Frage von SergeyWest, 16

Warum erklärt unser Physiklehrer Schwachsinn?

Im Unterricht hat er erklärt, dass bei der Kernfusion von Wasserstoff nur eine hohe Temperatur und ein hoher Druck ausreicht, um eine Kernfusion auszulösen. Das stimmt aber nicht, denn es spielen noch Wahrscheinlichkeiten eine Rolle, denn die Couloumb-Kraft drückt die Atome wieder weg und es ist noch zu stark. Wäre cool wenn ihr mir noch erzählt was eine Rolle spielt. Spasiba im voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MatthiasHerz, 12

Wirkungsquerschnitt und Coulombbarriere sind Faktoren auf atomarer Ebene.

Grundsätzlich braucht es für eine Kernfusion tatsächlich "nur" hohe Temperaturen und hohen Druck. Da hat Dein Lehrer also Recht.

Wenn da anderer Ansicht bist, solltest in der nächsten Physikstunde Deinen Lehrer noch einmal danach fragen, anstatt ihm unkritisch einen fehlerhaften Unterricht zu unterstellen.

Das interessiert sicher auch andere Mitschüler.

Mehr Informationen zur Kernfusionen findest u. a. bei https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kernfusion .

Kommentar von MatthiasHerz ,

Was hat die mögliche Intelligenz eines Lehrers mit der Lernfähigkeit oder dem Lernwillen eines Schülers zu tun? (:

Kommentar von MatthiasHerz ,

Da fehlt doch was oben drüber 🤔

Oh, vielen Dank für den Stern (:

Kommentar von SergeyWest ,

KD (ich liebe dich)


Expertenantwort
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 2

Genug fusionsfähiges Material, vorzugsweise Wasserstoff in irgendeiner Form, vorausgesetzt, reichen tatsächlich eine hinreichend hohe Temperatur und ein hinreichend hoher Druck für die Kernfusion.

...denn die Couloumb-Kraft drückt die Atome wieder weg...

Was meinst du, wieso diese hohe Temperatur überhaupt erforderlich ist? Genau deshalb. Nähern sich zwei Protonen oder Deuteronen einander hinreichend schnell bzw, mit hinreichender kinetischer Energie, so werden sie durch die Abstoßung abgebremst, schaffen es aber eben doch - natürlich vorausgesetzt, der so genannte Stoßparameter ist nicht zu groß - einander so nahe zu kommen, dass dort die Starke Wechselwirkung bzw. ihre Ausläufer greifen. Bei Protonen ist natürlich auch die Schwache Wechselwirkung im Spiel, denn dann werden aus einem Proton ein Neutron (das mit dem anderen Proton ein Deuteron bildet), ein Positron und ein Neutrino, so jedenfalls habe ich das mal aus Astronomiebüchern in Kapiteln über die Funktionsweise der Sonne gelernt.

Antwort
von Christianwarweg, 2

Dein Lehrer hat insofern recht, als durch Druck und Temperatur die Wahrscheinlichkeit von passenden Stößen erhöht wird sowie die Fähigkeit, die abstoßende Coulomb-Kraft zu überwinden.

Auf die Coulombkraft hat man nämlich ansonsten keinen Einfluss und die Wahrscheinlichkeit kann man auch nur indirekt beeinflussen, indem man die Atome schneller macht (Temperatur) und den Druck erhöht (mehr Atome pro Volumeneinheit).

Deine Frage ist zwar berechtigt, die Formulierung ist allerdings wirklich problematisch. Sie impliziert, dass der Lehrer dumm ist und nicht, dass du vielleicht etwas übersehen haben könntest.

Nun gibt es eine Menge Lehrer, denen ich auch nicht allzuviel Intelligenz zuschreibe (ich kenne viele), aber man sollte als Schüler vorsichtig sein, sich so eine Meinung zu bilden.

Antwort
von AnglerAut, 2

Dein Lehrer hat im Prinzip recht. Es bedarf einer extrem hohen Temperatur und eines ausreichend hohen Druckes, damit die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass 2 Wasserstoffatome fusionieren.

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