Der Sohn einer Kollegin ist jetzt als hochbegabt getestet worden, er ist in der 5. Klasse auf einem Gymnasium und ist bisher immer eher als störender, lauter und verhaltensauffäliger Schüler aufgefallen und nicht als besonders guter Schüler, deshalb wurde er auch getestet. Warum sind hochbegabte Kinder in der Schule eigentlich eher auffällig und/oder störend?
Weil sie sich langweilen und unterfordert sind. Sie finden den Unterricht absolut langweilig und machen deshalb auch nicht richtig mit. Daher dann auch die mittelmäßigen Noten.

Ganz einfach, diese Kinder langweilen sich zu Tode im Regelunterricht, sie sind mit dem Regelunterricht unterfordert. sie stehen auf, widersprechen den Lehrern, weil sie Erklärungen der Lehrer mit einfachen Argumenten widerlegen können. Die Lehrer in der Regelschule sind mit solchen Kindern überfordert, damit sie von ihren Unzulänglichkeiten ( sprich nicht Erkennen der Hochbegabung ) ablenken werde diese Kinder als Verhaltensauffällig hingestellt
Hochbegabte Kinder gehören ihrer Begabung nach speziell gefördert was aber in einer Rgelschule nicht möglich ist. Sprich mit deiner Kollegin, sie kann sich auf dem Oberschulamt erkundigen und dort nach Schulen für Hochbegabte fragen.
Wenn ihr Kind der Begabung nach gefördert und gefordert wird ist er auch nicht mehr " Verhaltensauffälig ".

Man sollte dabei aber auch nicht vergessen, dass es "solche und solche" hochbegabten Kinder gibt. Nicht jeder ist auf jedem Gebiet gleichmäßig begabt, in manchen Fächern überragend, in anderen nur Durchschnitt...
Bei den meisten wird ja ein Intelligenztest gemacht, viele Eltern "lehnen sich dann auf irgendeiner Zahl zurück" und geben dieses Gefühl an ihre Kinder weiter. Dabei wird vergessen, dass (besonders am Gymnasium) auch noch andere höher- und hochbegabte Kinder mit in der Klasse sind. So manch spielerisch anmutende Beschäftigung (grad bei den "Kleinen") wird als "Babykram" abgetan... ist aber nicht mehr mit Grundschulunterricht zu vergleichen. Da verliert auch ein hochbegabtes Kind den Anschluss an das Unterrichtsgeschehen, weil es nämlich auf einmal sehr viel intensiver und zügiger vorangeht - vielleicht nicht ganz der Begabung entsprechend, aber eben auch nicht so "meilenweit" entfernt wie es in der Grundschule der Fall war.
Ganz wichtig: Damit der Abstand zwischen dem, was im Unterricht passiert und dem, was das Kind kann, nicht noch größer wird, sollte auf gar keinen Fall mit Hilfe des normalen Unterrichtswerkes vorgearbeitet werden, denn dann ist die Langeweile tatsächlich zu 100% vorprogrammiert. Stattdessen sollte lieber ein "Parallelprogramm" gefunden werden, das den Interessen / Begabungen entspricht... (und auch was mit dem Fach / dem aktuellen Thema zu tun hat). "Vertiefen" heißt hier das "Zauberwort"...
Weil die Regelschule ein schülerfeindliches System ist - belohnt wird der, der möglichst wenig nachdenkt und fleissig vorgekautes lernt!
Ansonsten kann ich mich den Schreibern oben anschliessen!
Weil sie langweilen sich und haben viel Energie! Sie brauche oft hochwertige, sättigende Nahrung!
Mein Sohn konnte lange vor Schuleintritt lesen und die vier Grundrechenarten über den Tausenderbereich hinausrechnen. Er ist aktuell 7 Jahre alt, sitzt in der zweiten Klasse und erbringt mittelmäßige bis schlechte Leistungen.
Gelernt hat er seit Schulbeginn das Schreiben der Kleinbuchstaben, alles andere (inhaltlich) konnte er. Wieviel Langeweile das insgesamt bedeutet kannst du dir vorstellen.
Wird das Kind über einen längeren Zeitraum nicht richtig gefördert verliert es u.U. die Lust an der Schule. Geboren ist der "underachiever".
Die Problematik Hochbegabter kann sehr vielschichtig sein und kann kaum in dem Maße hier besprochen werden wie es nötig wäre.
Meine Tochter wurde aufgrund dieser Erfahrungen vorzeitig eingeschult und ist bisweilen glücklicherweise "nur" in Mathe etwa 2 Klassenstufen weiter. Die 5 Stunden/Woche Langeweile sind für sie natürlich auch deutlich erträglicher als die 20-22 Stunden/Woche Langweile für meinen Sohn. Ich würde da auch wahnsinnig werden und mir ständig Streiche ausdenken wie er- wenn man ja sonst nichts zu lernen hat...
hallo zusammen, meine tochter ist inzwischen 8 jahre alt und in der dritten klasse. sie ist ziemlich verhaltensauffällig: weiss alles besser, redet dazwischen, kommt mit gleichaltrigen nicht klar, wutausbrüche etc. schlägt andere, bevormunden...fing im kindergarten an. die kindergärtnerin hat damals vermutet, dass die kleine hochbegabt wäre. als sie in die schule kam, wurde es mit dem verhalten noch schlimmer. nach 2 jahren schule nun, hab ich mich endlich überwunden, einen test zu machen, der also die hochbegabung bestätigt. sie ist, wie gesagt, in der dritten klasse. die rektorin meinte nun, wir sollen sie in die vierte setzen. meine frage ist nun: ist das sinnvoll, da ja der wichtigste stoff in der dritten vermittelt wird?? sie ist nun nicht die fleissigste... bitte um hilfe und tipps...
Das leuchtet ein, Danke.
Danke, so erklärt sich das für mich auch.
Perfekt! Darauf mindestens einen Daumen.
Was nun im Gegenzug aber nicht heisst, daß alle "Störenfriede" hochbegabt sind...DH! ;-)