Frage von maza09, 404

Warum erhalte ich weniger Steuerrückzahlung?

Hallo,

Ich habe für 2014 knapp 1100€ durch meine Einkommensteuererklärung zurück erhalten. Von Januar-Februar war ich nicht beschäftigt und habe auch kein Arbeitslosengeld erhalten. Ab März habe ich dann in VZ gearbeitet und Werbungskosten von 811€ geltend machen können. Zusätzlich kamen Sonderausgaben von knapp 550€ dazu. Monatliches Bruttogehalt war damals 2000€. Der in den Werbungskosten enthaltene Arbeitsweg war 11km. Wie gesagt gab 1100€ zurück. Ich weiß, dass es teilweise mit den 2 Monaten Arbeitslosigkeit zu tun hat, verstehe es aber nicht genau. Für 2015 ist die Situation folgende: ich habe von Januar-Oktober weiter 2000€ brutto erhalten beim gleichen Arbeitsweg von 11km. Sonderausgaben aufgrund der Zinsen des Bildungskredits beziehen sich diesmal auf 450€. Seit November erhalte ich nun 2800€ Brutto (Nov+Dez) mit einem Arbeitsweg von 50km. Ich habe mit Elster die Erklärung mehr oder weniger versucht zu machen komme allerdings auf einen mMn viel zu geringen Bertrag von 275€. Bei den Werbungskosten komme ich auf 1275€. Ich habe zwei lohnbescheide. Das komische ist, dass wenn ich nur den ersten angebe im vollen Jahreszeitraum von 12 Monaten werden mir 800€ Rückzahlung angezeigt. Sobald ich den zweiten Bescheid Eintrage und es splitte auf 10 Monate 2000€ und 2 Monate mit 2800€ komme ich nur noch auf diese 275€. Wie kann das sein? Ich habe durch die 2 Monate einen weiteren Arbeitsweg, habe ein volles Jahr Lohnsteuer bezahlt und sonst auch höhere werbungskostenund fast gleiche Sonderausgaben. Mir ist klar, dass es weniger ist als im Vorjahr aber das erscheint mir dann doch sehr wenig?! Kann mir das jemand Vll genauer erklären, ob ich evtl etwas falsch mache oder woran das genau liegen könnte ?? Danke schon mal im Voraus !!

Antwort
von petrapetra64, 285

dass es im Vorjahr so viel gab, hängt an den fehlenden 2 Monaten, wo du eben nicht gearbeitet hast. Arbeitslosengeld wirkt sich nicht so aus wie Einkommen. Du wurdest als 10 Monate versteuert, als ob du 12 Monate gearbeitet hättest, dein 10 Monatseinkommen wird dann quasi durch 12 geteilt. Werbungskosten unter 1000 Euro wirken sich eh nicht aus, weil sie bereits berücksichtigt sind.

Und dieses Jahr kommst du pro Jahr gesehen ja auch nicht wirklich weit drüber. Nur 275 Euro zählen. Daher gibt es dieses Jahr halt nicht viel raus.

Aber ab nächstem Jahr mit 50 km einfachem Fahrweg wird es sich wieder lohnen, 3450 Euro Werbekosten bei 230 Arbeitstagen.

Antwort
von kevin1905, 243

Jetzt blendet selbst die Seite schon den Tipp ein Absätze zu verwenden und manche Intelligenzverweigerer schaffen es dennoch nicht einen Text vernünftig zu formatieren.

Sonderausgaben aufgrund der Zinsen des Bildungskredits beziehen sich diesmal auf 450€.

Wieso ordnest du einen Bildungskredit bzw. die Zinsen hierzu den Sonderausgaben zu und nicht den Werbungskosten?

Wie kann das sein?

Linear progressiver Steuertarif? Bei einem Bruttoeinkommen von 2.800,- € ist dein Steuersatz höher als bei 2.000,- €.

Werbungskosten von in Summe weniger als 1.000,- € p.a. fallen nicht ins Gewicht, da der Pauschbetrag beim Lohnsteuerabzug eingerechnet wird.

Kommentar von maza09 ,

In der App leider nicht. Aber ich bin froh, dass ich noch einen Grund für Aufregung im bald endeten Jahr liefern konnte - Durchaus berechtigt, kommt auf die Verbesserungsliste für 2016 lieber Kevin!
*absatz*
Das wurde vom Steuerberater damals in Sonderausgaben eingeteilt. Warum? Keine Ahnung, deshalb bin ich hier - um ganz normale Fragen ganz normal beantwortet zu bekommen.
*absatz*
Dennoch danke für deine Weisheit und kompetente Antwort. Viele sollten sich deine Rhetorik zu Herzen nehmen und zukünftig in gleicher Weise (mit Absätzen wohlgemerkt) antworten, um somit ein besseres Portal zu erzielen.

Guten Rutsch ins neue Jahr, Großer!

Kommentar von Helefant ,

Ich jedenfalls lese solche Monoblöcke schon lang nicht mehr.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 205

Mit Deiner Art den Sachverhalt darzustellen, kann man es nciht überprüfen. Besser wäre es die Daten von den Lohnsteuerbescheinigungen zu nennen.

einmal müssten es 20.000,- Gesamtbezüge sein. Lohnsteuer? Soli? und auf der zweiten 5.600,-, LSt? Soli?

Für die werbungskosten reichen die Angaben.

Kommentar von maza09 ,

Danke für die schnelle Antwort. Also für die ersten 10 Monate sind es 2090€ Lohnsteuer und 114 Soli, 167 Kirchensteuer. Für die restlichen 2 sind es 662 Lohnsteuer, 48 Soli und 63 Kirchensteuer.

Kommentar von wfwbinder ,

Beim Lohnsteuerabzug scheint etwas nicht zu stimmen. bei 2.800,- monatlich, müsste der Lohnsteuerbetrag monatlich 398,- sein, also insgesamt 796,- Euro. Die Angaben bei den 2.000,- stimmen ca.

Mit Deinen Abzugsdaten komme ich auf praktisch null Erstattung. von den Werbungskosten wirken sich ja nur 227,- aus, weil der Arbeitnehmerfreibetrag schon 1.000,- ist und die Vorsorgeaufwendungen sind schon über die Vorsorgepauschale erledigt.

Antwort
von ellaluise, 159

Wenn du nur die Daten der ersten Lohnsteuerbescheinigung eingibst, unterschlägst du 5600€ Einkommen, das ist über 1/4 des des restlichen Einkommens und gibtst womöglich die Kosten des ganzen Jahres an.

Mit steigendem Einkommen sind die Steuersätze an sich höher.

Die Werbungskosten im ersten Teil des Jahres überschreiten nicht oder nur knapp den pauschalen Werbungskostenfreibetrag, das passiert erst mit den Werten aus Nov. u. Dez., also gibt es dort nicht viel Erstattung.

Im Vorjahr fehlten dir 2 Monate Einkommen, Einkommensteuer ist aber eine Jahressteuer. Damit sind deine 10 Monate Einkommen auf 12 Monate verteilt worden und es ist eine Überzahlung an Lohnsteuer aufgetreten. Wenig Einkommen, niedriger Steuersatz.

Sagen wir mal so, ich empfinde die Erstattung von 1100 in 2014 als Recht hoch.

Kommentar von maza09 ,

Hi, danke für die schnelle Antwort! Ja es ist definitiv viel gewesen. Ich habe ja nicht mit dem gleichen Betrag gerechnet, allerdings habe ich doch mit 400-500€ gerechnet :/ sind die 275€ also realistisch ? Ist es denn besser unter die 1000€ Werbungskosten zu kommen oder über?

Antwort
von bachforelle49, 123

im Prinzip hast du im Vorjahr Glück gehabt, weil alles durchgegangen ist. 2 Monate 50 km und nur 275 Rückerstattung sind ok

 

Kommentar von are2705 ,

Steuerrecht hat doch mit Glück nichts zu tun.

Kommentar von bachforelle49 ,

man kriegt nur das wieder (aber auch nur zum Teil), was man im Vorjahr auch investiert bzw. auch ausgegeben hat. Trotzdem wird die Steuerrückerstattung immer noch als `Reibach machen ` verstanden, wo mit unwahren Kilometer Angaben und was weiß ich sonst noch... rumgetrickst wird. Ein Steuerberater lebt ja auch vom Wissen irgendwelcher Steuerlöcher. Also hats doch was mit Glück zu tun; außerdem erübrigt sich dann auch ein Widerspruch

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