Frage von wdhbjwads, 1.070

Warum 'darf' man keinen Suizid begehen?

Hab nicht vor mich umzubringend, aber mich interessiert, wieso Menschen denken, dass sie dermaßen über das Leben einer anderen Person entscheiden können.

Antwort
von MaggieundSue, 608

Dies ist ein schwieriges Thema. Da ich persönlich Suizide in zwei Kategorien einteile. Diejenigen, die aus einer Kurzhandlung, Kurzschluss reagieren....da steckt schon Egoistisches Gedankengut dahinter. Natürlich auch leid....aber man hätte da auch anders darauf reagieren können und man hinterlässt dadurch nur noch größeres leid. Ein Nichtverstehen....ein dahingeworfenen Leben. 

Dann gibt es aber solche, die derart grosses Leid ertragen mussten....auch gekämpft haben...und doch hat die Seele derart gelitten, dass es einer Erlösung gleichkommt. 

Ich kannte mal jemand, der Unter einer hohen Mauer wohnte. Die Gegend dort war sehr schön. Nur hörte man in der Nacht sehr oft, wie ein Mensch sich sein Leben nahm. Ich verstand natürlich nicht, wie man dies aushält und dort Wohnen kann. Dieser sagte dann : Weisst du, diejenigen...wo man "Nur" den Aufschlag hört, die stören mich gar nicht mehr. Aber diejenigen, die während des Fluges "NEIIIIN" schreien.....dass ist hart.  

Kommentar von blumenFee47 ,

Deine Antwort finde ich sehr gut argumentiert....lg blümchen

Antwort
von CountDracula, 330

Hallo,

das liegt meinen Erfahrungen nach daran, dass die Menschen in der Gesellschaft, die hier in Europa und auch den USA vorherrschend ist, den Tod nicht akzeptieren. Sie weigern sich regelrecht, dies zu tun.

Sie können nicht loslassen und klammern sich am Leben fest, als wäre es unendlich. Der Tod ist für sie etwas Schreckliches - dass er nicht schrecklich sein muss und dass man auch nicht trauern muss, wenn man loslassen kann, wollen sie nicht glauben.

Diese Sichtweise zwingen sie Menschen, die anders darüber denken, auf und zwingen sie zum Leben, weil sie selbst den Tod nicht akzeptieren können.

Manche scheinen auch zu denken, man könne bereuen, gestorben zu sein. Jedenfalls sagen einige, die schon einmal Selbstmordgedanken hatten: "Ich bin froh, es nicht gemacht zu haben. Wenn ich es gemacht hätte, hätte ich all die schönen Dinge nicht erleben können." Ganz so, als ob sie sich, wenn sie tot sind, noch denken könnten: "Oh, schade, dass ich das nicht erlebt habe."

Antwort
von densch92, 339

Sehr gute Frage.
Theoretisch darfst du durchaus Selbstmord begehen.
nur praktisch ist so ziemlich jeder von Gesetz her dazu verpflichtet dich, sobald er sieht dass du dir das Leben nehmen willst, dich davon abzuhalten.

Was stellenweise ziemlich dämlich ist, finde ich.
Für Jemand Jungen ist es sicherlich sinnvoll  und notwendig aber stell dir mal Folgendes vor:

Du bist ein 90 Jahre alter Mann in einem Kramkenhausbett.
Kannst nicht mehr laufen, ist inkontinent und hängst ein 200 Schläuchen, die dein herz, Lunge und Co. künstlich am Leben erhalten (weil du andernfalls schon längst tot wärst).

Bewegen kannst du dich nicht mehr, nicht mal mehr Reden geht richtig.

Und du liegst praktisch den ganzen Tag da zugeschissen rum und starrst die Wand an. Trostlos und elendig.
und ein paar Mal täglich musst du äusserst schmerzhafte Spritzen kriegen wegen diverser krankheiten.
Das ist dein einziges Higlight im Laufe des Tages.

Ansonsten wartest du die meiste Zeit darauf, bis nach einigen Studen die äusserst ausgelaugte und genervte krankenschwester dich säubert und deinen wunden Hintern eincremt.

ist sowas noch ein "lebenswertes Leben"? Wo, selbs wenn du einige Tage länger lebst, nur noch mehr Schmerz und Elend auf dich wartet?

Von daher ist es kein Wunder dass du depressiv bist und gerne sterben würdest.
Aber auch in dr Hinsicht hast du leider nur Pech.

Du hast zwar schon oft die krankenschwester darum gebeten , endlich die Maschinen abzustellen, aber Diese hat dies immer mit dem berechtigten Einwand abgelehnt: "Sterbehilfe ist strafbar und ich würd in den Knast dafür wandern. Wenn ich den Stecker ziehe und sie dann sterben, würde ich als Mörderin angeklagt werden! Obwohl es sogar ihr Wunsch war, zu sterben!"

Eine ähnliche Antwort erhälst du auch von Verwandten und jeder anderen person, die du um Hilfe bittest.

und du würdest ja auch nicht wollen dass Jemand wegen dir noch mehr Probleme als jetzt kriegt.

Von daher denkst du, eine gute Idee zu haben und lässt dir beiläufig mal erklären welcher Stecker welches Organ unterstützt und so.
Sobald die Krankenschwester ausser Reichweite ist, gehst du hin und ziehst so viele Stecker wie möglich.

Denn wenn die Maschinen aus sind, versagen deine organe nd du kannst endlich sterben.

Tja, falsch gedacht.

mit einem Schock wirst du wach und musst feststellen dass du immer noch lebst.
Du bist nun allerdings an dein krankenbett gefesselt weil der Arzt Angst hat dass du das nochmal versuchst.

In einer ruhigen Minute Spricht dich die Krankenschwester an: "Wissen Sie, Herr XY.
Ich kann Sie gut verstehen. ich würde auch nicht so leben wollen.
Und es wusste eigentlich jeder, dass sie sterben wollen.

Von daher haben wir sie auch nicht aufgehalten.

Aber mal wieder wegen des Gesetzes waren wir verpflichtet, sobald die Schläuche ab waren, sie sofort wieder anzuschließen und erste Hillfe und Wiederbelebungsmassnahmen einzuleiten.

Wir wollten dies wirklich nicht tun aber hätten wir es nicht getan und sie wären gestorben, wäre jeder Einzelne hier im Krankenhaus vor Gericht gelandet wegen "unterlassener Hilfeleistung"!
Obwohl sie nur Selbstmord begehen wollten!
"

Und in diesem Moment wird dir dann Folgendes bewusst:
"Hätte ich nur,als ich noch jung und unabhängig war, andere Politiker gewählt und dafür gesorgt, dass dieses Gesetz (neben vielen anderen, menschenverachtenden Regeln und Vorschriften) ein für Alle mal abgeschafft wird!
Aber jetzt ist es zu spät.
Jetzt kann ich nur noch Tag für Tag darauf hoffen, dass ich einen herzinfarkt kriege und sie mich nicht mehr wieder beleben können.
Damit ich endlich meinen lang verdienten Frieden habe."

Kommentar von NoHumanBeing ,

Wenn ich den Stecker ziehe und sie dann sterben, würde ich als Mörderin angeklagt werden! Obwohl es sogar ihr Wunsch war, zu sterben!

Würde sie nicht. Es wäre "Tötung auf Verlangen". Für Mord braucht es immer "niedere Beweggründe", die hier ganz klar nicht vorliegen.

Kommentar von densch92 ,

Du hast Recht, Mord direkt wäre es nicht.
Aber trotzdem würde sie verurteilt werden und wahrschinlich ins Gefängnis wandern.
Nur weil sie jemand Anderem helfen wollte :-/

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das stimmt.

Antwort
von zahlenguide, 315

Weil oft einfach Dinge getan werden können um Selbstmordgedanken los zu werden: Hier mal ein paar schnelle Beispiele:

1. bestimmte Antidepressiva, die auf eine bestimmte Stufe gestellt werden.

2. Umfeld wechseln - z.B. ein Teenager, der von seinen Eltern verprügelt wird, kann schnell das Gefühl aufbauen, nicht geliebt zu werden. Schwierigkeiten bekommen Freundschaften auf zu bauen etc.

3. Therapie - Umgang lernen mit seinen Gefühlen um zu gehen und sowohl über kleine als auch große Probleme zu reden - z.B. Musiktherapie

4. oft entstehen Depressionen, weil Menschen ihre Träume und Ziele sich nicht bewusst machen und sie nicht verfolgen. Stell dir z.B. vor, was du in deinem Leben schon IMMER geliebt hast (z.B. Wale, Hunde etc.) und du könntest mit dieser Sache arbeiten oder es als Hobby aus leben. Wenn du vorher nur vorm Fernseher gesessen bist, wird das eine große Veränderung für dich sein.

5. Falscher Umgang mit Mobbern, Stalkern etc. - z.B. sich keine Hilfe holen, auf "Tipps" von Eltern hören wie: "Sei einfach immer lieb zu den anderen, dann sind die auch alle lieb zu dir oder lassen dich irgend wann - weil ihnen langweilig ist - in Ruhe."

6. Falsche Ernährung - mal abgesehen davon, dass frische Produkte generell besser für unseren Körper geeignet sind (wir brauchen ca. 80 Mineralien für die Funktionsweise unserer Enzyme und Zellen), haben fast alle Europäer einen Eisenmangel, welcher dazu führt, dass nicht viel Sauerstoff ins Gehirn und in die Muskeln kommt und man sich immer sehr müde fühlt. Deshalb regelmäßig Rote Beete essen (mindestens alle zwei Wochen - einfach klein schneiden und ohne Gewürze z.B. mit einem Apfel essen).

7. Ritzen erzeugt Glückshormone, die meisten wissen nicht, dass die gleichen Glückshormone auch beim Sport aus geschüttet werden.

Kurz: Verhältnismäßig kleine Umstände können dazu führen, dass man sich wohler fühlt und darauf hin arbeitet wieder richtig glücklich zu sein. Genug positive Beispiele gibt es ja.

Antwort
von NoHumanBeing, 220

Es gibt wohl vor allem zwei Gründe dafür.

Der erste ist, dass man davon ausgeht, dass Menschen, die sich selbst das Leben nehmen möchten, in einer Affekthandlung oder im Zustand geistiger Verwirrung handeln und man sie daher davon abhalten muss, weil sie es "eigentlich" nicht wollen.

Der zweite ist, dass der Staat an jedem Bürger verdient, da dieser ihm Steuereinnahmen bringt. Indem Du Dich umbringst, entfernst Du Dich selbst aus diesem System, was dem Staat Nachteile bringt.

Antwort
von FelinasDemons, 325

Suizid darf man schon begehen. Nur wird es (verständlicherweise) nicht gerne gesehen.

In einem Forum gab's mal eine ähnliche Diskussion. Die Antwort eines Users dort hat die Sache ziemlich auf den Punkt gebracht:

Suizid ist auf beiden Seiten Egoistisch. Es ist vom Selbstmörder egoistisch seine Familie aufgrund von eigenen seelischen Problemen, kampflos zu verlassen. Immerhin lässt er extrem gebrochene Seelen zurück.
Wider rum ist es von der Familie egoistisch zu verlangen, dass jemand der sein Leben als Last sieht und sich da irgendwie durchquält, es "einfach" zu ertragen und ihnen ja nicht das Herz brechen sollen.

Fazit : Suizid ist egoistisch so oder so. Da gibt's eigentlich keine Diskussion. Beide "Parteien" sind an diesem Egoismus beteiligt.

Antwort
von lea5713, 246

Prinzipiell darf jeder machen was er will aber personen denen du zb wichtig bist wollen das vielleicht einfach nicht?

Kommentar von wdhbjwads ,

Also darf man sein Leiden nicht beenden, weils der Omi nicht gefällt?

Kommentar von lea5713 ,

wie bereits gesagt, du darfst ja machen was du willst :D was die anderen wollen kann dir im dem fall ja egal sein

Antwort
von Esbatine, 40

Wenn jemand sich umbringen will hat er auch Gründe dafür, sonst würde er nicht auf diese Gedanken kommen. ich finde jeder Mensch sollte über sein Leben oder Tod selbst entscheiden dürfen. Leider tut uns dieser ach soziale Staat auch in diesen Punkt bevormunden. Deshalb sparen und in die Schweiz gehen. Wenn mans noch kann.

Kommentar von Bitterkraut ,

Warum in die Schweiz gehen? Man darf sich auch in Deutschland kostenfrei umbringen. Oder was kostet es, von einer Brücke zu spingen?

Antwort
von SerenaEvans, 202

Eine Bekannte von mir hatte eine starke Schilddrüsenunterfunktion und dadurch extreme seelische Probleme. Sie hat sich einmal deswegen fast das Leben genommen. Seit das erkannt wurde und die in Behandlung ist, geht es ihr super und sie liebt ihr Leben.

Wenn man suizidgefährdete Menschen einfach machen lässt, dann sterben auch jene, denen geholfen werden kann.


Antwort
von einfachichseinn, 134

Im Grunde genommen lassen sich die Probleme,die ein Mensch hat lösen, auch wenn es für den Betroffenen subjektiv nicht so aussieht.
Das ist ein Punkt, um zu sagen: bring dich nicht um!

Ein anderer Punkt ist der eigene Egoismus. Die Menschen denken daran, wie sehr sie leiden, wenn eine andere Person stirbt.

Außerdem ist Selbstmord auf einer Art und Weise sehr einfach und feige.

Kommentar von wdhbjwads ,

Depressionen können ohne 'Gründe' in der Umwelt vorkommen, ausgelöst durch Ungleichgewicht im Hirn und kommen bei den meisten Personen immer wieder => fast schon als unheilbare Krankheit zu bezeihnen...

Kommentar von rlstevenson ,

Nicht unbedingt heilbar, aber behandelbar.

Kommentar von Esbatine ,

Einfach und feige finde ich nicht gut kommentiert. es geht doch um die Frage , warum. Ist es eine unheilbare Krankheit oder nur Frust über das eigene Leben. Hier muss man differenzieren. Was dieser Staat seinen Bürgern vorschreibt. Die lassen einen nicht mal friedlich einschlafen da wird man 3x wiederbelebt, egal ob man dann im Wachkoma liegt. Einfach furchtbar.

Antwort
von lngXdiabolus666, 366

Die leute die hier schreiben suizid sei angeblich egoistisch haben keine ahnung was diese menschen für ein leid ertragen müssen...man bringt sich immerhin nichz "mal eben so zum Spaß" um ! Dennoch ist es so, dass man psychisch labil ist und deswegen meist dazu neigt sich umbringen zu wollen OBWOHL man es hinterher eventuell bereuhen würde. Das wäre schade um das leben dieser person deswegen wird ihr geholfen... diejenigen die sich töten wollen, wollen meistens nicht wirklich "tot" sein, sondern sie ertragen das leid nicht. Es isz eine art hilfeschrei. Das heisst, man muss Ihnen helfen und sollte den suizid verhindern, damit es ihnen später besser geht !

Kommentar von Empylice ,

Klasse erklärt. Endlich jemand, der weiß, was er sagt.

Antwort
von lalifa, 248

dürfen darf man schon. aber es muss der freie wille sein. und wer einer angst entkommen will, den schlechten umständen, der depression, dem alleinsein, dem liebeskummer - der entscheidet nicht aus freiem willen. der ist unter druck, der will... eigentlich will der nicht  nicht mehr leben, sondern nicht mehr SO leben. ihm das klarzumachen, ihm zu helfen, das leben wieder als lebenswert zu empfinden, dass ist es, was die moral uns vorschreibt.

Kommentar von fischele ,

Bitte Groß und Kleinschreibung beachten! Danke

Antwort
von AnglerAut, 320

Rein rechtlich ist Selbstmord nicht strafbar, insofern würde ich erst einmal deiner Aussage widersprechen, denn Suizid ist somit erlaubt.

Moralisch bedenklich ist es oft insofern, dass man die Menschen um einen herum mit Zweifeln und Schuldgefühlen zurück lässt.

Kommentar von Empylice ,

Wär ja unlogisch, wenn nicht. Ein Toter kann schlecht bestraft werden.

Kommentar von AnglerAut ,

Das Argument ist schwach, denn viele Selbstmordversuche klappen nicht und auch dann gibt es keine rechtliche Ahndung.

Und in Japan z.B. dürfen hier die Verwandten eine saftige Strafe zahlen.

Kommentar von Empylice ,

Nun, so oder so ist so etwas absolut unlogisch und wäre es strafbar, so wäre es unmenschlich. Schließlich hat ein Suizidant seine Gründe und meist erträgt er einfach das eigene Leid nicht mehr. Es ist unlogisch, jemanden wegen Verzweiflung zu bestrafen.

Kommentar von AnglerAut ,

Nichtsdestotrotz wird dies in weiten Teilen der Welt so gehandhabt.

Kommentar von KittyCat2909 ,

Nichtsdestotrotz wird dies in weiten Teilen der Welt so gehandhabt

Wie gehandhabt?

Kommentar von AnglerAut ,

Dass der Versuch eines Selbstmordes behördlich bestraft wird.

Antwort
von nowka20, 85

Wenn die Menschen ihrer Naturanlage nach die Lust erstrebten, sie aber unmöglich erreichen kön-nen, dann wäre Vernichtung des Daseins und Erlösung durch das Nichtsein das einzig vernünftige Ziel. Und wenn man der Ansicht ist, daß der eigentliche Träger des Weltschmerzes Gott sei, so müßten die Menschen es sich zur Aufgabe machen, die Erlösung Gottes herbeizuführen.
Durch den Selbstmord des einzelnen wird die Erreichung dieses Zieles nicht gefördert, sondern beeinträchtigt. Gott kann vernünftigerweise die Menschen nur geschaffen haben, damit sie durch ihr Handeln seine Erlösung herbeiführen. Sonst wäre die Schöpfung zwecklos. Und an außer-menschliche Zwecke denkt eine solche Weltansicht. Jeder muß in dem allgemeinen Erlösungswer-ke seine bestimmte Arbeit verrichten. Entzieht er sich derselben durch den Selbstmord, so muß die ihm zugedachte Arbeit von einem anderen verrichtet werden.

Dieser muß statt ihm die Daseinsqual ertragen.

Und da in jedem Wesen Gott steckt als der eigentliche Schmerzträger, so hat der Selbstmörder die Menge des Gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert, vielmehr Gott die neue Schwierigkeit auferlegt, für ihn einen Ersatzmann zu schaffen.

(von Dr. R. Steiner aus der GA 004: Der Wert des Lebens XIII)

Antwort
von Heldinnen, 165

Man darf Suizidgedanken begehen. Nur ist es so, dass man erst alles mögliche versucht um den Menschen zur Vernunft zu bringen. Die meisten Menschen,  die Suizidgedanken begehen, haben Depressionen oder oft "nur" eine depressive Episode, heisst die Depressionen werden besser. Also wäre es doch schade, wenn die Leute sich umbringen, obwohl das Leben so viel zu bieten hat. 

Antwort
von pisma, 47

..wieso Menschen denken...

Weil das Bewusstsein stets zu spät kommt. Es gibt zwar das Wort "Nachdenken" doch es gibt nicht das Wort "Vorher denken" .

Antwort
von regex9, 182

Vor einem Suizid sollte geklärt werden, ob

  • bereits alle Lösungsmöglichkeiten vollends ausgeschöpft wurden
  • die Person wirklich sterben möchte (vordergründig geht es der Person ja "lediglich" darum, ihr Problem zu lösen)

Andere Menschen wollen nicht, dass sich jemand umbringt, weil sie die Person mögen / brauchen und nicht verlieren wollen. Außerdem gibt es einen Konflikt aufgrund mangelnden Verständnisses. Nach den Lehren von Religion ist ein Suizid ebenso keine gute Tat, denn man flieht vor den Prüfungen, die einem gestellt wurden. Es ist keine wirkliche Problemlösung.

Antwort
von AlterHallunke, 250

Es ist deine Entscheidung. Aber ich meine , dass das Leben für Erfahrungen und anschließender Verarbeitung dieser Erfahrung ( Tod ) dient.

Antwort
von Bitterkraut, 33

Man darf. Keine Ahnung, wer dir erzählt hat, daß man sich nicht umbringen darf.
Woher hast du die Idee?

Kommentar von wdhbjwads ,

Fall in meinem Umkreis: Mann mit langjährigen Depressionen versucht sich umzubringen, gute Freundin von ihm ruft Rettungswagen -> Einweisung wegen Gefahr für sich selbst

Antwort
von BrightSunrise, 174

Wer sagt, dass man keinen Suizid begehen darf? Derartige Gesetze gibt es in Deutschland nicht, soweit ich weiß.

Grüße

Kommentar von wdhbjwads ,

Naja das stimmt, aber man wird z.B. Eingewiesen weil man für sich selbst eine Gefahr darstellt, Leute versuchen ganz offensichtlich sich selbst umzubringen, aber werden dann 'gerettet'.

Kommentar von BrightSunrise ,

Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Ich bin auch für die aktive Sterbehilfe, aber nur, nachdem der Patient von einem bzw. mehreren Psychologen untersucht wurde.

Kommentar von LouPing ,

Hey wdhbjwads

Wer das wirklich will zieht das durch, ohne Fragen und ohne wenn und aber. 

Leute die eingewiesen werden rufen in der Regel um Hilfe. 

Kommentar von mau339 ,

in New York gab es mal das gesetz wer ein begeht Selbstmord oder erwischt wird wird mit dem tod bestraft 😂 oder der in Frankreich wurde aufgrund einer Friedhof überfüllung das sterben verboten

Kommentar von Empylice ,

XD Wie bescheuert!

Kommentar von Rosy1974 ,

Wer Selbstmord begeht, wird mit dem Tod bestraft - wie bescheuert ist denn das? Wie kann man jemanden mit dem Tod bestrafen, der sich bereits umgebracht hat?  Typisch Amis. Die haben offensichtlich alle einen an der Klatsche.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das Gesetz ist super, denn es erfüllt sich von selbst ohne jeglichen bürokratischen Aufwand! :-)

Antwort
von blumenFee47, 128

Hallo,

ich schrabbe auch sehr oft am Hang entlang....möchte nicht mehr. Dennoch bekomme ich doch immer wieder den Drang es nochmal zu versuchen...es muss sich doch irgend wofür lohnen....aber es kann dann auch mal irgendwann zu Spät sein..

Auch weiß ich das dass gegenüber meiner Tochter und Freund ungerecht/egoistisch wäre. Aber wer unter Depressionen leidet kann das nicht steuern....es passiert einfach ....man hat den Gedanken im Kopf...es zu tun.

Es verbietet niemand...aber in dem Moment wenn du dich dazu äußerst/deine Tötungsabsichten bekannt gibst...darfst du in die Psychiatrie Zwangseingewießen werden ....lg blümchen


Kommentar von WernerTX ,

Ergo: Wer wirklich vorhat Suizid zu begehen, der behält das für sich und macht es einfach.

Kommentar von blumenFee47 ,

Ja. Ansonsten empfinde ich es als Hilferuf damit sich jemand um einen kümmert.....lg blümchen

Kommentar von NoHumanBeing ,

Auch weiß ich das dass gegenüber meiner Tochter und Freund ungerecht/egoistisch wäre.

Naja, ich weiß nicht ... ich glaube, wer vorhat, sich selbst das Leben zu nehmen, dem ist das (zurecht) egal.

Ich meine wie "abgebrüht" muss man sein, um sterben zu wollen? Der Selbsterhaltungstrieb ist so ziemlich das stärkste, das es in der Natur gibt. Wenn selbst der Dich nicht mehr aufhält, dann sind Dir ein paar andere Menschen, die ein paar Tränen vergießen, auch ziemlich egal.

Also das Argument ist in meinen Augen echt schwach. Es ist immer noch mein Leben. Kein Mensch auf dieser Welt hat einen Anspruch darauf, dass ich lebe.

Und nein, ich habe keine Suizidgedanken und bin auch kein Egoist, sondern eher im Gegenteil, ein Altruist, aber eine solche Denkweise empfinde ich schon als extrem perfide. Ein Mensch ist keine Sache, die uns "gehört".

Kommentar von blumenFee47 ,

Es hat keiner einen Anspruch darauf, damit hast du recht. Nur, wenn man mit jemanden eng verbunden ist, dann fließen vielleicht nicht nur ein paar Tränen, sondern kann auch Schaden an den Personen anrichten wenn diese sehr labil sind....drum nehme ich ja Medikamente damit ich keinen schaden werde....lg blümchen

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ja, da hast Du natürlich Recht.

Antwort
von bachforelle49, 96

weil das `so `nicht im Plan des bzw. deines Lebens verzeichnet bzw. vorgesehen ist. du nimmst oder nähmest -salopp ausgedrückt- etwas vorweg, was einer höheren Macht vorbehalten ist, nämlich in Verbindung mit deinem Lebensschicksal dein persönlicher Gott, der dir den Weg für dein Leben weist - und nicht für dein Ableben (=Tod..)

gleichwohl bin ich versucht zu sagen, daß Schicksal auch Ableben bedeuten kann, und wenn die Verzweiflung am größten ist, dann sollte wider besserer Erkenntnis auch der letzte Schritt erlaubt sein.. denn ein früheres Sterben ist eben auch Schicksal, und bevor man `verreckt ` , sollte der Suizid statthaft sein und nicht verweigert werden.. Wer das nicht wahrhaben will, handelt auch wider besserer Erkenntnis, denn er wäre gefordert zu helfen und das können die wenigsten... wenigstens uneigennützig und ehrenamtlich sozusagen, also ohne Geld einen sterbenskranken Menschen helfen...

für viel Geld helfen, ja, das ist klar, aber dann steht der Mammon an erster Stelle, und die Hilfe wird unglaubwürdig, wie man ja auch tagtäglich bei der Begleitung von Alzheimer und Demenzkranken sehen kann... Hier findet nur noch Siechtum statt, was dann - wie gesagt - für viel Geld verwaltet wird, und hier gilt für mich, daß Suizid statthaft ist, würde es legalisiert werden wie in der Schweiz - da aber auch nur für 10000 € Minimum, also um auf deine Frage zu antworten,  du darfst keinen Suizid begehen, sondern muß ggflls verrecken, wenn dir niemand bei deinen letzten Schritten zur Seite steht..

Antwort
von vitus64, 212

Natürlich darf man das. Woraus sollte sich denn ergeben, dass man es nicht darf?

Antwort
von Minyal, 173

Christlich betrachtet, ist es verpöhnt Suizid zu begehen, weil man einen Mord begeht, den man selbst nicht mehr beichten kann.

Gesellschaftlich ist es wohl eher verpöhnt, weil es ein Zeichen für  Schwäche ist, Suizid zu begehen. Es ist kein "normaler" Tod, sondern einer, der weitere  Fragen nach dem "wieso?" aufwirft. Damit müssen sich dann  eventuell noch die Angehörigen beschäftigen. 

Kommentar von emoschlumpf666 ,

der Priester hat gesprochen

Antwort
von BurgN, 60

Hallo,

Suizid ist in unserer Gesellschaft nicht verboten. Es gibt kein Gesetz hierfür.

Etwas schnodderig ausgedrückt könnte man es auf dem Punkt bringen "wer sich umbringen will tut dies so, dass es klappt. Wer davon abgehalten werden kann, der will sich im Grunde nicht umbringen."

Deswegen reiche jedem, der sich äußert sich umbringen zu wollen die Hand und versuche ihn daran zu hindern.

Schöne Grüße

Antwort
von Rationales, 110

Ich kenne einen Fall, da hat EINE Person (Schizophreniker) in der ganzen Großverwandtschaft unendliche Probleme produziert und etliche an den Rand der Existenz gebracht.

Schließlich machte sie Selbstmord - das beste, was den Menschen jemals geschehen konnte. Sofort ging die Sonne wieder auf und alle konnten wieder befreit und glücklich leben. Selbst ihre Kinder dankten dem Himmel für den Selbstmord.

Antwort
von Shalidor, 73

Es ist im Grundgesetz verankert. Mord ist und bleibt illegal. Und wenn du dich selber umbringt ist das ja auch Mord. So schonmal rechtlich begründet. Und wenn sich jemand umbringt ist er zwangweise geistig verwirrt, krank oder verzweifelt. In jeglichen Fällen hat man keine direkte Kontrolle über sich und seine Entscheidungen und da wird die Rettung vor dem Suizid als Selbstschutz angesehen. Zudem ist Suizid meistens ziemlich egoistisch. Man fügt den Menschen in der Umgebung viel mehr Leid zu als man selber ertragen muss.

Kommentar von WernerTX ,

Dann ist es Suizid = Selbsttötung und eben kein Mord. Für Mord braucht es Tatbestandsmerkmale wie Habgier, Eifersucht, Mordlust. Dies trifft bei der selbsttötung nicht zu.

Kommentar von Shalidor ,

Um sich selber zu töten brauchst du keinen Mordlust? Keine Lust dich selber zu töten?

Kommentar von KittyCat2909 ,

Um sich selber zu töten brauchst du keinen Mordlust?

Exakt, ein Selbstmörder tötet sich selbst in den wenigsten Fällen, aus Lust/ Begehr zu morden- sondern aus Lebensmüdigkeit- Aufgabe.

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Suizid wird in West Europa auch nicht rechtlich bestraft.

Man fügt den Menschen in der Umgebung viel mehr Leid zu als man selber ertragen muss.

Woher willst du das wissen, wenn du dich offensichtlich nicht in die Person eines Lebensmüden hineinversezen kannst?

Kommentar von WernerTX ,

Mord bezieht sich immer darauf, einen anderen Menschen vorsätzlich zu töten.Begeht man suizid, dann tötet man keinen anderen Menschen, sondern sich selbst. Daher auch der Begriff Selbsttötung. Ein Suizid kann also nie ein Mord sein, egal aus welchen Beweggründen.

Kommentar von Shalidor ,

Meine Fresse, was seid ihr denn alle für Gscheidhaferl?? Dann ist es eben Tötung und kein Mord. Dadurch wird es auch nicht legal. Also hört mal auf mit eurer Haarspalterei. 

Kommentar von KittyCat2909 ,

@Shalidor Hoppla da habe ich dir doch tatsächlich ein Dh gegeben -


Dann ist es eben Tötung und kein Mord. Dadurch wird es auch nicht legal


Dann sei bitte so gut, und zeig uns das betreffende Gesetz, in dem Suizid geahndet wird- interessant wäre vor allem die Umsetzung der Strafe. :))


Kommentar von Shalidor ,

Tötung eines Menschen ist illegal. Den Paragraph dazu kannst du selber raussuchen. Allerdings macht die Bestrafung bei einem Suizidtoten keinen Sinn. Aber bei der Frage geht es ja ums theoretische.

Antwort
von Bambi201264, 51

Suizid wird mit dem Tode bestraft XD

Also ich finde Selbstmörder auch feige oder dumm, denn es gibt immer eine Lösung, man muss sie nur finden. Man sollte nicht allen, die einen lieben, so dermassen weh tun.

Ausnahme: Menschen, egal welchen Alters, die an einer äusserst schmerzhaften und/oder tödlichen Krankheit leiden. Da habe ich vollstes Verständnis, wenn sie ihre Qualen etwas eher beenden möchten.

Schwieriges Thema...

Antwort
von ScienceFan, 95

Man darf es theoretisch, aber es muss mit allen Mitteln verhindert werden.

Der einfache Grund  dafür ist, dass ein erfolgreicher Suizid nicht umkehrbar ist, sprich du kannst einen Toten nicht wiederbeleben.

 Deswegen sollte man mit einen Suizidalen erstmal mit allen Mitteln "beschützen", damit er nochmal Zeit hat um nachzudenken.

Ich spreche aus Erfahrung.

Antwort
von NadimFalastin, 162

Stimme dir voll und ganz zu. Ich bin nicht dafür, dass man sich umbringen sollte. Es gibt immer eine Lösung, egal wie verfahren die Situation ist. Aber wenn jemand sich dazu entscheidet sich das Leben zu nehmen, dann ist das so. Man kann da helfend versuchen zu intervenieren, aber man dürfte dieser Person dann beispielsweise keine Handschellen anlegen, um es zu verhindern. Das ist meiner Meinung nach Frehieitsberaubung.

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