kaesbrot am 28.05.2009 um 11:14 Uhr
Wenn man die Opel-Geschichte wirtschaftlich bedenkt, dann ist diese Maßnahme doch total Käse! Der Staat will eine millardenhöhe Bürgschaft hinterlassen. Natürlich stecken 25.000 private Tragödien dahinter, aber es gehen so viele Firmen tagtäglich pleite und darüber regt sich auch niemand auf und dem Staat scheint es auch nicht sonderlich zu interessieren. Für Karstadt interessiert sich der Staat auch noch nicht und da stehen über 56.000!! Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Natürlich hängen auch die Zulieferer mit dran, aber in dem Fall sind es knapp 40.000 Arbeitsplätze, die praktisch mitgefährdet sind. Somit wären wir bei max. 65.000 neue Arbeitslose - wäre das bei Karstadt nicht über 100.000 Angestellte und Zulieferer?
Was war mit AEG, Grundig, Siemens, Metz. Was ist mit den vielen kleinen Firmen?
Das ist eine bodenlose Frechheit was der Staat macht! Die Zeche dürfen anschliessend die Bürger bezahlen. Und der Vorstand geht mit einer dicken Abfindung nach Hause.
Entweder der Staat hilft allen oder keinen.
Du hast eine ziemlich enge Sicht der Dinge.
Opel ist im Grunde ein solides Unternehmen. Deshalb war unserer Regierung ja auch wichtig, daß nicht nur die "nackte" Firma sondern auch die zugehörigen Patente mit in den Topf kommen.
Karstadt dagegen schleppt sich schon seit Jahren mit Fehlmanagement herum.
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:17 Opel steckt doch bereits seit den 90er Jahren in Problemen und damals war man eigentlich froh, daß es GM übernommen hat. Nur die "Verkaufszahlen" waren nie berauschend bei Opel.
Opel wurde bereits 1929 von GM übernommen. Und nicht Opel hatte die Probleme. Auch in den 90ern hatte schon GM die Probleme...
Pumukl am 28. Mai 2009 11:22 Doch 1929 hatte Opel die Probleme.
Aber das ist heute wohl egal.
aber eben nicht in den 90ern
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:24 Dann ist es doch noch bedenklicher, wenn GM ohne jeglichen Streß Opel mit all den Patenten zurückgibt. Wer macht denn sowas, wenn Opel tatsächlich etwas wert wäre?! Also kommt schnell der Verdacht auf, daß man in etwas investiert, was gar keine Zukunft hat.
kaesbrot - hast Du die Nachrichten nur in den letzten drei Tagen oder schon länger verfolgt?
GM hätte die Patente ja zu gerne behalten. Das war vor einigen Monaten der erste Ansatz. Aber da war der Druck, der aufgebaut wurde, wohl doch zu groß.
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:35 Wofür will denn GM die Patente, wenn sie selbst in nächster Zeit Insolvenz anmelden?
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:38 Außerdem Anjanni, deswegen frage ich ja. Auch ich bin nicht allwissend!
GM hätte die Patente ja auch anders noch wirtschaftlich verwerten können...
Ach je - die gesamte Diskussion erstreckt sich doch jetzt schon über Monate. Das kann man doch nicht in zwei Sätzen zusammenfassen. Lies mal in alten Zeitungsarchiven nach.

Normalerweise müssen die Firmen in der Lage sein, sich selbst zu helfen. Aber es ist einfacher nach Staatshilfe zu rufen als sich Gedanken über eine Rettung zu machen. Der Opel ist ein Auto, das gut im Geschäft ist und sollte sich deswegen mit den Banken in Verbindung setzen um eine Lösung zu finden. Falls sich GM von Opel trennt ist es m.E. ein Irrglaube, dass die Patente mit übernommen werden können. Die liegen als Sicherheit bei der US-Regierung und wenn die sich davon trennt, wollen die Geld. Es wird Zeit, dass mal wieder eine solide Geschäftsführung angestrebt wird.
Wer fährt denn schon OPEL?
Pumukl am 28. Mai 2009 11:18 Jeder Popel fährt ´nen Opel. Jeder Lord fährt Ford (oder fort). :-))

Die haben einfach am lautesten gebrüllt. Opel produziert schon seit Jahrzehnten beschissene Autos, die man nur dann fährt, wenn man kein Geld für ein richtigs Gefährt hat. Es ist also nur ein Traditionsverein, der die Verzweiflung des Kunden in Erinnerung behält.
Wirtschaftlich gesehen ist jede Rettungsmaßnahme völliger Humbug. Die Karren werde ja nicht plötzlich beliebt. Es wurde in den Medien so hochgepusht, dass die Regierung in Zugzwang geriet und einspringt, damit das Volk denkt, dass der Staat im Notfall hilft.
Aber warum das Geld nicht sinnvoller investiert wird, ist ein Zeichen völliger Inkompetenz.
Das Geld anzuzünden und damit ein paar Obdachlosen Wärme zu spenden, würde mehr bringen.
Die ganze Firma bringt keinen Profit, da niemand die Autos haben will. Daher ist so eine Spende nur ein kurzzeitiges Hochheben der sinkenden Titanic. Denn es ist egal, was wir von jetzt an machen - die Titanic WIRD untergehen.
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:21 Jetzt könnte man doch glatt behaupten, daß der Staat selbst kontrolliert, ob man solche Geschichten zu sehr in die Öffentlichkeit treibt oder nicht. In diesem Fall wurde es doch direkt am ersten tag publik gemacht und es hat jeden interessiert, der auch null Ahnung von der Wirtschaft hat. Somit kommt die Frage auf, wieso der Staat soviel Rambazamba um Opel macht.
Wandpilzchen am 28. Mai 2009 11:23 Oh Konträr Mattmosäll - am Anfang wollte niemand diesen Müll finanzieren...das kam erst, nachdem sie die Medienpräsenz ausnutzten und riefen "aber wir sind doch so eine gute alte deutsche Firma!". Und die Bekanntmachung liegt einzig und allein bei den Mediengesellschaften...
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:28 Hätte der Staat nicht reagiert, hätte man auch diese Geschichte nach kürzester Zeit vergessen.
Wandpilzchen am 28. Mai 2009 11:31 Vielleicht haben sie ja den Politikern gedroht, ihre Wagen heimlich mit Opelkarren auszutauschen, wenn sie ihnen nicht helfen....
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:36 Das ist doch mal eine Begründung, die ich akzeptiere. ;))
Als Politiker würde ich dann auch Panik schieben. ;)

Du hast so ziemlich Recht ^^
P.S. Opel baut eh keine guten Autos ^^

Der Guttenberg will Opel nicht um jeden Preis halten. Er ist Realist und ein klasse Typ. Sicherlich geht man auf Stimmenfang aber eher zu Lasten der CSU (Guttenbergs)
und ich war von Anfang an dagegen, dass sich der Staat so massiv in die wirtschaftlichen Belange einmischt. Wo fängt man an, wo endet es. Was ist denn mit den vielen kleineren Betrieben? Da hat die Regierung sich keinen Gefallen getan, letztendlich bleibt es an uns Steuerzahler hängen. Zudem hat Herr Guttenberg eine sehr schwere Aufgabe, um die ich ihn sicher nicht beneide.
Pumukl am 28. Mai 2009 11:21 Na ja, noch hat sie ja nichts getan.
Und wenn es nach zu Guttenberg ginge, würde es mit Opel eine Insolvenz.
Aber es ist Wahlkampf und das ist ein SPD(Opel)-Werk, um das es geht.
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:32 Der gute Mann heißt Guttenberg - dachte immer Gutenberg. ;))

Es geht durchaus auch um's Durchhalten. Der Dominoeffekt droht sonst auch andere aus der Bahn zu werfen. Und um Vertrauen: Hilft uns der Staat, wenn es uns dreckig geht? Opel ist auch teilweise unschuldig in dieser bemitleidenden Situation: GM hat sämtliche Gewinne abgeschöpft und nach Amerika transferieren lassen. Es konnten in Deutschland keine Rücklagen gebildet werden. Diese schwere Knebelung von Firmenteilen rächt sich jetzt. Auch Amerika wäre froh, wenn es Opel schaffen würde. Wir sind nämlich weltwirtschaftlich überaus abhängig.

Vieles von dem was momentan gemacht wird, wird nur im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen gemacht! Ich persönlich bräuchte Opel nicht und wollte auch nicht meine Steuergelder dort versickern sehen! Aber der, der zahlt wird ja eh nir gefragt!
almmichel am 28. Mai 2009 11:37 DH!

Erstmal OPEL hat die ganze Forschung und Entwicklung von GM gemacht. Die wollten OPEL nur ausschlachten dies geht auf die Dauer nicht gut. OPEL hat einen briten MArkt in Deutschland hat viele Arbeitnehmer und einen großen Rattenschwanz. Die Zuliefer deren Zulieferer, Speditionen da hängen einen Mengen Arbeitsplätze dran nicht nur die OPEL MItarbeiter.
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:27 Es geht aber um maximal 40.000 Arbeitsplätze, die an Opel hängen.
So dramatisch wäre das nicht, wenn man bedenkt, daß der Staat über 5 Millionen Arbeitslose hat.


Weil du dich auf den armen zu Guttenberg einschiesst.
Es ist aber die SPD mit ihrem KK, die auf die staatliche Unterstützung drängt.

man kann nicht nur einer Firma helfen, dann muss man allen helfen und das geht nicht, also keine Hilfe für Opel

um die Bundestagswahl im September geht es.
Pumukl am 28. Mai 2009 11:25 Nope, es geht um die Stimmen für FrankieBoy (Steinmeier).

Solche Rettungsmaßnahmen wurden auch früher schon unternommen, angeblich um Arbeitsplätze zu retten, Herr Schröder in Niedersachsen ist das große Vorbild, damals leider vergebens.


Wir haben ja auch noch Komunalwahl in NRW und die Bundestagswahl steht auch noch an.
kaesbrot am 28. Mai 2009 11:39 Das denke ich nämlich auch.

kaesbrot am 28. Mai 2009 11:15 und die wäre???

