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Warum fällt es mir leichter mich um den Kram von anderen zu kümmern als um meinen eigenen?

gefragt von moccajoghurtmoccajoghurt am 21.07.2009 um 12:33 Uhr

Wenn andere (z.B. Freunde) irgendeine Sache zu erledigen haben, helf ich gerne und denk mir, dass die Angelegenheit sehr einfach ist. Wenn es aber darum geht mich um meinen eigenen Kram zu kümmern (der oftmals fast dasselbe ist), bin ich wie gelähmt und mir vergeht die Lust.


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Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


heureka47
beantwortet von heureka47 am 21. Juli 2009 19:33
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Hilfreichste Antwort

Ich kenne das Phänomen von mir selbst auch. Mein Therapeut sah das als "Narzißtische Persönlichkeitsstörung", und zwar in dem Sinne, daß ich in meiner Sozialisation gelernt habe, Dinge nicht aus Liebe bzw. im Bewußtsein der Liebe getan habe, sondern aus Gründen, die im "Außen" lagen, also für Geld, Anerkennung, wegen der "Regeln", "Pflichten" usw.

Also kurz gesagt, Mangel an (Selbst-)Liebe. Das kann man korrigieren. Man muß es sich halt bewußt machen und Änderungen anstreben, planen, umsetzen. Entweder als Autodidakt - z.B. mit Büchern, so wie ich - oder mit Hilfe von außen (Psychotherapie, Lebenslehrer, etc.)

Kommentar von Maik2 am 17. Oktober 2009 19:49

Und woher nimmst du den Glauben es ändern zu können?


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Buchfink
beantwortet von Buchfink am 21. Juli 2009 12:35
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Vielleicht möchtest Du unbewusst Dank und Anerkennung haben.

Wenn Du jemandem beim Renovieren hilfst, dann bekommst Du Dank und stehst als loyaler Helfer da.

Aber beim Renovieren Deiner eigenen Wohnung müsstest Du Dir am Ende noch selber danken.


KriLu
beantwortet von KriLu am 21. Juli 2009 12:34
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geht mir auch so. du bist hilfsbereit und freust dich, wenn du anderen helfen und somit eine freude machen kannst. das macht dich glücklich. wenn du dich aber um deinen eigenen kram kümmern sollst, fragst du dich sicher "für was oder für wen?" - und schon ist die motivation im keller und die lust vergeht einem


pattimarie1
beantwortet von pattimarie1 am 21. Juli 2009 12:35
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Weil es immer einfacher ist objektiv gute Ratschläge zu geben! Du weißt ja eigentlich auch, was gut für Dich ist. Es ist jedoch schwer es auch auszuführen. Ich kann auch besser anderen gute Ratschläge zu geben! ;-)


augustkoenigin
beantwortet von augustkoenigin am 21. Juli 2009 12:36
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Ich bescheinige dir ein niedriges Selbstbewusstsein. Du hältst, bewusst oder unbewusst, die Sachen von anderen für wichtiger und kannst schlecht nein sagen. Vordergründig gibt dir das ein gutes Gefühl, weil du helfen kannst. Du bleibst dabei langfristig auf der Strecke. Tu was für dich. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben und hast es verdient, das sich jemand gut um dich kümmern = DU!

Kommentar von 73d8c0f79cf5ca93f287806655998330smallmoccajoghurt am 21. Juli 2009 12:38

Wenn das stimmt, dann unbewusst, weil mir kommen meine Angelegenheiten zwar wichtiger, aber auch anstrengeder vor.


anonym
beantwortet von Hasenpub am 21. Juli 2009 12:35
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weil du von dir selbst nicht diese Anerkennung erfährst


anonym
beantwortet von wildflower am 21. Juli 2009 12:37
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geht mir genauso. ich glaube es liegt daran das es einfach freude macht anderen zu helfen,und wenn man was mit freunden macht ist es eh lustiger. ich hab aber hemmungen freundinnen zum aufräumen zu mie einzuladen ;-D


dingsvomdach
beantwortet von dingsvomdach am 21. Juli 2009 12:37
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gute Frage! Mmmh mal überlegen:du hilfst gerne anderen,weil es dich von "deinem Zeug" ablenkt.Du packst gerne mit an,da der Hilfesuchende mithilft-ihr macht es also zuzweit und da macht es bekanntlich mehr Spaß als alleine.Du erhoffst dir vielleicht unbewußt auch Hilfe für deinen Kram? Oder du denkst "mein Zeug ist nicht so wichtig,kann warten! Also Freund,los geht´s was liegt bei dir an?".


SchnuBee
beantwortet von SchnuBee am 21. Juli 2009 12:34
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Tja, ich glaub das is normal. In meiner Jugend hab ich gern bei Freunden aufgeräumt, abgewaschen etc. Zu HAuse sind meine Eltern fast verzweifelt weil ichs nie gemacht hab ... ICh glaub das nennt man Pubertät ... ;)

Kommentar von wildflower am 21. Juli 2009 12:35

dann bin ich immer noch in der pubertät ;-D

Kommentar von Simple_avatar10smallSchnuBee am 21. Juli 2009 13:12

Bei manchen Leuten geht die Pubertät bis ins hohe Alter ... ;)


Podencotina
beantwortet von Podencotina am 21. Juli 2009 12:36
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Für sich selbst - tja, da muss man erstmal den "inneren Schweinehund" überwinden, um sich an die Arbeit zu machen.

Und genau das werde ich jetzt auch tun, obwohl das Biest knurrt und schnappt <grins>, ich werde jetzt putzen.

Kommentar von A9eafdd4999dbadf9aba084d0301d9d7smallPodencotina am 21. Juli 2009 12:42

Nicht meckern, Waschmaschine hab ich schon angeschmissen <zwinker> und dabei fiel mir ein: um den Kram von anderen DARF man sich kümmern, um seinen eigenen MUSS man sich kümmern...

Kommentar von 431c45c905c51051b685eac39dea1ad3smalldingsvomdach am 21. Juli 2009 12:53

Putzen liegt für heute schon hinter mir! Darf und Muss finde ich gut.Dir noch viel Spaß mit Putzlappen und Staubwedel!


angelina2009
beantwortet von angelina2009 am 21. Juli 2009 12:36
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das war genaus so wie bei mir aber sobald wo mama wurde ´hat sich das schlagartig geändert weil zu hause bei mami und papi haben die es für mich gemacht


anonym
beantwortet von Michellef84 am 21. Juli 2009 12:37
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hallo, das ist bei mir auch oft so, ich glaube das ist deshalb so, da man bei seinem eigenem Kram weiss, wieviel Arbeit es ist, und deshalb ist die Lust geringer, da man bei Freunden nicht weiss was auf einen Zukommt! Und für das Erledigen kriegt man dann noch Lob....


OSQuest
beantwortet von OSQuest am 21. Juli 2009 12:58
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so ganz genau weiss ich das auch nicht, kenne das aber sehr gut. Wenn ich von mir ausgehe sind die Gründe, andere sind mir oft wichtiger als ich mir selbst, brauche Druck von außen, neige zum faul- und bequemsein, habe phlegmatische Antriebssysteme aber ich helfe gern. Letzters mache ich so gern, dass es mich motiviert und die zuvor genannten 'negativen' Eigenschaften werden dadurch ausgeschaltet.


Schinderhannes
beantwortet von Schinderhannes am 21. Juli 2009 12:35
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Das solltest Du schleunigst ändern, möglicherweise mögen das andere nämlich gar nicht wenn man sich um ihre Sachen kümmert.

Kommentar von 73d8c0f79cf5ca93f287806655998330smallmoccajoghurt am 21. Juli 2009 12:39

Nein soviel Feingefühl besitze ich.


anonym
beantwortet von cemistry am 22. Juli 2009 08:02
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es ist meist einfach leichter sich um die sachen anderer zu kümmern als um sich selbst.natürlich ist es in ordnung anderen zu helfen, aber man darf sich selbst einfach nicht vergessen und seine eigenen bedürfnisse und wünsche.ich therapiere zur zeit das gleiche in einer verhaltenstherapie,man kann sich auch auf dem weg des selbstudiums helfen wie heureka74 schon sagte, mithilfe von entsprechender lektüre.viel erfolg.


Kleopatra4
beantwortet von Kleopatra4 am 22. Juli 2009 10:07
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Ja,ja, und jeden Tag beschliesst man, "heut mach ich endlich meinen Kram", aber dann ruft doch jemand an , oder es laeuft was gutes im Fernsehen... Sich mit sich selbst beschaeftigen zu muessen ist doch wesentlich schwerer, als man sich das eingestehen will. Und wenn man sich dann doch aufrafft z.B. aufzuraeumen, stellt man zwei Tage spaeter fest, dass es eh nichts gebracht hat...somit wird die Motivation von mal zu mal immer geringer. Ein Teufelskreis!!!


Rennschnecke
beantwortet von Rennschnecke am 22. Juli 2009 10:43
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Ich denke es liegt an den unterschiedlichen Betrachtungswinkeln. Bei anderen Menschen ist man Außenstehender und kann die Situation quasi unvoreingenommen betrachten und so eine Lösung finden. Ist man jedoch selbst betroffen, denkt man über viel zu viele andere Dinge nach und steht sich bei der Lösungsfindung damit selbst im Weg. Ein Außenstehender macht sich seltener Gedanken darum wie sich die am besten für einen geeignete Lösung auf Andere auswirkt. Man selbst denkt bei der Lösungssuche aber viel zu oft daran, welche Konsequenzen das für andere Menschen hat und weil man die nicht vor den Kopf stoßen will, steckt man selber lieber zurück. Das verhindert dann die Lösungsfindung.


Sonja66
beantwortet von Sonja66 am 22. Juli 2009 15:44
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Manchmal ist man wie gelähmt, wenn es um die eigenen Aufgaben geht. Unlust macht sich breit. Ich erkenne dahinter eine Art Widerstand. Den Widerstand eigene Aufgaben zu erledigen.

Meiner Erfahrung nach ist der Widerstand immer dann da, wenn auch meine eigene Energie dazu noch nicht hoch genug ist. Und das ist immer dann, wenn gerade eine Zeit des "Reifens" ist und ich, um ein Problem zu lösen oder eine Aufgabe zu erledigen selbst noch nicht "reif" genug dazu bin, oder noch nicht alles notwendige verstanden habe. Wenn ich einfach noch Zeit brauche. Dann plötzlich, wenn die Qualität der Zeit da ist, wenn der richtige Augenblick da ist, dann kann ich loslegen und vieles erledigen. Dann lösen sich plötzlich viele Knoten und alles läuft wieder besser und einfacher. Möchte man, bevor die Zeit gut dafür ist, etwas schon unbedingt und ungeduldig geregelt haben, so empfinde ich dies immer als besonders anstrengend und energieraubend. Deshalb versuche ich die Sachen einfach für eine bestimmte Zeit unerledigt zu lassen, bis ich selbst dazu mit Leichtigkeit und Lust herangehen kann. Dies wechselt sich bei mir stets ab und ich befinde mich dabei in einem gewissen Rythmus. Ich persönlich finde es am angenehmsten, diesem Rythmus zu spüren und ihm zu folgen.

Manchmal bemerke ich jedoch auch einen Widerstand, der sehr hinderlich und schlecht für mich ist. Den habe ich immer, wenn ich gewisse Lebensaufgaben in meinem Leben nicht anschauen und schon gar nicht bearbeiten will. Weil es da ans Eingemachte ginge, weil dabei alte unangenehme Gefühle zum Vorschein kämen, weil ich dabei Schmerz fühlen würde, den ich jedoch vermeiden möchte. Kann ich mich dann doch überwinden und der Herausforderung die Stirn bieten, so frage ich mich, warum ich das eine oder andere nicht machen oder anschauen will. Ich frage mich tief und kam noch immer auf eine Lösung. Weil ich den Schmerz nicht noch einmal fühlen möchte. Weil ich mich damit sonst so schlecht fühle - und genau diese schlechten Gefühle möchte ich jedoch vermeiden. Weil mir die Perspektive dazu fehlt.

Oftmals ist es auch hilfreich, die Vorkommen und Situationen, die einem im Außen begegnen und egal aus welchem Grund besonders auffallen und treffen, sachlich zu benennen und dann auf sich selbst beziehen indem man sich selbst fragt, wo ich selbst so bin. Dies hilft mir außerordentlich gut, vieles von mir selbst in Erfahrung zu bringen, um dann damit bewußter und klarer umgehen zu können.


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