Frage von Schmolinsky, 54

Warum finden so viele ein Leben nach dem Tod so toll?

Ich finde es eine grauenhafte Vorstellung, wenn nach dem Tod es noch irgendwo anders weiter geht und man nicht mal mehr die Wahl hat dieses "Leben" auch jederzeit wieder beenden zu können, wenn man kein Bock mehr drauf hat. Diese Option find ich nämlich in diesem Leben sehr angenehm und beruhigend. Wiedergeburt? Von mir aus, aber sowas?

Antwort
von LiselotteHerz, 54

Für viele Menschen hat es etwas Beunruhigendes, dass nach dem Tod wirklich Schluß ist. Und aus diesem Grund - das wird von den jeweiligen Religionen unterstützt - reden sie sich ein, dass es noch ein Leben nach dem Tod gibt. Man muss das ja nicht glauben - das steht jedem frei. Ich gehöre keiner Religion an und habe auch meine starken Zweifel, dass nach meinem Tod noch irgendwas stattfindet . lg Lilo

Antwort
von kami1a, 9

Hallo! Eine etwaige Wiedergeburt finden alle toll denen ihre Religion suggeriert dass es ihnen dann besser geht als im 1. Leben. 

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

Antwort
von berkersheim, 17

Diese angebliche Glaubensfrage ist - wie man an den Antworten erkennen kann - in Wirklichkeit eine Frage der existentiellen Grundeinstellung. Was diese Grundeinstellung beieinflusst,  von den Genen angefangen bis zur Erziehung und religiös-ideologischer Indoktrination - darüber streiten sich die Gelehrten gleich mehrerer Wissenschaftsgebiete. Der Mensch ist ja ein weltinterpretierendes Wesen und offensichtlich kann er in seiner Sehnsucht nach Heil weit über Realitätsbezüge hinausgehen, sich - zumal in der Gruppe Gleichgeschalteter - Heil einreden, wo niemand sonst Heil entdecken kann. Ich verweise dazu nur auf die Selbstmordattentäter jetzt in Paris: Junge Menschen, die in ihrem Wahn das eigene Leben opfern, um andere zu töten. Die Begrenztheit des Lebens setzt das Verlangen nach Entgrenzung in die Welt, die Sehnsucht nach ewigem Leben, wie immer es aussieht. Einzig Epikur verweist auf die Normalität eines begrenzten Lebens, das in Fülle zu Leben man sich nicht durch Spekulationen über ein ungewisses danach nehmen lassen sollte. Auch im Buddhismus gibt es Ansätze, die Aufmerksamkeit auf das hier uns jetzt zu lenken und Vorstellungen von Wiedergeburt und Karma nicht allzu egoverlängernd auszumalen. Schaut man sich aber an, wie wenig Resonanz diese Betrachtungen bei den Menschen finden, kann man ermessen, wie groß die Sehnsucht nach Selbstüberhöhung ist, deren reine Form in der Erwartung ewigen Lebens ausgedrückt ist. Die profan-materialistische Form zeigt sich in der Sehnsucht nach Macht, Reichtum und einem Citypanzer, mit dem man allen zeigen kann, wer man ist. Irgendwo, ganz tief, muss eine Kränkung des Ich stecken, dass man es nicht aushält, wenn man nicht ganz groß rauskommt, am besten in einem ewigen Leben, von dem kein Mensch weiß, wie es aussehen soll, bei dem Billionengedränge über den Wolken.

Antwort
von JTKirk2000, 13

Ich finde es eine grauenhafte Vorstellung, wenn nach dem Tod es noch irgendwo anders weiter geht und man nicht mal mehr die Wahl hat dieses "Leben" auch jederzeit wieder beenden zu können, wenn man kein Bock mehr drauf hat. Diese Option find ich nämlich in diesem Leben sehr angenehm und beruhigend. Wiedergeburt? Von mir aus, aber sowas?

Ist ja in Ordnung, wenn Du das so siehst. Ich sehe das aber schon etwas anders. Für mich gibt es durchaus einen ewigen Sinn für mein begrenztes Leben, dass meine Entscheidungen und deren Konsequenzen sich auf meine geistige Entwicklung auswirken, die bereits vor meinem gegenwärtigen Leben stattfand und auch nach meinem gegenwärtigen Leben weiter geht - zumindest glaube ich das, weil ich glaube mich an vorherige, mit meinem jetzigen vergleichbare Leben erinnern zu können und auch an ein ewiges Dasein. Ich sehe darin nichts grauenvolles, sondern im Gegenteil einen Anlass zur Hoffnung.

Antwort
von Flake99, 40

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Tod und trösten sich damit das ein Leben nach Tod gibt.

Es ist natürlich auch ein gutes Druckmittel der Kirche, im Mittelalter gab es den so genannten Sündenerlass mit genug Geld konnte man sich von seinen Sünden rein waschen um ein gutes Leben nach dem Tod zu haben (Himmel). 

Kommentar von FeeGoToCof ,

So funktioniert die Kath. Kirche noch immer.

Kommentar von Flake99 ,

Nicht nur die Katholische 

Antwort
von Goodnight, 39

Der Mensch legt sich um mit der Todesangst zu umzugehen eine Phantasie zurecht mit der er leben kann. Mehr ist das nicht.

Antwort
von ErsterSchnee, 48

Ich finde es eine grauenhafte Vorstellung, wenn mit dem Tod alles vorbei ist.

Antwort
von FeeGoToCof, 29

Wer sagt denn, dass das Leben "nach dem Tode" nicht auch selbstbestimmbar ist? *zwinker*

Manchem Menschen ist es einfach Trost, sich die Option auf "es geht irgendwie weiter" zu erhalten.

Lass` doch den Menschen ihre Träume.

Antwort
von peterwuschel, 28

Da konzentriere ich mich lieber auf ein Leben vor dem Tod...

Danach weiß man ja nix ---- nada --- niente --nüscht ....

Und wie immer bei ähnlichen Fragen mit gleichem Ziel....

Einmal auf diesem Planeten reicht für mich.....VG pw

Antwort
von Boredom, 31

Einbildung ist die beste Bildung
Wer kann sich schon vorstellen, dass nach dem Tod einfach nichts ist.
Da ist es einfacher sich vorzustellen zB als Lama wiedergeboren zu werden.

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