Frage von qskfujf, 50

Warum erfolgte der Rücktritt des Zaren?

Guten Abend, Warum erfolgte der Rücktritt des Zaren am 2. März 1917? (15.03.1917 nach westlichen Kalender)

Antwort
von cherskiy, 24

Das nennt sich nicht Rücktritt sondern Abdankung oder Abdikation, der Thronverzicht des Monarchen.

Die Moral der Truppen an der Front war wegen militärischer Misserfolge, hoher Verlustzahlen und mangelhafter Versorgung äußerst schlecht. Ähnlich spitzte sich die Lage in der Heimat zu, wo die Versorgungslage und fehlende Reformen die Stimmung gegen das Zarentum aufheizten. Täglich kam es zu Massenprotesten, Demonstrationen, Hungermärschen und Streiks. Durch die Abwesenheit des Zaren war in Petrograd, der damaligen Hauptstadt Russlands, dem heutigen Sankt-Petersburg ein Machtvakuum entstanden, und Russland drohte unregierbar zu werden. Nikolaus II. lehnte die Forderung des Duma-Präsidenten ab, eine Regierung mit Mehrheit der Duma zu ernennen. Daraufhin bildeten die bürgerlichen Parteien der Duma ein Komitee unter Fürst Georgi Lwow, aus dem eine provisorische Regierung hervorgehen sollte. Der Zar verfügte die Auflösung der Duma und erließ einen Schießbefehl gegen die Aufständischen (11. März). Doch
Polizei und Militär konnten die öffentliche Ordnung nicht
wiederherstellen, sondern verweigerten ihren Offizieren den Gehorsam und liefen zu den Demonstranten über.

Immer mehr Regimenter verweigerten dem Zaren ihre Gefolgschaft und
liefen über. Der Druck der Revolution wurde zu groß, und auf Anraten der
Generalität entsagte Nikolaus am 15. März 1917 zugunsten seines
Bruders, Großfürst Michail, dem Thron. Gleichzeitig verzichtete er auch für seinen Sohn Alexej auf sämtliche Herrschaftsansprüche. Als Michail die Krone ablehnte, war die Herrschaft des Zaren beendet.

Hier erfährst Du mehr. https://de.wikipedia.org/wiki/Februarrevolution_1917

Antwort
von Dahika, 31

Na ja, Rücktritt ist komisch formuliert. Ihm blieb nichts anderes übrig. Er hoffte so, sein Leben und das seiner Familie zu retten. Vergebens übrigens.

Kommentar von qskfujf ,

ok habe selber einiges drüber gefunden trotzdem vielen dank

Antwort
von MehrWissen, 14

Liebe(r) qskfuijf, ich glaube nicht, dass es richtig ist, vom "Rücktritt" des russischen Zaren zu sprechen. M.W. ist er und seine Familie von den Kommunisten umgebracht worden.

Antwort
von voayager, 23

Er war ein Kriegstreiber wie Wilhelm II auch und er verlor den Krieg. Zudem begünstigte er fast ausschließlich nur den Adel, das Volk ließ er leiden

Kommentar von JBEZorg ,

So einfach kann man es auch nicht formulieren. Er war defnitiv kein Kriegstreiber. Die Kriegstreiber, das war die Riege seiner Onkel. Er war zu dämlich und schwach um als Allenherrscher sich durchzusetzen und iiess sich in absurde Fehlentscheidungen reinsteuern. Ein blasser Schatten von dem Herrscher, der sein Vater war. Das mitdem Adel stimmt überhaupt nicht. Zwar blieb Russlabd eine absolutistische Monarchie, aber die Privilegien des Adels waren nicht soexorbitant und die Bedeutung umso kleiner. Es stimmt auch nicht, dass das Volk leiden musste. Im Kontext der Zeit war der Wohlstnd des Volkes durchaus in Ordnung. Die Probleme gab es eben im völlig vefehlten Management der verschiedenen Kräfteund Interessensgruppen im Land. Aber sowas konnte man auch von so einem politisch schwachen Herrscher eigtl. erwarten. Letzendlich liess Nikolai wiederrum die Idioten aus der Familie sich austoben, die den sozialen Frieden nachhaltig zerstöten mit ihren Eskapaden., er liess sich in völlig unnötige Kriege reinsteuern und hat letzendlich die Wirtschaftsreformen seines Vaters komplett zunichte gemacht. Und er hat auch die Kräfte gewähren lassen, die lezendlich aus dem msturz Profit zu schlagen versuchten. De bürgerlichen Kapitalisten und die Linken. Durch eine geschicktere Innenpolitik und ohne Kriege würde die Lage in Russland undi nsb. die Lage des einfachen Mannes ganz anders aussehen.

Kommentar von voayager ,

Zorg, ich pflichte dir bei, doch bedenke, als der Herrscher, als der Repräsentant bleibt schließlich alles an ihm kleben, sofern wer sich nicht klar abgrenzt. Es gab unter den Faschisten auch etliche Personen, die nix wirklich zu melden hatten, so z.B. Rudolf Hesse, der dennoch zur Verantwortung gezogen wurde, einfach von seiner Position her. Ähnlich war es mit der Waffen-SS, auch da nicht jeder ein Verbrecher, wohl aber die Organisation als solche, was dann den einzelnen Figurwen angwelastet wurde.

Ludwig IVX z.b. war nicht der zunhold, wie ihn die französischen Revolutionäre darstellten, denncoch zog man ihn zur Verantwortung heran, einfach weil er derv höchste Repräsentant war. Es ist der Lauf der Geschichte, dass meist der oberste Häuptling zur Verantwortung herangezogen wird, egal ob viel oder wnig Dreck an dessen Stecken ist. So muß es wohl auch bei Nikolaus II. gewesen sein, warum sonst exekutierten ihn die Bolschewiki. Unter seinem Namen betrieb auch Russland eine aggressive Kriegspolitik.

Ist der Herrscher schwach und im Grunde garnicht schuldig/verantwortlich, dann wird ihm all die Greuel, egal vom Wem sie im Grunde ausgehen, dennoch angelastet.

Bedenke: "die Eule der Minerva tritt ihren Flug erst nach der Dämmerung an". (Hegel)

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