Frage von keineideekeinei, 165

warum empfinden leute das spenden von organen und geweben nach dem tod als emotional?

ich hab eben ein video über gesichtstransplantation gesehen und kam danach noch auf eine seite die nochmal genaueres über den organspende ausweis sagt, bzw. was mit dem, was man spendet passiert oder insgesamt was man überhaupt alles spendet

ich war eigendlich mit gar nichts unzufrieden was das stand... ich hab einen organspendeausweis seit ich 16 bin und verstehe seitdem auch immernoch nicht weshalb das so schlimm für viele ist

klar wird die haut für schönheitsoperationen benutzt was vielleicht nicht jeder so toll findet, aber das als grund zu nehmen nichts zu spenden ist schon komisch

andere sagen das sie angst haben das sie immernoch leben könnten wenn sie als hirntod diagnostiziert werden... ich weis nicht wirklich was ich darüber denken soll, aber dann würde man ja eh sterben... ist zwar nicht schön, aber immernoch besser das man danach vielleicht mehreren leuten hilft als niemandem und man ist wirklich tod oder?

aus religiösen gründen kann ich es... naja... ein wenig verstehen, aber auch teilweise nicht... für christen gäbe es doch z.b. keinen grund da die doch eh an eine seele glauben, der körper also total unwichtig ist oder nicht?

also: was für gründe habt ihr (oder kennt ihr von anderen) keinen organspende ausweis mit sich rum zutragen

ich hab bisher noch keine richtige und mir erschließliche antwort gehört, bis vielleicht auf die sache mit dem noch lebendig sein

und interessieren tut mich das, da ich halt auf der seite mit dem organspendeausweis so oft gelesen hab wie emotional diese entscheidung doch sei... aber man ist ja eh tod also versteh ich den punkt nicht

Antwort
von dasadi, 52

Für die Zurückbleibenden ist das eine emotionale Geschichte, auch wenn sie selbst Befürworter des Organspendeausweises sind. Es macht mir schon Probleme, wenn ich mir vorstelle, dass man meine Mama nach dem Ableben zerrupft, auch wenn ich mir dann sagen kann, so tut sie sogar nach ihrem Tod noch etwas Gutes. Selbst bei meinen verstorbenen Tieren (Katzen, Hund, Pferd) hatte ich jedesmal heftige Probleme, mir deren Verwertung vorzustellen. Wenn man das "emotional" sieht, ist das ja nicht falsch oder unmoralisch, es ist nur ein echtes Gefühl.

Kommentar von keineideekeinei ,

ja gut, aber das hat man dann... für vielleicht ne woche oder nen monat... wie lange muss jemand anderes dafür leiden?

Kommentar von dasadi ,

Auch wenn man sich für eine Organspende entscheidet oder als Angehöriger für Organspenden ist oder auch selbst Spender ist, das ändert nichts dran, dass es eine hochemotionale Angelegenheit ist. Ich habe auch einen Organspendeausweise, wie meine ganze Familie, dennoch hätte ich Riesenprobleme, mir vorzustellen, dass man eines meiner Kinder in Einzelteile zerlegt, dennoch würde ich mich nie gegen eine Spende stellen und sie immer befürworten. Dennoch - es ist schwer.

Kommentar von keineideekeinei ,

mmmh... ich bin nicht so emotional und ich kann mir das nicht vorstellen... ich sehe den punkt ein und ich finde es auch gut das ihr alle organspendeausweise habt!

denn wie gesagt, finde ich das der schmerz den man verspürt nichts im gegensatz zu dem wie man anderen leuten helfen kann

Antwort
von Tragosso, 32

Ich habe mich mit dem Thema schon vor einigen Jahren ausführlich beschäftigt und trage einen Organspendeausweis mit mir herum, obwohl ich nicht spenden möchte. Das ist auch dort eingetragen.

Mir ist einfach nicht wohl bei dem Gedanken Ersatzteillager für andere Menschen zu sein. Wer möchte, dass er auf biegen und brechen länger lebt, für den mag das eine Möglichkeit sein. Mir sind das zu hohe Risiken, sowohl als Spender, als auch als Empfänger.

Als Spender die Tatsache, dass ich künstlich am Leben erhalten werde - Das ist nicht mein Wunsch. Bin ich nicht mehr zu einem selbstständigen Leben fähig, möchte ich in Ruhe sterben. Ohne Geräte. Als Empfänger bin ich widerum auf Medikamente angewiesen, es besteht die Gefahr, dass Gewebe abgestoßen wird. Ich würde mir wie ein Zombie vorkommen, der aus Leichenteilen zusammengeflickt wurde.

Ich lehne das für mich ab, was allerdings nicht heißt, dass ich grundsätzlich gegen Organspende bin, solange es noch keine Alternativen gibt. Es ist gut, dass es möglich ist, für die die dabei keine Bedenken haben, aber nein danke. Nicht für mich.

Kommentar von keineideekeinei ,

ah oke...

danke für die antwort!

Antwort
von Mucker, 39

"warum empfinden leute das spenden von organen und geweben nach dem tod als emotional?"

In der Werbung werden bewusst die Emotionen des Einzelnen angesprochen. Es wird an „das Gute“, an die Hilfsbereitschaft  im Menschen appelliert. Er könne doch nach seinem Tod doch noch etwas Gutes für andere Mitmenschen tun, in dem er ihnen seine
Organe zur Verfügung stellt, die er ja nach (?) seinem Tod auch nicht mehr braucht . Und wer möchte da nicht helfen,
wenn es ihn (sie) nichts kostet (?) und er (sie) seine Organe etc. doch
auch nicht mehr braucht (?).

Du siehst schon die Fragezeichen hinter einigen Wörtern.
Die Fragen
kommen nämlich, wenn man solche Texte auf ihren Wahrheitsgehalt analysiert. Was stimmt denn nun nicht an diesem Text ?

1. Die Formulierung „nach seinem Tod“ ist falsch !

Wenn ein Mensch wirklich tot ist, sind seine Organe nicht mehr zur
Transplantation geeignet. Bei der Entnahme der Organe muss der Mensch also noch l e b e n, weil man funktionsfähige, lebendige Organe braucht.
Um das Problem zu lösen, wurde das Hirntod-Konzept entwickelt und der  Hirntod als der Tod des Menschen erklärt. Das ist er aber nicht, denn der Mensch ist dann erst – wenn überhaupt - zu 3% tot, während er zu 97% noch lebt.

Ausserdem gibt es nicht wenige Fehldiagnosen und Menschen, die sich nach einer solchen Diagnose trotzdem wieder voll regeneriert haben und noch heute munter unter uns leben.

Diese Chance hatten sie nur, weil die Angehörigen einer Entnahme der Organe NICHT zugestimmt hatten. Nach so einer Entnahme wären diese Patienten
garantiert nicht mehr am Leben.

2. Im Einzelfall kostet die Entscheidung eben doch etwa – nämlich
das Leben.

Auch ein friedlicher und würdevoller Tod ist bei einer Entnahme nicht möglich, da die Seele mit Gewalt aus dem Körper getrieben wird und sich nicht in Ruhe von ihm lösen kann.

Für die Medizin existiert die Seele eben nicht. Man hat den ganzen Körper samt Herz und Gehirn seziert - aber keine Seele gefunden !

Der Medizin fehlt einfach das Verständnis für das Feinstoffliche !

3. Die Medizin sollte andere, humanere Wege gehen und zusammen mit der Industrie z.B. effektive künstliche Organe entwickeln, um diesem ethischen Dilemma, in dem sie sich befindet, endlich ein Ende zu bereiten.

Umfassende Info zum Hirntod

http://www.initiative-kao.de/handzettel-zu-organspende-hirntod.pdf

Alles Gute !



Kommentar von keineideekeinei ,

na der 2te punkt ist ja bescheuert... der gilt für mich und viele andere nicht da wir nunmal nicht an eine seele glauben

das man dann noch weiterlebt... naja, ich meine wenn man das gehirn nicht mehr "reparieren" kann, dann bringt der rest dem menschen auch nichts mehr...

Kommentar von Mucker ,

Dein völlig  inkompetenter Kommentar zeigt deutlich, dass du  offensichtlich  überhaupt nichts verstanden hast.

Und wer nicht einmal in der Lage sind, seine Seele zu spüren, dürfte wohl eher ein lebendiger Zombie ohne Substanz und daher ausserordentlich zu bedauern sein.


Wenn die Seele den beseelten Körper verlässt – ist er nur noch eine leere Hülle. Dann ist die Luft quasi raus - so wie aus einem kaputten Fahrradschlauch.

Viele berühmte Dichter,. Denker, Philosophen und andere Mitmenschen, die echt was in der Birne hatten bzw. haben - im Ggs. zu vielen Zeitgenossen - haben über die Seele geschrieben -

z.B. schrieb Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist folgendes:

" Wenn die Seele eine bestimmte Klarheit der Wahrnehmung erlangt hat, gewinnt sie ein Wissen und eine Lebensmotivation jenseits aller Selbstsucht".


Diese Klarheit der Wahrnehmung ist bei dir offensichtlich nicht vorhanden. Ohne dich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen fällt dir nur die primitive Vokabel "bescheuert" ein. Traurig - aber wahr. Schweigen wäre eindeutig klüger gewesen.

Information zur Seele:

Woraus besteht eine Seele, welche Gestalt hat sie?


Dem berühmten Pathologen Geheimrat Rudolf Virchow (gest. 1902), Begründer der Zellularpathologie, wird das Wort zugeschrieben: "Ich habe sehr viele Leichen seziert, aber eine Seele habe ich nicht gefunden."

(als ob man das Feinstoffliche durch sezieren finden könnte - ganz schön abwegig - wenn nicht sogar überheblich und dümmlich !)

Er wollte damit sagen, daß es keine Seele gibt.

Der berühmte Gelehrte hat sich in seinem Leben mehrfach in seinen wissenschaftlichen Behauptungen geirrt, und in diesem Falle ist esnicht anders.

Aber die Ansicht, daß der Mensch nur aus dem materiellen Leib besteht, ist in unserer Zeit ja zur Mode geworden. Die meisten, sagt die Neuoffenbarung voraus, wissen nicht einmalmehr, daß sie eine unsterbliche Seele haben.

Demoskopische Erhebungen haben schon vor Jahren ergeben, daß von den Jugendlichen nur noch die Hälfte der Befragten an ein Fortleben der Seele nach dem Tode glaubt. 12

Nachweisen läßt sich die Seele auch mit dem
leistungsfähigsten Elektronenmikroskop nicht. Denn so heißt es in der Neuoffenbarung:

"Die Seele ist eine rein ätherische Substanz, also - wenn du es fassen kannst - aus sehr vielen Lichtatomen oder möglichst kleinen Teilchen durch die Weisheit und durch den allmächtigen Willen Gottes zu einer vollkommenen Menschenform zusammengesetzt, und der reine Geist ist eben der von Gott ausgehende Wille, der das Feuer der reinsten Liebe aus Gott
ist." (jl.ev07.066,05)


http://www.j-lorber.de/ke/3/m-seele.htm


Kommentar von Mucker ,

Wer seine Seele verleugnet - ist nicht gut beraten. Hier noch ein paar Zitate zur Seele:


Ein Mensch, der wenig lernt, trottet wie ein Ochse durchs Leben; an Fleisch nimmt er zu, an Geist nicht.

Buddha

Die Bande, welche die Traurigkeit zwischen zwei Seelen knüpft, sind stärker als die Bande der Glückseligkeit. Und die Liebe, die mit Tränen besiegelt wird, bleibt ewig rein und schön.


Khalil Gibran

Suche Stunden der Sammlung, damit die Seele zu dir sprechen kann.


Albert Schweitzer

Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele des Menschen machen kann.


Fjodor Dostojewski


Diejenigen, die nicht mit Aufmerksamkeit den Bewegungen ihrer eigenen Seele folgen, geraten notwendig ins Unglück.

Mark Aurel

Kommentar von cyracus ,

na der 2te punkt ist ja bescheuert... der gilt für mich und viele andere nicht da wir nunmal nicht an eine seele glauben ...

@keineideekeinei, interessant.

Also ein Mensch lebt ... dann stirbt er ... und dann ist er tot. - Zwischen dem lebenden und dem toten Menschen gibt es ja einen Unterschied. Irgendwas fehlt ja, wenn der Mensch tot ist.

Du hast also ein anderes Wort für das, was dann fehlt.

Wie nennst Du denn das, was dann fehlt?

Kommentar von Mucker ,

Wer als Erwachsener noch nicht geschnallt hat, dass der Mensch eine Geist-Seele-Körper-Einheit ist .- und bisher nur seinen Körper wahr genommen hat - bei dem sind wahrscheinlich die beiden ersten Komponenten ziemlich unterentwickelt .

Aber vllt. sind die Komponenten auch nur durch falsches Denken und falschen Umgang mit den Emotionen unterdrückt. Dann könnte man noch etwas Hoffnung haben - denn dann wäre eine konstruktive Entwicklung der Persönlichkeit immerhin noch möglich, falls der Betroffene erkennt, dass er sich auf dem Holzweg befindet .

Kommentar von cyracus ,

@Mucker, mir haben andere ja schon erzählt, wie sie über dieses Thema denken und auch, welche Begriffe sie benutzen. Das sind oft interessante Gespräche.

Deshalb interessiert mich die Antwort von keineideekeinei wirklich.

Kommentar von Mucker ,

@cyracus. Ich stimme dir voll zu. Mich würde die Antwort von keineideekeinei auf deine Frage auch interessieren.

Antwort
von cyracus, 23
andere sagen das sie angst haben das sie immernoch leben könnten wenn

sie als hirntod diagnostiziert werden... ich weis nicht wirklich was ich
darüber denken soll ...

Um mehr zum sogenannten "Hirntod" zu erfahren, google mit

hirntod diagnosen falsch

und lies die Infos.

Außerdem empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

in dem er zum Beispiel erklärt, warum bei Schwerstkranken oftmals der Körper so sehr sparsam mit seinen Energien ist, dass bei voll funktionierendem Gehirn keine messbaren (!!) Hirnströme ausgesendet werden. Dadurch wird auf dem EEG-Monitor eine Null-Linie gezeigt, was dann gedeutet wird, dass das Gehirn seine Funktionen eingestellt hat. Anstatt Ausschlachtung braucht dieser Patient dann aber dringends Behandlung, um bestenfalls wieder vollkommen gesund zu werden. - Auch die katastrophalen Folgen von den "Hirntod"-Diagnose-Tests erklärt er.

Gib auf YouTube in die Suchliste auch rein

Interview Professor Manzei

.

Um zu verstehen, warum ich gegen die sogenannte "Organspende" bin, lies meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage:

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Folge dort auch den weiterführenden Links zu meinen Antworten an
BossMoss und Lollool. - Der Link bezüglich Lollool führt nicht
zielgenau zu meiner Antwort (es wurde hier etwas an den Links
geändert). Wenn Du diesen anklickst, bist Du genau bei der Antwort
zu ihrer Frage:

Schnellerer Hirntod bei Organspendern?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

.

Du fragst:

"warum empfinden leute das spenden von organen und geweben nach dem tod als emotional?"

Ist Dir vielleicht noch gar nicht aufgefallen, wie emotional die Werbungen für die sogenannte "O-spende" dargestellt werden? Romantisierend und tränenreich wird an die Bürger appelliert, ihre Organe doch NACH ihrem (angeblichen !!!) Tod zu "spenden".

Dabei ist doch einiges schräg! Weil zum Zweck der Transplantation lebendige Organe gebraucht werden, müssen diese aus lebendigen Menschen herausgeschnitten werden. Der "Hirntod" wurde erfunden, damit Transplantationsärzte und Helferpersonal nicht wegen Mordes und Beihilfe zum Mord ins Gefängnis kommen. Die Behauptung, die Organe würden "NACH dem Tod" herausgeschnitten werden, ist also Lüge.

Lies dazu auch die Ausführungen von dem Arzt Professor Dr. med. Linus Geisler

Hirntod

http://www.initiative-kao.de/handzettel-zu-organspende-hirntod.pdf

.

Meine Erfahrung ist: Diejenigen, die sich umfassend zu diesem Thema informiert haben, lehnen allgemein diese sogenannte "Spende" ab. Kennst Du es, dass für andere "Spenden" so nachhaltig und im Grunde aggressiv geworben wird? Ich nicht! - Die um "Spende" Gebetenen sollen sich erklären, und tun sie es nicht, werden ihre Angehörigen gefragt. - Das ist eine Ungeheuerlichkeit!

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

In meinem Profil findest Du Quellen mit Berichten von Menschen, die als "hirntot" galten, und die deshalb überlebten, weil ihre Angehörigen sie zur "O-spende" nicht freigegeben hatten, sondern auf Weiterbehandlung bestanden.

Bitte pass gut auf Dich auf.

Kommentar von keineideekeinei ,

ich wusste gar nicht das dafür geworben wird... im fernsehen oder wie? naja, ich gucke weder fernsehen und werbung im internet bekomme ich auch nicht mit da ich adblocker hab

ich guck mir mal ein paar sachen an...

Kommentar von cyracus ,

Den Adblocker habe ich auch.

Gelegentlich bekomme ich im TV Werbung mal mit (allgemein drücke ich dann auf stumm, wenn ich da mal grad was sehe). - Im TV von wurde von Prominenten dafür Reklame gemacht, und auch in der Stadt habe ich schon Riesen-Werbeplakate mit Prominenten gesehen, die dafür Werbung machen. Du kannst sicher sein, dass die das nicht nur aus Nächstenliebe machen, sondern nicht wenig Geld dafür bekommen haben.

Außerdem wird dafür geworben in verschiedenen Sendungen und Artikeln - so "ganz nebenbei". In sogenannten Familiensendungen wird gelegentlich gesagt, wie wichtig doch die "O-spende" sei, die teilnehmenden Prominenten nicken dann ab, dass sie auch so einen Ausweis hätten, und es wird dann auch schon mal ins Publikum hineingefragt. wer so einen Ausweis hat.

Dann gibt Kurzfilme (30 bis 45 Min.) und ganze Spielfilme, in denen es um die O-spende geht. Entweder wartet man auf ein Organ von einem (angeblich!!!) Verstorbenen, oder es geht  um Lebendspende (meist Niere, auch um Leberspende ging es schon). Natürlich alles mit der dabei erforderlichen Dramatik. Bei der Lebendspende meist so, dass man an einen Verwandten denkt, der erst nicht will, und sich dann im Laufe der Handlung doch dazu bereiterklärt. Wobei im Film deutlich gemacht ist, wie selbstverständlich es doch im Grunde sei, dass der Angehörige sich schließlich / endlich zur Lebendspende bereiterklärt, und alle sind dann erleichtert und glücklich.

In der Zeit, als bei uns das Gesetz geändert wurde von der 100%igen Zustimmungslösung (nur wer wirklich zustimmte, dem durften "nach" dem Tod Organe entnommen werden) hin zur eingeschränkten Zustimmungslösung (hatte man sich selbst nicht erklärt, werden die Angehörigen gefragt), erschienen in den Medien haufenweise Artikel, Reportagen, Filme zu diesem Thema. Dann nochmal wieder vermehrt, als Skandale öffentlich wurden, in denen Ärzte rumgeschummelt hatten, und die "Spendenbereitschaft" zurückging.

Weil ich auf dieses Thema sehr sensibel reagiere, krieg ich vieles von dem mit. Auch Freunde, die ebenfalls sensibel auf dieses Thema reagieren (so wie ich ebenfalls immer auf Seiten der umworbenen potentiellen "Spender", denn um die muss es ja in erster Linie gehen), machen mich auf solche Artikel und Sendungen aufmerksam.

Die Initiative orgaNOs protection hat sich an die werbenden Prominenten Steiner und Ralf Schmitz gewandt (mit beiden habe ich in diesem Zusammenhang auch Riesen-Plakate in der Öffentlichkeit gesehen, ich wohne in Hamburg):

https://organosinfo.wordpress.com/tag/aufklarungskampagne-prominente/

Hier der ach-so-lustige-Werbespot von Ralf Schmitz:

Organspende-Spot „Kein Witz"

https://www.youtube.com/watch?v=Ah-rirYHPLA

Und hier eines der Plakate mit Matthias Steiner:

https://www.organspende-info.de/articles/2428

Hier haufenweise Werbeplakate mit Prominenten - fand ich per googeln mit

organspende werbung bilder

https://www.google.de/search?q=organspende+werbung&biw=1024&bih=657&...


Antwort
von Parnassus, 61

Ich vertraue den meisten Ärzten einfach nicht (arbeite selber in einem medizinischen Beruf , kein Arzt) .Ich kann mir nur schwer vorstellen das wenn man einen Ausweis hat und als Spender" gerade gut passen würde " alles getan wird damit ich nicht zum Spender werde in einer entsprechenden Situation. Das ist der Grund warum ich zögere.

Kommentar von keineideekeinei ,

soweit ich weis machen die ärzte in deutschland keinen profit davon... oder auch die krankenhäuser, oder?

Kommentar von Parnassus ,

das hört sich etwas naiv an zu glauben das deswegen keine Entscheidung getroffen wird bei der ich nicht event." verliere" wenn es darauf ankommt. Wie gesagt ich vertraue diesem Gesundheitssystem nicht mehr,es passieren zu viele Dinge die eigentlich nicht sein dürften...

Kommentar von keineideekeinei ,

ich weis nicht was du gesehen oder erlebt hast aber jenachdem könnte man es vielleicht schon verstehen

ich vertraue allerdings viel zu vielen leuten... hat mich bisher noch nicht zurückgeschlagen wobei ich auch nicht gerade darauf warte

Antwort
von exxonvaldez, 50

Die Organe von Toten sind nutzlos, weil tot!

Deswegen wurde ja der "Hirntot" erfunden.

Informiere dich mal über das Konzept des Hirntots. Dann verstehst du vielleicht, warum manche Leute da skeptisch sind.

Kommentar von keineideekeinei ,

ich weis nur das dort die organe am leben gehalten werden und das hirn als tod geklärt von 2 unterschiedlichen ärzten

was mehr kannst du mir sagen?

Kommentar von exxonvaldez ,

"Hirntot" ist definiert, als ein Zustand,in dem die Ärzte keine Gehirnströme mehr messen können.

"Die Organe werden am Leben erhalten" ist eine irreführende Bezeichnung. Der Patient liegt auf der Intensivstation und wird beatmet. -So wie viele andere auch, ohne dass sie Organspender sind.

Und: Es gibt keinen Beweis dafür, dass eine "Hirntoter" Mensch keinen Schmerz mehr empfinden kann!

Kommentar von keineideekeinei ,

stimmt das ist ein guter punkt... wie lange würde man den schmerzen empfinden bevor man stirbt?

vorallem da man anderen ja ein leben lang helfen kann, auch wenn man stunden lang schmerzen ertragen müsste

Kommentar von exxonvaldez ,

Ich hätte kein Problem damit, wenn vor der Organentnahme reichlich Opiate gegeben würden.

Das wird aber nicht gemacht, weil man dann zugeben müsste, dass das mit den Hirntot eben nicht so "totsicher" ist.

Übrigens: Deine Einstellung zur Schuld solltest du noch mal überprüfen: Du bist nicht Schuld daran, dass Menschen krank sind und leiden. Egal ob du deine Organe spenden würdest oder nicht.

Wahrscheinlich wird es sowieso nie dazu kommen, selbst wenn du "ja" angekreuzt hast. -Bist du deswegen Schuld?

Kommentar von keineideekeinei ,

ich sag ja nicht das irgendwer schuld ist... ich wollte nur die gründe verstehen... ich wüsste jetzt auch nicht wo ich was von schuld geschrieben habe, ich habe lediglich gesagt das der schmerz den man verspürt (je nachdem wie lange er anhält) oke sei, wenn man damit jemand anderem jahre lang helfen kann

aber du hast recht, wenn opiate (ich denke du meinst schmerzmittel damit) gegeben werden würde wäre das sehr viel besser...

und ich hab auch gelesen das man wahrscheinlich nicht dran kommt... aber man hat ne kleine chance die man auf 0 zieht wenn man gar keinen spendeausweis hat...

Kommentar von exxonvaldez ,

Das ist auch falsch.

Ohne Organspendeausweis ist man nicht automatisch "Nichtspender"!

Es bedeutet nur, dass im Fall des Falles die Anghörigen befragt werden.

Wer sich gegen die Organspende entscheiden will, sollte sich einen Organspendepass zulegen und "nein" ankreuzen.

Kommentar von keineideekeinei ,

ja das meinte ich damit... sry

Kommentar von cyracus ,

Wer sich gegen die Organspende entscheiden will, sollte sich einen Organspendepass zulegen und "nein" ankreuzen.

Leider ist das tatsächlich so, weil sonst die Angehörigen gefragt werden. - Im Grunde ist das aber eine Unverschämtheit. Wir werden ja in den Medien rauf und runter gefragt ...

Angenommen, es kommt einer zu Dir und fragt: "Gibst du mir 100 Euro?" und Du sagst nichts dazu, ist es gleichbedeutend mit: "Nein."

Nun stell Dir vor, diese Person geht danach zu Deinen Angehörigen und fragt: "Ist es in Ordnung, wenn exxonvaldez mir 100 Euro spendet?" - und wenn die "Ja" sagen, musst Du demjenigen die 100 Euro geben, obwohl Du das gar nicht wolltest.

Das ist doch absurd!

Genauso wird aber bezüglich dieser "O-spende" vorgegangen, die zudem für den "Spender" auch noch tödlich ist, denn durch das Herausschneiden der Organe wird er ja getötet.

.

Vom "Nein"-Ankreuzen auf dem gängigen O-spende-Ausweis rate ich ab,

denn mir wurde aus Insiderkreisen berichtet: Es sollte schnell gehen,
man schaute in die Sachen desjenigen, dessen Organe man entnehmen
wollte, sah den orangenen O-ausweis und ging ans Werk = ans
Ausschlachten. Später sah man: Auf dem O-ausweis war das "NEIN"
angekreuzt. - Im Internet werden zum Runterladen NICHT-Organspenderausweise angeboten, zum Beispiel wenn man googelt mit

nicht organspendeausweis bioethik

mit dem auch erklärt wird:

     Für den Fall, dass nach meinem festgestellten „Hirntod“ eine
       Entnahme von Organen / Geweben / Knochen zur Transplantation
       medizinisch gewünscht sei, erkläre ich:

       Ich widerspreche grundsätzlich jeglicher Entnahme von Organen,
       Gewebe oder Knochen. Der Hirntod bedeutet für mich nicht den Tod
       des Menschen, sondern einen unumkehrbaren Prozess im Sterben,
       den es zu achten und zu respektieren gilt und der liebevoller
       Begleitung bedarf.

       Ich lehne daher im Bewusstsein aller Konsequenzen auch den
       Erhalt eines Spenderorgans ab.

Es reicht aber auch ein Zettel mit

     Name
       Geburtsdatum
       Adresse
       Deine Erklärung
       Wer benachrichtigt werden soll - Person(en) Deines Vertrauens
       Datum
       Unterschrift

Es wird empfohlen, alle zwei Jahre den O-Ausweis mit neuem Datum neu zu unterschreiben, damit gewährleistet sei, es handele sich um den
aktuellen Willen des Erklärenden. - Abgesehen mal davon, dass es sowieso eine Unverschämtheit ist, dass wir uns überhaupt gegen
Ausgeschlachtetwerden bei lebendigem Leib so wehren müssen, sollte
folgende Erklärung ausreichen:

     Solange ich keine anderslautende Erklärung abgebe,
       gilt diese als aktuell!

Genau so gilt es ja auch bei Testamenten.

Achtung!  Diese Erklärung gilt für Deutschland! In anderen Ländern
                gilt das jeweilige Ländergesetz - auch für Touristen.
                Entsprechende Infos und Deine Unterlagen in der
                jeweiligen Landessprache bekommst Du von orgaNOs
                Protection (= deutsch), google so und geh dort auf die grüne
                Info-Leiste.

Gib Deine Erklärung unterschrieben auch Deinen Lieben, denen Du vertraust, damit sie im Falle eines Falles den Transplantationsbeauftragten in der Klinik damit nur unter der Nase wedeln müssen. Denn die Angehörigen stehen in solch einer Situation ja unter Schock, und die
Transplantationsbeauftragten sind - so wie deren Bezeichnung ja schon
sagt - beauftragt, die "Spendebereitschaft" zu erhöhen.

Kommentar von Inkonvertibel ,

DH

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