Warum darf man ohne Prüfung wählen gehen, wäre es nicht schlauer nur die Leute wählen zu lassen die Intlliegent oder wenigstens politsch infomriert sind?

... komplette Frage anzeigen

28 Antworten

Leute aufgrund von mangelnder Intelligenz oder mangelnder Informierung von der Wahl auszuschließen widerspricht dem Grundsatz einer allgemeinen und gleichen Wahl und somit der repräsentativen Demokratie.

Außerdem sehe ich die Verbindung zwischen mangelnder Intelligenz und Protestwählen nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Manchmal wünsche ich mir das auch, wenn ich sehe, welche Hirnamputierten ohne Sinn und Verstand ihr Kreuzchen machen. Doch mir ist klar, dass es keine solche von dir beschriebene Prüfung geben kann, denn Wer legt die fest und Was sind eigentlich die Kriterien? Wa fangen die denn an?

Dann sage ich mir übrigens auch, es ist ja nur eine Wahl für eine repräsentative Demokratie, der Schaden wäre erheblich größer, wenn es sich um eine direkte Demokratie wie in der Schweiz handeln würde.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gilt das Wahlrecht. Jeder mit deutscher Staatsangehörigkeit, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, hat das Wahlrecht. Zu differenzieren, wer wählen darf, wäre verfassungswidrig.

Demokratie ist die Herrschaft des Volkes und nicht die Herrschaft der Intelligenten.

Nach Gesetzeslage wäre so eine Prüfung völlig ausgeschlossen, würde ich behaupten.

Moralisch würde man vielleicht begründen, wenn nur die Intelligenten wählen (die vermutlich einen guten Job haben), wählen diese Parteien, die sich für Intelligente einsetzen. Kurz nachdem deine Prüfung eingeführt wird, werden Parteien Vorteile für Intelligente versprechen, damit diese Stimmen bekommen. Parteien die sich für sozial schwache und weniger Gebildete einsetzen, werden nicht gewählt. Demnach werden "dumme" benachteiligt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Oh je, dann wäre die Wahlbeteiligung höchstens bei 35 %.

Ich widerspreche dir aber, dass sich damit die Protestwahl erledigt hätte.

Denn ich behaupte mal, doch etwas von Politik zu verstehen. Wer verbietet mir deshalb, mich gegen die bisherigen Parteien auszusprechen und eine neue oder weniger bekannte Partei zu wählen?

Das wäre so, als würdest du davon ausgehen, dass es weniger Alkoholiker gäbe, wenn alle Medizin studiert hätten. Sicherlich gibt es auch unter den Ärzten Alkoholiker oder Tablettenabhängige. So wie auch viele Ärzte rauchen, aber gleichzeitig mindestens achtmal am Tag anderen Patienten das Rauchen verbieten, weil sie sonst damit rechnen müssten, bald so schwer krank zu werden, dass sie sterben.

Nachdem sie es gesagt haben, gehen sie mal eben kurz vor die Tür, um dann erst einmal der Lunge etwas Nikotin zu gönnen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Ausschluss von Bürgern (= aktiver / passiver Teil einer polit. Gemeinschaft) aufgrund des polit. Vorwissens oder aufgrund ihrer Intelligenz wäre undemokratisch, denn es würde ein Teil der Bürger ausgeschlossen; sie würden somit ihre Möglichkeit der Mit- bzw. Selbstbestimmung verlieren. 

Ein demokratisches System ist ja als Vertrag aller Bürger untereinander zu verstehen. Dabei sollte jedem in diesem Vertrag erlaubt sein, bei der Willensbildung mitzureden. Ob und wie man davon dann Gebrauch macht oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Auch Protestwahl ist ein legitimer Ausdruck seiner politischen Meinung. Die Protestwahl kann man als Signal an die regierenden Parteien verstehen, auch wenn sich das Wahlergebnis temporär für die politische Landschaft vielleicht nachteilig auswirkt (z.B. durch instabile oder schwache Koalitionen). 

Die Bereinigung von Protestparteien hat sich über die Zeit im übrigen meist selbst erledigt: z.B. spielten die "Piraten" als reine Protestpartei ja bei den letzten Wahlen beispielsweise keine Rolle mehr, andere - wie etwa die Grünen - haben sich im Laufe der Jahre als weitere politische Kraft im Parteiensystem etabliert. <p>Ein politisches System, das nur von wenigen, ausgewählten, "befähigten" politischen Eliten getragen wird, nennt man Autokratie.




Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die einzige Prüfung um wählen zu gehen , besteht im Altesnachweis. Alles andere ist dem Wähler überlassen. Gott sei Dank! Wenn es z.B. eine Prüfung über die Rechtschreibfähigkeiten gäbe dürftest du und ich wahrscheinlich noch nicht wählen gehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

auch "intelligente" menschen wählen aus protest, da deutschland ein demokratisches land ist zählt die stimme aller wahlberechtigten um zu entscheiden was das volk will

nehmen wir mal an, man entscheidet welche menschen wählen durfen und welche nicht (z.b. intelligente) und du auf einmal nicht dazu gehörst, wie würdest du dich fühlen? -> protest

würden weniger menschen wählen ist die wahrscheinlichkeit einer manipulativen wahl auch höher ( weniger leute zu beeinflussen /bestechungen)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das würde auf eine beeinflusste Wahl hinauslaufen, in der nur erwünschte Gruppen zugelassen würden. Das widerum widerspricht dem Demokratieverständnis, wo ein jeder wählen gehen darf, ganz egal als wie dämlich seine Wahl wahrgenommen wird. Und zum Thema Protestwähler verhindern: Diese Wähler sind wichtig, denn durch ihre Stimmen werden die Politiker zumeist wachgerüttelt und es wird klar, an welchen Stellen anzusetzen ist. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Und wer legt die Schwere der Prüfung fest? Schlussendlich kann dann nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wählen gehen und somit ist besteht keine Demokratie mehr. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Wenn man sich nicht gut genug damit beschäftigt ist das wohl jedem seine eigene Sache. Akzeptiere dass die Mehrheit bestimmt und wenn nicht, dann geh in ein Land wo keine Demokratie herrscht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DieVierundIch
26.09.2016, 14:16

Ich mag Demokratie, ich halte es nur für Schädlich wenn Leute Parteien wählen obwohl Sie nicht genau wissen was diese eigentlich wollen

0

An sich ist das eine gute Sache, dass man politisch informiert sein sollte.

Besonders aber bei der Intelligenz wird es schwierig. Wo definierst du denn die Grenze, ab wann man nicht mehr wählen gehen darf? Damit diskriminiert man automatisch alle anderen. Das würde die Gesellschaft extrem spalten. Außerdem ist es in einer Demokratie so, dass alle Leute ihre Meinung abgeben sollen dürften.

Die weniger Intelligenten und die politisch Uninformierten auszuschließen ist dann nur der erste Schritt. Was könnte dann passieren? Dann werden die Behinderten ausgeschlossen, dann die Homosexuellen. Sowas geht ganz schnell.

Man darf keine Grenze für eine Mindestintelligenz ziehen.

Sich politisch nicht zu informieren ist meiner Meinung nach auch sehr schlimm, viele wissen gar nicht, was sie genau wählen und was die Partei genau alles erreichen will.

Man könnte vor jeder größeren Wahl verpflichtende Veranstaltungen machen, in denen alle Parteien und ihre Ziele vorgestellt werden würden. Direkt im Anschluss an so eine Veranstaltung dann die Wahl durchführen.

Das Problem dabei ist, was ist, wenn du zu keiner Veranstaltung gehen kannst, aber trotzdem politisch genug informiert und intelligent bist? Darfst du dann nicht wählen in dieser Wahl?

Ist ein heikles Thema. Bin auf die anderen Antworten hier gespannt.

Liebe Grüße!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Idee der Demokratie ist die bewusste Inkaufnahme dessen, was ihre Kritiker als "Gleichmacherei" bezeichnen mögen. Jeder - ausnahmslos - ist berechtigt zur Teilnahme.

Das kann sehr gutgehen, über sehr lange Zeit ... Das kann aber auch zur Wahl der nsdap mit etwa 40% führen oder eines Donald Trump. Wozu also Demokratie, mag man sich fragen: Wozu also unter Anderem gleiches, geheimes und freies Wahlrecht, wenn Demokratie doch überhaupt keine Garant für "gute gesellschaftliche Lösungen" ist?

Demokratie ist wie Supermarkt. Was gekauft wird, wird in aller Regel auch wieder im Regal auftauchen. Jeder kauft zwar ein Bisschen was Anderes, aber alle gehen in den Markt. Die Akzeptanz des Supermarktes ist ausreichend.

Und Demokratie sorgt mit ihrer Teilhabe eben für eine weite Akzeptanz des Supermarktes, in dem wir schuften, einkaufen, uns die Warenwelt (wenn auch nur der Anderen, wenn's dumm kommt) ansehen, wo wir alles bezahlen oder es klauen. Ist alles im Preis mit drin.

Und es hält vor allem recht zuverlässig. Alternative Staatsformen sind oft mit Überfrachtung Einzelner verbunden, bröckeln erwisenermaßen viel leichter, und dann wird's erst richtig teuer, im Supermarkt ...

Kurz gesagt: Demokratie kann vermeidbare gesellschaftliche Reibung dämpfen, indem sie sie kanalisiert ermöglicht.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von felsenroller
26.09.2016, 15:14

Ich finde, das ist eine sehr gute, anschauliche Antwort.

5
Kommentar von atzef
26.09.2016, 15:56

Die NSDAP hat bei freien Wahlen nie mehr als 37 % bekommen (Höchststand Sommer 32) und vor der Inthronisierung Hitlers als Reichskanzler durch den überdurchschnittlich gebildeten (!?!) Reichspräsidenten nur noch 34 %, also gerade mal ein gutes Drittel.

Die Machtübergabe wiederum an Hitler bewerkstelligte keine "dumme Mehrheit", sondern eine Einzelperson, der Reichspräsident!

0

Was dagegen spricht ist ganz einfach: Dann wäre es keine Demokratie mehr

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DieVierundIch
26.09.2016, 14:18

Vieleicht wäre eine eingeschränkte Demokratie aber das bessere System?

0

Unsere Verfassung.

Die garantiert das allgemeine, gleiche, freie und geheime Wahlrecht.

Deine faschistische Auffassung konsequent zu Ende gedacht bräuchte man eigentlich gar keine Wahlen, sondern nur einen landesweiten Intelligenztest, der dann den "Führer" auserwählt.

Deiner totalitären Ansicht liegt der Aberglaube zugrunde, es ginge in Wahlen um eine objektivierbare "beste" Lösung. Tut es aber nicht, weil es die nie gibt.

Vielmehr gibt es unterschiedliche, widersprüchliche, antagonistische Interessen.

Daher dienen Wahlen nicht dem Finden des Unauffindbaren in Gestalt des "Heiligen Grals" oder der "besten Lösung", sondern lediglich der Formierung gesellschaftlich relevanter Interessen, auf deren Grundlage dann konsensorientiert Lösungen erarbeitet werden müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du kannst niemandem die Stimme verbieten nur weil er vielleicht nicht so intelligent ist wie du. Oder derselben Meinung wie du. Auch Protestwähler brauchen eine Stimme und obwohl mir das ebenso überhaupt nicht in den Kram passt, ist das das oberste Gebot der Demokratie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man kann auch dann Protestwähler sein, wenn man gut informiert, "intelligent" ist und politische Zusammenhänge versteht. Es gibt halt unterschiedliche Auffassungen darüber, wie ein politisches Problem gelöst werden soll. Das wiederum hängt von der politischen Einstellung ab. Welche Auffassung letztlich richtig war, lehrt die Geschichte.

Jeder darf seine eigene Meinung in einer Demokratie äußern und das ist auch gut so. Die Mehrheit entscheidet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Genau, am besten sollten nur die wählen dürfen, die ein Jahreseinkommen über 120.000 Euro haben, da kann man dann politische Bildung voraussetzen und die Stimme der Frauen sollte endlich wieder an ihre Ehemänner gehen. 
Und wenn die Wahl schlecht ausgeht, sollte der Kaiser ein Vetorecht bekommen, damit schlechte Wahlen durch das Volk rückgängig gemacht werden können. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DieVierundIch
26.09.2016, 14:21

Nein, ich finde nicht das die demokratie abgeschaft gehört, ich finde nur man könnte diese modifiezieren

0

Darum, DieVierUndIch.

Deine Frage allein unterminiert bereits das Prinzip der Demokratie, denn: wer soll das wie genau festlegen.

So Knechte in schwarzen Kitteln, die die Leute von bestimmtem Aussehen vorm Wahllokal einlesen, in einen grauen LKW stecken und mit ihnen davon fahren...?

Man hörte es nur noch Schreien, Husten, Keuchen und erstickt weinen, ehe kein Laut unter der luftdichten Plane mehr hervordrang.

10 min. später öffneten die SS- Männer der Lkw und die Euthanasierten lagen panisch ineinander verkrallt, waren qualvoll an den Abgasen erstickt.

Derlei Zustände hatten wir schon mal, und die nicht wahlberechtigten Leute wurden als lebensunwertes Leben oder Untermenschen vernichtet bzw. konnten sich oft nur noch knapp retten.

Zudem willst du anderen Leuten gleich vorab die Wahl verbieten, nur, weil sie nicht systemkonformer Meinung sind.ö

Auch das hatten wir bereits + Wahlzwang.Ö

Definiere: Intelligenz - definiere: politische Informiertheit.

Gerade, weil Leute über Beides verfügen, wählen sie nicht mehr die sogenannten grossen `Volks'parteien.

Ironie on: Zählen Schreibfehler auch als Kriterium `zu dumm, zu wählen'? Ironie off

Intlliegent, Umfled, Prostes- Wähler = auch Rechtschreibkorrektur lässt sich korrigieren, lG.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JoachimWalter
27.09.2016, 20:01

Dem ist nichts hinzuzufügen, eine sehr gute Antwort!

2

Solche Prüfungen gab es mal in den USA.

Dort war es Analphabeten verboten zu wählen.

Das führte in den Südstaaten dazu, dass man dummen weißen ein Wort wie "und" zu schreiben aufgab und farbigen dann etwas wie "Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän."

Schon war die Gleichheit bei der Wahl hergestellt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TomRichter
26.09.2016, 22:41

Wie ungeschickt - da merkt je jeder, gegen wen sich das richtet.

Heute stellen sie es klüger an: Wer im Knast war, darf nicht wählen. Und wer ist wohl am häufigsten im Knast?

0

Provokante Frage:

"Du willst auch nicht wählen?"

Meine Prüfung hat ergeben, dass infolge der Rechtschreibmängel in deinem Text nicht die Gewähr besteht, dass Du in der Lage bist den Wahlschein richtig zu interpretieren und das damit nicht die Gewähr für einen unverfälschten Wahlablauf besteht.

Du verstehst was ich damit sagen will?

Durch Deinen Vorschlag wäre der beliebigen Manipulation von Wahlen Tor und Tür geöffnet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten Protestwähler sind politisch gebildet,denn sie haben mitbekommen das sie verarscht werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RichardSharpe
26.09.2016, 14:21

Wären sie politisch gebildet, würden sie nicht eine Partei wie die AfD wählen.

1
Kommentar von DieVierundIch
26.09.2016, 14:27

GF.net ist keine Platform um politische Werbung bzw. diskreditierung zu betrieben bitte unterlasse das und beantworte die Frage.

0