Warum fällt es oft so schwer den inneren Schweinehund zu überwinden?

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6 Antworten

Mir hilft, sich das Ergebnis vorzustellen und die Befriedigung darüber, es bis dahin geschafft zu haben.

Jede Masse, auch der Körper, geht physikalisch den Weg des geringsten Widerstandes. Man kann sich motivieren indem man das vernunfts-mäßig Für und Wider gegeneinander aufwiegt und wenn das Für das größere Gewicht hat, tut man es halt einfach.

Und da hilft es mehr, eben nicht allzu intensiv daran zu denken. Wenn z. B. jemand abnehmen möchte, jede Minute aber daran denkt, macht derjenige sich das Leben und sein Vorhaben nur unnötig schwer.

Beschäftigt er sich aber, durchaus auch mit schönen, Dingen denkt er gar nicht darüber nach und wundert sich höchstens abends, wenn er feststellt wie wenig er den Tag über gegessen hat.

Sobald er, oder natürlich auch sie, wieder anfängt intensiv darüber nachzudenken, wird es sofort wieder schwer. Ich denke, du weißt, wie ich`s meine.

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Grüß Dich Sozios!

An jede Situation gewöhnt sich der Mensch, weil er sich darin als sicher empfindet. Das kennt er, daran ist er gewöhnt. Eine Veränderung findet in den meisten Lebenslagen nicht abrupt statt, was es aber durchaus gibt. Das sind dann aber massiv erlebte einschneidende Ereignisse, die das bewirken und ist eine Reaktion darauf.

Das hat man nicht in der Hand, das Leben erzwingt dann solche Veränderungen sofort und meist kann der Betroffene nicht sagen. warum ihn das so ergreift, sondern nur dass es ihn ergreift.

Die meisten Menschen jedoch erleben Veränderung als Bewegung. Aus der Sicherheit in die Situation eines Chaos und dann aus ihm wieder in neue Sicherheit. Dieser chaotische Übergang hinterlässt das Gefühl, etwas möglicherweise zu verlieren, das einem lieb ist, selbst wenn es unvernünftig war.

Doch wer will schon etwas verlieren, besonders wenn dieser Verlust in eine Unsicherheit hineintreibt? In ein Gefühl eines möglichen Scheiterns? Das könnte sehr sehr schmerzhaft sein. Dann lieber beim Alten bleiben.

Aber es ist trügerisch. Wenn der Verstand mahnt und das Gewissen pocht, dann ruft das Leben zu uns. Ihm nicht zu folgen könnte ein Selbstbetrug sein.

Heraklit sagte einmal: Panta rhei: Übersetzt etwa: Alles fließt oder anders gesagt: nichts bleibt auf Dauer.

Es gibt ein wunderbares Gedicht, welches unsere Seele anspricht, wenn wir auf Dauer versuchen, den inneren Schweinehund nicht zu überwinden. Ich sagte schon, dann ruft das Leben nach uns und das ist nunmal ständige Veränderung.

Autor unbekannt - ein ergreifendes Gedicht

Wo bist Du?

Ich laufe durch die Strassen deiner Stadt.
Ich beobachte Dich, durch die Augen jedes Deiner Menschen.
In jedem Buch, welches Du liest, hinterlasse ich Dir
verborgene Zeichen meiner Sehnsucht.
Die Schneeflocken im Winter, zart schmelzend auf Deinen Wimpern – einer meiner Versuche, Dich wach zu küssen.
Mit dem ersten, warmen Frühlingswind
streichle ich Dir sanft über die Haut.
Mit jedem Deiner Atemzüge liebkose ich Dich von innen.
In jeder Sekunde Deines Seins stehe ich rufend, drängend,
bebend vor dem Haus Deiner Seele.
Ich klopfe in tausend verschiedenen Weisen an Deine Tür. Laut wie der Schrei eines wütenden Kindes
und still wie die Ewigkeit des Alls.
Wild und fordernd zerre ich an Dir,
um Dich im nächsten Augenblick behutsam zu umarmen.
Ich habe keine Wahl. Ich werde nichts unversucht lassen. Bis Du mir öffnest – weit und bedingungslos. Bis Du mir alles schenkst, was Du hast und was Du bist.
Wo bist Du?
Ich brauche Dich.
Ich will Dich!

Dein Leben


Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Ja, es gibt Unterschiede zwischen Menschen.

Hilfreich, falls noch nicht bekannt, könnten diese Zeilen sein:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

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Weil es generell eine Schwierigkeit darstellt, etwas überwinden zu wollen, was es nicht gibt :) 

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Du hast die Antwort selbst formuliert:

Selbst-Antrieb, Interressen, Neugierde und Motivatiion sind die key-words.

Das kannst Du selber schaffen, sonst hol Dir professionelle Hilfe!

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Kommentar von Sozios
21.08.2016, 18:07

Warum klappt es bei manchen besser als bei anderen? Es muss einen unterschied geben

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Wenn es leicht wäre, wäre es nicht der innere Schweinehund.

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