Frage von bagdader, 9

Warum distanziert sich das bayerische Königshaus der Wittelsbacher eigentlich nicht öffentlich von seinem Mitglied Kronprinz Rupprecht von Bayern?

Es gab doch wohl keinen schlimmeren Rassisten und Menschenfeind bei irgendeinem deutschen Fürstengeschlecht als den bayerischen Thronfolger.

Zahlreich sind die Belege seiner üblen Gesinnung in den von ihm verfassten Werken:

(In Nordwestindien) „Abschreckend sind auch die meisten Büßer. Splitternackt, mit Asche bestrichen oder mit grellen Farben am Körper bemalt, lagern sie stumpfsinnig auf den Treppen. Einige von ihnen haben zwischen den Altären oder den Buden der Händler sich primitive Hütten errichtet. Nur die wenigsten erteilen Unterricht, die meisten leben wie die umherlungernden Krüppel und Aussätzigen von Spenden der Pilger. Unvergeßlich bleibt mir ein Büßer, der mit weitausgebreiteten Armen regungslos auf einem Beine stand und das andere in Kniehöhe darüber gekreuzt hatte, eine Stellung, in der bloß ein Geistesgestörter zu verharren vermag.“ (Indien, S. 80)

(In Nepal) „Mich überfiel nun eine Rotte der widerwärtigsten und aufdringlichsten Krüppel, doppelt widerwärtig in ihrer nackten Mißgestalt, unter ihnen ein Monstrum, mit einem unförmlichen Grätenbuckel. Wie ein Schatten folgte mir das Scheusal, auf Schritt und Tritt, ein unersättlicher Bettler. Am liebsten hätte ich ihn niedergeschlagen.“ (Indien, S. 83)

(Auf Java, am Hofe des Prinzen Schusuhunan) „Besonderer Gunst schien sich eine abschreckend häßliche Zwergin zu erfreuen, die den kleinen dicken Shusuhunan auf Schritt und Tritt trippelnd begleitete.“ (Ostasien, S. 92)

(In Kanton, China) „Es war gerade Festtag, und eine dichte Menschenmenge drängte sich hinein, schwätzend, lachend und rauchend. Ein entsetzlicher Bettelunfug verleidete uns den Aufenthalt derart, daß wir nach kürzester Besichtigung wieder abzogen, straßenweit von schmutzigen alten Weibern und noch schmutzigeren Jungen verfolgt, die uns die Bettelkörbe und ungewaschenen Hände bis dicht vor die Nase streckten.“

(Ostasien, S. 139) „Die Altstadt von Shang-hai ist durch Wall und Graben von der Neustadt geschieden. In den engen und unsauberen Gassen begegnet man greulichen Schmutzgestalten, und es ist Vorsicht geboten, um nicht mit Aussätzigen in Berührung zu kommen. Einer dem die Augäpfel aus den Höhlen herniederhingen und dessen Gesicht eine eitrige Fläche war, wird mir stets in Erinnerung bleiben.“ (Ostasien, S. 154)

(Peking) „Weitaus das störendste Hemmnis sind die zahllosen Bettler, schmutzige und aufdringliche Gesellen, die fast alle durch Arbeit ihren Unterhalt sich verdienen könnten. Allein wozu? Ihr Vater war schon ein Bettler, desgleichen der Großvater, und so sind auch sie wohlbestallte Mitglieder der Bettlerzunft.“ (Ostasien, S. 274)

http://www.hagalil.com/2012/11/rupprecht-von-bayern/

Antwort
von huldave, 9

Das nennt man die Wittelsbacher Krankheit, überlebt dort schon seit Generationen

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