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Warum enthalten flexible Leitungen zu Geräten mit Schutztrennung einen Schutzleiter?

gefragt von jouknow am 08.11.2009 um 14:42 Uhr

Warum enthalten flexible Leitungen zu Geräten mit Schutztrennung einen Schutzleiter?

Bei mehreren an einem Transformtor angeschlossenen Verbraucher macht es sinn. mit dem PE-Kabel würde man damit die Verbraucher miteinander ungeerdet verbinden, um sie so auf ein "Schutzausgleichpotential" zu bringen. Heißt zwischen ihnen kann es im Fehlerfall nicht zu einer Spannung kommen!

Aber warum prinzipiell bei Flexiblen Leitern. Mit vielleicht nur einem Verbraucher. Durch die galvanische Trennung könnte bei Körperschluss doch eh kein Strom Fließen?


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anonym
beantwortet von Bahnschaffner am 8. November 2009 15:18
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Wenn du von einem Trenntrafo sprichst liegt es daran, dass an den Trafo selbst erhöhte Anforderungen gestellt werden. Bei Trenntrafos muss die Möglichkeit des Durchschlagens von der Primär- zur Sekundärwicklung unbedingt vermieden werden, deshalb ist der Kern an PE anzuklemmen.

Kommentar von jouknow am 9. November 2009 09:49

Der Kern kann ja gerne geerdet sein. Aber warum ist bei jedem flexiblen Kabel auf der Sekundärseite ein Schutzleiter mitgeführt.

Kommentar von Bahnschaffner am 10. November 2009 06:43

Jetzt verstehe ich was du wissen möchtest. Normalerweise darf an einen Trenntrafo nur ein Verbraucher angeschlossen werden. Dann ist alles OK mit der Schutztrennung. Schließt du aber z.B. zwei Verbraucher an den Trenntrafo an, müssen die beiden Verbraucher untereinander einen Potentialausgleich haben. Das ist für den - sicher seltenen - Fall gedacht, dass beide angeschlossenen Geräte einen Körperschluss haben sollten. Bei gleichzeitiger Berührung beider Geräte würde dann trotz Schutzerdung wieder ein Strom durch deinen Körper fließen können. Das kannst du übrigens in der neuen VDE 0100 Teil 410 (gültig seit 2007) nachlesen.

Kommentar von jouknow am 10. November 2009 11:30

Ja du hast mich verstanden! :-D - Wird dann auch bei nur EINEM Verbraucher der mitgeführte PE-Leiter irgendwo angeschlossen?

Kommentar von Bahnschaffner am 10. November 2009 15:48

Ja, wenn er und der Trenntrafo beide Metallgehäuse haben könnte ja auch dort wieder ein Problem entstehen, wenn der Trenntrafo einen unbemerkten Körperschluss zwischen N und PE hätte (z.B. klassische Nullung in der Wand) und der angeschlossene Verbraucher ebenfalls Körperschluss - egal ob mit L1 oder N - hätte.

Kommentar von jouknow am 11. November 2009 18:06

Dann wäre doch mein Trafo Sinnlos. jedenfalls wenn es eine Schutztrennung für Kleinspannung ist.Über das gehäuse wäre meine galvanische Trennung ja dann dahin!

Kommentar von dietmar632 am 11. November 2009 21:07

mir fällt kein Gerät ein mit Schutzklasse 2 wo in der Zuleitung ein PE mitgeführt wird. Bei Trenntrafo ist es richtig da der Eisenkern geerdet wird.

Kommentar von jouknow am 11. November 2009 22:37

Bohrmaschine, Lampe, Lüfter ... alles was ganz normal an die Steckdose auch passen würde.

PS: Mir fällt auf, bei meiner Letzten Antwort das argument mit der Kleinspannung. In dem Fall, mit Kleinspannung, wäre das mit dem Erden garnicht mehr so kritisch. Aber bei einem Sicherheitstrenntrafo von 230V auf wieder 230V schon. - Auf keinen Fall sollte man den mitgeführten PE mit dem Gehäuse verbinden. Nur mit evtl. einem zweiten oder dritten, ... Gerät. Weil solange die Geräte galvanisch von der Versorgung getrennt sind besteht kein Fehlerstromkreis von Gerät zum Menschen über die Erde zurück zum Gerät. - Tut man das doch, dann schließt man den Kreis wieder über das Versorgungsnetz. Schutztrennung ade, und der Benutzer ist ein schwarzes häufen.



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