Frage von AufderSuche2, 142

Warum denken viele Gläubige, ihre Religion wäre die einzig wahre?

Hey, gutefrage-Community!

Ich höre von religiösen Bekannten und lese auch hier immer wieder, dass es viele religiöse Menschen gibt, die glauben, ihre Religion wäre die einzig wahre Religion und die es für vollkommen unmöglich halten, dass sie sich diesbezüglich irren könnten.

Wieso ist das so, anbetracht der Tatsache, dass sich keine Religion wissenschaftlich beweisen lässt und das es hunderte Religionen gibt, von denen die Anhänger glauben, sie wären die einzig wahren Religionen. Das hieße ja, schon rein logisch müssten sich 99%-100% aller Religionen irren.

Warum sind viele gläubige Menschen nicht bereit einzuräumen, dass eine Chance besteht, dass Ihre Religion nicht die einzig wahre Religion ist? Könnte man so nicht viele Konflikte vermeiden?

Antwort
von Eselspur, 97

Nachdem manche Physiker meinen, dass Materie mit Sicherheit unmöglich ist, bin ich mit dem Versuch irgendetwas "1005 beweisen zu wollen" sehr vorsichtig geworden...

Ich denke, für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religion bringt es überhaupt nichts, wenn man weniger an seine / in seiner eigene(n) Religion glaubt.. Es ist eher widersinnig, nicht vom Wahrheitsgehalt seiner eigenen Religion überzeugt zu sein. 

Wer in seiner eigenen Identität fest verwurzelt ist, kann auch wertschätzend und tolerant sein! 

Kommentar von gottesanbeterin ,

Was ist denn die "eigene Identität"? Wieder nur das, womit man sich identifiziert, also bloß eine (hoffentlich schöne) Idee, wer und was man ist, ein Gedankenkonstrukt (das bestimmt auch wertschätzend und tolerant sein kann, oder auch nicht).

Kommentar von Eselspur ,

in diesem Zusammenhang ist die eigene Identität der eigene Glaube, das - wie es der Hebräerbrief sagt - "Feststehen in dem was man erhofft, überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht."

Antwort
von BigLittle, 6

Seit vielen Tausend Jahren, so lange wie der Mensch eine Religion in welcher Art auch immer entwickelt hat, werden Menschen im Namen irgendeiner Religion versklavt, verstümmelt und getötet. Denn so lange wie es Menschen gibt, so lange gibt es auch Fanatiker, die keine andere Denkweise und Ideen außer ihrer eignen gelten lassen. Es erleichtert nicht wirklich das Zusammenleben, wenn Fanatiker die Macht über eine Religion oder einen Staat erlangen! Natürlich gibt es die eine oder andere Religion, die ein friedliches Zusammenleben probagiert und in denen Fanatiker schlechte Chancen haben die Macht zu erlangen. Aber leider sind die meisten Religionen nicht sehr tolerant anderen Religionen gegenüber, auch wenn sie immer wieder gebetsmühlenartig versichern die toleranteste Religion zu sein. Nach meiner Erfahrung sind die Religionen mit besonderer Vorsicht zu sehen, die am lautesten ihre Toleranz gegenüber anderen Religionen beteuern! Leider sind nicht nur Anhänger des Islam verantwortlich für die Unterdrückung und das Töten anders Denkender, sondern auch in der Vergangenheit haben sich Anhänger der katholischen Kirche die Hände mit Blut befleckt. Man denke nur an die Kreuzzüge. Heutzutage versuchen Fehlgeleitete Musllime anders Denkenden ihren Glauben auf zu zwingen und sogar Anhänger anderer islamischer Glaubensrichtungen zu verfolgen! Da bekämpfen sich Sunniten und Schiiten, bis auf den Tod, obwohl doch beide Glaubensrichtungen der gleichen Religion zugehörig sind und nach ihrem Verständnis keine Ungläubige sind. Wenn schon die "gerechtfertigte Tötung von Ungläubigen" schon Panne sind, wie ist dann die Tötung von "Gläubigen" der selben Religion zu erklären? Nennt sich das Toleranz? Wie gesagt, wenn Fanatiker die Macht erlangen, dann nimmt die ganze Geschichte ein schlimmes Ende!
Da stellt sich mir in dem Zusammenhang auch die Frage, warum es Ungläubige geben soll? Jeder Mensch auf der Welt ist doch eigentlich im tieferen Sinn ein Gläubiger, denn Jeder glaubt doch an irgendwas. Der eine an Buddha, der Andere an Gott, ein Anderer wieder an den Propheten, wiederrum ein Anderer glaubt an den schnöden Mammon und so weiter und so fort. Es gibt keine Ungläubigen! Nur Andersgläubige! Erkennt Ihr den feinen aber entscheidenden Unterschied? Ein paar Buchstaben machen einen gewaltigen Unterschied im echten Leben aus! Meint Ihr nicht auch? Es klingt doch schon viel friedlicher und toleranter, wenn man einen Menschen der, wenn man von allen Religionen die Grundlage nimmt, an einen Schöpfer glaubt, als andersgläubig bezeichnet. Das wäre echte Toleranz, den Glauben der anderen Menschen zu respektieren! Denkt mal drüber nach!

Antwort
von Hamburger02, 63

Du hast mit deiner Beurteilung und deinen Gedanken dazu völlig recht.

Dieser Anspruch, die absolute Wahrheit zu besitzen ist genau das, was Religionen so gefährlich macht, denn aus diesem Wahrheitsanspruch wird die Legitimation hergeleitet, Anders-Gläubige zu Irrenden zu erklären und sie anschließend unterdrücken, verfolgen, foltern und ermorden zu dürfen...es dient ja nur dem rechten Glauben und ist daher gottgefällig.

Kommentar von danhof ,

Nein, das ist ein pauschales Vorurteil.

Das wäre, als würde ich sagen, durch starke Autos wird die Legitimation abgeleitet, andere platt zu machen und zu fahren wie ein Henker.

Gläubige sind nicht bessere oder schlechtere Menschen als Atheisten. Und wer gern Unheil stiftet, findet dafür immer eine Legitimation.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist kein pauschales Vorurteil, das ist geschichtliche Tatsache.

Die gesamte Geschichte des Monotheismus ist durch Absolutheitsanspruch und daraus resultierender Gewalt gegen Andersgläubige geprägt.

Das fing an mit Mose, der 3000 seiner Landsleute ermorden ließ, weil sie sich seinem Glaubensdiktat nicht unterwerfen wollten. Das geht bis heute, indem orthodoxe Juden aus der Bibel ableiten, das ihnen von Gott geschenkte heilige Land alleine besitzen zu dürfen und die Palästinenser unterdrücken und vertreiben zu dürfen.

Das wurde in der Frühzeit des Christentums mit dem Drei-Kaiser-Edikt von 380 festgehalten, dessen Inhalt Jahrhunderte von Mord und Verfolgung von Nicht-Katholiken einleitete. Daraus:
"....
das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben.
Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen;
...
Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."
Erst in der Neuzeit, als die Kirche ihre Macht verlor, hörte das auf. Aber sie versucht heute immer noch, ihre Vorstellungen in Gesetze einfließen zu lassen.

Im Islam siehts nicht besser aus. Mohammed verbreitete ihn mit Gewalt und auch die hält bis heute an, siehe IS.

Dein Beispiel mit dem Auto ist nicht schlecht, denn genau so verhalten sich die monotheistischen Religionen. Sobald sie die erforderliche Stärke haben, machen sie alles andere rücksichtlos platt.

Das gläubige Fußvolk ist an sich nicht besser oder schlechter als Atheisten, aber sie vermitteln durch ihre Mitgliedschaft in einer Religion den religiösen Führern die Macht, ihren Absolutheitsanspruch mit Gewalt durchzusetzen. 

Antwort
von theonce, 9

Ich bin gläubig und erkenne trotzdem alle Religionen an. Meine Meinung ist, dass nur die Religion die einzig wahre ist, die man selbst als solche anerkennt, ABER trotzdem andere Religion mit Respekt behandelt und keine Kriege deswegen anzettelt oder sich streitet.

Antwort
von Blindi56, 109

Weil die meisten Menschen glauben, das was sie glauben oder für gut befinden, sei das einzig richtige.

Das is tein menschlicher Wesenszug.

Und die Religionen (oder auch andere "Glaubensgemeinschaften") unterstützen das natürlich.

Auch ganz profane wie Vegetarier, Hundehasser, Tierfreunde, Weight-Watchers-Mitglieder, Fitnessfans....


Kommentar von gottesanbeterin ,

Das ist kein menschlicher Wesenszug, das ist anerzogen!

Kommentar von danhof ,

Schreibt sich schnell. Gibt es Beweise dafür?

Kommentar von Blindi56 ,

"die Mehrheit der Menschen sind sehr leicht zu manipulieren und wir sehen, mit Täuschung kommt man sehr weit. Es braucht nur die ständige Wiederholung der Lüge" (bzw. einer Meinung)

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Warum Menschen fast alles glauben:

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2007/10/warum-menschen-fast-alles-glaube...

Kommentar von Blindi56 ,

@gottesanbeterin:Wenn das anerzogen wäre, dass man meint, alles, was man selber glaubt, wäre das einzig richtige, gäbe es niemals innerhalb einer Familie (alle Kinder gleiche Erziehung) Meinungsverschiedenheiten. Es IST ein Charakterzug!

Der Glaube an eine bsestimmte Religion ist allerding aneruogen, da hast Du Recht. Kinder wachsen da erst mal automatisch rein. Aber oft ohne jede Überzeugung.

Antwort
von Raubkatze45, 11

Wahr kann nur sein, was von Gott kommt. Wenn Gott aber die Wahrheit ist, kann es auch nur eine einzige Wahrheit geben.

Es ist ein Unterschied, ob sich Menschen nach ihren Vorstellungen Gottheiten erschaffen oder ob sich Gott selbst den Menschen offenbart. Denn ohne Gottes Offenbarung kann der Mensch von Gott nichts wissen. Deshalb sind frühere Göttergestalten heute nur noch ein Mythos.

Christen berufen sich auf die Offenbarung der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, der sich als einzige Wahrheit bezeichnet. Im Gegensatz zu toten Göttergestalten hat dieser Gott durch Zeichen und Wunder seine Existenz bestätigt und es würden wohl nicht durch die Jahrhunderte so viele Menschen an diesen Gott glauben, wenn sie nicht selbst in irgendeiner Weise von ihm berührt worden wären.

Antwort
von PieOPah, 10

Naja, irgendwie muss man sich seine Religion schön reden. Oder anders gesagt: Selbstschutz.

Fast jede größere Gruppe hat eigene, von anderen Gruppen unterschiedliche Lehren. Also müssen sie sich schützen, indem sie ihren Weg als einzig richtig definieren. Sonst kommt man zwangsläufig in den Konflikt, die anderen Wahrheiten auch anzunehmen und damit produziert man Widersprüche.

Oder im krassesten Fall löst sich Religion auf, man liest das Buch selbst und stellt fest: alle haben Unrecht. Damit verliert man den Kontakt zu seiner Gruppe und ist Einzelgänger.

Also schützt man sich vor den logischen Konsequenzen und redet sich die Sache richtig, mit dem Ergebnis, dass die anderen falsch liegen müssen.

Antwort
von Misrach, 32

Wieso sollte man einen Glauben einer Religion wissenschaftlich belegen? 

Für mich ist meine Religion auch die einzig wahre in meinem Leben. Ich bin nun mal damit aufgewachsen und gerade hinter dem Judentum steht eine Kultur, eine Lebenseinstellung. Würde ich diese einfach so ablegen, dann wäre ich wahrscheinlich Orientierungslos und wäre nicht der der ich wirklich bin. 

Natürlich akzeptiere ich auch andere Religionen und andere Kulturen und weiß, dass diese für die Menschen genauso wichtig ist wie für mich meine.

Konflikte lassen sich nicht vermeiden, leider. Sie ließen sich vermeiden, würden wir gegenseitig mehr Verständnis und Empathie  unseren Mitmenschen gegenüber bringen, aber wir sind alle nur Menschen.

Antwort
von 666Phoenix, 15

Warum denken viele Gläubige, ihre Religion wäre die einzig wahre?

Ganz einfach: weil sie ansonsten anerkennen müssten, dass es noch andere Götter neben ihrem Oberguru gibt! Und dass die dann auch angeblich "all-mächtig", "all-liebend", und andere "all-" wären! 

Und da sagt doch schon eines der Ur-Gebote z. B. des Christentums:

„Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.“ (2Mose)

Also sage Deinen Kindern, dass sie gefälligst an diesen "einen" Gott zu glauben haben, ansonsten kommt er in seiner Eifersucht über Dich bis in die vierte Generation nach Dir!

Ich weiß noch nicht so richtig, wie ich meinem Enkel erklären soll, dass auch seine Enkel bestraft werden, wenn ich nicht an Gott (zumindest nicht an diesen jämmerlichen Christengott) glaube! 

Aber vielleicht versteht es eventuell diese Generation!

Kommentar von danhof ,

Es ist doch ganz einfach.

Wenn Du nach einem Sinn in Deinem Leben suchst, in der Bibel liest oder lebendige Gottesdienste besuchst und überzeugt bist, dann wirst Du Christ und bist glücklich.

Wenn Du nicht an Gott glaubst - wovor hast Du dann Angst? Dann gibt es doch eh niemanden, der dich bis in die vierte Generation ärgert.

"Hölle" könnte man definieren als "Die Ewigkeit nicht in der Gegenwart Gottes verbringen". Und genau das ist es doch für den, der nicht glaubt. Aber es kann ihm doch dann auch egal sein. Wozu den ganzen Glauben dann noch zu diskreditieren versuchen? Das wird keinen Erfolg haben bei Menschen, die fest im Glauben stehen. An denen prallen die Argumente der Atheisten ebenso lotusblättermäßig ab wie umgekehrt. Also reine Zeitverschwendung.

Kommentar von 666Phoenix ,

danhof

Wenn Du nicht an Gott glaubst - wovor hast Du dann Angst? Dann gibt es doch eh niemanden, der dich bis in die vierte Generation ärgert.

Ich habe keine Angst! Nicht vor Deinem und auch nicht vor irgendwelchen anderen Göttern! Wie sagt man gepflegt:

Die tangieren mich nicht mal peripher!

Deine Meinung besagt also, die Verfolgung bis ins vierte Glied geschehe nur, wenn ich Christ bin???

Arme Schweine, Ihr Christen! :-)

Und dann noch eins: wenn das nur die Christen betrifft (statistisch etwa ein Drittel der Menschheit, nicht-statistisch vielleicht 5%), dann braucht das kein "Erdling", kein einziger!!!

Das wird keinen Erfolg haben bei Menschen, die fest im Glauben stehen.

Selbst das bezweifle ich! Aber sei´s drum - so viele sind das nicht, wenn wir bloß den Christengott betrachten!

Kommentar von danhof ,

Darf ich beim "Du" bleiben?

Deine Meinung besagt also, die Verfolgung bis ins vierte Glied geschehe nur, wenn ich Christ bin???

Nö. DU hast doch geschrieben, dass man seinen Kindern sagen soll, sie müssten an diesen einen Gott glauben, weil es sonst Ärger gibt.

Was umgekehrt sagt, wer nicht daran glaubt, wird bis ins vierte Glied verfolgt. Und deshalb meine Frage: Warum sich vor etwas fürchten, wenn man nicht daran glaubt?

Arme Schweine, Ihr Christen! :-)

Danke, aber ich empfinde es nicht so. Ganz im Gegenteil.

statistisch etwa ein Drittel der Menschheit, nicht-statistisch vielleicht 5%

Was ist "nicht-statistisch"? Eine hoch-wissenschaftliche Eventuell-Vermutung? Dann werfe ich mal... hmmm... 27% in den Raum. Als Kompromiss. Klingt besser als nur 5%.

Aber sei´s drum - so viele sind das nicht, wenn wir bloß den Christengott betrachten!

Oh, aber viele christliche Gemeinden haben regen Zuwachs. Sogar von ehemaligen Muslimen...

Kommentar von 666Phoenix ,

Darf ich beim "Du" bleiben?

Warum nicht? Ich duze Dich doch auch!

Was ist "nicht-statistisch"?

Außerhalb der offiziellen staatlichen Statistik, außerhalb der propagandistischen Wunsch-Statistik der Kirchen und mit einer Hochrechnung angesichts aller Fakten, die ich den Medien entnehmen kann und/oder hier live erleben darf!

Oh, aber viele christliche Gemeinden haben regen Zuwachs. Sogar von ehemaligen Muslimen...

Deshalb klagen auch alle christliche Hauptkirchen über schwindende Mitgliederzahlen :-)

Antwort
von Chaoist, 95

Es ist in vielen Religionen quasi eingebaut. In den heiligen Schriften wird vor den Ungläubigen gewarnt. Das ist oft die erste Methode um neue Mitglieder einzufangen.

Du bist auf dem falschen Weg! Wenn du nicht sofort umkehrst ( konvertierst ) dann kommst du in die Hölle! Nur bei uns bist du sicher.

Antwort
von eXistenZLos, 12

"Warum denken viele Gläubige, ihre Religion wäre die einzig wahre?"

Genau DAS ist einer der Gründe, warum ich schon vor Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten bin. Ich hab für Fanatismus nix übrig ... in KEINER Religion.

 

Antwort
von 3plus2, 73

Mahatma Gandhi: " Gott hat keine Religion " Gott hat den Menschen 10 Gebote gegeben, die Religionen haben daraus über 1000 Verbote gemacht.

Kommentar von danhof ,

Das heißt, die zehn Gebote sind korrekt, der Rest der Bibel ist Quark?

Antwort
von suesstweet, 55

Weil du nichts Falsches sehen kannst in der Religion. Du hast einen Gott der dir alles verzeiht. Eine Religion, der dir den Paradies verspricht, kann man ja inmer behaupten dass deren Religion die einzig Wahre ist. Aber das İrreführende ist auch, dass man sich das gleiche Paradies wünscht. :D Schließlich gibt es nur einen Paradies. Dies ist ein Thema, dass man stunden vielleicht sogar tagelang diskutieren kann. Aber am Ende  wird man eh kein Ergebnis herausbekommen.

Man glaubt, was man glauben will. Zum Glück leben wir die Religion/Glaubensfreihet. :)

Antwort
von voayager, 8

Gläubige haben es so an sich, dass sie ihre Religion, ihren Glauben als den einzig Richtigen ansehen - meistens ist es jedenfalls so.

Antwort
von viktorus, 29

Ist doch logisch: mit der "Religion" sucht sich jeder Mensch "seinen Gott" und wird vom "Gott dieser Welt" dabei unterstützt (2.Kor.4,4; Offb.12,9).

Mit dem "Glauben" identifiziert man sich mit unserem ewigen Schöpfer (Jes.45,22; Joh.14,6).

Antwort
von Chokii, 88

Warum habe ich das Gefühl, dass hier gleich ein riesiger Shitstorm durchziehen wird?

Keine Ahnung, viele werden einfach nur aggressiv, wenn sie von anderen hören, dass ihre Religion falsch ist, von dem her halte ich mich hier mal raus.

Kommentar von danhof ,

Meine Erfahrung ist eher, dass ich mich als Christ immer und immer wieder gebetsmühlenartig (haha) gegen abgedroschene "Argumente" der sogenannten "neuen Atheisten" (oft aggressiv und ignorant gegenüber Andersdenkenden) wehren und mich rechtfertigen muss. Darauf habe ich auch keine Lust mehr.

Antwort
von josef050153, 21

Weil sie es nicht besser wissen und ihre Leiter zu einer gegenteiligen Haltung zu dumm sind.


Antwort
von Akainuu, 94

Warum hast du ein Problem damit?

Scheinbar scheint es viel mehr dich zu beunruhigen, dass andere Menschen so einen starken Glauben haben. Lässt dich das an deinen eigenen Überzeugungen zweifeln?

An diesem festen Glauben ist nichts falsch.

Wenn ich meine Ansichten für wahr halte, dann ist das vollkommen legitim. Falsch wird es bloß dann, wenn ich plötzlich rumrenne und andere persönlich angehe, die einen anderen Glauben haben.

Sowas wiederum beobachte ich größtenteils bei radikalen Atheisten und weniger bei irgendwelchen Gläubigen.

Kommentar von AufderSuche2 ,

Mein Problem damit ist das dieser absolute Wahrheitsanspruch unweigerlich zu Konflikten mit anders Denkenden führt. 

Kommentar von Akainuu ,

Ja und?

Den absoluten Wahrheitsanspruch haben nicht nur Gläubige, es gibt auch Atheisten, die den absoluten Wahrheitsanspruch hinsichtlich der Nicht-Existenz eines Gottes für sich beanspruchen.

Viele Gruppen - auch unabhängig von Religionen - ordnen sich selbst den absoluten Wahrheitsanspruch zu.

Und es steht geschrieben, dass nur ein Gott existiert, dieser Glaube wird von den monotheistischen Religionen verbreitet und ist fest verankert, die Leute wachsen damit auf.

Sorry, meiner Meinung nach führt das zu überhaupt keinen Konflikten. Wenn ich glaube, dass es nur einen Gott gibt und ich an diesen Gott glaube, dann ist das meine Sache. Wenn du dich davon angegriffen fühlst, dann ist das dein Problem, denn hier greift dich persönlich keiner an. 

Solange dich keiner attackiert, weil du etwas anderes glaubst, ist das vollkommen in Ordnung.

Kommentar von drachenfreund ,

Jetzt mach aber mal halblang - Atheisten sind sich ihrer Fehleinschätzung durchaus bewusst. Was Gläubige oft nicht wahrhaben wollen, ist dass man diverse Gottesbilder durchaus widerlegen kann, aber nicht Gottesbilder, die man allein aus der Vernunft (und nicht aus irgendwelchen Offenbarungen) herleiten kann. Den meisten Gläubigen fehlt es einfach daran logisch ihren Glauben zu hinterfragen oder zu ergründen.

Kommentar von danhof ,

Gottesbilder, die der Vernunft entspringen, lassen sich nicht widerlegen?

Glauben logisch hinterfragen?

Könnten Sie das ein bisschen ausführen?

Kommentar von tanzegern ,

Das ist eben so. Glaube und Logik passen nicht zusammen.

Die Konflikte ergeben sich allerdings daraus, dass die Menschen ihre Religion nicht vollständig ernst nehmen. Ich kenne keine Religion, welche nicht auch ein Toleranzgebot enthält.

Antwort
von saidJ, 78

hier wären mal 2 videos dazu :


Kommentar von DrGoerts ,

Allahu Akbar Bruder!

Kommentar von Chaoist ,

Und hast du auch christliche Beispiele oder nur diesen einen Konvertiten?

Kommentar von saidJ ,

ich bin kein christ also nein .

Antwort
von dandy100, 112

Entweder glaubt man an etwas oder eben nicht - es liegt zwar grundsätzlich in der Natur der Sache, dass es keinen Glauben ohne einen Rest Zweifel gibt, aber natürlich wird jeder Mensch, der von etwas überzeugt ist, versuchen den Zweifel zu überwinden, sonst würde man ja nicht wirklich daran glauben.

Das is ja nun mal das Wesentlichen am Glauben: Nicht zu zweifeln

Kommentar von gottesanbeterin ,

..und das nennt man da berechtigterweise "blinden Glauben".

Kommentar von dandy100 ,

Nein, das würde ich so nicht sagen: Glaube ist im Prinzip immer blind, denn es gibt ja keinen Beweis ausser die eigene Überzeugung und persönliche Erfahrungswerte

Antwort
von KaeteK, 67

Warum sind viele Gläubige Menschen nicht bereit einzuräumen, das eine
Chance bestehet das Ihre Religion nicht die einzig wahre ist

Wenn ich so denke, wozu glaube ich dann noch? Es gibt doch nur eine Wahrheit..

Johannes 14 6Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

lg

Kommentar von gottesanbeterin ,

Es gibt nur die eine Wahrheit, doch es gibt unzählige Wege zu ihr.

Antwort
von bigdeal22, 88

Ich kann zwar nicht für alle sprechen, aber ich persönlich bin einfach so überzeugt von meinem Gott, das ich dann natürlich nicht daran glauben kann das es ihn vielleicht doch nicht gibt. Wenn man von einer sache zu 100% überzeugt ist, wie soll man dann noch zweifeln?

Kommentar von gottesanbeterin ,

.. von DEINEM Gott bist du überzeugt, hast du ihn für dich persönlich gepachtet?

Das muss aber ein schwacher Gott sein, wenn er sich so einfach vereinnahmen lässt!

Kommentar von danhof ,

Da haben wir's wieder. Von WEM geht die Gefahr aus? WER provoziert? :-)

Wenn bigdeal22 seinen/ihren persönlichen, eigenen Gott hätte - was kümmerte es die anderen? Warum muss man das gleich wieder herabwürdigen? "schwacher Gott" etc.?

Antwort
von Andrastor, 58

Sie meinen das, weil das zur Indoktrination ihrer Religion gehört.

Die Religion muss von sich selbst behaupten die einzig wahre zu sein um glaubwürdig zu wirken und den Gläubigen Sicherheit zu bieten.

Eine Religion die von sich aus sagen würde "Wir könnten uns irren, die da drüben könnten Recht haben", würde mehr Gläubige verlieren als sie sich leisten könnte.

Und eben durch die Indoktrination, die meist schon im Kindesalter beginnt, können die Leute einen Irrtum nicht zugeben. Sie können den Gedanken dass ihr Konstrukt mit dem sie aufgewachsen sind, zusammenbrechen könnte, nicht ertragen.

Kommentar von danhof ,

Fordern Sie doch gleich, dass in BMW-Werbespots laut und deutlich gesagt wird, dass Audi und Mercedes auch nett sind, falls jemand lieber diese Marken kaufen will...

Kommentar von Andrastor ,

Also ist Religion wie ein Auto? Nur das mit der besten Werbung wird verkauft?

Ich fordere nebenbei eine Verbannung der Religion aus der Öffentlichkeit. Soll jede/r glauben was er/sie will, aber zu Hause, wo es niemand sonst mitbekommt.

Antwort
von comhb3mpqy, 52

Ich bin Christ und habe Gründe, warum ich an diese Religion glaube. Einige Gründe kann man finden, wenn man sich mal bei meinen hilfreichen Antworten umsieht.
Aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die einen anderen Glauben haben.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Du kannst einer Religion angehören; du kannst glauben, dass sie (für dich) der einzige, wahre Weg ist, doch an eine Religion zu glauben macht keinen Sinn.

Kommentar von danhof ,

Es dürfte klar sein, was gemeint ist - besonders einem Atheisten, der doch über viel mehr Empathie verfügt als ein Gläubiger :-)

Viele Menschen differenzieren eh nicht scharf zwischen "Glaube" und "Religion".

Antwort
von gottesanbeterin, 25

Das ist so, weil dies Menschen von Kindesbeinen an indoktriniert wurden/werden.

Kommentar von danhof ,

Ich bin 42 Jahre alt und erst seit 8 Jahren überzeugter Christ.

These -> widerlegt.

Antwort
von omnibusfreakn, 70

jeder Bauer lobt eben seinen eigenen Mist

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