schurke am 14.03.2007 um 11:35 Uhr
Insbesondere Kinder, ich kann die Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder ohne eine Lampe am Rad fahren lassen. Ich habe mich nicht selten erschrocken, wenn plötzlich ein Radfahrer vor meinem Auto auftauchte und wenn was passiert, bekommt der Autofahrer immer eine Mitschuld.

Wie so oft dienen auch hier die Erwachsenen als schlechtes Vorbild, hier bei uns ganz besonders die Damen und Herren Studenten, für die, Licht inklusive, überhaupt keine Verkehrsregeln zu gelten scheinen.

Vor allem Schulanfänger/innen haben oft noch Schwierigkeiten, ihr Rad vernünftig zu benutzen. Daher empfiehlt die Verkehrspolizei auch, Kinder bis etwa zum 10. Lebensjahr nicht allein mit dem Rad am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen.
Aber wir Eltern kennen das ja: Wir sind froh, wenn wir die Taxi-Mama-Kutschiererei loswerden können und die Kids den Schulweg allein meistern.
Aber die Kinderräder haben in aller Regel keinen Nabendynamo, sondern diese klobigen, schwergängigen Dinger, die für Kinderhände nicht leicht zu bedienen sind. Wenn die Eltern nicht von Anfang darauf achten, den Kindern beizubringen, dass das Licht am Fahrrad lebenswichtig ist, ist der Schlendrian anerzogen.
Und die größeren Schulkinder haben eben aus den dann schon durchlebten Gefahrensituationen nichts weiter gelernt - 1000 x probiert, 1000 x nichts passiert ...
Ich kann gar nicht ohne Licht fahren, weil mein tolles Fahrrad ne Automatik hat und wenn der Lichtsensor meint, das Licht soll jetzt strahlen, dann ist das so ... Dazu muss ich nichts mehr ein- oder ausschalten. So sollten alle Räder ausgestattet sein.
Die besten Informationen über gutes Licht am Rad, über Gefahren, Rechte und Pflichten dazu findet man auf den Seiten des ADFC:
schurke am 14. März 2007 14:59 Ich danke allen für Eure Meinungen zu meiner "Frage"
Ich kann Kabark nur zustimmen. Hier sind nicht die Kinder im Brennpunkt. Die Erwachsenen sind das Problem und die Ignoranz der Polizei. Wie sollen Kinder etwas besser machen, wenn sie es nicht vorgelebt bekommen? Man schaue sich doch nur einmal um, wieviele der erwachsnene Radfahrer ein ausreichen beleuchtetes Rad fahren. Aber Hauptsache es sieht cool aus und hat einen Carbonrahmen.
filmfacts am 14. März 2007 12:50 Fahrer, die einen Carbonrahmen ihr Eigen nennen, haben in der Regel zu gegebener Zeit auch eine Beleuchtung am Rad. Fahrer, die ein Baumarktfahrrad haben, welches im Carbon-Look beklebt ist, fahren auch trotz vorhandener Funzel unbeleuchtet.

Die Antwort auf die Frage lautet: Dummheit. Ich habe immer ein Licht am Rad. Im Winter ein richtig helles (heller als ein Autoscheinwerfer) Sigma-Set und im Sommer zumindest eine LED-Funzel, damit ich gesehen werde. Allerdings fehlt diese Ausstattung nicht nur bei den Studenten oder Kindern. Auch reichlich ältere Radler, bevorzugt solche die verbotenerweise auf dem Gehweg radeln, linksseitig, mit einem Hund an der Leine, haben kein Licht am Rad. Es wird halt ignoriert. Die meisten dieser Leute fahren Rad entweder weil sie kein Auto haben oder nutzen das Zweirad als Zeitvertreib am Wochenende. In beiden Fällen interessiert sie die Ausstattung nicht. Die Polizei macht schon von Zeit zu Zeit Kontrollen, aber leider immer nur an den falschen Stellen und mit zu geringen Konsequenzen. Schulkinder an der Grundschule werden kontrolliert. Dort ist vielfach eh alles in Ordnung. Morgens jedoch, wenn viele Leute zur Arbeit fahren, steht aber niemand im Dunkeln auf den Gehwegen und zieht die unbeleuchteten Fahrer aus dem Verkehr.
schurke am 14. März 2007 12:13 wie wahr

Es ist ein Problem, das viele Leute heute noch nicht begriffen haben, dass auch Radfahrer Verkehrsteilnehmer sind, die sich an die Regeln halten müssen. Und der Verkauf von Fahrrädern ohne Beleuchtung ist ein Punkt, der die Situation nicht verbessert. Auch sollten unsere Gesetzgeber doch mal endlich diese blöde Vorschrift abschaffen, dass Batteriebetriebene Lampen nur an Fahrrädern bis 12kg Gewciht erlaubt sind. Heute gibt es auch nicht mehr die Ausrede, dass der Dynamo einem das Fahren zu schwer macht. In Zeitalter der Narbendynamos merkt man doch schon gar keinen Unterschied mehr. Und wenn man dann eine Sensorlampe daran anschießt, braucht man sich noch nicht mal ums einschalten kümmern. Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad und habe deshalb auch immer eine Ersatzlampe mit dabei. Wenn wir Erwachsenen den Kindern kein Vorbild sind, wer dann?
filmfacts am 15. März 2007 09:59 Ich bin sehr froh, dass Fahrräder ohne Beleuchtung verkauft werden, denn so bin ich in der Lage mir eine vernünftige Beleuchtung zuzulegen und nicht das Geraffel zu nehmen, was der Gesetzgeber als "richtig" vorschreibt. Was Nabendynamos angeht stimme ich Dir zu, den Widerstand merkt man kaum noch. Sensorlampen ... naja. Gimmick. Ich kann schon erkennen, wann ich Licht anmachen sollte, das klappt beim Auto (da habe ich es eh immer an) ja auch.
Für Kinder gilt sicherlich eine Sorgfaltspflicht der Eltern. Wenn man sein Fahrrad irgendwo abstellt, findet man es häufig "auf dem Boden liegend" wieder. Dabei geht das Licht natürlich oft kaputt. Der zweite Grund ist sicherlich, dass es schwerer zu treten ist, wenn der Dynamo am Reifen schleift.

Mir ist schon unverständlich, dass in Deutschland weiterhin Räder verkauft werden dürfen, die keine Beleuchtung haben, sondern nur einen kleinen Aufkleber, dass die Ausstattung nicht der StVZO entspricht.
Natürlich sind Erwachsene ein schlechtes Vorbild, wenn sie ohne Licht fahren.
Auserdem sollten Kinderfahrräder nie eine batteriebetriebene Beleuchtung haben, weil die Batterie im "Ernstfall" sicher leer ist.
Ausserdem ist es Kindern wegen des Dynamos oft zu mühsam, mit Licht zu fahren.
Und besonders ist die Polizei normalerweise an Radfahrern nicht sonderlich interessiert,
weil sie keine Nummern haben, die man nur aufzuschreiben bräuchte,
weil es mühsam ist, sie zu erwischen,
und weil die Einnahmen durch Verwarnungen relativ unattraktiv sind, wenn man bei Autofahrern jeweils ein Vielfaches kassieren kann.
ja, dem kann ich nur zustimmen, ich arbeite in der Nähe der Humboldt Uni in Berlin, eine Katastrophe.