Frage von Mefista, 86

Warum eigentlich wollen Menschen Wettkampf, siegen, Beste sein.....?

Warum betreibt der Mensch untereinander Wettkampf? Warum will jeder siegen und der Beste / Erste sein? Was wollen sie damit beweisen / erreichen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TailorDurden, 33

Lebewesen sind generell so veranlagt. Auch Tiere führen Paarungskämpfe, -tänze und andere Rituale durch. Auch bei Tieren zählt oft das Aussehen, Größe etc, da daran die Gesundheit und vorteilhafte Genetik abgelesen werden kann.

Wir Menschen haben eben viele Faktoren, die uns zu einem "angesehenem" Individuum und Partner in unserer Gesellschaft machen. Es liegt in unseren Urinstinkten  (haha, it mir grade aufgefallen), das auch bei anderen zu erkennen und selbst natürlich auch "liebenswerter" und geschätzter bei anderen Menschen rüberzukommen.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 24

Hallo!

Da geht es fast immer um den Selbsterhaltungstrieb, den inneren Wert & den Stolz auf sich selbst, etwas Großes erreicht zu haben, um was einen ggf. auch andere beneiden!

Man möchte es sich selber beweisen/zeigen, aber oft dreht es sich direkt oder indirekt vor allemd arum, dass man vor den anderen gut dastehen will & dass man den Applaus der anderen bzw. deren Achtung genießen will. Man möchte im Grunde dem Umfeld beweisen, dass man "es" kann bzw. besser kann!

Antwort
von Buckykater, 22

Vielleicht um zu zeigen wie gesund und stark sie sind? Damit wollen sie instinktiv wohl auch imponieren. Man will die Position in der Gesellschaft verbessern und dem anderen Geschlecht eben imponieren wie andere Tiere es auch tun. Rein Biologisch gehört der Mensch ins Reich der Tiere.

Antwort
von SpitfireMKIIFan, 21

Kämpfe untereinander, um den Stärksten herauszufinden, ist eines der gängigsten Prinzipien der Evolution ("Nur die Stärksten überleben").

Ist beim Menschen nicht viel anders, nur, dass wir das mittlerweile auch für weniger evolutionäre Dinge wie Medaillen oder Urkunden machen und nicht mehr nur für Fortpflanzung ;)

Kommentar von Mefista ,

Ja, glaube ich schon auch...

Aber wenn nur die Stärksten überleben sollen, was ich aus Sicht der Natur schon verstehen kann, dann wäre es doch eigentlich falsch von uns, wenn wir Schwache unterstützen - oder?
Also ich will nicht hetzen, ist halt nur so ein Gedankengang....
Was meinst du?

Kommentar von berkersheim ,

Das ist richtig beobachtet. Das ist Ausdruck dessen, dass der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist, dass wir nur in der Gruppe überleben können und zwei Dinge gleichzeitig wichtig sind, dass einzelene große Stärke haben und dass die Gruppe groß und stark bleibt. Dazu kommt, dass sich der Mensch dadurch auszeichnet, dass er die längste Kindheit hat, d.h. seine Kinder am längsten auf Schutz und Versorgung durch die Eltern oder Gruppe angewiesen sind. Wir haben also immer zwei Seelen in der Brust und das hat sich bis heute erhalten in der Auseinandersetzung, ob das Individuum Vorrang hat oder die Gemeinschaft. Außerdem ist "König-sein" sehr anstrengend, weil an jeder Ecke auch die Königsmörder lauern. Sportliche Wettkämpfe und andere gesellschaftlich geregelte Wettbewerbe schaffen Raum für den Trieb, sich zu bewähren, doch ohne sich dabei zu verletzen.

Expertenantwort
von GuenterLeipzig, Community-Experte für Sport, 20

Ich denke, das hat etwas mit der Evolution tu tun. In Zeiten, wo der Mensch sein täglich Brot sich noch erjagen musste, war er gezwungen besser zu sein als seine potenzielle Beute oder Konkurrenten.

Es ist also eine Art Urinstinkt.

Günter

Kommentar von Snanifo ,

Was hat das mit Urin zu tun? Natürlich stinkt der.

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Schmunzel - was die Silbentrennung und Betonung so alles ausmachen kann

Urin stinkt vs. Ur-Instinkt

Blumentopf Erde vs. Blumento-Pferde

Ich liebe die deutsche Sprache mit ihren Wortspielereien ;-)

lach, Günter

Antwort
von Dracn, 19

Das liegt an der Evolution.

Seit es Leben auf der Erde gibt, gibt es einen Wettkampf um Ressourcen. Es kann nicht jeder fressen was er möchte und sich vermehren. Nur diejenigen, die sich am besten an ihre Umwelt anpassen, können ihre Gene an die nächste Generation weitergeben.

Kommentar von Mefista ,

Ja, glaube ich schon auch...

Aber wenn nur die Besten überleben sollen, was ich aus Sicht der Natur schon verstehen kann, dann wäre es doch eigentlich falsch von uns, wenn wir Schwache unterstützen - oder?
Also ich will nicht hetzen, ist halt nur so ein Gedankengang....
Was meinst du?

Kommentar von Dracn ,

Ich will nicht sagen, ob das falsch oder richtig wäre.
Aber diese Art von Argumentation oder diesen Gedankengang nennt man Sozialdarwinismus. So hat man im dritten Reich z.B. die Ermordung von Behinderten gerechtfertigt.

Hitler hat daran sehr stark bis zuletzt geglaubt. Er ging sogar soweit, dass er zum Ende des Krieges der Meinung war, dass wenn Deutschland den Krieg verliert, sie einfach zu schwach sind und es deshalb verdient hätten, vernichtet zu werden.

Man muss aber auch bedenken, dass Evolution sehr langsam arbeitet. Würden sich zum Beispiel sehr faule Menschen 
besonders stark vermehren, würde das nicht umgehend dazu führen, dass nur noch Faule Menschen geboren werden.
Würde dieser Zustand jedoch über mehrere Tausend Jahre konstant anhalten, dann würde die Menschheit zunehmend träger werden.

Kommentar von Mefista ,

Uff, alles klar.
Ich meine nicht darüber urteilen zu können und vor allem nicht zu wollen, was nun mit den Schwachen sein soll.... - das würde mich total überfordern.  ;-)

Antwort
von CounterMonkey, 43

Wir und die meisten Tierarten haben diesen Instinkt um unsere Position im Rudel zu verbessern. Da wir uns normalerweise nicht gegenseitig zerfleischen klären wir sowas halt zivilisierter, sei es Sport, oder Wirtschaft. Aber jeder strebt nach dem höchstmöglichen Rang, da das biologisch gesehen auch die beste Auswahl aus möglichst vielen Paarungspartnern mit sich bringt.

Antwort
von Bibimon, 52

Das liegt wohl in der Natur des Menschen und mit dem inneren Ehrgeiz. Jeder trägt es in sich. Bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger.

Antwort
von soissesPDF, 8

Warum trabt ein Esel der Möhre hinterher die man ihm vors Maul hält?
Im Gehirn gibt es ein Belohnungszentrum, bei Erfolg schüttet dieses Glückshormone aus.
Nichts anderes ist Erfolg, eine Sucht.

Antwort
von kevin1905, 11

Beschäftige dich mal mit der Psychologie menschlicher Antriebsfedern.

Wettkampf gehört dazu.

Antwort
von Snanifo, 3

Frage sie doch, sie haben sicher alle verschiedene Gründe

Kommentar von Mefista ,

Aber das tue ich hier doch...  ;-)

Kommentar von Snanifo ,

Du forderst mit deiner Frage eine allgemeine Beantwortung heraus. Deshalb meine zugegeben etwas flapsige Antwort. Vielleicht etwas verständlicher: Zum einen gibt es Menschen, die überhaupt nicht immer die "Beste(n)/Ersten(n) sein" wollen bzw. immer siegen. Zum anderen hat wohl jeder einzelne seine eigenen Beweggründe, warum er (sie) gewinnen will. Beispiele: seinen Bruder übertrumpfen (Christof über Michael Harting), mal bei Olympia dabeizusein, ...... etwas zu erfinden, eine gute Position im Beruf zu haben, viel Geld zu verdienen........usw. Ich halte das Philosophieren über 'den Menschen' nicht wirklich zielführend. 

Die andere Seite dieses Erster/Bester sein ist, dass man in unserer auch so schönen Sozialen Marktwirtschaft gezwungen ist, zu versuchen, besser als der andere zu sein. Sonst verliert man womöglich seinen Arbeitsplatz und damit seine Existenzgrundlage. Soweit mal. Vielleicht ist das verständlicher. 

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