Warum finden manche die Idee so absurd?

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6 Antworten

das ist ein klassiker

diejenigen, die vor den nazis aus deutschland geflohen sind, mussten sich hinterher auch anhören, warum sie nicht geblieben sind und gegen die nazis gekämpft haben.

es steht jedem frei, für eine sache zu sterben, es steht aber auch jedem frei, das nicht zu tun und für seine familie und seine kinder zu sorgen. und das kann man nicht, wenn man gleichzeitig in den krieg zieht...

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Kommentar von tanztrainer1
12.01.2016, 19:37

Genau, die sind dann nach dem WK2, wenn sie sich trauten, wieder nach Deutschland zu kommen, als "Vaterlandsverräter" beschimpft worden. Hab ich selbst noch so gehört!

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Um das mal festzuhalten: Man soll also Menschen, die eine lange Flucht vor Krieg und Terror hinter sich haben, in Europa empfangen indem man ihnen eine Waffe in die Hand drückt und sie zurück in das Kriegsgebiet karrt, aus dem sie gekommen sind?

Wie soll man das mit den Menschenrechten vereinbaren? Oder mit unserem Grundgesetz?

Menschenrechte:

Art 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person"

Art 20 (2): "Niemand darf gezwungen werden einer Vereinigung anzugehören."

Grundgesetz Art 4 (3): "Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen werden."

Wenn überhaupt müsste diese "Flüchtlingsarmee" eine Freiwilligenarmee sein. Aber es dürfte sich als relativ schwierig erweisen Menschen dafür anzuwerben, die bereits erlebt haben das Krieg kein Spiel ist.

Insofern: Ja, ich finde diese Idee ziemlich absurd, weil sie a) nicht mit den Menschenrechten oder dem Grundgesetz vereinbar ist und b) bereits dadurch an logischer Konsistenz verliert, dass diese Menschen ja bereits gegen den IS kämpfen würden wenn sie Bock auf Krieg hätten.

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Kommentar von Apfelkind1986
06.12.2015, 09:36

Top Beitrag, absolut korrekt, sehr peinlich, dass man dafür inzwischen Daumen runter bekommt...

Deutschland scheint echt das Land der Helden zu sein, dabei wären viele noch viel feiger als sie es jetzt den Syrern vorwerfen. Jeder hat das Recht, nicht zu kämpfen, sondern in Frieden leben zu wollen!

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Kommentar von lesterb42
09.12.2015, 17:01

Ich finde den Lösungsansatz von 1988Ritter sehr gut. Sicher sind die Flüchtinge ersteinmal erschöpft, viele auch krank aber bei 1 Mio. Leuten werden doch auch viele gesunde und willige dabei sein, die sich ausbilden und ausrüsten lassen können um dann für die Befreiung ihres Lands zu kämpfen. Die französiche Fremdenlegion hat die entsprechende Expertise.

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Die Kommentare der anderen waren: ''du**e/beschi**ene/gest**te Idee''

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Ich bin deiner Meinung. Immer diese Zahlen von wegen 80 Prozent Männer. Das ist schön Aussagekräftig. Sie lassen ihre Freuen zuhause um hier Geld für ihre Familien zu verdienen. Bitter oder aus anderen Gründen. Anstatt für ihr Land zu kämpfen

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Kommentar von Antidor
06.12.2015, 00:31

Da gibt es kein Geld zu verdienen.... Deshalb flüchten ja die meisten. Nun zu den 80%, diese Beziehen sich nämlcihn auf die Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen. Das liegt allerdings daran, dass die Frauen nicht die weite Reise auf sich nehmen können und in angrezenden Ländern bleiben (Afghanistan etc.) Die Männer allerdings nehmen die weite Reise auf sich um Geld zu verdienen und die Familie nachzuholen. Deshalb gibt es in den Angrenzenden Flüchtlingslagern einen massiven Frauenanteil.

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Wer sowas fordert merkt gar nicht, daß er der Kriegspropaganda bereits auf den Leim gegangen ist. Orwell hat Recht mit der Feststellung: “All die Kriegspropaganda, all das Geschrei und Lügen und Hass, kommt immer von Leuten, die nicht kämpfen.” George Orwell

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Das ist halt das Absurdum.

Ich finde es auch nicht schlecht, wenn man Flüchtlingen, die um ihre Heimat kämpfen möchten, die Möglichkeit gestattet.

Dies könnte ganz unproblematisch nach dem Vorbild der französischen Fremdenlegion erfolgen. 

Die Flüchtlinge könnten dann freiwillig in die Legion eintreten, sich dort ausbilden lassen, und in Form von Bodentruppen, die man ja bei jeder Debatte gerne als einzige Möglichkeit proklamiert, nach Syrien entsendet. Die einzige Änderung im Vergleich zur französischen Fremdenlegion wäre die Zeit der Verpflichtung und Dienstbeendigung. 

Syrer müssen wie jedes Volk der  Welt auch eine frei Entscheidungsmöglichkeit zu dem Geschick ihres eigenen Landes haben. Militärische Einsätze von anderen Staaten führen zur Fremdbestimmung.

In dem Zusammenhang fällt mir gerade noch ein, die Polen haben im zweiten Weltkrieg von England aus ebenfalls eine Art Fremdenlegion zur Befreiung Polens gehabt. Es ist also nicht Abwegig, und findet Beispiele aus der Vergangenheit.

Wenn man diesen Vorschlag unterbreitet, und darauf einen Shitstorm erntet. dann liegt das wahrscheinlich daran, dass der Vorschlag nicht ordentlich begründet und aggressiv formuliert wurde.

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Kommentar von lesterb42
09.12.2015, 16:56

Sehr gute Darstellung. Ich hätte es nicht besser schreiben können.

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