Ein Bekannter hat mir neulich erzählt, dass man dort Renditen im zweistelligen Bereich erzielen kann. Was machen die anders, als deutsche Lebensversicherungsgesellschaften?
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Die englischen Lebensversicherungen erzielten in der Vergangenheit oft mehr als 10% Rendite pro Jahr, ohne zusaetzliches Risiko. Der Grund hierfuer liegt im unterschiedlichen Investment. Werden die Kundengelder in Deutschland in erster Linie verzinslich (Garantiezins von derzeit 2,25% p.a.) angelegt, kann die englische Lebensversicherung die Kundengelder bis zu 100% in Aktien und Wertpapiere investieren. So koennen die Kunden an den durchschnittlich hoeheren Renditen der Aktien teilhaben. Erfahrungsgemaeß liegt die Investitionsquote der Versicherungen allerdings immer zwischen 60% und 70%.
http://www.moneyweb.de/versicherungen/englische-britische-lebensversicherung.htm

Es ist richtig, das britische Kapitalversicherungen tatsächlich bis 2000 zwischen 9,6 -13,5 % Rendite erwirtschaftet haben. Das liegt an der Art der Anlage. Während die Briten bis zu 100% in Aktien anlegen dürfen, dürfen die deutschen Versicherer nur bis 30% Aktienanteil aufweisen. Außerdem müssen die Briten ihre Kunden an den stillen Gewinnen beteiligen, ganz im Gegensatz zu den Deutschen. Hier gibt es nur 2,25% Mindestverzinsung vom Überschußanteil. Deswegen sind die Briten aber nicht unsicherer. Denn sie arbeiten mit dem sogenannten "smoothing" dem Glättungsverfahren. Da wird in guten Zeiten nicht die komplette Rendite gutgeschrieben sondern nur ein jährlicher Bonus. Bei schlechten Börsenjahren, wird aber ebenfalls ein Bonus gutgeschrieben, der aus den Reserven von guten Zeiten kommt. Der Anteilspreis den ein Kunde einmal erreicht hat, kann niemals fallen. D.h. kein Kapitalverlust. Britische Versicherungen garantieren immer die Versicherungssumme und den Bonus. Das Währungsrisiko, was ja auch zugleich Währungschance heißt, denn die Ausschläge können ja in beide Richtungen gehen, hält sich in Grenzen. Denn wenn die Briten ihr Pfund gegenüber dem Euro sehr weit auseinander trieften lassen, dann tut das der britischen Wirtschaft sicherlich nicht gut.
Beim Risiko insgesamt, müssen wir zuerst mal unterscheiden zwischen britischen Kapitalversicherungen die auf dem Festland verkauft werden und britischen Kapitalversicherungen, die in UK auf der Insel verkauft werden. Letztere haben ein noch höhere Sicherheit. Die in Großbritannien erworbenen britischen Kapitallebensversicherungen unterliegen der britischen Versicherungsaufsicht (FSA) und sind über den britischen Insolvenzschutzfonds Financial Services Compensation Scheme (FSCS) abgesichert.
Habe gerade eine tolle Seite mit vielen Informationen zu Englische Lebensversicherung und anderen Versicherungen gefunden. Einfach mal nachgucken unter: http://englische-lebensversicherung.insurance1.de/
@Lissa: .... und das Währungsrisiko spielt keine Rolle (mehr)?
Ich habs nur kopiert, vielleicht steht es in dem Artikel, der ist länger. Mehr Rendite bedeutet auch mehr Risiko, oder?
Lt. Artikel soll das Währungsrisiko ausgeschaltet sein. Allein mir fehlt der Glaube (auch an die Artikelaussagen).
Hier kann ich mittlerweile auch fondgebundene Kapitallebensversicherungen abschließen. Und das mag in Bezug auf die Abgeltungssteuer ab 2009 kein schlechter Weg für einen Teil der Alterssicherung ab 60 Jahre sein. Ich weiß, das führt etwas von der schneebesens Eingangsfrage weg.
Man findet außer in diesen Werbeseiten wenig vernünftige Texte zu diesen Lebensversicherungen, finde ich. Und die wollen natürlich verkaufen.
Es ist auch so, dass die Enländer anders bilanzieren. Deutsche Gesellschaften machen SICH reich, die Engländer lassen ihre Kunden an den Gewinnen teilhaben - an den Verlusten auch - aber sie sind einfach GUT!
Richtig Raimund