Frage von mastagamer, 55

Warum eigentlich im Manuellen modus Fotografieren?

Wozu sollte man den Manuellen Modus eigentlich benutzen? Ich meine für Portraits, Landschaftsfotografie, Makro, etc. reicht ja eigentlich der Blendenautomatik oder Belichtungsautomatik Modus. Eigentlich bräuchte man den Manuellen ja nur für etwas "Künstlerische" Fotos (z.B. Langzeitbelichtung) oder gibt es auch bei Portraits irgendwelche Vorteile?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JackBl, 39

Damit einem die Technik keinen Strich durch die Rechnung machen kann.

Die Automatikmodi rechnen zB die Belichtung immer auf einen Gesamtdurchnitt des Bildes hoch. Bei besonders dunklen oder hellen Objekten also unbrauchbar.

Die Focussierung wird auch meist auf alle Messpunkte gemessen, beim Freistellen also ebenfalls unbrauchbar.

Bei den Standardtouristenfotos (Frau vor Statue, Familie vor Museum, Freunde vor Cafeteria) ist so etwas aber völlig ausreichend.

Kommentar von mastagamer ,

Die wahrscheinlich beste Antwort bisher

Antwort
von Lazarius, 22

Die Automatik bei Fotoapparaten ist eine gute Sache. Man kann damit schnell und ziemlich zielsicher fotografieren. Es gibt aber auch Nachteile.
So kann die Automatik auch mal schnell die warme und farbenprächtige Stimmung eines Sonnenuntergangs zerstören. Oder im Winter Bilder mit Schnee unterbelichten lassen.

Wer sich mit den manuellen Einstellungen auskennt und imstande ist sie auch richtig anzuwenden, hat volle Kontrolle und einen wesentlich höheren Gestaltungsspielraum für seine Bilder.

Es lohnt sich immer für den Fotografen, dessen Kamera manuelle Einstellungen zulässt, in dieser Beziehung dazu zu lernen.

Es gibt viele Internetseiten, die einem diese Einstellungen nahebringen, um zu lernen, wie man richtig mit Blenden, Belichtung, Weißabgleich, ISO usw. umgehen kann.

http://eye.de/fotoschule-technik-grundlagen.shtml

http://www.kleine-fotoschule.de/

LG Lazarius.

Antwort
von Trashtom, 33

Gute Fotografen können da noch viel rausholen. Mit der Blendenautomatik rechnet die Cam ja eine Belichtungszeit aufgrund der Helligkeit aus. Wenn man eine andere Helligkeit oder zB Tiefenschärfe haben möchte (übers Objektiv) muss man das manuell einstellen.

Grundsätzlich machen die Cams aber sogar auf AUTO gute Bilder ;)

Kommentar von mastagamer ,

Auf auto hat man Ja aber dann überhaupt keine Kontrolle mehr xD

Kommentar von Trashtom ,

Ja das ist schon klar, aber an nem hellen Tag macht das Ding auch so schon gute Bilder. Das war eigentlich darauf bezogen, dass die Cams schon sehr gut sind heute ;)

MAN is natürlich besser..

Kommentar von mastagamer ,

Für Schnappschüsse wird es wohl im auto reichen ^^

Antwort
von zonkie, 15

Auch wenn ich mich unbeliebt machen mag finde ich das die Cam in vielen Situationen nicht schlechter als der M Modus arbeitet. Ich nutze die meiste Zeit die naja "halbautomatischen" Modi um fast alle Bilder zu machen. Ganz einfach weil ich häufig nicht die Zeit oder Lust habe in M alles einzustellen.

Auch in A / T / P oder wie sie jeder einzelne Hersteller nennen mag kann ich theoretisch meine Cam in Einstellungen bringen die ich für sogut wie alle Bilder benötige. Gebe ich meiner Cam z.b. den Iso frei wird sie wohl immer ausreichend kurz belichten um auch auf einem Portrait keine Bewegungsunschärfe zu bekommen. Bewege ich mich viel druch verschiedene Lichtsituationen usw habe ich defintiv keine Lust jedes mal in M zu schauen was ich brauchen kann.

Am meisten nutze ich noch M bei z.b. Landschaften vom Stativ bei den sich längere Zeit nichts verändert und ich einen bestimmten Effekt haben will oder extremeren Lichtsituationen.(Beispielsweise eine Kerze..je nach Einstellung wird die Kerze da schnell komplett "falsch" belichtet) Bevor ich mir die Mühe mach die Belichtungsmessung auf Spot Mittenbeton oder sonstwas anzupassen und dann zu schauen ob die Cam meinen Wünschen nach belichtet mach ichs eben gleich selbst. Mir fällt z.b. auch eine Silhouette ein das in die Cam zu bekommen .. da bin ich in M erheblich schneller :D (ka ob ichs überhaupt schaffe ^^)

Ein weiteres Beispiel könnten Bilder sein die du zu Panoramen zusammenfügen willst. Drehst du dich in einer Automatik weiter kann die Cam schnell mal entscheiden das sie doch mit 1/2 sek statt 1/500 belichten will.. Beim zusammenbasteln kann das für unstimmigkeiten führen.

Und natürlich auch etwa wie aus deinem Link .. Machst du irgendwelche shootings mit Belichtung usw wird sich nichts an den nötigen Einstellungen verändern .. du kannst als vorab deine perfekte Einstellung machen und die nächsten 100 Bilder werden alle gleich aussehen wie du es haben willst.

Antwort
von sinnsah, 20

Für Portraits ganz kurz und knapp: Im manuellen Modus ist es einfacher, einen konstanten Bildlook und einheitliche Farben beizubehalten.

Doch der wohl größte Vorteil ist, dass du bestimmst was korrekt belichtet ist und nicht die Kamera. 

Die P / AV / TV-Modi sind aber durchaus starke Werkzeuge.

Antwort
von Jerne79, 24

Ich bin geneigt zu sagen: Wenn du das denkst, musst du aber noch ordentlich dazulernen.

Gerade diese drölfzig Modi helfen bestenfalls in Standardsituationen. Wer selbst die Qualität seines Bildes bestimmen will, muss sich schon auch selbst mit den Einstellungen der Kamera auseinandersetzen. Irgendwann stellt man meist fest, dass auch Blenden- und Belichtungsautomatik nicht immer ein optimales Ergebnis liefern, spätestens dann fängt man an, den manuellen Modus zu verwenden.

Kommentar von mastagamer ,

Ich verwende eigentlich grundsätzlich den Manuellen modus ^^ nur kam mir die frage gerade so in den Kopf

Kommentar von Jerne79 ,

Mal ernsthaft, wenn du im MM photographierst, solltest du doch wissen, wo seine Vorzüge liegen.

Kommentar von mastagamer ,

Naja komplette kontrolle über alle Parameter xD
Grundsätzlich wäre soetwas
https://cdn.fstoppers.com/styles/full/s3/lead/2014/11/fstoppers-natural-light-da...
(nicht von mir) auch in der Belichtungsautomatik möglich

Kommentar von Jerne79 ,

Gerade bei sowas braucht man den MM. Schließlich will man nicht nur das Bokeh, sondern braucht auch kurze Belichtungszeiten, sonst verschwimmen die einzelnen fliegenden Haare, die natürlich auch scharf sein sollen. Das alles bei suboptimalen Lichtverhältnissen.

Kommentar von Hasibert ,

Warum? Das kriegst du mit A/Av genauso hin. Wenn du zum Freistellen mit offener Blende fotografierst, verringert sich die Zeit ohnehin und bei wenig Licht erhöhst du den ISO genauso, wie du es bei M machen würdest. Am Ende hast du in beiden Modi bei gleichen Einstellungen das gleiche Bild. Ob man nun in M die Zeit etwas verlängert oder verkürzt, um ein wenig über- oder unterzubelichten oder in A/Av die Belichtungskorrektur bemüht, bleibt gleich.

Antwort
von Herpor, 11

Um absichtlich über- oder unterzubelichten.

Nachtaufnahmen oder Aufnahmen in der Dämmerung werden mit Automatik falsch, da zu hell.

Also muss manuell zwei Blenden unterbelichtet werden (zu dem, was der Belichtungsmesser anzeigt).

Nur ein Beispiel.

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