Frage von PavicsitsWilli, 55

Warum fehlt im Klimavertrag gerade der Primärfaktor, das sind die - mitunter extrem - erhöhten Hitzewellen durch die reflektierenden Kondensstreifen und Wolken?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheAllisons, 35

Das würde vielleicht vergessen, musst einen Antrag schreiben, dass das dort mit berücksichtigt wird

Antwort
von matmatmat, 42

Der Klimavertrag regelt doch nur, was die Länder wie reduzieren wollen. Welche Faktoren das sind und welche wie stark zu gewichten sind steht im Klimabericht...

Extreme Hitzewellen durch Kondensstreifen...??? Die kühlen doch den Planeten eher ab (stichwort Global Dimming), dachte ich.

Kommentar von syncopcgda ,

"Die kühlen doch den Planeten eher ab (stichwort Global Dimming), dachte ich."

Das ist absolut richtig, es wurde von einem Forscher in den USA nachgewiesen. Und je sauberer die Luft ist, desto mehr Strahlung gelangt auf die Errde, das ist ja einleuchtend.

Kommentar von matmatmat ,

Danke! Ich glaube das war beim Flugverbot nach 9/11 gut meßbar? War mir nicht mehr sicher. Dann ist das oben aber genau falsch rum mit den Kondensstreifen...?

Kommentar von syncopcgda ,

Ja, es wurde während des Flugverbotes eine Erhöhung der Temp. gemessen, war mir nicht mehr eingefallen bei welcher Gelegenheit.

Kommentar von syncopcgda ,

Und: Hitzewellen, durch Kondensstreifen verursacht, ist demnach nicht zutreffend.

Antwort
von Eiskorn93, 33

Toll die Erde erwärmt sich. Jetzt ist es eh zu spät. Es wird immer so getan als würde der Temperaturanstieg soforrt aufhören wenn niemand mehr Co2 ausstößt. Das Klima wird sich weiter erwärmen. Ich freue mich aufjedenfall wenn wir in Deutschland endlich ganzjährig Karibisches Klima haben.

Kommentar von matmatmat ,

Du verstehst schon, das "wärme" in diesen Maßstäben nicht einfach bedeutet, das es im Sommer 3° wärmer wird, oder? Es geht da um Energie im Klimasystem, Wind, Änderungen in den Niederschlagsmengen, Häufigkeiten von Flut und Sturm, usw.

Expertenantwort
von realfacepalm, Community-Experte für Klimawandel, 23

Im Übereinkommen von Paris https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_von_Paris fehlt einiges - von der Schifffahrt bis zur Fliegerei. Dennoch ist dieses ein wichtiger erster Schritt. 

In den Mechanismen von Paris ist ja auch verankert, dass die Ziele und die Maßnahmen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst und verschärft werden - es bestehen also durchaus zukünftig Möglichkeiten, die Emissionen von Flugzeugen dann einzubeziehen.

Kondensstreifen und die sich manchmal daraus entwickelnde Cirrus-Bewölkung führen zwar zu einer weiteren Erwärmung http://www.mpimet.mpg.de/kommunikation/fragen-zu-klima-faq/welche-rolle-spielen-...  ,aber nicht zu Hitzewellen oder ähnlichem.

http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Auswirkungen_des_Luftverkehr...

Kommentar von PavicsitsWilli ,

Die Antwort von "realfacepalm", dass Kondensstreifen und Cirruswolken zu keiner weiteren Erwärmung führen, entspricht nicht den Tatsachen. In den Zeitspannen und Räumen, in denen die Sonne - eindimensional gesehen - im blauen Feld steht, scheint sie einmal voll direkt und zusätzlich noch als Reflexion von den Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken, was an deren diffusem, mäßigem und strahlendem Weiß erkennbar ist. Das lässt sich auch beweisen, indem man die Temperatur in Bodennähe misst: Einmal, wenn - eindimensional gesehen - die Sonne im blauen Feld steht, und einmal, wenn - wieder eindimensional gesehen - neben der Sonne strahlend weiße Kondensstreifen und/oder Wolken vorhanden sind, was übrigens das "Leibniz-Institut für Meereswissenschaften" über längere Zeit sorgfältig gemacht und dokumentiert hat. Dazu gibt es auch die verantwortungsbewussten Warnhinweise z.B. von "Wetter-TV": "Sonnenbrandgefahr bei Bewölkung".

Und was nützt ein Vertrag, wenn gerade der wirksamste, schädlichste und bestbewiesene Faktor fehlt? Dieser ist in der Natur mit den gewöhnlichen Sinnesorganen wahrnehmbar; für eine erwärmende Wirkung des CO2 gibt es dagegen nicht einmal ein repräsentatives künstliches Modell. Außerdem gibt es keine stichhaltige Dokumentation über die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre, was bei den Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken ebenfalls offenkundig ist.

Mit dem gegebenen Inhalt stellt der Klimavertrag eine fahrlässige Irreführung dar, für die sich angesichts der katastrophalen - auch gesundheitsschädlichen - Folgen die Staatsanwaltschaft interessieren müsste.

 

  

Kommentar von realfacepalm ,

siehe mein Kommentar auf seine identische "Antwort" zur Frage.

Antwort
von jerkfun, 31

Was nützt ein Vertrag,wenn das Klima keine Partei ist und nicht mitspielt? ^^ Das alles ist eine Erfindung der Industrie,die sich Wettbewerbsvorteile verspricht,Neue Zweige entwickeln kann,während konventionelle Zweige,wie die Kohleförderung leiden.Einzelereignisse,lokale Besonderheiten lassen sich ,egal ob man solche Vorhaben für zielführend hält oder nicht,gar nicht darstellen.Und eine Hitzewelle,in Timbuktu? In Mitteleuropa haben wir bis gestern,ca.sechs Wochen lang den kältesten Herbst seit über 100 Jahren,dazu sehr sonnenarm.Bekämen wir einen einzigen Eiswinter,wäre die Sache vom Tisch.^^Liebe Grüße

Kommentar von matmatmat ,

Du verstehst schon, das durch mehr Energie (das bedeutet Erwärmung) es nicht automatisch überall wärmer wird? Extremes Wetter - wie zum Beispiel der kälteste Herbst seit 100 Jahren (hab jetzt nicht geschaut ob das stimmt) - wird häufiger und extremer werden.

Kommentar von realfacepalm ,

Was für eine postfaktische Antwort. https://en.oxforddictionaries.com/word-of-the-year/word-of-the-year-2016

Angefangen wird erstmal mit einer Verschwörungstheorie, dass die Industrie den Klimawandel erfunden hätte, womit mal schnell ein paar Jahrhunderte Jahre Forschungsgeschichte ignoriert werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsgeschichte_des_Klimawandels

Dann eine unbelegte Behauptung, dass der gegenwärtige Herbst der kälteste seit 100 Jahre sei - obwohl:

  • der meteorologische Herbst noch 2 Wochen bis Ende November dauert
  • der September 2016 und erste Herbstmonat in Deutschland der viertwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 war
  • der Oktober mit 8,5° in Deutschland zwar kälter war als in der internationalen Referenzperiode 1961-1990 mit 9.0°C.Der letzte, kältere Monat ist aber gerade mal 1 (in Worten: ein) Jahr her - Oktober 2015 mit 8,4°C

Daraus den "kältesten Herbst seit über 100 Jahren" zu machen ist von keinerlei Fakten gestützt.

Als letztes wird dann noch kräftig Wetter mit Klima vertauscht - als ob der Wert einer Jahreszeit auf ein paar Promille der Erdoberfläche irgendeine Aussagekraft über die globale Temperatur über einen 30 jährigen Beobachtungszeitraum hätte!

Kommentar von matmatmat ,

Danke für die Details, ich hatte es vermutet aber keine Zeit es zu überprüfen :)

Kommentar von randomhuman ,

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Der Klimawandel bedeutet nicht unbedingt, dass es überall wärmer wird. Es finden durch ihn hauptsächlich extremere Wetterphänomene statt, wie Hitzewellen, Kältewellen, monsunartiger Regen, Schneestürme, je nachdem auf welchem Teil des Planeten man sich grad befindet. 

Außerdem muss man das Klima immer in seiner Gesamtheit betrachten und nicht nach Monaten einteilen. Man muss sich dazu vor allem die einzelnen Jahrzehnte ansehen, um eine klimarelevante Aussage zu treffen. Die Ergebnisse sind meiner Meinung nach eindeutig und zeigen einen Trend.

Das langjährige Mittel geht hierbei von 1901-2000, welches als Vergleich gilt.
- 1981-1990 Temperatur um 0,25 °C über dem Mittelwert von oben - 1991-2000 um 0,40 °C höher im Vergleich zu oben 
- 2001-2010 um 0,6 °C über dem Mittel

Dementsprechend sieht man den Trend, dass es immer wärmer wird und das in nur wenigen Jahrzehnten. Das ist kein gewöhnlicher Wandel des Klimas, was normalerweise mehrere hundert bzw. mehrere Tausend Jahre geht, denn dieser Klimawandel ist extrem schnell und er verläuft fast linear zur immer größeren CO2 Konzentration in der Atmosphäre bedingt durch den Menschen. 1980 lag die CO2 Konzentration bei 340ppm und heute bei über 400ppm. Im Übrigens liegen 12 der 14 wärmsten Jahre seit 1850 in unserem jetzigen Jahrhundert. 

So viel zu den Fakten.

Antwort
von PavicsitsWilli, 15

Die Antwort von realfacepalm, dass Kondensstreifen und Cirruswolken zu keiner weiteren Erwärmung führen, entspricht nicht den Tatsachen. In den Zeitspannen und Räumen, in denen die Sonne - eindimensional gesehen - im blauen Feld steht, scheint sie einmal voll direkt und zusätzlich noch als Reflexion von den Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken, was an deren diffusem, mäßigem und strahlendem Weiß erkennbar ist. Das lässt sich auch beweisen, indem man die Temperatur in Bodennähe misst: Einmal wenn - eindimensional gesehen - neben der Sonne blauer Himmel ist, und einmal wenn neben der Sonne strahlend weiße Kondensstreifen und/oder Wolken vorhanden sind. Was übrigens das "Leibniz-Institut für Meereswissenschaften" sorgfältig gemacht und dokumentiert hat. 

Dazu gibt es auch die verantwortungsbewussten Warnhinweise z.B. von "Wetter-TV": "Sonnenbrandgefahr bei Wolken!"

Und was nützt ein Vertrag, wenn gerade der wirksamste, schädlichste und bestbewiesene Faktor fehlt?

Der genannte Einfluss ist in der Natur mit den gewöhnlichen Sinnesorganen wahrnehmbar; für eine erwärmende Wirkung des CO2 gibt es dagegen nicht einmal ein repräsentatives künstliches Modell. Außerdem gibt es keine stichhaltige Dokumentation über die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre, was bei den Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken ebenfalls offenkundig ist.

So wie er ist, stellt der Inhalt des "Klimavertrages" eine fahrlässige Irreführung dar, für die sich angesichts der katastrophalen - auch gesundheitsschädlichen - Folgen die Staatsanwaltschaft interessieren müsste.

 

Kommentar von realfacepalm ,

Angesichts dessen, dass in meiner Antwort ja eben steht, dass die Kondensstreifen und die sich daraus entwickelnden Cirrus-Wolken zu einer Erwärmung beitragen, ist Deine Kritik völlig unsinnig und ohne jede Basis in der Realität. Schiebe mit keine Aussagen unter, die ich nie getätigt habe.

In dieser Art mit falschen Voraussetzungen geht es weiter: gerade die Wolkenbildung ist eine der noch am schlechtesten verstandenen und in Zahlen fassbare Veränderungen durch die globale Erwärmung und damit eine der größten wenn nicht die größte Unsicherheit. Allerdings ist die Wirkung von Wolken insgesamt deutlich geringer als die Wirkung von Treibhausgasen. Da ist schlicht nix mit "wirksamste, schädlichste und bestbewiesene Faktor".

Demgegenüber ist die Wirkung von Treibhausgasen tatsächlich seit 1862 bekannt, https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsgeschichte_des_Klimawandels#John_Tyndall , in der Theorie erklärt durch das Dipolmoment bzw. die IR-Aktivität, im Labor nachmessbar https://www.ikp.uni-koeln.de/students/praktikumb/versuchsbeschreibung/11/Anleitu... und in der Realität mit Satelliten gemessen.
http://scienceblogs.de/primaklima/2010/02/27/der-beweis-des-treibhauseffekts/

Ebenso ist die Behauptung, es gäbe "keine stichhaltige Dokumentation über die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre,..." nicht mit der Realität vereinbar, siehe die oben verlinkte Forschungsgeschichte zum Klimawandel und meine Antwort zur Keeling-Kurve https://www.gutefrage.net/frage/keeling-kurve-einfach-erklaert?foundIn=list-answ...

Kommentar von PavicsitsWilli ,

Meine Stellungnahme bezieht sich auf Ihre Angabe, dass Kondensstreifen und Cirruswolken nicht zu Hitzewellen oder ähnlichem führen.

Das entspricht nicht den Tatsachen, weil in den Zeitspannen, in denen die Sonne - eindimensional gesehen - im blauen Feld steht, diese einmal voll direkt und zusätzlich noch als Reflexion von den Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken strahlt. Und selbstverständlich sind dies erhöhte Hitzewellen, die sowohl mit den Sinnesorganen wahrnehmbar wie auch mit Instrumenten messbar sind und die nicht nur gesundheits- sondern auch wetter- bzw. klimarelevant sind.

Die Reflexion und Verstärkung ist ein physikalischer Grundsatz, wobei das Maß in sorgfältigen Untersuchungen vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften festgestellt wurde.

Dazu gibt es auch verantwortungsgetragene seriöse Warnhinweise, wie z.B. unter "Erhöhte Sonnenbrandgefahr bei Bewölkung", "Melanom.de - Achtung Wolken", "Die 10 wichtigsten Regeln zum Sonnenbaden" usw.

Es wäre notwendig, dass auch die Bundesregierungen zur Vorbeugung gegen Augenschäden, Hautkrebs, Sonnenstich, Hitzschlag u.dgl.m. solche Warnhinweise herausgäben. Verantwortungslos wäre es die Warnhinweise der privaten Gesundheitsdienste durch Bestreitung zu untergraben.

In meinem vorangehenden Kommentar habe ich eine falsche Textstelle von Ihnen zitiert, wofür ich um Entschuldigung bitte.  

 

Kommentar von PatrickLassan ,

Dazu gibt es auch verantwortungsgetragene seriöse Warnhinweise, wie z.B. unter "Erhöhte Sonnenbrandgefahr bei Bewölkung", "Melanom.de - Achtung Wolken", "Die 10 wichtigsten Regeln zum Sonnenbaden" usw.

Dass sich diese Hinweise auf die UV-Strahlung beziehen, die auch von Wolken nicht vollständig absorbiert wird, scheint dir wohl entgangen zu sein.

Antwort
von noname68, 24

solange nicht der anteil von kühen, die über blähungen massiv  methan in die atmosphäre blasen, geregelt ist, spielt dieser faktor keine rolle in einem klimavertrag.

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