Frage von iZombX, 18

Warum entwickelt Microsoft nicht auf Windows Xp weiter?

Windows Xp wird immer noch sehr stark genutzt, ich habe auf meinem PC (GTX 980Ti / Intel Core i7 5960X / 500 SSD / 2000 HDD ) eine extra Partiton auf meiner SSD die 64 Gigbyte groß ist wo Windows XP drauf ist, so kann ich dann immer zwischen Win7 Pro und WinXP Pro wählen. Aber mir ist aufgefallen, dass Windows XP stabiler ist und schneller, aber meine Grafikkarte und Prozessor laufen auf Battlefield 4 bei WinXP mit halb so viele FPS auf 1080p wie Win7 Pro, aber WinXP bootet schneller und ist stabiler. Und da frage ich mich doch, wieso dann nicht bei WinXP weitergemacht wird und die Treiber dafür entwickelt werden obwohl XP viel besser läuft.

Antwort
von PWolff, 9

Es ist ziemlich aufwendig, mehrere Versionen zu pflegen, ob es nun das Betriebssystem selbst ist oder die Treiber (oder auch Software, die darauf laufen soll).

Nicht nur die Software, auch (und sogar in stärkerem Maße) die Hardware und die zugehörige Firmware macht Fortschritte. Um die neuen Features der neuen Bauteile zu nutzen, muss das Betriebssystem immer wieder erweitert werden.

Umgekehrt will man in neueren Versionen nicht unbedingt all den Ballast mitschleppen, der in früheren Versionen mal nötig war.

Außerdem schreibt man manchmal auch alte, grundlegende Funktionen neu, z. B. um ein paar Sicherheitslücken zu schließen (und neue aufzureißen), oder weil jemand einen deutlich schnelleren Algorithmus für eine Sache entwickelt hat.

Nicht zuletzt deshalb kann ich es gut nachvollziehen, dass Microsoft ältere Versionen irgendwann liegen lässt. (Auch wenn ich mir etwas anderes wünsche.)

(Warum aber ein paar völlig veraltete Dinge immer noch mitgeschleppt werden, will ich gar nicht erst versuchen zu verstehen. Z. B. die 8+3-Dateinamen, die im Hintergrund immer noch vorhanden sind, der Laufwerksbuchstabe C statt A für die erste Festplattenpartition, Laufwerksbuchstaben überhaupt u. a.)

Expertenantwort
von Bounty1979, Community-Experte für Computer & PC, 7

Und wenn du Windows 95 oder 3.1 installierst, bootet der PC noch schneller...

Deswegen ist es noch lange nicht besser sondern es sind einfach nur deutlich weniger Daten, die geladen werde müssen.

Windows XP war eine sehr gute Windows-Version, keine Frage. Aber immer neue fortschrittliche Programme benötigen eben auch andere Fähigkeiten des Systems. Du siehst es ja selber an den FPS.

Kommentar von iZombX ,

Aber wenn man die Treiber für XP umstellt und in XP weiterhin Sicherheitskücken schließt, dann würde auch die ganze Software auf XP vernünftig laufen. Und mit Windows 95 bootet der PC gar nicht mehr.

Kommentar von dermitdemhund23 ,

Es gibt aber keinen Grund für Microsoft noch weiter in XP zu investieren.

Antwort
von PeterLustig1999, 5

Ganz einfach: Windows XP ist nicht mehr lukrativ genug. Was hat Microsoft von Tausenden Windows-XP-Nutzern? An denen verdienen sie keinen Pfennig, statt dessen schmeißen sie eher ihr Geld zum Fenster raus, wenn sie für die, die das OS sowieso schon haben, noch Updates entwickeln.

Statt dessen canceln die das eher und hoffen, dass tausende plötzlich zu Windows 7, 8 oder 10 wechseln und Microsoft noch mehr Geld in den Rachen werfen. Glaubs, oder glaubs nicht, aber so funktioniert Business.

Kommentar von iZombX ,

Aber sie können ja mit Office Geld verdienen und sie können Movie Maker und Paint zu Profiprogrammen ausbauen, wo dann die normale Version kostenlos ist und die kostenpflichtigen dann 200-300€ kosten und einen Umfang  in der Größe von ungefähr Sony Vegas Pro oder Adobe Promiere Pro haben, so können sie ja Geld machen

Kommentar von PeterLustig1999 ,

Darin müssten sie allerdings auch erstmal wieder existieren. Menschen funktionieren nicht so. Man muss Menschen zu einem Kauf zwingen. Kaum einer benutzt Movie Maker oder Paint, oder ähnliche Windows-Programme.

Wieso auch? Es gibt genug Alternativen, die doppelt so gut funktionieren. Und hat man einmal eine Alternative gefunden, die besser funktioniert, kommt man meistens nicht mehr davon los als Konsument.

Ein Betriebssystem hingegen benötigt jeder Rechner. So oder so sind die Nutzer, die nach wie vor mit dem Vorurteil leben, Linux sei schwer zu benutzen, zum Kauf eines Windows-Systems gezwungen.

Auch hier wieder, Menschen bleiben gerne bei den Optionen, die gut für sie funktioniert haben und meiden die, mit denen sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, auch wenn diese sich gebessert haben.

Vermutlich wird Microsoft in nicht all zu ferner Zukunft sein Geld nur noch mit dem Office-Paket verdienen. Windows 10 war aus Unternehmenssicht ein Flop. Microsoft hatte es sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 3 Milliarden Windows 10 Nutzer zu haben. Ein Jahr ist vergangen und gerade mal 300 Millionen Geräte besitzen Windows 10.

Windows 10 für Smartphones wird nur noch für Großkunden entwickelt, die Produktion für Privatkunden wurde eingestellt, weil Windows 10 zu wenig Anklang auf dem Smartphonemarkt gefunden hat. Auch hier wieder, die Leute haben Android/iOS, wieso sollten sie plötzlich zu Windows wechseln, wenn die genannten Systeme genau so gut oder sogar besser funktionieren?

Außerdem wurde das kostenlose Update für alle Windows 7 und 8 Nutzer eingestellt. Somit kann Windows nicht mehr hoffen, auf eine Anzahl an Geräten zu kommen, die die Entwicklungskosten deckt. Da der Markt sich außerdem immer weiter in Richtung Smartphones und weniger in Richtung Heimrechner entwickeln wird, und da Microsoft den Sprung auf den Smartphonemarkt vergeigt hat, wird Microsoft sich bald ein neues Flaggschiff zum Überleben suchen müssen. Und dieses Flaggschiff wird das Office-Parket sein.

Vermutlich wird Microsoft Office dann auch für Linux entwickelt, da immer mehr Leute Linux-Systeme nutzen (immerhin ist Android auch eine Linux-Distribution, bald können Smartphones als Rechner-Ersatz dienen, siehe nächste Android-Update und Linux ist längst nicht mehr, was es mal war). Das wäre die einzig logische Entscheidung und die Einzige, die Microsoft am Leben halten wird.

Kommentar von PeterLustig1999 ,

Ich bemerke gerade einen Rechtschreibfehler. Investieren, nicht existieren.

Zweiter Fehler: 1 Milliarde Nutzer, nicht 3 Milliarden.

Antwort
von dermitdemhund23, 7

Windows XP hat ZUFÄLLIG noch ein paar mehr Nachteile als halb so viele FPS...

Kommentar von iZombX ,

Wie z.B. kein Aero Glass

Kommentar von iZombX ,

Oder alte Paint Version

Kommentar von groygroy ,

Oder keine 64Bit, oder dx10 - 12 Fähigkeit, oder veraltete Struktur, oder wenig Unterstützung für aktuelle Medien usw.....

Antwort
von ERANO0DE, 5

Es macht einfach 0.- Sinn ein von 2001 Entwickeltes System weiterzuentwickeln. Was vom Kernel her wenig moderne Möglichkeiten bietet kein DirectX 10/11/12. Viele Unterstützungen für Mainboard Fehlen usw. Was auf Win XP aufsetzt ist Windows 7 ! Vista war komplett neu hat daher nicht funktioniert! XP zu 7 und 10 baut auf 7

Kommentar von iZombX ,

Also ist Windows 10 Windows XP?

Kommentar von PeterLustig1999 ,

Letztlich bauen sämtliche Versionen seit XP (ausgenommen Vista) auf dem Windows NT Kernel auf, wenn nicht sogar noch frühere Windows-Versionen.

Kommentar von ERANO0DE ,

Vom Grundkernel ja

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