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Warum erzielen britische Lebensversicherungen viel höhere Renditen als deutsche Versicherungsgesellschaften?

gefragt von schneebesen am 11.10.2007 um 21:29 Uhr

Ein Bekannter hat mir neulich erzählt, dass man dort Renditen im zweistelligen Bereich erzielen kann. Was machen die anders, als deutsche Lebensversicherungsgesellschaften?


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anonym
beantwortet von Lissa am 11. Oktober 2007 21:37
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Die englischen Lebensversicherungen erzielten in der Vergangenheit oft mehr als 10% Rendite pro Jahr, ohne zusaetzliches Risiko. Der Grund hierfuer liegt im unterschiedlichen Investment. Werden die Kundengelder in Deutschland in erster Linie verzinslich (Garantiezins von derzeit 2,25% p.a.) angelegt, kann die englische Lebensversicherung die Kundengelder bis zu 100% in Aktien und Wertpapiere investieren. So koennen die Kunden an den durchschnittlich hoeheren Renditen der Aktien teilhaben. Erfahrungsgemaeß liegt die Investitionsquote der Versicherungen allerdings immer zwischen 60% und 70%.

http://www.moneyweb.de/versicherungen/englische-britische-lebensversicherung.htm

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 11. Oktober 2007 21:51

@Lissa: .... und das Währungsrisiko spielt keine Rolle (mehr)?

Kommentar von Lissa am 11. Oktober 2007 21:57

Ich habs nur kopiert, vielleicht steht es in dem Artikel, der ist länger. Mehr Rendite bedeutet auch mehr Risiko, oder?

Kommentar von 146e5ee11faa42061266f4bdd2cb3cdesmallLittleArrow am 11. Oktober 2007 22:11

Lt. Artikel soll das Währungsrisiko ausgeschaltet sein. Allein mir fehlt der Glaube (auch an die Artikelaussagen).

Hier kann ich mittlerweile auch fondgebundene Kapitallebensversicherungen abschließen. Und das mag in Bezug auf die Abgeltungssteuer ab 2009 kein schlechter Weg für einen Teil der Alterssicherung ab 60 Jahre sein. Ich weiß, das führt etwas von der schneebesens Eingangsfrage weg.

Kommentar von Lissa am 11. Oktober 2007 22:15

Man findet außer in diesen Werbeseiten wenig vernünftige Texte zu diesen Lebensversicherungen, finde ich. Und die wollen natürlich verkaufen.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 11. Oktober 2007 22:51

Es ist auch so, dass die Enländer anders bilanzieren. Deutsche Gesellschaften machen SICH reich, die Engländer lassen ihre Kunden an den Gewinnen teilhaben - an den Verlusten auch - aber sie sind einfach GUT!

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 12. Oktober 2007 09:17

Richtig Raimund


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 12. Oktober 2007 09:31
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Es ist richtig, das britische Kapitalversicherungen tatsächlich bis 2000 zwischen 9,6 -13,5 % Rendite erwirtschaftet haben. Das liegt an der Art der Anlage. Während die Briten bis zu 100% in Aktien anlegen dürfen, dürfen die deutschen Versicherer nur bis 30% Aktienanteil aufweisen. Außerdem müssen die Briten ihre Kunden an den stillen Gewinnen beteiligen, ganz im Gegensatz zu den Deutschen. Hier gibt es nur 2,25% Mindestverzinsung vom Überschußanteil. Deswegen sind die Briten aber nicht unsicherer. Denn sie arbeiten mit dem sogenannten "smoothing" dem Glättungsverfahren. Da wird in guten Zeiten nicht die komplette Rendite gutgeschrieben sondern nur ein jährlicher Bonus. Bei schlechten Börsenjahren, wird aber ebenfalls ein Bonus gutgeschrieben, der aus den Reserven von guten Zeiten kommt. Der Anteilspreis den ein Kunde einmal erreicht hat, kann niemals fallen. D.h. kein Kapitalverlust. Britische Versicherungen garantieren immer die Versicherungssumme und den Bonus. Das Währungsrisiko, was ja auch zugleich Währungschance heißt, denn die Ausschläge können ja in beide Richtungen gehen, hält sich in Grenzen. Denn wenn die Briten ihr Pfund gegenüber dem Euro sehr weit auseinander trieften lassen, dann tut das der britischen Wirtschaft sicherlich nicht gut.

Beim Risiko insgesamt, müssen wir zuerst mal unterscheiden zwischen britischen Kapitalversicherungen die auf dem Festland verkauft werden und britischen Kapitalversicherungen, die in UK auf der Insel verkauft werden. Letztere haben ein noch höhere Sicherheit. Die in Großbritannien erworbenen britischen Kapitallebensversicherungen unterliegen der britischen Versicherungsaufsicht (FSA) und sind über den britischen Insolvenzschutzfonds Financial Services Compensation Scheme (FSCS) abgesichert.


anonym
beantwortet von lafourmi am 21. April 2009 09:03
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Habe gerade eine tolle Seite mit vielen Informationen zu Englische Lebensversicherung und anderen Versicherungen gefunden. Einfach mal nachgucken unter: http://englische-lebensversicherung.insurance1.de/


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