Frage von Loeffelqualle, 70

Warum braucht heutzutage Jeder einen Psychologen?

natürlich jede person hat probleme, mehr oder weniger schlimme aber manchmal denk ich mir einfach nur "nein..das kann doch nicht wahr sein..." z.b depressionen..manche menschen bekommen die einfach so (ja es ist so, ich hatte auf einmal depressionen, hat sogar meine ärztin belegt und ich bin da alleine wieder rausgekommen, oh wunder) und da frag ich mich ob es sowas früher nicht auch gab..ich meine..die leute haben damals trotz allem überlebt und wir heulen weder jeder kleinigkeit und werden in eine therapie geschickt. was ist mit den menschen passiert? warum sind wir solche weicheier? ist das jetzt mode sich zu ritzen? (magersucht ist ja schon lange in mode, siehe viktoria secret) ich meine, vor ein paar jahren wäre niemals ein mensch auf die idee gekommen sich in den arm zu schneiden weil er scih hässlich findet und aufmerksamkeit will. an alle die sich ritzen, so bekommt ihr übrigens auch keine. letztens hab ich mitbekommen dass jemand in eine klinik für psychische störungen hatte weil er immer laut gezählt hat. früher hätte es eine schelle gegeben und der junge hätte aufgehört aber neeiin heute muss man ja an sowas pädagogisch rangehen und ursachenforschung betreiben <.< meine güte, ich bin ja auch mal ewigkeiten zu nem psychodoktor gegangen (auf wunsch meiner ärztin, und ich musste da ich noch minderjährig war) und die frau hat jahrelang an mich hingeredet, es hat mich nicht interessiert was sie gesagt hat. ich wollte nicht das tun was sie wollte und basta :D (als ich dann keinen bock mehr hatte, hab ich einfach so getan als stimme ich ihr zu und bla bla bla, menschen sind so dämlich) nennt man auch pupertät, daran haben alle kinder zu leiden aber im 21 jahrhundert muss man mit sowas ja natürlich zu einem psychologen gehen >.< also WARUM sind wir solche weicheier, die sich selbstbemitleiden und aufmerksamkeit um jeden preis wolle?

Antwort
von Xirain, 33

man brauch Psychotherapeuten und Psychiater. Psychologen sind grundsätzlich was anderes.

Und ja wer einen brauch, soll auch einen bekommen, das ist meine Meinung.

Ohne meinen Psychotherapeuten, wäre ich nach dem plötzlichen Krebstod meiner Schwester vermutlich nicht damit fertig geworden. Ich wäre irgendwann von einer Brücke gesprungen.

Meiner Meinung nach liegt das brauchen eines psychologen daran, dass die Menschen heutzutage immer besser, schneller, höher, mehr brauchen.
Ständig erreichbar, ständig vergleichbar, man "soll" alles besser machen als andere...
Aber in der Familie lernt man immer weniger wie man mit Problemen des ganz normalen Lebens umzugehen hat (tod, krankheit, trauer...)

Überforderung usw.

Du magst dich da alleine rausgekämpft haben (Respekt an der Stelle), aber andere wurden so verkorkst vom Leben, dass sie nicht mal nein sagen können, wenn sie etwas eigentlich garnicht wollen.
Dann brauch man Hilfe.
Oder wenn man garnicht mehr aus dem Bett aufstehen kann, weil man Angst hat sich vors nächste Auto zu werfen...oder weil man einfach garnichts mehr fühlt...

Ich weiß nicht ob du wirklich eine Depression hattest,ich glaube es aber nicht. Diagnosen vom hausarzt zählen nicht, die haben keine Ahnung von psychischen Erkrankungen.

Wenn man ein Jahr lang damit verbringt sich zu fragen ob man noch leben will, sollte man ZU RECHT einen Psychotherapeuten aufsuchen dürfen

Antwort
von quinzi04, 10

Also erstmal kann man das nicht pauschalisieren, denn nicht alle Leute die zum Psychologen/Psychotherapeuten oder sowas gehen, machen das, weil sie Aufmerksamkeit wollen. Ich selbst war ein halbes Jahr in der Psychiatrie und das ganz sicher nicht wegen Aufmerksamkeit, mir ging es einfach psychisch total schlecht, ich wollte mich umbringen und das nicht weil ich Aufmerksamkeit wollte, sondern weil mir mein Leben sinnlos erschien und nicht so weiterleben wollte. Eine Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit und viele Leute mit Depressionen werden als Aufmerksamkeitssuchende Idioten angesehen, aber das ist nicht so, ich kenne viele Leute mit Depressionen und die meisten davon hatten eine schlimme Kindheit oder haben etwas schreckliches erlebt, das war früher auch so, aber früher gab es auch mehr Selbstmorde nur war das früher egal, das hat niemanden interessiert, weil die Leute einfach als verrückt abgestempelt wurden. Doch heute gibt es Behandlungsmethoden, die auch was bringen, früher gab es die nicht. Man muss nicht nur weil es einem schlecht geht zum Psychologen gehen, aber wenn das anhält und noch andere Symptome wie Schlafstörungen dazu kommen, sollte man sich abchecken lassen, denn lieber geht jmd gesundes zum Psychologen als das jemand psychisch krankes nicht hingeht, weil er Angst hat das er nicht ernst genommen wird, weil es genau solche Fragen wie deine gibt. Nicht jede psychische Krankheit ist wegen einem Trend, auch nicht wenn man sich ritzt ist das wegen einem Trend, ja es gibt ein paar wenige die das wegen Aufmerksamkeit machen, aber die meisten die sich selbst verletzen machen das krankhaft, sie verlieren die Kontrolle und können gar nichts dafür. Die meisten verstecken das auch und wollen genau das Gegenteil nämlich das man das nicht sieht und genau keine Aufmerksamkeit bekommt.
Wenn du richtig psychisch krank wärst, dann würdest du eine solche Frage nicht stellen, weil du verstehst nicht wie wichtig es ist Hilfe zu bekommen und wie sehr du psychisch Kranke damit verletzt, weil du sie runtermachst und nicht ernst nimmst. Psychische Krankheiten sind ernst, sie sind genauso ernst wie eine physische Krankheit, nur das man sie nicht so leicht loswird, sie ist eher so gefährlich wie Leukämie, denn ohne Behandlung kann das tödlich enden. Deine Frage ist so ähnlich wie wenn du fragen würdest, warum Leute mit Krebs zum Arzt gehen. Psychische Krankheiten werden in unserer heutigen Gesellschaft einfach nicht akzeptiert.

Antwort
von konstanze85, 22

Pauschalisierungen stimmen nie.

Zum Teil hast Du aber recht, finde ich. Liegt aber auch an dem Lebensstil.

Im und nach dem zweiten Weltkrieg waren die Menschen eben viel Härteres gewohnt, die Leidensgrenze war weiter gesteckt. Heutzutage leben wir hier in Sicherheit und Geborgenheit (größtenteils), da haut es den Einzelnen schneller um, wenn etwas "schlimmes" passiert, wobei es hier auch auf das Wesen und die Stabilität oder Labilität des Einzelnen ankommt.

Was den Einen umhaut, ist für den Anderen nicht so schlimm.

Kommentar von Suboptimierer ,

Pauschalisierungen stimmen nie.

Kann man das so pauschalisieren? ^^

Kommentar von konstanze85 ,

Natürlich. Dafür gibt es keinen Umkehrschluss.

Antwort
von MrWolf633, 16

Dank geilen Social Media Plattformen, wo wirklich noch so jeder Dorftrottel mit seinem Eltern der Eltern und Besitz prollen muss und wenn man halt nicht so tolle Eltern hat (Hartz 4 oder wasweißichwas), ist halt nicht so cool. Wenn sie Schwäche bei anderen zeigen, sind das halt "Opfer" und sind nicht cool, weil sie z.B keine Nike Schuhe haben. Oder der Vater hat keinen coolen Job und ist z.B ein Koch. Ja, was soll man da noch sagen? Ich finde dieser noch so kranke 24/7 Trend nervt langsam das ist doch jedesmal der gleiche Schrott. Was will man da beweisen? "Ich geh Fitnessstudio, fühle mich wie der Boss und box alle weg!" Dann noch so blöde Fotos, wo Klitschko nur lachen würde. Und durch diesen Druck finden sich viele psychisch am Ar***, weil sie nicht mitmachen können. Die Leute, die Depressionen haben schaden sich in Wirklichkeit nur selber und öffnen sich nicht. Sie haben davor einfach Angst. Sie wissen nicht wieso, aber sie haben Angst. Und eins ist klar: Social Media ist auch einer der Gründe, wieso einige Leute an solche Gedanken kommen wie ritzen, Selbstmord, weil man von anderen gemobbt wird (da kommt noch Cyber-Mobbing, deutsch sowas wie: Mobbing im Internet), einfach weil wenn jemanden merkt, dass ist nichts für mich, was sie da machen -> Sofortige Ausschließung. Und das macht den gemobbten, wenn er niemanden um sich hat, kaputt. Und: Die Zahl der Fälle steigt langsam immer weiter in die Höhe!   WENN jemand was schaffen will, da rauszukommen, dann wird er das AUCH SCHAFFEN! AUCH DEPRESSIONEN! Aber durch falsche Leute haben manche diesen EHRGEIZ nicht. Und wenn er es gemerkt hat, dass er schlechte Dinge tut aber immernoch weiter macht, muss man echt leider sagen: "Selber Schuld!" Und wehe man kommt dann mit: "Ich bereue, dass..." und "hätte ich nur...." NEIN! So bringt man erst recht NICHTS auf eine Reihe. Und nichts geht von heute auf morgen, klar. Aber nur einer mit Ehrgeiz hat nur Chancen, ein glückliches Leben zu führen, sonst wirst du nur ausgenutzt wie sonst was. Und diese Psychologen, die meisten zumindest, haben nicht Ahnung von der Materie, die gucken nur auf die Brieftasche, ob da Geld ist, der Patient ist doch denen wuppe! 

War zwar 'n etwas längerer Text von mir, schreibe eigentlich nicht so viel aber vielleicht für einige Hilfreich :)

Antwort
von dandy100, 11

Es ist der hochgezüchtete Egoismus und das enorme Anspruchsdenken das viele psychischen Störungen mit sich bringt. Die Einstellung, dass wir alle ein Recht darauf haben glücklich, erfolgreich, gesund und alt zu werden und alles erreichen können, was wir wollen, lässt in dem Moment die Welt zusammenbrechen, wo man bemerkt, dass das Leben nun mal nicht so ist - dies zu akzeptieren, ist allerdings total out, da rennt man lieber zum Psychologen, bei dem man dann endlich wieder der Mittelpunkt des eigenen Universums ist: Ein wenig Demut (völlig unmodernes Wort) und die Erkenntnis, dass man auf gar nichts ein Recht hat, nicht einmal auf das Leben selbst, dass das alles Geschenke sind, für die man dankbar sein muss, wären sicher gesünder für die Psyche.


Antwort
von MaggieM2S2, 27

Hab ich mir auch schon gedacht, aber trifft ja nicht auf alle zu? Depressionen können sich verschieden auswirken, entweder sehr schlimm oder eben eher weniger. Du hattest wahrscheinlich nur eine leichte Depression und hast es alleine geschafft :). Aber es gibt auch extremere Formen und ohne Tabletten und regelmäßige Behandlung geht da gar nichts. Ich finde auch, dass es neue "Mode" geworden ist Problem zu haben, aber als außenstehender kann man das schlecht beurteilen oder verurteilen

Antwort
von xxxlx, 9

Ich denke mal ist in der heutigen Zeit ein allgemeines Problem welches durch Streß und Schnellebigkeit ,Unverständnis und andere Phänomene entsteht.In den vergangenen 60 Jahren nach dem zweiten Weltkrieg hat sich das Leben auf diesen Planeten gravierend verändert. Es wurde von uns mehr gefordert um diesen Staat wieder aufzubauen. Wir haben dieses geschafft aber auch leider auf Kosten unserer Gesundheit. Die Menschen damals so die Erzählungen meiner Großeltern u. Eltern haben es einfach ruhiger angehen lassen,gemütlicher,mehr zusammenhalt untereinander und nicht soviel Hektik verbreitet.Heute muß alles schnell,schnell gehen und es wird viel Druck ausgeübt nur um das Ziel zu erreichen welches man sich gesetzt hat. Dazu schlechtes Betriebsklima, Neidisch auf den Kollegen , bei jeder sich bietenten Gelegenheit wird über den einen oder anderen hergezogen. Dies alles schlägt bei vielen Menschen nicht nur auf die Psyche sondern  auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand  nieder.Was ich ganz schlimm finde was psychische Erkrankungen anbetrifft es wird immer mehr. Und die Rückfallquote solch einer Erkrankung ist enorm hoch. Und für jede Form einer psychischen Erkrankung gibt es Fachkliniken, die diese Krankheiten behandeln, teils mit großen Erfolg.Deswegen sind wir keine Weicheier sondern eigentlich nur Opfer unserer Zeitepoche und wie es aussieht wird es auch in den nächsten Jahrzehnten sich weiterhin fortsetzen.Ich hoffe für alle die unter einer psiyschen Erkrankung leiden ,das Sie wieder Gesund werden und dazu gehört ein ganz starker Wille.

Antwort
von Suboptimierer, 18

"...da frag ich mich ob es sowas früher nicht auch gab..ich meine..die leute haben damals trotz allem überlebt..."

Oder auch nicht...
Wer erzählt denn die Geschichten der am Selbst Gescheiterten?

Manche gehen vielleicht unnötiger Weise zum Psychologen, bei manchen ist es vielleicht gerechtfertigt. Mich würde mal interessieren, weshalb dich das so interessiert, wer gerechtfertigt in Behandlung ist und wer nicht.

ist das jetzt mode sich zu ritzen?

K. A. Fakt ist, dass sich viel geritzt wird. Die sich sofort anschließende Frage ist: Was machen wir mit denen?

früher hätte es eine schelle gegeben und der junge hätte aufgehört 

Er hätte aus Angst aufgehört. Er wurde durch eine Schelle aber nicht auf einmal geheilt.

und der junge hätte aufgehört aber neeiin heute muss man ja an sowas pädagogisch rangehen und ursachenforschung betreiben

Nochmal: Was ist genau dein Problem, welches du damit hast, dass Leute zum Psychologen gehen? Ich verstehe das nicht, dass du versuchst dagegen zu argumentieren, dass Menschen um ihre Gesundheit besorgt sind.

Selbst wenn man sich irren würde, so wäre es doch ein guter psychischer Rundumcheck. 

Kommentar von Loeffelqualle ,

wenn die menschheit es damals nicht geschafft hätte, gäbe es uns heute nicht

Kommentar von Loeffelqualle ,

und es ist doch egal weshalb er aufhört, hauptsache er tuts. man lernt ja in der schule auch nur weils sonst strafe gibt etc (ausnahmen bestätigen die regel)

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich finde nicht, dass das egal ist. Erstens bin ich generell gegen Gewalt gegen Wehrlose. Zweitens kann der Kranke nichts für seine Krankheit. Er will ja niemanden damit ärgern. Drittens können sich die unterdrückten Gefühle aufstauen und irgendwann explosionsartig nach außen strömen.

Ein sehr schlimmes Beispiel für derart schlimme Auswirkungen sind die Amokläufer. 

Wie bei physischen Krankheiten ist es auch bei psychischen Krankheiten von Vorteil, wenn man sich so früh wie möglich um sie kümmert.

Lieber einen Gesunden zuviel behandelt als einen Kranken zuwenig.

Kommentar von Suboptimierer ,

Hä? Ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster und behaupte, dass nicht jede psychische Krankheit erblich bedingt ist und manche werden vererbt, führen aber nicht in den Totalgau, dem Suizid.

Es haben manche psychisch Kranken es geschafft, sich zu vermehren und manche psychisch stabilen.

Kommentar von Robert7194 ,

les dir ihre Fragen mal durch, scheint ein Opfer ihrer eigenen Psyche zu sein und prahlt dann hier rum, einfach nur lächerlich

Antwort
von Robert7194, 19

alter bist du geistig hängen geblieben  oder einfach noch ein Kind ?

deren probleme beeinflussen ihren tagesablauf, sie können anders nicht wie ein normaler mensch leben

Antwort
von simsataby, 26

Weil man nicht mehr auf sich alleine gestellt ist und alle zu fürsorglich sind

Antwort
von Adrian593, 7

Hey, habe eine ähnliche Frage: "Depressionen, einw Trend Krankheit", gestellt. Wenn du einfach mal auf mein Profil unter Fragen schaust, solltest es diese bei den letzten 4-5 Fragen stehen. Ich habe sehr gute Antworten, auch von Betroffenen bekommen, vielleicht helfen sie dir ja auch! Beste Grüße,Adrian13J:)

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