Ich kenne viele Zeitgenossen für die es nur entweder gut oder auf der anderen Seite böse gibt, dazwischen gibt es für diese gar nichts. Man hat mir schon mal gesagt: Wenn du nicht für mich bist, dann bist du gegen mich. Ja gibt es eine neutrale Haltung denn nicht?

Doch, die gibt es. :-)
Die gute alte Eudaimonia in der Tugendethik des Aristoteles: Gut ist das Mittelmaß, die ausgeglichene Haltung zwischen zwei Extremen. :-)
Ich denk, dass diese klare Positionierung ein wenig mit der derzeitigen Medialisierung zusammenhängt: Zusammenhänge werden kaum mehr verdeutlicht, Situationen selten von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet - und Polemik und Stammtischgequatsche sieht in schwarz-weiß irgendwie angenehmer aus, weil man dann nicht auf die Schattierungen achten muss...
;-)

Für viele ist es einfach Übersichtlicher, einfach nur in zwei Richtungen Denken zu müssen, weil sie sonst Feststellen würden das die Schwarze Seite nicht ganz so dunkel ist und die helle Seite nicht ganz so leuchtend, den genau genommen ist alles grau.

doch,aber nicht für alle ,kleinkariertes denken ist eben noch weit verbreitet,.

Einen einzigen Grund wirst Du dafür nicht finden (das wäre das gleiche Muster zu denken wie dass was Du anprangerst)
Die Gründe dies zu tun (kategorisches Denken) sind immer sehr individuell.
Aber ich denke bei vielen ist es Angst einer der Hauptbewegründe.
In unsere Welt gibt es soviele Möglichkeiten, alles kann, nichts muß sein.
Da können einen so ein paar Kategorien in denen man Denkt schon ein enormes Sicherheitsgefühl geben.

Die meisten wollen es sich einfach nur leicht machen. Man müsste ja sonst das eine oder andere hinterfragen und das ist ja "lästig". Also wir alles in nur zwei Schubladen gesteckt. Aber verlass dich drauf, es gibt zum Glück immernoch genügend Menschen, die nicht so denken !

Um es ganz vereinfacht zu sagen:
Frage solche Menschen einmal, ob sie wissen, was Halbschatten ist. Die meisten kennen diesen Begriff. Von da weg kannst du erklären, dass nicht alles entweder/oder ist, sondern eben auch dazwischen, wie Farbnuancen.

In der heutigen Zeit ist es schwer Neutral zu bleiben.
Man verliert/gewinnt so oder so
Dann mach es doch so wie Robert Hoyser, der Fußballschiri, der Spiele verschoben hat.
ich weiß nicht, was Du für Leute kennst? Natürlich hat man auch eine Neutralehaltung! gibt eben nicht nur schwarz oder weiß!
Der Überlebenskampf macht eine solche Haltung leider nötig, jeder will einen Platz an der Sonne, hier doch auch.
Den Platz an der Sonne bekommst du durch die rechte Geisteshaltung, und nicht etwa, wenn du andere übervorteilst.
das sagt die reale Welt es was anderes, siehe: „Survival of the Fittest“
ich persönlich übervorteile niemanden, denn der Weg nach oben ist derselbe wie der nach unten. Also bin ich freundlich zu den Leuten die ich auf meinem Lebenswege treffe. Wer nur Ellenbogen verwendet, darf sich nicht wundern wenn er am Ende seiner Tage bittereinsam und verlassen ist.

weil es einfacher ist, " gut und schlecht" einzuordnen. Alles andere hieße ja, sich mit Fragen oder Problemen auseinander setzen und das ist vielen zu anstrengend...weil..könnte ja ihr Leben irgendwie beeinflussen.