Wer kennt das nicht, alle essen das gleiche gut gewürzte Gericht und einer empfindet es als besonders scharf, der zweite gut schmeckend und der Dritte würzt vielleicht nochmal nach. Woran liegt das?
Was wir als scharf empfinden, wird von bspw. Südamerikanern oder Asiaten als mild oder "gewürzt" empfunden. Sicherlich werden die Menschen in diesen Regionen schon sehr früh an das scharfe Essen gewöhnt und scheinbar ebenso ihre Magenschleimhaut. Möglicherweise existieren körperliche Unterschiede zwischen den Menschen und im Osten bzw. Asien, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben.
Schärfe ist kein Geschmack, sondern ein Schmerz, an den man sich immer mehr gewöhnen kann, d.h. je öfter man scharf ißt, umso mehr Schärfe kann man vertragen.

Über Geschmack lässt sich nunmal streiten. Zweitens liegt es daran, dass Menschen verschieden an scharfes Essen gewöhnt sind bzw. anders die Schärfe empfinden.
Denn der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an das Capsaicin, der Stoff, der dafür verantwortlich ist, dass Essen "scharf" ist. Es reizt die Hitzerezeptoren im Mund und es lässt den Körper punktuelle Hitze empfinden, die sehr intensiv ist. Im Grunde ist es nur eine Halluzination, da die Hitze nicht wirklich auftritt. Mit der Zeit sprechen die Hitzerezeptoren nicht mehr so stark auf das Capcaicin an und man empfindet das Essen nicht mehr so scharf als am Anfang und "würzt nach" oder nimmt statt Tabasco halt etwas anderes ("Piri Piri" usw.).