ärger.

    Das Ego will etwas, etwa eine Situation (ein Wesen, ein Verhalten, ein Ergebnis) so, wie wir sie uns ausmalen, erträumen, erhoffen und es will die Realität nicht wahrhaben, so reagiert es halt, wenn der Traum zerplatzt, recht kindisch.

    Alle Erwartungshaltungen kommen von unserem Ego; alle Erwartungshaltungen erzeugen fast schon zwingend deshalb Enttäuschungen. Wenn wir etwas bestimmtes erwarten sind wir automatisch in unserer Wahrnehmung eingeschränkt.

    Wie kommen wir etwa auf die Idee, dass unsere Mitmenschen dazu da sind, unsere Erwartungen zu erfüllen? Wie kommen wir auf die Idee, dass andere ahnen, was wir von ihnen erwarten?

    Und dann reagieren wir auch noch beleidigt, wenn unsere Erwartungen nicht eintreffen!

    Das, was reagiert, das, was man an uns beleidigen kann, ist nur unser Ego, unser Wille. Wer ein großes Ego hat, will so quasi mit dem Kopf durch die Wand - und es schmerzt halt umso mehr, je stärker man mit dem Kopf gegen die Wand rennt.

    Um dieses übermäßige Ego an seinen vorgesehenen Platz zu verweisen (denn das Ego oder ein Ego ist überlebensnotwendig), gibt es in der christlichen Religion ein tolles Gebet, eigentlich ist es ja das einzige wirklich wirkungsvolle Gebet, das "Vater unser", in dem es auch die wichtige Bitte gibt: "...,Dein Wille geschehe,..."

    Diese Bitte ist sehr weise, sie hilft uns alles so wahr zu nehmen, wie es wirklich ist, sie hilft uns zu vermeiden, dass sich unser Ego zwischen uns und die Realität stellt.

  • Antwort von coeleste 01.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    du sagst es selbst: man ist befreit

    es tut den meisten weh,nicht das bekommen zu haben,was sie wollten

  • Antwort von heureka47 01.02.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Unser "niederes Selbst", das "Ego", das materie-orientierte Bewußtsein, hat Angst vor unangenehmen Wahrheiten und will gar nicht gern lernen. Es wehrt sich geradezu gegen Bewußtseinserweiterung / -entwicklung. Das "Ego" will es bequem und sorglos haben in seiner kleinen Welt.

    Und die Menschen, die auf dieser EBene von Bewußtsein leben, die also vom "Ego" beherrscht werden, werden ihr Leben lang an diesem Zwist leiden.

    Sobald man sich jedoch zu seiner höheren Bewußtseins-Dimension entwickelt und bekannt hat und und ihr die Herrschaft übertragen hat, ist es viel viel leichter, mit bitteren Wahrheiten, mit "Enttäuschungen" und schmerzhaften Erfahrungen umzugehen. Denn die höhere Bewußtseins-Dimension, das "Höhere / wahre Selbst" will lernen, will neue Erfahrungen machen, Erkenntnisse gewinnen und sein Bewußtsein ganzheitlich entwickeln.

    Diese Höherentwicklung findet aber leider in der zivilisierten Gesellschaft nur - noch - bei sehr wenigen Menschen statt. Irgendwie ist das unserer Kultur im Laufe der letzten paar tausend Jahre verlorengegangen.

    Der Hintergrund und größere Zusammenhang ist die "Kollektive Zivilisations-Neurose" (siehe ggf. meinen TIPP dazu). Diese Störung ist auch unabhängig vom Kollektiv im Einzelfall jederzeit heilbar. Vorausgesetzt, der Betreffende entscheidet sich dazu.

    .

    Eine Ent-Täuschung erlebt man, wenn man bis dahin einer Täuschung erlegen war. Wenn die Wahrheit offenbar, die Täuschung beendet wird, kommt das Ereignis / Erlebnis der Ent-Täuschung im Bewußtsein. Ganz logisch. Und: "Das Bewußtsein macht das Sein" bzw. das Denken lädt die Gefühle ein.

    Das Erlebnis bzw. vor allem das unangenehme Gefühl von/nach Enttäuschung kann man jedoch reduzieren (oder irgendwann auch ganz vermeiden), wenn man immer und von Anfang an sich um Wahrheit bemüht.

    .

    Mit Frust ist es ähnlich. (Gefühl von) Frust tritt ein, wenn Erwartungen, Ansprüche und ähnliches nicht erfüllt werden; wenn wir irgendwelche Dinge in unserer Vorstellung schon als gegeben, als verwirklicht, sehen und dann in der Realität erleben, dass sie sich nicht (so) verwirklichen (lassen).

    Hoffen darf und soll man! Aber auch bescheiden, demütig und dankbar annehmen, wenn das Erhoffte nicht eintritt.

    .

    Meine Strategie - die ich hier empfehle - lautet: Erwartungen, (ungesicherte) Ansprüche, vorwegnehmende Vorstellungen und ähnliches vermeiden und stattdessen bereit werden, jeder Situation im Leben das zu geben, was sie braucht - so gut ich kann. Immer bereit sein, etwas zu tun, damit sich die Dinge in die Richtung entwickeln (können), die ich erstrebenswert finde, aber noch nicht in der eigenen Vorstellung davon ausgehen, dass es sich auch so ereignen wird.

    .

    Soweit noch unangenehme Gefühle beim Erleben von Frust / Enttäuschung oder auch negative/destruktive Gedanken auftauchen, sollten diese nicht geleugnet, weg-rationalisiert, werden (das fördert nur die ungesunde Verdrängung ins Unbewusste), sondern sollten dankbar angenommen, gelebt/geäußert und als Lernhilfe betrachtet werden.

    .

    Sicher ist es legitim, Wünsche zu haben! Und die „Kraft des Wünschens“, die Macht der Vorstellungskraft ist sehr groß und kann vieles bewirken. Nicht umsonst gibt es Aussagen / Bücher über „Bestellungen ans Universum“. Aber wir sollten nicht – und bräuchten im Grunde auch nicht – enttäuscht oder frustriert zu sein, wenn der eine oder andere Wunsch nicht in Erfüllung geht; vielleicht war dann das Universum weiser als wir und schenkt uns stattdessen etwas anderes, was viel wichtiger ist für uns und unser Lernen, Wachsen und Reifen…

  • Antwort von GuteFrageUser99 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Antwort ist klar. Der Mensch macht sich automatisch Hoffnungen bei Dingen die er möchte, dass diese so sind wie er glaubt, will oder vermutet. Wenn er jedoch die Wahrheit sieht, dann stirbt die Hoffnung. Wenn man etwas hofft, dann hofft man auf etwas Gutes, denn man möchte, dass es eintrifft und vermutet, dass es eintrifft. Stirbt die Hoffnung auf das Gute, ist man traurig = enttäuscht.

  • Antwort von Serienchiller 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn wir ent-täuscht werden, ärgern wir uns darüber, dass wir die ganze Zeit getäuscht wurden.

    Dass wir jetzt die Wahrheit kennen freut uns dagegen nicht besonders, weil wir sowieso in der Regel davon ausgehen, die Wahrheit zu kennen. Eine neue Erkenntnis ist für uns nichts ungewöhnliches, wir nehmen das einfach so hin.

  • Antwort von babypuppe 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wir sind enttäuscht von der Erfahrung; von dem Menschen, weil wir geglaubt haben, es würde gut ausgehen, es würde Sinn machen, unser Herzblut investiert zu haben, dass wir glücklich sind, eine Sache getan zu haben.

    Enttäuschungen sind u.a. lehrreich und helfen uns, nicht zu gutgläubig zu sein, Fehler zu entdecken, bevor wir sie machen und bewahren uns davor, einen Fehler zweimal zu begehen, meistens...

  • Antwort von Nickname007 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil der Gedanken das man Getäuscht wurde uns ärgert, das man es nicht erkannt hat! Es kränkt unser Ego! :D

  • Antwort von Jerry88 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wir finden es ja auch nicht schlecht enttäuscht zu werden, sondern wir stellen ja erst bei der Enttäuschung fest, dass wir getäuscht wurden, und das ist das Problem. Es kann ja keine Enttäuschung ohne vorherige Täuschung geben und deshalb sind Enttäuschungen etwas schlechtes. Wenn alles richtig läuft, dann sollte es in ermangelung jeglicher Täuschungen nie zu Enttäuschungen kommen.

  • Antwort von Atasco 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Jap, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

  • Antwort von klara2005 31.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Jaaaaa!!!Genau dass denk ich auch immer...Man kann doch froh sein,nicht noch länger getäuscht worden zu sein...

  • Antwort von HerrHilla 31.01.2011

    Magier täuschen uns und doch sind wir danach nicht enttäuscht eher fasziniert nur andere magier sind enttäuscht das sie nicht dahinter steigen also musst du das schon mal differenzieren. wir sind verletzt weil wir hinters licht geführt wurden ein vertrauensbruch löst zweifel aus. das stürzt in wut trauer etc

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