Frage von xxlia, 100

Warum denkt ihr entwickelte sich bei Hitler der Judenhass etc.?

Hey, wir müssen einen Vortrag über Htiler halten und fragen uns warum sich bei Hitler der Judenhass (also eig, Minderheitenhass) gebildet hat. Wir wissen dass es darauf keine genau Antwort gibt, aber würden uns freuen wenn ihr uns mal sagt was ihr denkt.

Lg :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Yamato1001, 35

Hallo
Das ist wohl eine längere Geschichte.
Der Antisemitismus als solches war natürlich keine Erfindung Hitlers und der NSDAP.
Es gab über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Judenverfolgungen und Vertreibungen.

Der Antisemitismus im Deutschen Reich war bereits fest verankert lange bevor Hitler an die Macht kam.

Warum Hitler selbst Juden verachtete ist schwer zu sagen (da wir ihn nicht selbst fragen können).
Es ist anzunehmen, dass er auch durch die Antisemitische Ungebung der damaligen Zeit geprägt wurde.

Ein Beispiel dazu: Islamfeindlichkeit ist heute weit verbreitet. Entsteht diese Feindlichkeit also durch Terroranschläge oder durch die Tatsache, dass der Islam bei uns meistens irgendwie als "der Böse" dargestellt wird? Es ist schwer zu sagen.

Ich nehme an, dass ein gewisses Grund-Misstrauen oder vielleicht auch schon Hass in jungen Jahren bei Hitler vorhanden war.
Im Zuge des verlorenen 1. WK's erfasste mit der Dolchstosslegende eine Antisemitische Welle das Land und vielerorts radikalisierte sich dir Gesellschaft rasend schnell.
Möglicherweise kam er so zu seinem Hass?
Ich vermag es nicht zu sagen.
Genausowenig wie ich sagen kann warum ein junger Mensch sein Leben für den Salafismus wegwirft.

Unter dem Strich:
Egal was wir dir als Antwort geben, es wird eine Spekulation bleiben.

Ich hoffe ich konnte dir doch einige Denkanstösse geben.

Lg

Kommentar von Yamato1001 ,

Danke für den Stern :)

Kommentar von AhsokaT ,

Ich finde das ziemlich unnötig, Juden- mit Islamfeindlichkeit zu vergleichen.

Ein solcher Vergleich ist historisch kaum korrekt.

Juden haben eine wirkliche sehr leidvolle Geschichte hinter sich. Die begann aber nicht erst im Kaiserreich, sondern ist religiös begründet: Die Juden wurden dafür verantwortlich gemacht, Jesus umgebracht zu haben. Das steht so schon in der Bibel drin. Das hielt sich bis zum Mittelalter durch, wo es Juden verwehrt wurde, in bestimmten Berufen zu arbeiten. In diesem Moment wird das Schicksal ziemlich ironisch: Erst dadurch wurden Juden zu Geldverleihern und zogen dadurch viel Hass auf sich. Martin Luther war seinerzeit ein Vorreiter der Nazis: Er wünschte sich alles so, wie sie es Jahrhunderte Jahre später durchzogen. Die Nazis verehrten ihn.

Dieser religiöse Antisemitismus (ein falsches Wort, korrekt wäre Antijudaismus, aber es ist leider das gebräuchlichste) blieb bis zum Kaiserreich bestehen. Erst da verändert er sich: Nach der Evolutionstheorie entstehen pseudowissenschaftliche Lehren, bei denen die Erkenntnisse der Tierwelt auf Menschen übertragen werden - das ist der Sozialdarwinismus. Auch werden rassische Unterschiede zwischen Menschen gesucht und begründet - das wird damals als richtige Wissenschaft gehandhabt. Solche Lehren sind im Kaiserreich weit verbreitet.

Dann gibt es da einen jungen Mann, in der Hauptstadt des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn, dessen Vielvölkerei für so vieles verantwortlich gemacht wird. Der Hitler der frühen Jahre des 19. Jahrhunderts ist Vollwaise, verarmt - und ein Träumer. Mit Politik hat er nichts am Hut, er sieht sich als Künstler. Blöd nur, dass er an der Kunsthochschule abgewiesen wird - von Juden, jedenfalls macht er die später dafür verantwortlich. Hitler wird obdachlos - natürlich sucht er sich wie so viele andere seiner Zeit einen Sündenbock. Radikale Schriften sind damals weit verbreitet, nichts liegt näher, als dass der Mann, der es in seinem Leben zu nichts richtigem bringen konnte, diese begeistert in sich aufsaugt und meint, er hätte nun eine Lösung für all seine Probleme gefunden. Wäre der 1. WK nicht ausgebrochen, dann würde der Name Hitler heute wahrscheinlich keine angewiderten und verärgerten Gefühle hervorrufen.

Doch dann kommt der Krieg - und aus dem Obdachlosen wird ein Soldat. Ironischerweise einer, der nur noch durch die Gnade eines französischen Soldaten am Leben ist und der in den Gefechten sein rechtes Ei verliert - so sagt man zumindest.

Vor allem die Niederlage und der "Verrat" von Versailles verändert vieles in den Köpfen der Deutschen - sie, nicht nur Hitler, radikalisierten sich. Der Versailler Vertrag, der harte Bedingungen gegen die Verlierernation stellte, wurde als Schmach und ungerecht verstanden. Das war der Moment, in dem Hitler sich entschloss, in die Politik zu gehen. Wie er bei der NSDAP landete? Ich glaube, er musste im Auftrag der Armee die damals noch DAP ausspionieren - ein Schuss, der nach hinten losging. Hitler schnappte sich die Partei, benannte sie um und richtete alles auf ihn als Führer auf. 

Es ist also falsch zu sagen, dass man nicht wüsste, warum Hitler antisemitisch war. 

Kommentar von Yamato1001 ,

Hallo AhsokaT Vielen Dank für deine sehr ausführliche Argumentation. Ich kann nachvollziehen, was du meinst im Bezug auf dir Radikalisierung Hitlers. Ich wollte nur nicht hingehen und einen definitiven Punkt setzen, wo sich Hitler radikalisiert hat. Denn du zählst klare Fakten auf (gefällt mir) gehst aber andererseits auf Hitlers Gefühlsleben ein, als könntest du das ebenfalls so faktisch nachprüfen (gefällt mir persönlich nicht so) Nochmals Danke für deinen Beitrag. lg Yamato

Antwort
von Pudelcolada, 32

Jetzt hänge ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte:

Hitler hasste die Juden nicht.

Er verachtete sie, und das halte ich für viel verheerender.
Gnadenlos und menschenverachtend baute er sie gezielt als Feindbild auf, als Urheber einer "jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung".

Nur so kann ich mir diesen organisierten Massenmord in seiner kaltblütigen, verwalterischen Organisation erklären.

Von Hass waren die mehrjährigen, unkontrollierten Übergriffe der SA geprägt, die in der Reichspogromnacht gipfelten, und deren Exzesse viele nicht-jüdische Bürger sehr verschreckte.
Hass macht blind vor Zorn.
Der Holocaust dagegen war eine geplante Logistik, ein planmäßiger und strukturierter industrieller Massenmord unter Beteiligung deutscher Großbetriebe.

Kommentar von AhsokaT ,

Wirklich eine interessante Idee! Ja, dieses extremst durchdachte Töten macht den Holocaust erst so grausam. Völkermorde gab es schon immer und auch diese sind unendlich schrecklich - aber irgendwie auch menschlich.

Die Nazis dagegen schafften eine Vernichtungsmaschinerie, die das Töten von Menschen zur Fließbandarbeit machte. Die dunkle Seite der Industrialisierung. ..

Antwort
von wfwbinder, 37

Den Juden alles in die Schuhe zu schieben hat leider Tradition. über mehr als 1000 Jahre.

Die Hyperinflation und die Weltwirtschaftskrise gaben dann neues Futter für diese Thesen, denn da es Gelddinge waren, konnte man es leicht den jüdischen Bankiers in die Schuhe schieben.

Ich habe mir am letzten Wochenende mal einen (heute) extrem seltenen Propaganderfilm über die Rothschilds angesehen. Ich befürchte, dass sogar heute noch einige Leute die dort verbreiteten Thesen glauben würden, obwohl so dick aufgetragen wurde, dass es einfach nur blöd war.

Aber zu der Zeit, mit vielen Millionen Arbeitslosen, da waren viele froh eine einfach Erklärung für ihr Elend genannt zu bekommen.

Die extreme Recht versucht das doch heute noch, den Arbeitslosen im Osten zu verkaufen. "weil die Flüchtlinge und Asylbewerber hier sind, geht es Dir schlecht."

Kommentar von Pudelcolada ,

Die extreme Recht versucht das doch heute noch, den Arbeitslosen im Osten zu verkaufen. "weil die Flüchtlinge und Asylbewerber hier sind, geht es Dir schlecht."

Sie versucht es nicht, "den" Arbeitslosen "im Osten" zu verkaufen, damit implizierst Du ein Bildungsgefälle, das so nicht existiert.

Rechtspopulisten versuchen damit, bei allen Bürgern zu punkten, die unter diffusen Angstvorstellungen vor "dem Fremden" leiden, wobei "der Fremde", der "das Fremde" einschleppt wie eine Seuche, nur solange als Projektionsfläche dienen kann, wie jeder persönliche Kontakt vermieden wird.

Allerdings ist Dein Beispiel auf einer anderen Ebene sehr gelungen:
Schon bevor die ersten Flüchtlinge hierherkamen, fühlten sich die meisten der so genannten Wutbürger doch sozial benachteiligt, und viele waren es auch tatsächlich und sind es auch weiterhin.
Rechtspopulisten bieten somit einer sowieso schon vorhandenen sozialen Unzufriedenheit eine Ausdrucksplattform.
Insofern taugen die Flüchtlinge als soziale Konkurrenz aber in keiner Weise, dennoch wird ihnen diese Rolle hartnäckig zugewiesen, wider besseres Wissen.

Niemand, der schon vor September 2015 unter sozialer Benachteiligung gelitten hat und bis drei zählen kann, wird "den Flüchtlingen" eine Mitverantwortung für die eigene Lebenssituation zuschreiben können.

Wenn es solche Menschen trotzdem tun, kann ich dafür nur wenig mögliche Motive erkennen:

  • Jemand weigert sich hartnäckig, sich den Ursachen für die eigene persönliche Lage zu stellen; lieber sucht er sich einen Schuldigen, der gerade zu Fuß die Wüste durchquert oder im Schlauchboot eine "Kreuzfahrt" über's Mittelmeer unternommen hat.
  • Jemand verweigert sich hartnäckig der Selbstbildung und Information, lieber igelt er sich in einem selbst gegrabenen "Loch der Ahnungslosen" ein, ganz gleich, wo er sich geographisch befindet.
  • Jemand ist der Meinung, der Geburtsort stelle eine eigene Leistung dar und sei ein Grund für eine soziale Bevorrechtigung.
  • Jemand weigert sich vehement, weiter als bis zwei zu zählen.
Antwort
von Lazybear, 31

Aus dem selben grund, warum leute heutzutage sowas haben, sie haben ein falsches weltbild, das einfache antworten auf hochkomplexe themen liefert! Wenn du mit so leuten redest, kommen immer wieder die gleichen vorurteile, die juden bilden eine machtelite, die die welt im geheimen leitet und ist verantwortlich für habgier und kriege, gemischt mit anderen verschwörungstheorien (der klassiker ist, am 11.09 hätten alle juden im WTC frei gehabt und es gäbe keine jüdichen opfer, was absoluter käse ist!) das ist von vielen verschwörungstheoretikern so übernommen und weiterentwickelt worden heutzutage, besonders von bloggern aus dem arabischen raum! Heutzutage ist es nicht anders wie damals, im geschi lk haben wir damals textstellen aus NS schulbüchern gelesen, die vor allem den 1WK behandelten, es war voller verschwörungstheorien und im großen und ganzen stand da, die Ententemächte und USA hätten alle jüdische berater gehabt und seien dazu noch freimaurer gewesen die den armen ariern an den kragen wollten! Wann immer leute einfache antworten geben, folgen viele, denn so können sie sich die welt erklären, verstehen und es gibt ihnen ein gefühl der sicherheit, das wirds wohl bei hitler auch gewesen sein. Ähnliches findest du auch bei vielen religiösen sekten!

Kommentar von Pudelcolada ,

Himmel!
Schau mal bitte an den rechten Rand Deiner Tastatur.
Dort siehst Du eine große Taste, zwei Tastenzeilen hoch
und mit einem nach links abgewinkelten Abwärtspfeil drauf.

Das ist die Bestätigungs- oder auch "Enter-Taste".

Mit ihr formst Du einen klobigen Buchstabenhaufen zu einem verständlichen Text, den auch andere lesen können, ohne zu weinen.

Und dann schau auf die linke Seite Deiner Tastatur.
Dort siehst Du in der zweiten Zeile von unten eine Taste mit einem Pfeil, der in Richtung Monitor zeigt.
Das ist die "Shift-Taste".

Mit ihr machst Du aus einem gewöhnlichen Kleinbuchstaben einen Großbuchstaben, wenn Du sie vor und während der Betätigung der Letterntaste gedrückt hältst.

Im Deutschen werden Hauptwörter und Satzanfänge groß geschrieben, außerdem werden sämtliche Texte in allen Sprachen auf irgendeine Weise gegliedert.
Beide Konzepte mögen Dir vielleicht seltsam, spießig oder ungewohnt vorkommen, doch fast jeder Leser auf der Welt legt Wert darauf, dass ihm nicht nur ein sprachlicher Zugang zu einem Text ermöglicht wird, sondern auch, dass ihm die Formatierung, also die Textgestaltung, keinen gesundheitlichen Schaden zufügt.

Und weil Deine Antwort meine Ansprüche an Lesbarkeit nicht erfüllt, bin ich sie übergangen.
Was ich bedauere, denn vielleicht hätte sie mich bereichert.

Jetzt kannst Du sagen:"Ist mir doch egal, du blöder Sack!"
Aber Du hast doch Deine Antwort verfasst, damit möglichst viele ander User sie lesen, nein?

Zum Schluss noch ein Wort zu einem anderen Thema,
der Zeichensetzung:

Satzzeichen machen einem Leser den gelesenen Text verständlich und, ganz wichtig:
Ihre Benutzung ist kostenlos!

Auch die Satzzeichen sind wesentlicher Bestandteil der Schriftsprache, auch durch sie wird dem Leser ein Text verständlich, ihm dessen Inhalt nähergebracht.

Und ist es nicht das, was wir alle uns von einem Forum erhoffen:
Das unsere Texte gern gelesen und inhaltlich verstanden werden?

Kommentar von Lazybear ,

es tut mir sehr leid um ihre gesundheit, aber es ist doch so wie mit dem rauchen, wers nicht mag solls lassen, wenn sie meine aussage durch die form bewerten wollen ist es allein ihre entscheidung, habe diesen beitrag aut einer sehr kleinen virtuellen tastatur eingetippt und werde meine schreibweise auch beibehalten, da sie dem heutigen zeitgeist der informationstechnik entspricht! haben sie noch einen schönen tag und erholen sie sich gut von meinen texten!

Kommentar von Pudelcolada ,

Oh, Missverständnis!
Ich bewerte Deine Aussage überhaupt nicht, sondern allein die Form.
Wie ich geschrieben habe, kann ich die Aussage nur zum Teil verstehen, weil mich die Form beim Lesen viel zu sehr verwirrt.
Und das finde ich schade.

Das Argument mit dem Zeitgeist kann ich nicht nachvollziehen, denn die Regeln keiner Sprache sollten sich den benutzten Geräten unterordnen.

Aber den Hinweis auf die sehr kleine virtuelle Tastatur verstehe ich.

Antwort
von Rocker73, 52

Die Grundlage für Hitlers und der anderen Nazigrößens Antisemitismus liegt in den 80ern des 19. Jahrhunderts. Damals forderte man schon, dass die Juden die Bürgerrechte aberkannt bekommen sollten.

Es waren die zahlreichen Klischees wie das Juden gierig wären, Andersgläubige umbringen wollten (Brunnenvergiftung, gab´s schon im Mittelalter, diese Vorwürfe) und so weiter.

Dann, nach dem ersten Weltkrieg, behauptete ein gescheiterter Künstler und Kriegsveteran, dass die Juden und alle Andersdenkende dem Kaiserreich in den Rücken gefallen sein und schürte so den Hass auf diese Weltreligion. Die Juden seien an allem Schuld,

Antisemitismus gibt es seit dem Mittelalter, all die Voruteile, all der Hass, bündelten sich in den Nazis.

LG

Kommentar von Achwasweissich ,

Ja und der Hass auf Juden (im Mittelalter) hatte einen recht simplen Grund: Sie waren reich und viele einflussreiche Leute mit leeren Kassen hatten dort Schulden denn nur Juden durften Geld verleihen - Christen was es untersagt Zinsen zu nehmen.

Niemand mag seine Gläubiger und außerdem haben sie komische Sitten und eine seltsame Sprache...wenn man jetzt dafür sorgt das der "pöse Jude" wegen irgendwelche möglichst schwerer /  widerlicher Verbrechen verschwindet wäre man schonmal eine Sorge los. Zumal die Stadt das ganze Hab und Gut bekäme. Ähnliche Anschuldigungen gab es auch gegen ander unbequeme Gruppierungen wie z.B. die Templer.

Kommentar von Pudelcolada ,

Du meinst es zwar gut, argumentierst aber auf der Grundlage von anti-jüdischen Sichtweisen, wahrscheinlich ohne es zu wissen.

Auch im jüdischen Glauben gibt es das Zinsverbot, nachdem aber den Christen vom Papst verboten worden war, handwerkliche Güter aus jüdischen Werkstätten zu kaufen, gekoppelt mit dem Verbot für Juden, sämtliche weil jüdische Produkte an Christen zu verkaufen, blieben den Juden nur wenige Wege:

Entweder sie studierten und wurden Arzt oder Jurist, aber nicht in Europa, denn auch viele Universitäten waren für Juden nicht zugänglich. Also studierten sie in Arabien und wurden so zu Vermittlern zwischen den Kulturen. Auch eine sehr undankbare Position damals.

Oder sie wurschtelten handwerlich im beschränkten Raum ihrer jüdischen Gemeinde.

Oder aber sie wurden Händler und umgingen so das Zinsverbot.

Richtig schlimm wurde es, als vermehrt christliche "Klienten" aus Geldnot jüdische Bürger zum Geldverleih pressten, denn im Gegensatz zu christlichen Geldverleihern wie den Fuggern von Augsburg war der Schuldner einem Juden zu nichts verpflichtet.

In vielen jüdischen Gemeinden kam es zu erbitterten Konflikten, dass der Geldverleih den Glaubensgrundsätzen widerspreche, doch letztendlich siegte der Pragmatismus:
Wenn die Juden kein Geld verliehen hätten, wären sie wahrscheinlich ausgeraubt und dann umgebracht worden, vorher aber wären ihre Frauen und Töchter vergewaltigt worden.
Also einigten sie sich darauf, dass das Zinsverbot nur für Geschäfte unter Juden gelte.
Was soll's?
Es war nur eine Reaktion auf die gezielte Erpressung der Juden durch so genannte Christen...

Einzig und allein um die Tatsache der verbrecherischen Erpressung an einer rechtlosen Minderheit zu kaschieren wurde das Märchen vom reichen Wucherjuden in die Welt gesetzt, denn vor keinem Gericht in ganz Europa hätte ein Jude die Rückzahlung von Schulden einklagen können, denn:

Im Mittelalter waren Juden rechtlos.

Kommentar von andre123 ,

Hier würde  ich widersprechen. Das Kaiserreich war in Hinblick auf die Behandlung der Juden eine recht liberale Zeit. Nicht nur das Kaiser Wilhelm zu einigen Juden teils persönliche Freundschaften unterhielt ( z.b Der Reeder Ballin) sondern auch Beschränkungen die zuvor bestanden wurden abgeschafft. Erstmalig bestand uneingeschränkt die Möglichkeit für Juden auch im  Staatsdienst Karriere zu machen.

Selbst die Offizierslaufbahn beim Militär stand ihnen nun offen.

In Literatur, Kunst, ,Wissenschaft, Medizin und der Wirtschaft gab es nie wieder soviele bedeutende , gesellschaftlich anerkannte Juden wie im Kaiserreich.

Der Antisemitismus ist deutlich älter (Höhepunkt im Spätmittelalter) Im Gegenteil,gerade zur Kaiserzeit fand eine deutliche Liberalisierung in dieser Richtung statt.

Kommentar von Pudelcolada ,

@ Andre123:
Jein. Was Du schreibst, ist zwar für das deutsche Reich zu Anfang des 20. Jahrhunderts richtig, aber die preußische Politik im späten 19. Jahrhundert sah noch ganz anders aus: Als Folge der pangermanistischen und antzionistischen Bewegung stand "die Judenfrage" im Raum, und der preußische Staat fuhr eine neue politische Form der Zwangstaufe: Jüdische Akademiker, die nicht konvertierten, wurden ganz einfach mit Berufsverbot belegt.

Antwort
von luca1401, 28

Hitler hasste Juden da er nicht an einer Kunstschule angenommen wurde und das 2 mal. Er hasste sie weil er ihnen die schuld am Ausgang des 1. WK gab. Er hasste sie weil sie in seinen Augen keine richtigen Deutschen waren ( haben ja nur für Deutschland gekämpft um 1.Wk.......).Er hasste sie weil sie Wohlstand hatten und Geld weil sie die Banken besaßen.

Kommentar von Dahika ,

einige Juden lebten im Wohlstand, einige Juden hatten Banken. Aber es hatten auch einige Nichtjuden Banken und lebten im Wohlstand. Zu behaupten, dass die Juden im Wohlstand lebten, ist Quatsch. Es gab, gerade in Wien,Österreich auch sehr viele sehr, sehr arme Juden.

Kommentar von luca1401 ,

Genau es geht ja auch nicht um die Wahrheit sondern un Hitlers Ansichten

Kommentar von AhsokaT ,

Auf welche Quellen beziehst du dich oder sind das nur ein paar Thesen?

Kommentar von luca1401 ,

Nein das ist die Antwort auf die Frage wie Hitlers ansichten dazu waren das das alles quatsch ist,ist ja wohl bekannt oder

Antwort
von Dahika, 22

google mal nach "Sündenbock, Sündenbockphänomen. " Da wird es ganz gut erklärt.

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