Frage von Baltarsar, 1.465

Warum fällt es vielen Menschen so unglaublich schwer ihren Horizont zu erweitern und über ihren Tellerrand hinaus zu schauen?

Mir ist schon seit langer Zeit aufgefallen, dass es vielen Menschen unglaublich schwer zu fallen scheint, ihren Horizont, also ihre Denkweise zu erweitern und so über ihren Tellerrand hinaus zu schauen.

Nach meiner Meinung beschränken sich viele Menschen auf vorgefasste Meinungen und Ansichten, anstatt selbst mal das Interesse zu entwickeln, die Initiative zu ergreifen und sich selbst eine Meinung zu bilden oder zu hinterfragen. Genauso verhält es sich mit den Ansichten.

Ich finde es sehr schade, gibt es doch so viel mehr, was man selbst entdecken und erforschen könnte und das nicht nur auf philosophischer Ebene. Schauen wir uns als Beispiel die Astronomie an. Es gibt unwahrscheinlich viele Theorien, die dieses Gebiet erst interessant machen.

Aber selbst Wissenschaftler neigen dazu, sich in ihren eigenen Horizont gefangen zu halten und sich eben nicht weiter zu entwickeln.

Woran liegt das eurer Meinung? Und was bzw. wie könnte man soetwas ändern?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Undsonstso, 697

Ich denke gar nicht mal, dass es eine Sache des "Schwerfallens" ist, was diese Menschen hindert,

m.E. nach sind es fehlendes Interesse, Mangel an gesunder Neugier , Alltagsträgheit, allgemeine Wohlstandsübersättigung u.ä. sowie usw.usf.

Das kann keiner ändern.Menschen können sich nur selbst ändern, wenn sie es selber wollen..... Das einzige, was man machen kann,ist, seine Kinder versuchen zu lehren, sich eine gewisse kindl. Neugier beizubehalten.

Kommentar von Undsonstso ,

Danke für's Sternchen.

Antwort
von zippo1970, 410

Na ja.... Nachdenken kann anstrengend sein....... :-))

Ich denke die meisten Menschen in unserer Gesellschaft, sind mit Beruf, Kindererziehung, und allem was in ihrem Alltag so anfällt, ziemlich ausgelastet. Leben ist oft Stress und anstrengend. Bevor man sich da noch politisch/gesellschaftlich weiterbildet, schaut man wohl lieber RTL Dschungelcamp.

Wenn man sich dann auf vorgefertigte oder vorgegebene Meinungen beschränkt, spart das ne Menge "Arbeit", und es gibt ja auch "Sicherheit". Denn sich selbst oder seine Meinungen in Frage zu stellen, sich zu reflektieren, bedarf ja auch einer gewissen Muse. 

Ich denke viele Menschen, lassen sich lieber mit leichter Unterhaltung "berieseln", als sich noch Gedanken über gesellschaftliche Vorgänge zu machen.

Und so bleibt halt die Meinung von vielen halt bei schwarz oder weiß. Ist halt einfacher, als da noch viele verschiedene Grau Töne zu entdecken, oder zu entdecken, dass die Welt auch bunt sein kann.

Ist schade.....aber das ist halt so, wenn man in einer egoistischen Leistungsgesellschaft lebt, bei der die Entwicklung des eigenen Ichs, schon sehr im Vordergrund steht. Zu viele Gedanken, stören da nur.

LG :-)

Antwort
von PlueschTiger, 388

Das hat verschiedene Gründe und einige laufen mehr oder weniger gleichzeitig ab.

Zum einen ist es schlichte Erziehung. man bekommt ein bestimmtes Denken und Meinung vorgehgeben. Ob man der Meinung folgen tut liegt an der eigenen Persönlichkeit. Je älter man wird und je länger man in der Kindheit einer Meinung ausgesetzt war, desto schwerer wird man diese wieder los. Daher sind auch Nazis, Islamisten und andere Gruppen so versessen auf jugendliche Anhänger. wenn diese lange genug der Ideologie ausgesetzt waren bekommt man diese nur schwer wieder heraus.

Ein weiterer Faktor ist schlichtweg die Zeit. Kaum einer Hat neben Arbeit, Kinder, Haushalt und Familie noch Zeit sich mit solchen dingen zu beschäftigen. Auch kommen die meisten in dem Stress nicht auf die Idee bestimmte dinge zu hinterfragen. Einige wollen es auch nicht, da es deren Weltbild Zerstören könnte.

Aber selbst Wissenschaftler neigen dazu, sich in ihren eigenen Horizont gefangen zu halten und sich eben nicht weiter zu entwickeln.

Ein teil des Probleme ist das Ego und zum anderen wie auch im Privaten, das Weltbild. Zudem kommt bei Wissenschaftlern hinzu das es mitunter alles zerstören könnte was man vorher zu denken glaubte (eigene Theorien und Thesen). Dazu kommt auch in gewissen Bereichen eine Gewisse Arroganz.

Und was bzw. wie könnte man soetwas ändern?

Man müsste Kindern schon beibringen dinge auch selbst zu Hinterfragen. Die Gesellschaft ändern, damit anders Denken und Handeln nicht immer gleich mit Mobbing, Diskriminierung oder anderem bestraft wird. Zudem müssten die Menschen die Zeit haben, sich auch mit Dingen auseinanderzusetzen und den Mut Religiöse dinge zu Hinterfragen.

Antwort
von TobiasTM, 417

Hallo Baltasar,

diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Erklären konnte ich es bisher auch nicht wirklich. Eher nur Vermutungen anstellen.

Möglich wäre Beispielsweise die Angst vor der Erkenntnis, dass das eigene Wissen nur sehr klein oder die eigene Meinung falsch ist. Das man sich dann auch mit anderen Menschen auseinandersetzen müsste. 

Neues zu lernen ist anstrengend (je nach Ansicht) und viele Menschen sind in dieser Hinsicht leider faul.

Ich könnte jetzt noch mehr Gedanken aufführen, dies sind aber alles nur Vermutungen. Ändern kann man es nur durch direkte Ansprache der Personen und dem Wecken der Neugierde.

Viele Grüße

Kommentar von Baltarsar ,

Ich stimme dir da zu. Nur bin ich eben auch der Meinung, dass die Menschen eben mehr Anregungen, mehr Inspiration und mehr Motivation brauchen um ihre eigenen Ketten zu sprengen.

Ich vermisse das bereits seit Jahren.

Die Eigenmotivation der Menschen ist wirklich sehr gering geworden. Ja ich denke auch, dass einige deiner genannten Beispiele auf einige Menschen zutreffend sind.

Ich bin nur immer froh, dass es auch noch andere Menschen gibt. Auch in diesem Fall zeigt sich, dass Verallgemeinerungen nie gut sind.

Kommentar von TobiasTM ,

Verallgemeinerungen... das wäre wieder ein eigenes Thema über das man sich sehr ausgiebig unterhalten könnte.

Beipflichten muss ich Dir aber auf jeden Fall im Bezug auf die Menschen, die noch Eigeninitiative zeigen bzw. genügend Motivation besitzen um sich mit Themen außerhalb des Tellerrandes zu beschäftigen.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Ich geb Euch Beiden vollkommen Recht! Und gerade diese Menschen, die es wirklich schaffen, auch über den eigenen Tellerrand zu schauen, werden dann von den anderen nur als die naiven "Gutmenschen" beschimpft!



καλησπέρα σας!
Antwort
von Suboptimierer, 363

Nach meiner Meinung beschränken sich viele Menschen auf vorgefasste Meinungen und Ansichten,...

Du bist auch nicht der Erste mit dieser Meinung. Was wäre dein Preis dafür, diese Meinung zu ändern und deinen Horizont zu erweitern?

Es ist heutzutage ganz, ganz schwer, sich eine Meinung zu bilden, die nicht vorgedacht wurde. Noch schwerer ist es, eine Meinung zu ändern, denn eine Meinung steht nicht im luftleeren Raum, sondern wird (zumindest unterbewusst) auf Plausibilität gegengeprüft.

Es kann auch Vorteile haben, auf Entdecktes und Beschlossenes zu beharren.
Warum soll ich Dinge hinterfragen, die zum Beispiel total uninteressant für mich sind?
Weshalb sollte ich mir denn auf Biegen und Brechen eine eigene Meinung bilden, wenn ich mit der eines anderen zufrieden bin?
Was soll meine Motivation sein?
Was soll ich machen, wenn ich jemand wäre, der keinen Streit will oder nicht streiten kann und deswegen die Meinung anderer annehme?

Wäre es nun richtig oder falsch, wenn ich deine Einstellung übernehmen würde und was würde das für mich ändern?

__________________

Eine eigene Meinung zu einem bestimmten Thema kann man sich schwer bilden, die es noch nicht gibt.

Aber du wirst keine zwei Menschen finden, die in allen Themen immer gleicher Meinung sind. Die Gesamtmeinung, die Summe ist sozusagen immer eine eigene.

Antwort
von OlliBjoern, 73

Ich kann deine Ausführungen nachvollziehen. Ich persönlich interessiere mich schon z.B. für Astronomie und auch ein ganz klein wenig für Philosophie. Aber man muss auch sehen, dass es ja unglaublich viel gibt!

Früher habe ich mich fast nur um Naturwissenschaften gekümmert (ich mache etwas in diesem Bereich auch beruflich). Heute lese ich auch viel über Sprachen, über Kunst und andere Dinge. Insofern denke ich schon, dass meine Interessenlage recht vielseitig ist.

Aber irgendwo muss man halt seine Schwerpunkte setzen. Ich lese manchmal auch über Politik, aber das ist mitunter ein ziemlich frustrierendes Thema (und je mehr man mit Leuten darüber spricht, desto schlimmer wird es). Da habe ich die Lust dran verloren.

In der Kunst und in den Sprachen gibt es sehr viel zu lernen. Und für mich ist es weniger frustrierend als in anderen Bereichen (Politik). Natürlich sind auch die Naturwissenschaften weiterhin interessant für mich.

Antwort
von Suboptimierer, 19

Ich finde es sehr schade, gibt es doch so viel mehr, was man selbst entdecken und erforschen könnte und das nicht nur auf philosophischer Ebene.

Wieso findest du es schade, wenn andere nicht mehr entdecken wollen. Jedem doch das seine. Wenn andere in ihrer gewohnten Umgebung glücklich und zufrieden sind, wieso sollte man sie da unbedingt herausziehen wollen?

Man darf ihnen nur nicht das Gefühl geben, dass man mit beschränkter Sicht weniger wert ist. 

Jemand, der mit wenig Geld glücklich ist, kann vielleicht nicht nachvollziehen, wie man mit Geld glücklich sein kann und umgekehrt. 
Jemand der monogam glücklich ist, versteht wahrscheinlich nicht, wie man polygam glücklich sein kann.
Jemand, den es glücklich macht, die Welt zu entdecken, kann nicht verstehen, wie man glücklich mit einer Heimatverbundenheit und einer gewohnten Umgebung sein kann.

Das sind alles unterschiedliche Perspektiven. Es gibt kein Richtig und Falsch.

_________

Mach dir klar: Erfahrungen sammeln ist wie Geld horten. Am Ende hast du wenig davon. Noch weniger hast du im Alter vom Wissen. Du hast vielleicht schöne Erinnerungen, aber auch hier hängt es davon ab, was für ein Typ du bist, ob dich das glücklich macht, schöne Erinnerungen zu haben oder ob du ihnen nachtrauerst.

Es ist wichtig, dass man das, was man macht, gerne und freiwillig macht und dass man auch etwas Freude daran hat. Man sollte es nicht vorrangig machen, um später einmal...

Antwort
von PrivateBrown, 28

Da hast du Recht. Wie soll man das am besten ausdrücken?

Einige Menschen sind einfach sturr. Es geht nicht darum, dass sie ihren Horizont erweitern oder ihre Meinung vertreten, Informationen zugewinnen oder für ihr Leben lernen - Es geht in erster Linie darum Recht zu haben. Und zwar ganz stark ausgeprägt: Egal wie schlecht ihr Argument zu halten ist, egal wie verbittert und verzweifelt es rüberkommt, egal in was für ein Zwickmühle man sich spielt - Ihre Meinung ist die einzig richtige.

Und das weitet sich aus - Gleichdenkende bestätigen nicht nur ihre Ansichtsweise für die Person sondern auch noch ihr Ego. Dadurch steigt das Selbstbewusstsein und es wird weiter und weiter auf eine vernünftige Argumentation verzichtet.

Einige Menschen wollen wichtig sein, sich in den Mittelpunkt drängen oder sich von allen bestätigt fühlen - Sie erfinden Geschichten, Verschwörungstheorien und Anhängerschaften um besser darzustehen. Im Endeffekt geht es aber wieder darauf hin Recht zu haben und bestätigt zu sein.

Ein gutes Beispiel ist hier meine Familie. Circa 90% fühlt sich in ihren Ansichten überaus bestätigt und akzeptieren es als einzige Ansicht. Kinder werden danach erzogen, andere werden diskriminiert und es wird nicht hinterfragt. Wenn ich in eine Argumentation gelange und auch doch so überlegen bin und ständig Dinge widerlege, wird die Meinung der Person nicht verändert. Wenn ich unterlegen bin akzeptiere ich es und passe meine Gedanken an, ich kann nicht immer Recht haben, das kann keiner.

Ich steh sehr zum wissenschaftlichen, da es faktisch ist, nachprüfbar ist und nachvollziehbar. Ich war sogar mal in einem Argument, wo jemand behauptet hatte dass Schwule eine psyschiche Krankheit besitzen.. Was natürlich völliger Quatsch ist. So Dinge zu sagen ist einfach  nicht haltbar aber es gibt nur die eine richtige Lösung: Ihre.

Das ist auch ein großes Problem bei vielen streng religiösen, denn die anderen liegen alle falsch, nur ihr Weg ist der richtige.

Ich sage immer dass es verschiedene Wege zum gleichen Ziel gibt. Und jeder kann seinen eigenen ebnen.

Das gilt aber nicht für jeden. Speziell wenn man in das Erwachsenenalter eingetreten ist hält man sich oft für reif genug und intellektuell überlegen - Auch jüngere können Recht haben.

Langer Text kurzer Sinn, die meisten können über den Tellerrand hinausblicken, wollen es aber nicht, da sie sich dann nicht bestätigt fühlen.

Das ist aufjedenfall was ich mitbekomme. Es gilt natürlich nicht für alle, ich hab auch mit vielen gesprochen die sich gerne anpassen wollen. Aber das negative bleibt länger im Gedächtnis.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 201

Hallo :)

Echt interessante Frage --------> DH :) Ansonsten gibt's mMn zwei Thesen!

1. Viele haben schlicht kein Interesse an Weiterbildung oder daran Unbekanntes & Neues zu entdecken ... weil Herausforderungen jeglicher Art für solche Leute puren Stress, Anstrengung & Hektik bedeuten bzw. damit gleichzusetzen sind! Man akzeptiert quasi aus reiner Faulheit alles nur damit man ja keine Arbeit/Rennerei hat bzw. nicht nachdenken muss!

2. Wieder andere setzen sich selbst als Maßstab für andere ein & sehen keinen Grund darin ihre Horizonte zu erweitern oder Standpunkte zu ändern ... weil sie bis zum Himmel von sich selbst überzeugt sind und denken perfekt zu sein.

-----------> Inwieweit man das erste "Kapitel" ändern kann, weiß ich nicht.. jedoch bin ich der Ansicht, dass dass auch daran liegt dass "volkstümlich aufbereitetes Wissen" oftmals völlig fehlt. Bildungsangebote die die Masse ansprechen gibt es kaum. Auch das schreckt viele ab. 

Total von sich überzeugte Selbstüberschätzer/Egomaniker (siehe 2.) kann man jedoch nicht ändern weil das Charakterlich ist.. die werden NIE davon abkommen sich selbst als Nabel der Welt anzusehen, es sei denn es kommt zu irgendeinem wirklich einschneidenden "Aha-Erlebnis". Aber sowas ist aus eigener Erfahrung sehr sehr selten!

Man sollte sich zum 1. Gedanken (dass viele kein Interesse an Bildung haben) mal das Lied "Humtata und Tätärä" von Udo Jürgens anhören ... in diesem griff er schon Anfang-Mitte der 90er auf dass viele nicht mehr denken wollen & sich einfach bequem zurücklehnen anstelle nachzudenken & Dinge zu hinterfragen!

Ich selbst bin ein "Hinterfrager" & bekennender Statistiker, der Dinge die ihn interessieren anpackt & sich auch nicht davor scheut ggf. unbequeme Fragen zu stellen bzw. Sachen auszugraben die nicht massenkonform sind. Allerdings macht da auch der Ton die Musik :)

Antwort
von TimeosciIlator, 261

Das was Du mit "über den Tellerrand schauen" ansprichst, bezieht sich sicherlich auf den nicht sichtbaren Teil des Universums.

Es gibt eben Leute, speziell Physiker, die sich nur an das halten, was die Physik bisher entdeckt hat. Ist auf der einen Seite sehr schade - denn gerade Individuen, die sich mit den speziellen Dingen besser auskennen, könnten, wenn sie ihre Phantasie miteinbringen, besonders kreativ sein.

Gerade die Wissenschaftler scheinen alle ein Gelübde abgelegt zu haben, dass es ein Frevel wäre, auch nur einen Deut von ihrer Wissenschaftshaltung abzuweichen.  Nun gut - hat gewiss auch den Vorteil, dass man dann 100% "reines Wissen" erhält, worauf diese Leute ja unbedingt bauen wollen.

Meines Erachtens sollte man beide Haltungen innehaben können. Mal der verrückte Spinner sein mit seinen haarsträubenden und balkenbiegenden Theorien und dann aber auch immer der auf dem Teppich bleibende, sich an Tatsachen Haltende. Denn gerade die erst genannte Haltung kann zu neuen Ideen führen, die ja auch wichtig sind. Denn fast jeder Erfindung liegt eines zugrunde: Man dachte dabei quer ! Man probierte etwas aus, was normalerweise nicht ausprobiert wird. Beispielsweise flog Nobel, Erfinder des Dynamits, mit seinem Versuchslabor durch Zufall in die Luft. Ebenso erhielt Luigi Galvani einen ungewollten elektrischen Schlag bei seinen Versuchen^^.

Am Anfang war oft das Überraschungsmoment - und dieses konnte nur durch etwas neu Ausprobiertes in Erscheinung treten !

Kommentar von MrRayman ,

Ehrlich gesagt probiert die Wissenschaft im Moment ganz viel aus. Wissenschaftler haben teilweise noch sehr unterschiedliche Meinungen über bestimmte Themen. Für viele Probleme gibt es ganz verschiedene, kreative Lösungsansätze.

Es gibt immer noch die Überraschungseffekte in der Wissenschaft.

Das einzige was sich verändert hat ist, dass es kaum noch "offensichtliche" Phänomene zu entdecken gibt. Viele Versuche müssen mit Millionen von Euro finanziert werden, da probiert man nicht mal "eben so" was aus.

Die Überraschungseffekte sind eben Abweichungen der Experimente von der Berrechung. Da explodiert eben nicht das ganze Experiment zufällig.

Antwort
von Ellen9, 341

Vermutlich ist das zu anstrengend, den Dingen auf den Grund zu gehen; und bequemer, den Gründen aus dem Weg zu gehen.

Mediengesteuert zu sein, ist vielleicht auch einer der bevorzugten Lebensstile.

Vom Hörensagen hat diesen "Stille Post Effekt" ...wo am Ende etwas ganz anderes dabei herauskommt.

Vorgefasste Meinungen etc. scheinen der Liebling unter den Horizontlosen zu sein ,weil man sich um nichts selbst Gedanken machen muß.

Naja...und von den in Alkohol-/Drogen- und Sonstwaskonservierten ganz zu schweigen.

Das ist ein sehr tragisches und kompaktes Problem...weltweit; was man nur an sich selbst ändern kann.

Antwort
von AJuergen, 73

Die Frage stelle ich mir auch schon seit langem,eine Antwort habe ich bis heute nicht gefunden.Kommt mir das nur so vor , ich habe den Eindruck das immer mehr Menschen nicht mal mehr Interessiert was die sagen, es werden nur noch paar Wörter gesagt , den Rest muss man sich zusammen reimen . Meine einzige Erklärung wäre , es ist enorme Reiz Überflutung . Im Fernsehen laufen immer mehr Serien , deren Inhalt mehr als fraglich sind , Handy usw. kommen hinzu, Video Spiele . Da bleibt keine Zeit mehr  etwas zu hinter fragen. Von einer Party zur nächsten.

Alles läuft irgendwie und so lange es läuft macht sich keiner über etwas Gedanken. So ähnlich denke ich ist das in allen Bereichen . Eine andere Erklärung habe ich leider auch nicht . 

Es freut mich aber das es noch jemandem wie dich gibt der sich überhaupt  die Frage stellt . Vielleicht werden es ja doch noch mehr Menschen die das tun.

Große Hoffnung habe ich leider nicht .

Antwort
von IchBinIch77, 32

Mir ist deine Frage zu unpräzise. Was meinst du damit, dass Menschen ihren Horizont nicht erweitern? Bleiben wir bei den Wissenschaftlern, weil das am einfachsten ist. Was sollen die den immer neues Erfinden? 

Wenn ich zum Beispiel ein Astronomie Professor wäre, würde ich natürlich nicht erstmal anfangen zu untersuchen, ob sich die Sonne auch wirklich um die Erde dreht oder ob es nicht doch andersherum ist. Warum sollte ich auch? Das ist doch schon oft genug bewiesen worden.

So ist das bei vielem anderen auch. Natürlich stützt man sich im wesentlichen auf Thesen anderer. Nehmen wir Syrien: Wenn man sich eine Meinung über die Lage in Syrien bilden will, natürlich muss man sich auf die Meinung anderer Stützen. 

Du kannst ja nicht immer in jedes Gebiet der Welt reisen und dir deine eigene Meinung bilden. Selbst wenn du jetzt nach Syrien fährst und mit den Leuten vor Ort redest wirst du dir nie eine 100% objektive Meinung bilden können, weil du immer mit nur einem kleinen Teil der betroffenen reden kannst. 

Aber auch schon deshalb, weil du ein Mensch bist und damit IMMER zu einem gewissen Grad eine gewisse Grundeinstellung zum Leben hast und damit immer voreingenommen bist.

Verstehst du was ich meine? Das Leben ist nun mal endlich und wenn man weiter kommen will in der Entwicklung, muss man eben bestimmte Dinge hin nehmen. Was nicht heißt, dass man nicht versuchen sollte sich eine objektive Meinung zu bilden und nicht einfach alles nachplappern soll, was man so hört. Das geht meiner Meinung nach am besten, wenn man immer versucht sich auf möglichst breiter Front zu informieren, um möglichst viele Sichtweisen zu bekommen. 

PS: Ich hoffe, ich habe auf diese Frage geantwortet und sie nicht falsch verstanden, wenn dem so sein sollte, dann sage es mir bitte. 

Schönen Tag noch.

Antwort
von Harvix, 113

vielen Menschen unglaublich schwer zu fallen scheint, ihren Horizont, also ihre Denkweise zu erweitern und so über ihren Tellerrand hinaus zu schauen

Ganz einfach: Weil sie es nicht anders kennen.

Aber selbst Wissenschaftler neigen dazu, sich in ihren eigenen Horizont gefangen zu halten und sich eben nicht weiter zu entwickeln.

Bezogen auf die Astronomie ist das Logisch. Wissenschaftler können Regeln oder Formeln aufstellen, wann etwas passiert etc.

Warum sich aber z. B. die Natur so verhält, kann nicht erforscht werden.


Meiner Meinung nach folgend ein sehr gutes Video, warum wir uns Sachen nicht vorstellen können oder nicht über den Tellerrand hinaus schauen können.

Im folgenden Video geht es um unbekannte Dimensionen. 

Im Grunde geht es um einen einen Wissenschaftler, der in einer zweidimensionalen Welt lebt und eines Tages einen Kreis entdeckt der immer wieder verschwindet. Wir in der dritten Dimension wissen warum der Kreis erscheint und wollen es erklären, der Wissenschaftler kann sich aber unsere Erklärung nicht vorstellen, weil er die dritte Dimension nicht kennt.

Kommentar von AJuergen ,

Super Video , das sagt einiges aus . 

Antwort
von DerDorschden, 15

Ich denke das liegt daran, dass viele Menschen nicht die benötigte geistige Kapazität bzw. die Anregung besitzen das ganze überhaupt anzugehen. So kann man sagen, dass viele Menschen mit eher niedrigem Bildungsdurchschnitt mit anderen Menschen von vergleichbarem Bildungswert zu tun haben und mit diesen meistens auch ihre Freizeit verbringen. 

So kommen diese Menschen von sich selbst nicht darauf sich über dergleichen überhaupt Gedanken zu machen. Das sind Menschen die nur ''für den Moment'' leben und so denke ich kann man sagen, dass sie einfach so, wie du sagtest, alles hinnehmen und es so behandeln als gäbe es keine andere mögliche Variable. Das liegt denke ich alleine daran, dass das die einfachste Möglichkeit ist zu leben. 

Ich habe schon ein paar mal solche Menschen, von denen du redest über ein Paar brisante Themen nach ihrer Meinung gefragt. Nach meinen Erfahrungen geben sie sich erst sehr interessiert und versuchen über ihren Tellerrand hinauszublicken, bemerken dann allerdings was dies erfordert und lassen schnell wieder davon ab und lenken das Thema in eine Richtung, welche ihnen mehr gefällt.

Wer jedoch seinen "Horizont erweitert" (von sich aus) ist nicht nur an dingen wie Lust, Genuss und einem einfachen Leben, sondern auch an geistigen Problemstellungen und deren Lösung interessiert. Dies macht solchen Menschen vergleichsweise genausoviel Spaß wie den Menschen die ihr Leben der Lust und dem Genuss Widmen. Der Unterschied ist jedoch, dass diese Menschen, welche sich den Geistigen Freuden widmen, mehr Denkvermögen benötigt, wie ich finde. 

Man kann sich streiten welche Lebensart die Erfüllendere ist, da beide ihre Vorzüge, wie bei der "einfachen" Lebensweise, die Unbefangenheit und die Unbekümmertheit. Andererseits kann ein Großer Wissens- und Verständnispool zu einer noch grüßeren Befriedigung führen, wie ich fide.

Gruß, DerDorschden ;)

Antwort
von mrknowsitall, 161

Simple Mitläuferei und Desinteresse. Obwohl ich mich zu denen selber zähle. Eigentlich unnütz nur dem "System" zu folgen (Essen-Schlafen-Arbeiten <- so grob).

Nebenbei machen wir alle etwas was unser Leben erträglich macht, denn mal ehrlich: Wer geht gerne stundenlang zur Arbeit und ist nur da um der "Gesellschaft" zu helfen?

Damit man es eben nicht nur so öde und grau aussieht, hat jeder seine Nebenbeschäftigungen. Vor wenigen Jahren war es wohl das Rausgehen und an die frische Luft gehen, doch heute nur noch zocken und/oder zuhause gammeln. Ich rede hier von dwer unmittelbaren Mehrheit, natürlich spreche ich hier nicht über jede Person mit Leib & Herz.

Um es genauer zu beschreiben: Würden wir mal all diejenigen in eine Ecke schieben, die noch mehr machen außer Sport, Zocken, Gammeln, Freunde treffen, etc., wird man merken, wieviele heutzutage nur noch "funktionieren".

Wir alle "funktionieren" in gewissermaßen.

Was genau dieses Wort "funktionieren" in dem Kontext heißt? Ganz einfach: Wir machen es so, dass das Leben für uns noch gerade so erträglich ist.

Doch warum genau keiner über den Tellerrand schaut, wird wohl an der Desinteresse legen. Ein paar Informationen und es reicht uns völlig aus.

Als Beispiel: Die Flüchtlinge.

Würde jeder die Geschichten kennen, sehen, unter welchen Umständen sie leben und gelebt haben, über was sie alleine schon glücklich werden, etc., würde man die Flüchtlinge jeder näher kennen und ihr wahres Problem (bzw. detaillierter). Doch ob wir davon ein anderes Bild bekommen, obwohl man davor eher für die Entlassung der Flüchtlinge war, bleibt jedem selbst überlassen.

Durch mehrere Einblicke und Sichtweisen ist die Auswahl breit. Welches man meist dann darüber denkt, wird entweder über die Denkweise der Mehrheit bestimmt, oder durch eigene Erfahrung und Erlebnisse (falls welche vorhanden seien).




Antwort
von Polepolepolska, 38

Hi,
ich glaube, das liegt an den Punkten, die bereits genannt wurde:
zu wenig Zeit, Stress, Alltagstrott, Angst vor Neuem, Erziehung, etc.

Ich möchte näher auf die Erziehung eingehen:
Wir müssen und nur unser Schulsystem anschauen, dann findet man schon die Antwort. Die Lehrer machen einen Unterricht, der nicht darauf ausgelegt ist, dass die Kinder selbst entdecken und erforschen (Außer Außnahmen wie die Montessori-Schulen) sollen bzw. können.
Frontalunterricht - Man kriegt Wissen eingetrichtert - Wissen muss wiedergegeben werden. Fertig.
Die natürliche Neugierde wird abtrainiert. Und es wird einem Schüler nicht wirklich die Möglichkeit gegeben, etwas zu hinterfragen, was der Lehrer erzählt. Hinzu kommt noch der Leistungsdruck, der einem das Lernen vermießt und man den Spaß am Lernen verliert.

Ich möchte auch weitere Punkte zu deiner These aufführen:
Werte und Normen und das alltägliche eigene Leben werden auch viel zu selten hinterfragt. Und das finde ich schade.
Unsere Gesellschaft ändert sich stetig. Viele ältere Leute verändern sich aber "nicht mit". Sie können es nicht wahr haben, dass sie das Weltbild ändert. Sie bestehen auf ihren Werten und Normen. Und das liegt auch größtenteil daran, dass sie ihre alten Ansichten hinterfragen möchten. Nicht alle, aber ich glaube weiß, was ich meine.
Aber auch die jüngeren Generationen hinterfragen zu wenig. Das ist wirklich schade.

Ich glaube, wir müssen allgmein hinnehmen, dass ein Mesch ein Gewohungs-Tier ist. Und das jeder andere Prioritäten setzt. So sind wir Menschen halt. Alle unterschiedlich...

Lg ;-)

Antwort
von Bambi201264, 139

Den meisten Menschen fehlt schlicht der entsprechende Intellekt. Und viele derer, die diesen haben, bemerken im Laufe der Zeit, dass die Wahrheit unbequem ist und weh tut...

Es ist bequemer, sich treiben zu lassen und "unsichtbar" zu bleiben. Ich stehe auch nur auf, wenn es mir oder meinen Lieben gegen den Strich geht...

Antwort
von Sole03, 68

Hey :)

Manchmal will man Dinge nicht wissen, weil man sie tief im inneren schon weiß, doch keine Ahnung hat, wie man damit umgehen soll...

Das soll heißen, die meisten Menschen haben sich bereits ihre eigene kleine Welt aufgebaut, die konservativen, die mitläufer oder die offenen Menschen.

Es ist für alle viel einfacher, das Leben einfach so weiter zu führen, wie sie es kennen. Ich würde das eher als Angst vom Neuen bezeichnen, als Desinteresse!

Denn im Enddeffekt, ist es doch zum Beispiel für die konservativen Menschen viel "einfacher" so zu leben wie bisher, nach Regeln und den Glauben...

Naja, ich bin eine Person, die gerne über den Tellerrand schaut, dafür aber immer wieder einen auf dem Deckel von "anderen" Menschen bekommt.

Ich sei komisch, weshalb mich sovieles interessiert und ich sei "anders" da ich meist eine komplett andere Einstellung vom Leben etc. habe!

Wir alle Leben unter einen Sternenhimmel, doch nicht alle haben den gleichen Horizont :)

Lg sole03

Antwort
von Ysosy, 97

Das liegt wohl zu einem großen Teil daran das es so viele Meinungen / Themen gibt. Und Niemand sich mit allen auseinander setzen kann.

Es wirkt so als würden sich einige Menschen nicht mit Themen auseinander setzen die Du für Wichtig erachtest, dabei verhält es sich wie folgend.

Es gibt Menschen die über das Thema Astronomie Stunden lang debattieren können und sich auch andere Meinungen aneignen. Fragt man diese was sie von... sagen wir Pokemon halten... sind sie der Meinung dies sei Zeitverschwendung oder unnütz und wollen davon nichts wissen. Das gleiche geht auch umgedreht. Es gibt Menschen die Pokemon lieben und über die xy Pokemon debattieren können. Fragt man diese was sie von Astronomie halten. Sagen sie wohl möglich, das sei unnütz weil andere Sterne wegen c eh unerreichbar sind.

Wer hat nun Recht? Keiner und Beide. Es ist doch schön wenn sich Jeder mit Themen und Meinung auseinander setzen kann, die Er / Sie für Wichtig erachtet. Niemand kann oder will sich mit allem auseinander setzen, da das Wissen der Menschheit viel zu groß ist.

Antwort
von finding, 57

Ich weiß jetzt nicht ob sich deine Frage auf die Allgemeinbildung bezieht oder eher auf die Forschung, aber ganz allgemein: Menschen fahren lieber in eingefahrenen Bahnen anstatt sich ihren eigenen Weg zu machen. 

Ich glaube das ist eher ein gesellschaftliches Problem weil viele Menschen sich nur anpassen wollen und sozial integriert sein möchten, wenn diese Menschen nur Bekanntschaften haben die auch nur einen Oberflächlichen Charakter haben gibt es auch keinen Grund seinen Horizont zu erweitern, da mann wahrscheinlich dann sowieso mit der selben Art von Mensch zu tun haben wird. 

Antwort
von Wolkenstupser, 15

Es ist die Angst den Verstand zu verlieren. Die Angst unendlich weiter zu denken und keinen Rahmen mehr zu haben. Grenzen und Rahmen geben den Menschen Sicherheit. Bestimmte Normen und Regeln schweißen sie zu Gesellschaften zusammen. Ohne sie können wir nicht leben. Und auch in unserem Denken gibt es Grenzen, die wir oft nicht zu überschreiten wagen aus Angst die Kontrolle zu verlieren oder zu merken, dass es mehr gibt als Arbeit - Essen - Schlaf. 

Antwort
von benni12321, 86

Ich vermute es hat oft mit einer Grundhaltung zu tun. Zumindest wenn man politische Diskussionen verfolgt ist es offensichtlich das viele Menschen nur Argumente ernst nehmen die in´s eigene Konzept passen und Gegenargumente überhört, nicht gewürdigt oder polemisch abgetan werden. 
Ändern kann das wirklich nur jeder für sich selber indem er selbst reflektiert und erkennt, dass er sich durch dieses Verhalten gewissermassen auch selbst betrügt. Ich glaube nämlich das diese Verhaltensweise oft garnicht bewusst geschieht sondern schon so eingeübt ist bzw. ein Teil der Persönlichkeit ist, das man es selbst nicht realisiert. (Stichwort Selbstwahrnehmung)

Antwort
von cestconnu, 45

Ich denke, dass (zumindest bei manchen) die Bequemlichkeit zu groß ist. Man möchte nicht Nachdenken, weil das unter Umständen ja eigene Anstrengungen mit sich bringen wird. Daher wählt man den einfacheren Weg und denkt nicht selbst nach, sondern glaubt einfach dem, was man hört.

Ein weiterer Grund ist meiner Meinung nach das mangelnde Selbstbewusstsein gerade bei Jüngeren, die sehr viel Wert auf ihre Wirkung auf andere Menschen legen. Mainstream lautet die Devise, um ja vor den Gleichaltrigen als "cool" dazustehen. Auch wenn sich die eigene Meinung gar nicht mit der anderer deckt. Und ich denke, diese Einstellung findet man nicht nur bei Jugendlichen. Auch wenn hier der Antrieb vielleicht eher nicht auf dem "Coolnessgedanken" liegt.

Antwort
von MalFragenHalt, 14

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Beschränkung und Statik in sehr vielen Ebenen idealisiert, gelehrt und fortgeführt werden. Freiheit gilt es oftmals zu erlernen… das vorher Gelernte steht oft im Konflikt dazu.

Antwort
von sofia0magdalena, 11

Ich denke, dass viele Menschen nur bereit sind sich zu verändern und weiterzubilden, wenn sie einen Nutzen daraus ziehen. Wenn also Menschen glücklich sind, so wie sie sind, ist es nachvollziehbar, dass es für sie keinen Grund gibt, irgendetwas zu ändern. 

Ich persönlich bin allerdings auch sehr offen und probiere immer wieder neue Dinge aus. Denn nur wer neues versucht kann neues lernen und viele Perspektiven des Lebens kennen lernen.  

Antwort
von niekochamcie, 4

Ich denke diese Menschen habenunbewusst Angst davor. Sie leben in diesen Käfig aus alten bekannten Dingen und es ist bequem für sie. Sie sind zwar eingesperrt, aber in Sicherheit. Es braucht viel Mut aus diesen Käfig auszutretten, den sie nicht haben

Osho erzählt darüber in seinem Buch: "Mut"

Antwort
von b962662, 10

Es fällt Leuten schwer, die über viele Jahrzehnte gewonnene Denkweise zu hinterfragen, weil oft die Furcht besteht, man würde evtl. einen logischen Fehler darin aufdecken. Das tun nur wenige gern.

Das ist im Übrigen auch der Grund, warum Menschen nur selten bei sich erkennen, wenn sie mit zweierlei Maß an gewisse Themen herangehen. Und wenn sie diesbezüglich angesprochen werden, rechtfertigen sie sich, bis es nicht mehr geht :-).

Antwort
von TanjaStauch, 13

Hm...

Das klassische Dilemma zwischen Freiheit und Geborgenheit.

Der Geist strebt nach Freiheit. Die Materie sehnt sich nach Geborgenheit.

Geist ist mehr oder weniger vorhanden. Materie immer.

Und je mehr Geist und Freiheit da ist, desto größer wird der Abstand zu Materie und Geborgenheit. Und damit das Spannungsverhältnis. Und die Sehnsucht.

Der "Tellerrand" begrenzt die Freiheit und schafft Geborgenheit.

Ohne jegliche Beschränkung bist du völlig frei. Und völlig "ungeborgen". Verdammt einsam.

Ändern?

Hm... Vielleicht durch Evolution. Allerdings haben Menschen, die wegen zu viel Geist keine Geborgenheit finden können, dabei gewisse Nachteile.  

Hier gilt: "Der Klügere gibt nach!"

Also: "Der Dümmere setzt sich durch!"

Typen wie Goethe oder Einstein waren nicht sonderlich glücklich. Und auch fortpflanzungsmäßig nicht sonderlich ergiebig.

Also gib deine Spinnereien auf und begnüge dich mit dem, was schon deine Großeltern wussten:

§ 1) Der Chef ("Kaiser", "Führer", "Papst", "Guru" oder was auch immer) hat immer Recht. Schon kraft Amtes.

§ 2) Sollte die Realität § 1 widersprechen, handelt es sich um eine falsche Realität, die noch nicht gelernt hat, sich an die Erfordernisse dieser Welt  anzupassen.

Ignoriere sie also! Glaube niemals an störende Fakten wie den "Klimawandel"! Oder anderes "wissenschaftliches" Zeugs wie die Schwerkraft!

Glaube lieber an deinen Chef. (Und / oder an einen Gott, der deinen Chef als seinen persönlichen Stellvertreter auserkoren hat.) Und tu einfach, was dein Chef dir befiehlt.

Das ist zwar ein extrem beschränkter "Tellerrand", macht aber sehr geborgen.

Ein Übermaß an "Geist" kannst du durch Alk oder andere Drogen kurieren.

Mit genug Promille intus wirst du diese Welt "besser" sehen. Mit sehr viel Promille vielleicht sogar als menschlich, fair und in Ordnung.

Liebe Grüße

Tanja  

Antwort
von Tiveman, 209

Preussisches Erziehungsmodell

Was lernen alle Kinder in der Schule, unabhängig davon welches Fach gerade unterrichtet wird ?

Gegen die eigenen Interessen zu entscheiden (stillsitzen und erwartungen anderer erfüllen.)

Wenn die jetzt älter sind hat das entsprechende Folgewirkungen z.B. resignation und narzismus

Aber das ist auch nur die ultrakurze erklärung dafür.

Hat aber tatsächlich damit zu tun wie wir unsere Kinder erziehen.

Kommentar von Baltarsar ,

Das es ohne Erziehung auch nicht geht, haben in den 70igern Modelle wie Antiautoritäre Erziehung und den 90igern, wie in den 2000 Jahren, die Waldorfschulen. Ich glaube letztere gibt es heute leider immernoch.

Das Ergebnis aus diesen Experimenten sehen wir heute und die sind nicht immer gut.

Also ganz ohne Erziehung geht nicht. Aber ja, ich bin auch der Meinung, dass es zur Erziehung dazu gehört, Kindern auch beizubringen, weiter zu denken. Sie dazu ermutigen gehört genauso dazu und sie darin auch zu fördern.

Vieles läuft in Sachen Erziehung heute auch falsch, zumindest nach meiner Meinung. Z.B. wird heute unglaublich viel von Kindern gefordert, dabei wird die Förderung oft leider vergessen. Fehlverhalten wird bestraft und gutes Verhalten wird als Selbstverständlichkeit betrachtet, anstatt dieses zu fördern und zu bestärken, damit Fehlverhalten vermieden wird.

Ja auch in der heutigen Erziehung müssen existierende Ketten gesprengt werden.

Kommentar von Tiveman ,

Im großen und ganzen Stimme ich dir zu. Es bleibt allerdings die Frage offen wer den Kindern das denken beibringen soll wenn ihre großen vorbilder das noch nicht mal auf die Reihe bekommen. Weiterhin ist ja unsere Erziehungsmethodik (Schule) auch nicht darauf ausgelegt das Verhalten der Eigenständigkeit zu fördern sondern nur eigenständig erwarten anderer zu erfüllen.

Wo würden wir da denn hinkommen :D

Wähler sind nicht da um die Entscheidungsträger zu bestimmen sondern diese zu bestätigen und genau so muss man die schon von der Wieege an erziehen damit das am Ende auch so funktioniert. Gewählt werden die Entscheidungsträger von der "virtuellen Öffentlichkeit". Manche bezeichnen diese als die 4. Macht, andere wiederum als Medien. Die geben vor was die Erwartung ist und wir erfüllen diese dann einfach. Hat ja schließlich jeder von uns mindestens ein Jahrzehnt übrung darin ;)

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