Frage von gulazor, 66

Warum erhöhen Mutationen die Vielfalt im Geenpool meist nur begrenzt?

Wir haben in Bio mit Evolution angefangen und ich finde zu dieser Frage leider nichts im Internet. Danke!!

Antwort
von Dxmklvw, 17

Mutationen sind die Versuch-Irrtum-Methode der Natur. Überleben tut nur, was sich bewährt, d. h., auch gute Chancen zum Überleben vorfindet.

Derartige Chancen sind gesetzte Bedingungen, die nur dann wirklich sind, wenn sie erfüllt werden können. Die Mutation selbst weiß aber nicht im Voraus, was sie vorfindet. Deshalb verschwinden die meisten davon wieder.

Ein weiterer Punkt ist die Vermehrungsfähigkeit. Wenn eine Mutation die Vermehrungsfähigkeit ausschließt, z. B. den passenden Gegenpol nicht vorfindet, dann war es das.

Und auch das gibt es: Eine Mutation kann dazu führen, daß sie zur bevorzugten Nahrungsquelle für irgend eine Art wird. Dann nützen mitunter (wegen der anfänglich immer bestehenden sehr geringen Populationsgröße) auch sonstige optimale Bedingungen nichts, um das Verschwinden zu verhindern.

Alles zusammen verursacht, daß Mutationen nur in sehr geringem Umfang zur Erhöhung der Artenvielfalt beitragen. Dennoch waren es ja ursächlich wohl Mutationen, die zu der bestehenden Artenvielfalt geführt haben - es hat eben nur sehr lange gedauert.

Antwort
von realsausi2, 7

Mutationen sind nicht zielgerichtet. Sie führen zu nur sehr geringen Veränderungen im Genom eines einzelnen Wesens.

Die meisten Mutationen sind schlicht nutzlos, manche gar schädlich. Nur einige wenige können sich positiv auf die Chance ihres Trägers auswirken, sich zu reproduzieren.

Erst in diesem Fall hat eine Mutation überhaupt die Chance, sich durch  Selektion im Genpool durchzusetzen.

Hierbei bleibt sie aber immer eingebunden in das Gesamtkonstrukt der Art, in der es gebildet wurde. Es ist eines von sehr vielen Genen, die das gesamte Genom bilden.

Der Genpool hingegen ist die Summe aller Genvariationen, die in einer Population vorliegen. Wenn sich eine Mutation durchsetzt, wird es über die Zeit in die gesamte Population übertragen. Die Vielfältigkeit bei einem Gen, nennen wir es einfach mal x1, reduziert sich also mit jeder Generation, in der sich Individuuen mit dem Gen x0 oder x2 oder x3 weniger häufig vermehren.

Der Prozess, in dem sich also ein mutiertes Gen im Genpool durchsetzt, ist eine "Gleichschaltung" auf diesem Gen, also eine Reduzierung von Vielfalt.

Antwort
von xy121, 7

Vielleicht mag sich der Genotyp durch eine Mutation ändern, aber ändert sich der Phänotyp dann auch?

Bzw. wird dieses Merkmal überhaupt weitervererbt?

Überleg dir doch einfach mal die Wahrscheinlichkeiten.

Antwort
von Referendarwin, 21

Weil die meisten Mutationen sich gar nicht auf den Phänotyp auswirken.

Eine Transferaufgabe ist das keinesfalls.

Antwort
von gromio, 12

Hallo,

kurze aber zutreffende Antwort:

Quelle: Yahya, 2002, S. 63

1. Die direkte Auswirkung von Mutationen ist schädlich.

2. Mutationen fügen der DNS eines Organismus keine neuen Informationen hinzu.

3. Um von einer Generation auf die nachfolgende übertragen werden zu können, muß eine Mutation in den Geschlechtszellen des Organismus stattgefunden haben.

Ergänzend gilt: JEDE Zelle verfügt über ein ganzes ARSENAL an Kontroll- und Reparaturmechanismen, um die Mutationshäufigkeit so niedrig wie möglich zu halten. DIES stellt einen normalen Selbstschutz dar. Unser Körper ist also darauf eingestellt, Mutationen zu VERHINDERN.

Sinngemäß gilt dies für das Märchen von ET(=Evolutionstheorie)-Anhängern, in den Körpern mancher Lebewesen eine Reihe von Organen ohne Funktion existieren - Müll evolutionärer Entwicklung.

Mit der Zeit entdeckte man jedoch, das alle Organe eines Lebewesen durchaus sinnvolle Funktionen haben, und so wurde das "Märchen" von verkümmerten Organen still und heimlich "beerdigt", denn es war nicht mehr haltbar.

Kurzum: Glaube nichts, was ET-Anhänger Dir weismachen wollen, SELBST WENN ES IN OFFIZIELLEN SCHULBÜCHERN STEHT. Die Theorie von der Evolution des biologischen Lebens bleibt eine Theorie, die bisher durch nichts bewiesen ist.

Augen auf im kosmischen Verkehr.

cheerio.

Kommentar von realsausi2 ,

Was für ein hanebüchener Unsinn.

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr... halten...

Sonst schicke ich Dir die Gravitationsanhänger auf den Hals.

Kommentar von gromio ,

gutefrage.net hier, dies war MEINE Antwort, von Dir habe ich hier keine gelesen...gib doch mal eine........DA Du JA BEUrTEiLEN KANNST, wer Ahnung hat und wer nicht.

Oh spiritus simplicus.......

cheerio

Kommentar von realsausi2 ,

Deinen Spiritus kannst Du selber saufen.

Kommentar von gromio ,

Du warst gemeint, DICH kann man nicht saufen.....

Kommentar von realsausi2 ,

Ja nee, iss schon klar....

Die ET nicht begriffen haben und anderen ein schlichtes Gemüt nachsagen.

Du bist besoffen von Deinem Holy Spirit. Und weil das ein ganz schlechter Fusel ist, davon blind geworden für die Realität.

Wer Augen hat zu sehen, muss sich die Welt nicht schönsaufen.

Kommentar von grubenschmalz ,

Eine wissenschaftliche Theorie ist was anderes als eine Theorie im umgangssprachlichen Sinne.

Kommentar von gromio ,

....ach ja? Hatten wir hier schon ausführlich geklärt, was genau eine wissenschaftlichen Theorie ist, aber für Dich gerne nochmals:

Theorie

[griech.] Allg.: T. bezeichnet das systematische, nach bestimmten Prinzipien geordnete Beobachten und Erklären der Realität. T. schafft Erkenntnisse, die als Instrument zur Ordnung und Bewältigung des Alltags (Praxis) eingesetzt werden können.

 

Spez.: Es wird unterschieden zwischen

 

1. reiner T., die auf keine Zwecke außerhalb des bloßen Erkennens gerichtet ist (ugs. auch abwertend gemeint), und

 

2. einem wissenschaftlichen Aussagensystem, das (z. B. aufgrund empirischer Befunde) in der Lage ist, das Eintreten von Ereignissen (mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit) vorauszusagen.

Kommentar von realsausi2 ,

Wenn auch etwas verkürzt, so immerhin sinngemäß korrekt.

Aber wenn Du das zitierst, so lerne doch auch was daraus.

Die ET ist die nach den Maßgaben von Nr. 2 bestbelegte Theorie, die wir überhaupt haben. Es gibt keine systemischen Widersprüche in Bezug auf die beobachtbare Welt. Sie ist somit auch die  schlüssigste Theorie.

Mir ist kein haltbares Gegenargument bekannt.

Antwort
von grubenschmalz, 18

Sollst auch nicht im Internet schauen, sondern in deinem Bio-Buch. Das sollst du verstehen, was dort steht und dann mit diesem neu erworbenen Wissen deinen Verstand anstrengend und diese Aufgabe beantworten.

Das nennt man Transferaufgaben. Du wendest neues Wissen auf andere Sachverhalte an.

Kommentar von gulazor ,

Danke für diesen überaus wertvollen Beitrag:)) suche hier aber eine Antwort und wenn ich auf die Antwort kommen würde, wäre ja mein Beitrag genau so überflüssig wie deiner. Danke trotzdem für die paar sekunden deines Lebens die du mir gewitmet hast:)

Kommentar von grubenschmalz ,

Das ist ja nicht der Sinn deiner Hausaufgaben. Und dein Lehrer ist ziemlich schlau, denn auf solche Fragen findet man selten die Antwort 1:1 im Internet. 

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