Frage von innocensius, 246

Warum finden eigentlich viele Europäer Religion sch**ße?

Antwort
von Hamburger02, 28

Da wird es vielen ähnlich gehen, wie mir.

Sobald man sich mit der Geschichte beschäftigt, stellt man ganz schnell fest, dass alle Ideologien, egal ob nun religiös, politisch (z.B. Kommunismus, Nationalsozialismus) oder wirtschaftlich (Neoliberalismus, Sozialdarwinismus) immer dazu gedient haben, dass die jeweiligen Eliten die Masse der Bevölkerung so weit kontrollieren und unterdrücken können, dass diese sich ausbeuten lassen ohne dagegen eine Revolution anzuzetteln.

Als die Religion, insbesondere der Katholizismus noch politische Macht hatte, herrschte Mord, Unterdrückung und Ausbeutung vor. Die Aufklärung und insbesondere der Humanismus boten dann einen nicht-ideologischen Gegenentwurf, von dem nicht nur die Eliten sondern auch das einfache Volk profitierte.

Deswegen finden viele nicht Religion oder Glauben an sich und schon gar nicht die einfachen Gläubigen schlecht, sondern der Widerstand richtet sich gegen den Anspruch von Religion, politische Macht auszuüben und der Bevölkerung vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen hat.

Da die religiösen Führer aber kaum Bereitschaft zeigen, selber auf einen Machtanspruch und Einfluss auf Gesellschaft und Gesetzgebung zu verzichten, wird man diese wohl nur los, wenn man die Religion an sich bekämpft.

Kommentar von ThomasJNewton ,

die einfachen Gläubigen

Die brüllen halt nicht rum, oder lügen, oder fordern zu Lüge auf, oder zur Verbreitung von Lügen.

Das Wort "naiv" trifft es nicht so ganz, und das Wort "gutwillig" auch nicht.

Was sie auszeichnet ist eher, dass sie nicht "treffen" wollen.
Dass sie deshalb ungenau sind, ist dann schon wieder sehr gewagt.

Oder nur nach denen, die Argumente für treffend halten können, oder sogar gewagt.
Argumentation ist nichts - ohne Standpunkt. PUNKT.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 38

Ich denke nicht, dass diese pauschale Aussage so richtig ist.

In Europa herrscht allerdings ein sehr rationales Weltbild vor, dass nicht übermäßig von religiösen Ansichten überlagert wird.

Außerdem dominiert eine liberale Einstellung, etwa im Bereich der Sexualität, Partnerschaft und Geschlechterrollen.

Wenn sich viele religiöse Legenden als unvereinbar mit Fakten zeigen, dann wird die Glaubwürdigkeit dieser Lehren teilweise komplett in Frage gestellt.

Dass organisierte Religion durch Machtapparate wie die Kirche durchaus eine Geschichte von Skrupellosigkeit, Skandalen und Vertuschung hat, trägt dazu bei.

Außerdem wird Religion häufig als Legitimation für Intoleranz. Diskriminierung und Gewalt missbraucht, was das Negativ-Image ebenfalls stärkt.

Dennoch gibt es auch in Europa noch Länder mit starker religiöser Prägung, etwa Polen und Italien, wo der Katholizismus sehr präsent ist.

Auch in Deutschland gibt es noch Gebiete, in denen die Menschen religiöser sind, als in anderen Landesteilen, oder zumindest religiösen Gebräuchen folgen.

Allgemein ist jedoch eine wissenschaftliche Anschauung in Europa präsent, auch wenn zB die Esoterik-Szene ein Zeichen für spirituelle Bedürfnisse ist.

Insbesondere der Islam ist durch blinden Glauben, konservative Auslegung, Reformfeindlichkeit und die Scharia das genaue Gegenteil dieser Haltung.

Das gleiche gilt für andere religiöse Gruppen mit konservativer Moral, übersteigertem Elitedenken und wortwörtlicher Auslegung.

Daher wundert es nicht, dass Menschen, die solche Werte vertreten und sie teilweise sogar über das staatliche Recht stellen, auf Unverständnis stoßen.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Vielleicht bin es ja nur ich, der nach deinen richtigen Ausfühungen ein ABER erwartet.

Oder es war nur das eine Wort "allerdings". Oder ich in ein Nerd oder Autist.

Klare Meinungen muss man nicht begründen, relativieren oder entschärfen.
Man muss die bekämpfen, die einem das dazu Recht aberkennen.

Höflichkeit hin oder her!

Antwort
von Giustolisi, 57

In Europa ist die Bildung schon lange auf dem Vormarsch und fundamentalistische Prediger sind nicht so populär wie in den vereinigten Staaten.

Wenn man weiß, dass das Leben länger als 7 Tage gebraucht hat, dass die Erde nicht erst ein paar tausend Jahre alt ist, dass Schlangen und brennende Dornbüsche nicht sprechen können, dass die Menschheit mit mehr als zwei Individuen angefangen hat, dass sich der Mensch aus einer anderen Spezies entwickelt hat, dass es neurologische Ursachen für Halluzinationen geben kann, dass es so was wie Epilepsie und Schizophrenie gibt, dann führt das bei logisch denkenden Menschen zu Zweifeln.

Als Ergebnis werden nicht mehr so viele (aber immer noch zu viele) Kinder religiös indoktriniert und müssen gar nicht mehr zweifeln, sondern erkennen die Märchen gleich als Märchen.

Antwort
von OnkelSchorsch, 41

Ich denke nicht, dass "viele Europäer" Religion "schei3e" finden. Ich denke eher, dass in Europa die Bildung weit fortgeschritten ist sowie das soziale Miteinander. Angesichts dessen weist die Geschichte der Religionen leider einen Tiefpunkt nach dem anderen vor, von Kriegszügen, Massenmorden an Andersgläubigen, Massenmorden an Unschuldigen, nur aus religiösem Fanatismus bis zu religiös motivierten Terroranschlägen und  Amokläufen. Und dies zieht sich durch die Religionen.

Dass ein tolerantes, aufgeklärtes Europa, das von westlich-humanistischen Idealen geprägt ist, solch religiös-fanatischen Hassideologien kritisch gegenübersteht, sollte selbstverständlich sein.

Einer modernen, toleranten und weltoffenen Religionsausübung steht jedoch selbst der Religionskritiker zumeist positiv und tolerant gegenüber.

Antwort
von ThomasJNewton, 13
  • Weil sie's können?
  • Weil sie's dürfen?
  • Weil sie sich diese Möglichkeiten, zu können und zu dürfen, hart erkämpft haben?

Und das Urteil als sch**ße ist nicht mal so eindeutig.
OK, ich kann da nur für mich persönlich sprechen.

Mir ist es egal, ob Menschen glauben, und ich weiß es von vielen Menschen, auch mir nahestehenden, nicht mal.
Ich frage ja Menschen nicht ohne Grund, ob sie gläubig sind.
Weil das eigentlich auch wenig aussagt.

Manchmal ergibt sich das Thema in einem der vielen Gespräche, dann weiß ich, dass der andere gläubig ist, und der andere weiß, dass ich Atheist bin.
Wie ich eben auch irgendwann vielleicht weiß, dass der andere in Süddeutschland aufgewachsen ist, ich in ...

Was viele Religiöse gerne missverstehen ist die Tatsache, dass auch (einige/viele) Atheisten nichts gegen den (eigentlichen) Glauben haben.
Nur gegen einen Glauben, der so schwach und unsicher ist, dass er Tatsachen verbiegen und verleugnen muss, um nicht in sich zusammen zu fallen.

Du glaubst an einen Schöpfer und an ein ewiges Leben nach dem Tode?
Kein Problem.

Du willst Gott beweisen, du verleugnest anerkannte Fakten wie den Urknall oder die Evolution?
Großes Problem.

Du willst andere von deiner Sicht der Dinge überzeugen, oder andere missionieren?
Einfach nur lästig bis respektlos.

Antwort
von GanMar, 79

sch**ße würde ich jetzt nicht sagen wollen - aber in Europa gab es die geschichtliche Epoche der "Aufklärung". Dabei ging es darum, daß die Menschen lernten, sich auf "Vernunft" als Grundlage ihrer Entscheidungen zu berufen. Ethische Überlegungen gewannen dadurch mitunter einen höheren Stellenwert als religiöse Vorschriften. Allerdings ist die Toleranz auch eine Tochter der Aufklärung.

Es gibt Gegenden auf dieser Welt, in denen das Zeitalter der Aufklärung noch nicht angebrochen ist. Und es gibt Kräfte - namentlich die Terrorsekte Boko Haram - die verhindern wollen, daß es soweit kommen könnte.

Antwort
von martinzuhause, 101

die meisten finden das jeder glauben kann was er will. es gibt so viele wahre götter das für die meisten glaubenden da sicehr einer oder mehrere bei sind

Antwort
von Spezialwidde, 84

Die meisten (wie auch ich) findet nicht die Religion Sch... sondern die Tatsache dass unter deren Deckmantel diverse Schweinereien passieren.

Antwort
von Kleckerfrau, 70

Tun sie doch gar nicht. Wie kommst du denn darauf ?

Kommentar von innocensius ,

siehe: Antwort von DerGuteAlteBud

Kommentar von Kleckerfrau ,

Du brauchst also anderer Leute Antwort um deine Frager zu begründen ?

Kommentar von innocensius ,

ne ich wollte nur ein Bsp. nenne

Antwort
von Th3Chakrus, 52

Das die Institutionen die "im namen Gottes" den Glauben vertreten, in der Geschichte Menschen beeinflusst, benutzt und misshandelt haben die nicht der Geistlichkeit oder dem Adel angehören... Das die Frauen immer die Leidtragenden sind... Das die Geschichten, Schriften und Auslegungen so wage sind das sie immer anders Interpretiert werden und zu wirklich unnötigen Kriegen führen (vergleich wäre wenn man sich darüber streitet ob MARS oder TWIX besser ist)... Das uns die Wissenschaft viele Dinge anderst beweist und erklärt.

Gläubige Menschen die sich am Grundmanifest ihres Glaubens klammern und nie jemandem was tun, jedem hilfsbereit sind, friedlich mit allen leben wollen, niemanden diskriminieren sehe ich dagegen sehr gern aber SEEHHHRRR SELTEN.

Antwort
von BTyker99, 11

Religionen sind eine Art Führerkult, da man immer ein Wesen oder ein Buch hat, das über allem steht, und den Anhängern der Religion sagt, was sie tun sollen. Von "oben" betrachtet sind sie also eine Art Steuerungsorgan für die "einfache" Bevölkerung.

Aufgrund der Geschichte von Europa sind sich viele bewußt, dass sie einen Führer ablehnen, und lieber selbst denken. Die junge Generation interessiert sich meiner Meinung nach nicht mehr stark für Religion, aber findet sie auch nicht unbedingt sch**ße. Sie wird eher als eine Art Folklore gesehen und nicht weiter beachtet.

Bei den alten Leuten hingegen sehe ich, dass sie eine stärkere Bindung dazu haben, was wohl an deren Erziehung liegt. Der Trend weg von der "Religiotie" scheint sich in letzter Zeit leider wieder umzukehren, da viele Einwanderer eine mittelalterliche Denkweise und keine Selbstständigkeit an den Tag legen.

Antwort
von Matzko, 2

Finden sie doch gar nicht. Wer sagt denn das? Das Gegenteil ist der Fall.

Antwort
von comhb3mpqy, 2

Die meisten Europäer sind Mitglied einer Religion. Ich bin Christ. Wenn man auf mein Profil geht, dann kann man auch Gründe/Argumente finden, um an Gott zu glauben. Einige Menschen haben vielleicht keine Lust auf Religion. Sie sehen evtl nicht die positiven Seiten.

Antwort
von hohlefrucht, 36

Ich denke, das trifft nicht ganz zu. Ich glaube, viele sind schön religiös und gläubig, nur die Kirche als Institution wird von vielen kritisiert.

Ist jetzt aber ein persönlicher Eindruck und nicht statistisch erfasst.

LG.

Antwort
von Eselspur, 54

Weil viel Unsinn im Namen von Religion fabriziert worden ist, und weil Religion grundsätzlich den Egoismus in Frage stellt.

Kommentar von innocensius ,

ist doch gut so. Ich meine das mit dem Egoismus und der Religion

Kommentar von Eselspur ,

was ist gut? Dass der Egoismus in Europa stark ist oder dass er durch Religion in Frage gestellt wird?

Kommentar von innocensius ,

letzters

Kommentar von S7donie ,

Der Glaube ist purer Egoismus... warum glaubt man denn? Weil es um die eigene Seele geht, das eigene Leben, das eigene Verständnis für die Welt, also: Ich, Ich, Ich. Glaube hat wenig mit etwas anderem zutun als dem Egoismus. 

Kommentar von Eselspur ,

so stimmt es sicher nicht

Antwort
von muhamedba, 4

Weil Sie vom Christentum kommen und so gut wie nur schlechte Erfahrungen mit Staat und Kirche haben.

Auf der anderen Seite ist der Mensch faul geworden a la "5 mal beten oder Sonntags in die Kirche ist nur etwas für ungebildete Menschen, die zu viel Zeit haben"

Schokolade schmeckt besser als Gemüse.

Antwort
von S7donie, 14

Weil sie allgemein eine bessere Bildung haben, aufgeklärter sind und die Kultur weniger von Religion durchzogen ist als in anderen Ländern. 

Atheismus ist was gutes. (:

Antwort
von MeGusta97, 15

Ich glaube nicht an Religionen, da Religionen einfach nur noch dem Geld dienen. Man braucht keine Religion, um an eine höhere Macht zu glauben. 

Antwort
von Wernerbirkwald, 40

Weil es viele Europäer gibt,die keine materiellen Sorgen haben,deshalb ist Religion für sie nicht so wichtig.

Aber die Mehrheit hat der Religion nicht ganz abgeschworen,sondern sie in den Keller verbannt.

Bei Bedarf,wenn es den Menschen schlecht geht,durch Seuchen oder Krieg,oder andere Unglücke ,weiss man plötzlich wieder, wo die Kellertür ist.

Es sind eben Menschen.


Antwort
von ersterFcKathas, 61

wie kommst du zu dieser aussage ?? ich finde die meißten europäer sind in einer relegionsgemeinschaft... mehr oder weniger aktiv

Antwort
von 1900minga, 16

Wir sind aufgeklärt und glauben nicht alles blind

Antwort
von Hartos, 4

Weil man diese  Phantasien der Menschen nicht versteht ,warum man an was glaubt was man nicht sieht..

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