Frage von RandomMan7, 103

Warum dürfen Feministen Anspruch auf eine Frauenquote bei gut bezahlten Jobs haben, die jedoch nie anstrengend sind?

Ich bin ein Befürworter von gleichen Rechten für alle, jedoch wundert es mich immer wieder, dass die Feministen grade in sicheren Berufen (Vorstand von Firmen) an eine Gleichbehandlung appellieren. Schwerer Arbeiten, welche sowohl gut bezahlt sich, als auch zu ca. 99% von Männer ausgeführt werden, werden ausgelassen. Jedoch würde Gleichheit doch voraussetzen, dass unabhängig von der Situation, Männer und Frauen entweder den gleichen oder sehr ähnliche Anteile in jedem Feld haben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von KnusperPudding, 20

Wenn man unter Feminismus versteht, dass die Frau dieselben Chancen und Rechte bekommen soll bin ich ebenso dafür.

[..]dass die Feministen grade in sicheren Berufen (Vorstand von Firmen) an eine Gleichbehandlung appellieren

Gleichbehandlung im Sinne von Chancengleichheit: Ja. Eine Quote: Nein, denn das widerspricht der Chancengleichheit.

Jedoch würde Gleichheit doch voraussetzen, dass unabhängig von der Situation, Männer und Frauen entweder den gleichen oder sehr ähnliche Anteile in jedem Feld haben.

Nein, ähnliche Anteile nicht, es soll nur Mann und Frau dieselben Chancen haben. Man will ja keine Frau dazu zwingen im Bergbau zu arbeiten und keinen Mann dazu zwingen in der KiTa zu arbeiten.

Natürlich gibt es unter den Feministen, welche die es Übertreiben müssen. Fühlen sich in den bestbezahltesten Jobs benachteiligt und fordern deshalb eine Quote. - Doch so eine Forderung hat ja nichts mehr mit einer Chancengleichheit oder einer Gleichberechtigung zu tun. 

Denn das sagt ja nur aus: "Ich stelle jetzt eine Frau ein weil ich muss und nicht weil sie dafür qualifiziert ist".

Der Anteil der Feministen, der so etwas fordert ist einfach nur Gift. Genauso wie ISIS für den Islam.

Kommentar von Dahika ,

"Ich stelle jetzt eine Frau ein weil ich muss und nicht weil sie dafür qualifiziert ist".

Das ist doch Bullshit. In Wirklichkeit ist es so, dass, wenn man zwei Bewerber mit der gleichen Qualifikation hat, die Frau eingestellt wird - bei einer Frauenquote. Keine Frauenquote verlangt von einem Arbeitgeber, eine unqualifizierte Frau einzustellen.

Sonst ist es doch oft so, dass bei gleicher Qualifikation dann doch der Mann eingestellt wird, weil er einfach ein Mann ist.


und keinen Mann dazu zwingen in der KiTa zu arbeiten.

Das wäre ja auch ein entsetzliches Schicksal für einen Mann, in einer KITA zu arbeiten. Igitt, da könnte Mann ja für kurzschwänzig oder sogar schwul gehalten werden. (oder für pädophil).

Ok, wenn es um die Leitung des KiTas geht, ist das dann wieder etwas anderes. Aber von einem Mann zu verlangen, mit den Kleinen Plätzchen zu backen oder Lieder zu singen... grauenvoller Gedanke. Zudem ist das ja auch nicht in ihren Genen angelegt, wo doch die Frauen die Kinder bekommen.

Warum sollten Männer nicht in KiTas arbeiten dürfen oder als Hebamme? Und warum soll eine Frau nicht auf dem Bau arbeiten, wenn sie sich dazu berufen fühlt und kräftig genug ist.?

Kommentar von KnusperPudding ,

In Wirklichkeit ist es so, dass, wenn man zwei Bewerber mit der gleichen Qualifikation hat, die Frau eingestellt wird - bei einer Frauenquote.

Das sorgt doch nicht mehr für gleiche Chancen. Das würde eindeutig eine Bevorzugung eines Geschlechts bedeuten.

Keine Frauenquote verlangt von einem Arbeitgeber, eine unqualifizierte Frau einzustellen.

Das nicht. Aber hat Bewerber A Ein Zeugnis mit 2,1 und ist männlich. Bewerberin B hat ein Zeugnis mit 2,5 und ist weiblich, so wäre B schlechter Qualifiziert, aber vielleicht  nicht unqualifiziert, aber müsste aufgrund der Quote genommen werden.

Sonst ist es doch oft so, dass bei gleicher Qualifikation dann doch der Mann eingestellt wird, weil er einfach ein Mann ist.

Ach ja? Und weshalb? Das ist doch Bullshit einfach so eine Behauptung in den Raum zu stellen.

Das wäre ja auch ein entsetzliches Schicksal für einen Mann, in einer KITA zu arbeiten.

Was für eine Frau im Bergbau unangenehm sein kann, kann auch für einen Mann dort unangenehm sein. - Also spar dir bitte sowas. das  ist überflüssig. Dass dies Beispiel nicht auf jeden anzuwenden ist, sollte klar sein. 

Warum sollten Männer nicht in KiTas arbeiten dürfen oder als Hebamme? 

Habe ich mit keiner Silbe erwähnt. Es geht immer noch um eine Quote.

Glaube es oder nicht, aber zu Schulzeiten wollte ich Praktika in Pädagogischen Einrichtungen machen: Kita/Kindergarten/Krippen und wurde bei 2/3 der Stellen abgelehnt weil ich männlich war.

Letztendlich habe ich eins meiner Praktika in einem Kindergarten gemacht, bei dem es auch einen Erzieher gab.

Genauso habe ich bei einer Technischen Ausbildung später auch Mädchen als Kollegen gehabt. - Nur das Per Quote fest zu schreiben ist absoluter Schwachsinn.

Antwort
von Dxmklvw, 2

Ich sehe das um einiges gelassener.

Beispielsweise war es zu allen Zeiten völlig unnötig, jemals eine Idiotenquote einzuführen, weil diese Spezies schon immer und zeitweise sogar im Übermaß innerhalb der Politik, Wirtschaft und Hochfinanz vertreten war.

Die Frauenquote halte ich für eine Zeiterscheinung, die ziemlich unnütz propagiert wird. Schon in der Zeit der Ludwig-Dynastie in Frankreich waren es ja auch zum erheblichen Teil Frauen (oftmals Mätressen), die aus dem Hintergrund heraus das wirkliche Sagen hatten, ohne daß man den Begriff "Frauenquote" bemühte.

Das hat sich irgendwann geändert und überwiegend Männer saßen an den Schalthebeln, und jetzt schlägt das Pendel wieder einmal in eine andere Richtung aus.

Ich selbst bewerte solche Erscheinungsbilder nur danach, ob ein Mann oder eine Frau das kann und bringt, was erwartet wird.

Und letztlich erleben wir es ja auch immer wieder einmal speziell in der Politik, daß sich auch frauenquotenbegeisterte Frauen durch ihr Tun durchaus auch als Vollzeitversagerinnen outen können, ebenso, wie es auch in der Politik andere Frauen gibt, die brauchbare Leistung erbringen.

Wo nun gewaltsam irgendwelche Quoten eingepeitscht werden sollen, da betrachte ich auch das als eine Form von Ismus, was für mich in der Bedeutung ebenso eine Krankheit ist wie z. B. Rheumatismus.

Antwort
von Dahika, 17

Also, ich habe noch nie von einer Frauenquote auf dem Bau gehört oder im Stahlwerk.

Aber warum sollte eine kräftige Frau, die sich berufen fühlt, Zementsäcke zu schleppen, das nicht dürfen.

Warum aber vor allem sollte eine Frau nicht als Architektin oder Bauleiterin Chefin von Männern sein?

Es geht nicht um Gleichbehandlung, sondern um gleiche Chancen.

Aber ich habe immer den Eindruck, dass Männer gequält aufheulen, wenn sie sich nur ein wenig Nachteil einbilden. Das ist dann ganz, ganz furchtbar, wenn sie etwas von ihren Privilegienn abgeben sollen. Dass das nach 10.000 Jahren nicht ganz einfach ist, versteh ich sogar, aber es ist langsam Zeit, auch Frauen gleiche Chancen einzuräumen.

Ich bin auch kein Fan der Frauenquote, aber solange Männer ihre Seilschaften haben und Frauen aus den guten Jobs heraushalten (oder mobben), solange ist die Frauenquote halt leider nötig.  Auch ich sehne mich  nach der Zeit, wenn eine Stelle nur nach Qualifikation vergeben wird und auf das Geschlecht nicht mehr geachtet wird.

Ich bin übrigens keine Feministin, wie Männer das oft verstehen. Aber ich bin sehr wohl für gleiche Chancen und auch gleiche Pflichten. Dazu gehört übrigens auch, dass Männer sich genauso um ihren Nachwuchs kümmern müssen wie die Frauen. Noch aber ist es doch im überwiegenden Maße so, dass Männer, wenn sie sich trennen, pfeifend ihrer Wege gehen, die Blagen am Wochenende mal nehmen, aber ansonsten der Ollen  die ganze Arbeit überlassen.

Kommentar von Perrierle ,

Die Frage ist warum Frauen Anrecht auf eine Frauenquote haben in Berufen welche NICHT anstrengend sind!!  Wo steht geschrieben dass Frauen den Beruf des Architekt nicht ausüben können oder dürfen? das stellt doch niemand in Frage. 

"Auch ich sehne mich  nach der Zeit, wenn eine Stelle nur nach Qualifikation vergeben wird und auf das Geschlecht nicht mehr geachtet wird.
Diese Zeit ist eben genau JETZ und das ist der Grund weshalb viele Frauen einen Job nicht bekommen, seht das doch einfach ein, das akzeptieren Frauen aber nicht, neeeeeiiin man muss eine Frauenquote einführen welche die Qualifikationsfrage aushebelt. Bist du damit zufrieden' nein natürlich nicht, nun jammerst du dass es auf die Qualifikation ankommen muss. 



" Noch aber ist es doch im überwiegenden Maße so, dass Männer, wenn sie sich trennen, pfeifend ihrer Wege gehen, die Blagen am Wochenende mal nehmen, aber ansonsten der Ollen  die ganze Arbeit überlassen."

Das ist mit Abstand das dämlichste was ich seit langen gelesen habe!!! Denkst du tatsächlich dass die Väter ihre Kinder nicht geich lieben würden wie die Mütter und gerne pfeiffend ihrer Wege gehen gehen wollen????????!!!!

 Die Väter kämpfen vor Gericht um das Sorgerecht aber haben in den meisten Fällen keine Chance, DAS ist ein Beispiel von ungerechter Behandlung den Männern gegenüber aber du bringst es sogar fertig dies als einen Vorwurf den Männern gegenüber zusammen zu schreiben. Wahnsinn. 

"die Blagen am Wochenende mal nehmen" Ich hoffe wirklich du wirst niemals Mutter, so etwas respektloses und liebloses habe ich noch nie gesehen. 


Antwort
von ErsterSchnee, 51

Nein, Gleichberechtigung heißt nicht Gleichbehandlung - sondern dass alle die gleichen CHANCEN haben. Und in Vorständen werden noch immer bevorzugt Männer eingestellt - auch wenn Frauen die gleiche (oder eine bessere) Qualifikation haben. Bei körperlich schweren Arbeiten sind Männer häufig (aufgrund des Körperbaus) besser geeignet - da werden Frauen nicht aufgrund des Geschlechts benachteiligt. Eine kräftige Frau wird dort mit Sicherheit lieber eingestellt als ein schmächtiger Mann.

Kommentar von RandomMan7 ,

Gengen gleiche Chancen kann man nichts sagen. Das Fettnäpfchen Thema hier ist leider: "Was wenn eine Frau doch plötzlich ein Kind möchte."

Das muss man ja leider als Qualität die für oder gegen eine Einstellung spricht sehen. (Ich sehe es als Privileg, dass Frauen Kinder bekommen können und Männer nicht)

Kommentar von Dahika ,

Nicht unbedingt. KLar, die Frauen bekommen die Kinder, wenn aber die meisten Männer sich nicht so vornehm zurückhalten würden in der Aufzucht der Brut, sondern sich die Aufzucht 50:50 teilen würden, wäre das Problem bereits gelöst.
Das ist immer der sehr bequeme Einwand und Vorwand der Männer, Frauen nicht in ihre Seilschaften zu lassen: "Die kriegen Kinder."

Aber wehe, wenn eine Frau daraufhin entscheidet: "Ok, dann bekomme ich eben kein Kind." Dann ist das Geheul auch groß. "Du vergehst dich gegen deine Natur."

Antwort
von Gerneso, 49

bei gut bezahlten Jobs haben, die jedoch nie anstrengend sind?

Offenbar hast Du noch nie in einem Job gearbeitet wo man mit dem Kopf arbeitet.

Nur weil man nicht körperlich hart arbeitet bedeutet das nicht dass die Arbeit leicht ist.....

Kommentar von Perrierle ,

Du hast wohl noch nie einen körperlich strengen Beruf ausgeübt, könnte ich jetzt genau so sagen. Ich habe auf dem Bau gelernt und bin heute Projektleiter in einem Büro. Denkst du man macht Weiterbildungen weil man es mindestens genau so streng haben möchte bei gleichem Lohn? Logischerweise nicht. 

Das körperlich streng arbeiten ist viel härter, ich bin froh dies nicht mehr machen zu müssen. 

Kommentar von Gerneso ,

Verstanden - Du gehörst halt zu den Leuten für die Arbeit im Sonntagsdress und Treffen mit hochkarätigen Entscheidern in angemessener Umgebung und Verantwortung für viele andere Menschen keine richtige Arbeit ist....

Kommentar von DasWeiseKind ,

Man muss sich nicht gleich angegriffen fühlen, wenn man solche Aussprüche hört. Ich arbeite auch im Büro, hab' allerdings während meines Studiums 40 Stunden die Woche über eine Leiharbeitsfirma gearbeitet. Im Büro muss man sich zwar manchmal das Hirn zermatern,  das führt allerdings nicht zu klappernden Gelenken oder kaputten Wirbelsäulen. Von daher würde ich körperliche Arbeit auch als schwerer bezeichnen. Und um das Thema Verantwortung mal zu beschreiben: Wenn ein Schweißer eine Naht gefertigt hat, dann muss er dafür unterschreiben und ist haftbar, wenn ein Manager so wie ich einer bin seine Ziele verfehlt, gibt es keinen Anspruch auf Wiedergutmachung, außerdem bekomme ich meinen Erfolgsbonus in jedem Fall, denn der ist nicht dafür,  dass ich das Unternehmen positiv beeinflusse,  sondern lediglich,  dafür,  dass ich meine Aufgaben vertragskonform erledige.  Die (moralische) Verantwortung gegenüber Firma und Mitarbeiter erlege ich mir selber auf, könnte mir aber eigentlich auch "sch***"egal sein.

Ich war 2004-2005 bei der Bundeswehr - das war die Zeit, in der es auch da eine Frauenquote gab. Wir hatten sogar eine junge Dame dabei, die hatte Heuschnupfen, Asthma und einen Sehfehler. Das ist wohl eins der besten Argumente gegen eine Frauenquote,  gegen irgendwelche Zwangsquoten überhaupt. Die/der Bestgeeignete sollte die entsprechende Stelle bekommen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Konfession.

Liebe Grüße 

Kommentar von Gerneso ,

Jeder entscheidet sich was ihm mehr Spass macht und ob er lieber körperlich oder geistig arbeiten will und hat dann die Möglichkeit die für seinen Berufswunsch erforderliche Qualifikation zu erlangen.

Ich kenne zahlreiche Menschen, die Büroarbeit ablehnen und für die es schrecklich und anstrengend wäre im Büro zu arbeiten. Die wollen was mit den Händen machen sonst wären sie unglücklich.

Wenn einer unter seiner Arbeit leidet, dann sollte er sich klar machen, dass er sich diese ausgesucht hat oder halt nehmen musste, weil er nichts dafür getan sich für eine Arbeit zu qualifizieren, die er als leichter und angenehmer empfindet.

Das hat aber nichts damit zu tun, dass Frauen nicht bei GLEICHER Qualifikation und Leistung bei der Stellenbesetzung benachteiligt werden sollten.

Kommentar von DasWeiseKind ,

Den letzten Absatz kann ich garnicht nachvollziehen, da werden Frauen eher bevorzugt, eben genau wegen dieser Gleichstellungsdebatte in unserer heutigen Gesellschaft. Außerdem verhandeln Frauen schlechter in der Gehaltsfrage, da wäre die Personalabteilung ja schön blöd, wenn sie nicht die Frau einstellt, die 2 Euro weniger die Stunde verlangt.

Kommentar von Gerneso ,

Es ist einfach Fakt dass in gewissen (hohen) Positionen männliche Kandidaten bevorzugt werden. Und dies sind Positionen wo die Damen die in Frage kommen nicht schlecht verhandeln bei Gehaltsfragen.

In Gehaltsfragen verhandeln meist die Frauen schlecht, die nicht in hohen Positionen sind oder sich um solche bewerben.

Kommentar von Dahika ,

Von daher würde ich körperliche Arbeit auch als schwerer bezeichnen.

Na ja, sag das mal meinem Bruder. Der ist ein rel. hohes Tier in der freien Wirtschaft. Eine 40 Stundenwoche kennt er nicht. Er ist oft bis 22 Uhr und länger im Dienst. Er arbeitet natürlich auch Samstags und wenn ein Kunde aus Tokio bei der Videokonferenz mal wieder vergessen hat, dass es eine Zeitverschiebung gibt, dann eben sogar nachts.

Körperliche Arbeit ist körperlich schwerer, das ist sicher richtig. Aber kein Bauarbeiter arbeitet wie mein Bruder 60 oder 70 Stunden in der Woche. Mein Bruder hat vielleicht weniger Knieprobleme, aber dafür ein nicht geringes Herzinfarktrisiko.

Kommentar von DasWeiseKind ,

Dem Herzinfarktrisiko lässt sich durch ein gutes Workout und gesunde Ernährung ganz gut entgegen wirken. ;-) Mach' ich auch so.

Wir haben in unserer Personalabteilung ein Gemeinschaftsbüro in dem 6 Leute sitzen und deren größte Streitfrage ist die Regulierung der Klimaanlage. Das beschreibt doch in etwa wie schwer deren Arbeit ist. Ich persönlich nehme mir auch Arbeit mit nachhause.

Da arbeite ich manchmal nur 30 Stunden die Woche aber manchmal eben auch 80. Das kommt ganz darauf an, was anliegt. Und mit welchen Aufgaben man betraut ist.

Ein "normaler Angestellter" hat feste Arbeitszeiten - ob nun als körperlich Arbeitender oder geistig Arbeitender.

Wenn du als Bauarbeiter auf Montage bist, dann arbeitest du auch oft von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Hatte ich auch schon das Vergnügen.

Ich glaube die Diskussion hier ist etwas schwierig, weil das Wort "schwerer" noch nicht definiert wurde. Ich denke dabei kommt es sehr auf das Pensum an, das man in seiner Arbeitszeit zu erledigen hat. Körperliche Arbeit kann sehr einfach sein, ein Beispiel: ich wurde mal angemault,  als ich bei einer Stahlbaufirma einen Einsatz hatte. Wir mussten in Wolfsburg bei VW mehrere Stahlgerüste für die Roboter mehrerer Produktionsbahnen montieren.  Ich bin an meinem ersten Tag dort mit meiner normalen Arbeitsgeschwindigkeit an die Sache ran gegangen und hatte nach 2 Stunden alles erledigt, was für 10 Stunden geplant war. Davor war ich bei einer Generatorenbaufirma eingesetzt und da hatte ich echt zukämpfen das tägliche Pensum zuschaffen.

Ähnliches gibt es auch bei Bürojobs, wenn du am vormittag die Aufgabe bekommst, die Gehaltsabrechnung für 1.200 Angestellte bis zum Mittag zu machen und die 2 Kollegen,  die damit sonst ebenfalls betraut sind, krankheitsbedingt fehlen, dann steht man logischer auch unter Stress. Da sehe ich eigentlich den Unterschied, denn körperliche Arbeit unter Zeitdruck zerstört den Körper,  Bürojobs maximal etwas Kopfschmerzen.

Achso, wegen der Uhrzeit: Viele körperliche Arbeiten besonders in Produktionen finden in 3-Schichtsystemen statt. Für die meisten Menschen wird das mit ansteigendem Alter sehr stressig.

Also ich persönlich empfinde mich als privilegiert, da ich praktisch gesehen eigentlich in Gleitzeit arbeite und meine Bürotätigkeiten auch in meinem heimischen Arbeitszimmer erledigen kann. Ausnahmen bilden da nur Besprechungen mit Produktions- bzw. Einkaufsmanagement sowie Firmenkunden. Besuche und Produktionshallenbesichtigungen kann ich delegieren, wenn ich möchte und Geschäftsreisen sehe ich als willkommene Abwechslung. Zumindest ist eins klar: An körperlichen Gebrechen werde ich nur leiden, wenn ich mich selbst zu wenig in meiner Freizeit bewege und nicht weil ich z.B. 40 Jahre lang Dachpappe über Leitern auf Dächer transportiert habe oder jedentag bis zur Rente durch Hammerschläge auf Metall meine Ellbogen- und Schultergelenke erschüttert habe.

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