Frage von killerxy555, 95

Warum Brauchen wir Atomkraft und was sind die probleme von Atomkraftwerken?

Hallo zusammen, ich muss ein Physik vortrag halten über Atomkraftwerke aber 2 punkte/fragen für meinen vortrag fehlen mir. Und zwar: Warum brauchen wir Atomkraft ? Was sind die Probleme von Atomkraftwerken? Mein guter alter freund google konnte mir leider auch nicht helfen, daher frage ich hier. Ich hoffe auf hilfreiche antworten.

MFG

Antwort
von ichweisnix, 37

Warum brauchen wir Atomkraft ?

Man braucht keine Atomkraft, sondern Energie. Atomkraft ist eine Methode um Energie zu erzeugen.

Was sind die Probleme von Atomkraftwerken?

Nachteil sind die hohen Kosten bei Störfällen und die hohen Ewigkeitskosten (=Endlagerung). Zu beachten ist hier allerdings, das auch fossile Kraftwerke Ewigkeitskosten in Form von CO2 und Erderwärung verursachen. In Beiden Fällen werden die Ewigkeitskosten nur zu einen geringen Teil vom Verursacher getragen.

Kommentar von Comment0815 ,

In Beiden Fällen werden die Ewigkeitskosten nur zu einen geringen Teil vom Verursacher getragen.

Danke für diesen Satz. Der spricht genau das Richtige an.

Antwort
von Bambi201264, 44

Kernkraft (nicht: Atomkraft-) -werke können auf kleinem Raum grosse Mengen Strom erzeugen, die wir wohlstandsverwöhnten Westeuropäer benötigen. Andere Energiequellen (Windräder, Solarzellen usw.) benötigen viel mehr Platz, den wir im dicht besiedelten Westeuropa nicht haben.

Es gibt sichere und unsicher ("schneller Brüter") KK-Werke. Die Ironie ist, dass wir unsere "sicheren" KK-Werke abschalten (dafür hat seinerzeit Herr Trittin von den Grünen gesorgt) und dafür "Atomstrom" aus dem osteuropäischen Ausland importieren, die viele "unsichere" KK-Werke betreiben - und immer mehr davon bauen, da der Bedarf auch dort steigt.

Tja, das PROBLEM sind natürlich die ausgebrannten Brennstäbe. Diese können mehrfach "wiederaufbereitet" werden, letztendlich werden sie aber zu hochradioaktiven "Endabfall", der in Blei eingegossen als "Castor" in stillgelegten Salzstöcken eingelagert wird...nicht so toll...

Für dieses Problem gibt es leider keine Lösung. Das Zeug hat eine Halbwertszeit von 50.000 (!!!) Jahren, also nach dieser Zeit ist die HÄLFTE der Strahlung weg...nach weiteren 50.000 Jahren die Hälfte der übrigen Hälfte usw.

Kommentar von Comment0815 ,

Andere Energiequellen (Windräder, Solarzellen usw.) benötigen viel mehr
Platz, den wir im dicht besiedelten Westeuropa nicht haben.

Und was ist mit Photovoltaik auf Dächern von Privathäusern und Industriegebäuden? Außerdem ist ein gutes Konzept alte Müllhalden mit PV zu bedecken. Das ist sonst verschenkter Platz mit teilweise optimaler Ausrichtung und Neigung für PV-Anlagen. Wenn wir den Platz mal ausnutzen würden sähe die Energieversorgung schon ganz anders aus.

Kommentar von Jackie251 ,

welches dicht besiedelte Europa !?
In der EU kommen wir auf 116 Einwohner pro km²
Selbt die derzeit in Betrieb befindlichen Anlagen kommen auf 2,9 Million kWh pro Jahr pro Stück.
Bei einem Strombedarf für Deutschland von weniger als 8000 kWh pro Bürger pro Jahr, reicht eine Anlage für 362 Bürger.
Man bräuchte also nur eine Anlage auf 3 km².

Selbst wenn man für die Speichermöglichkeit zusätzlichen Platz benötigt  - ist jetzt nicht so als wäre Europa zu dicht besiedelt als das die anlagen hier platz finden würden oder?

Antwort
von mhhhhhhh, 58

1. Ja brauchen wir - Grüner Strom aus erneuerbaren Quellen ist im vgl. einfach viel zu teuer, des weiteren ist Atomstrom quasi immer verfügbar. Wind uns Sonne leider nicht.

2. Problem beim Atom ist eigentlich nur das wenn mal was passiert, nunja -> nicht schön. Und dann gibt es da noch das Problem mit der Entsorgung.

Kommentar von sunnyhyde ,

ökostrom ist teilweise schon günstiger..man muss nur  den anbieter wechseln...solarenergie speichert und man hat auch ohne direkte sonneneinstrahlung energie

Kommentar von mhhhhhhh ,

nein das ist flasch, es geht um die Herstellungskosten und nicht was der Käse aus der Steckdose dann mal kostet.... Ökostrom ist in der Herstellung einfach sau teuer im Vgl.

Kommentar von Bambi201264 ,

@mhhhhhh: Ja. Und wird aus unseren Steuergeldern "gesponsert", damit den überhaupt wer bezahlen kann... :(

Kommentar von Comment0815 ,

@mhhhhhh: Ja. Und wird aus unseren Steuergeldern "gesponsert", damit den überhaupt wer bezahlen kann... :(

Wenn die Betreiber von Kernkraftwerken angemessen für die Entsorgung der Mülls bezahlen müssten, den sie selbst erzeugen könnte sich kein Mensch Kernkraft leisten.

Kommentar von Comment0815 ,

Ökostrom ist in der Herstellung einfach sau teuer

Nein ist er nicht. Photovoltaik liefert Strom für Herstellungskosten von rund 8 ct/kWh. Und das findest du teuer?

Kommentar von mhhhhhhh ,

das halte ich für ein gerücht sonder gleichen... diese ganzen pv anlagen mit teilweise über 40cent pro kw/h habe den strompreis massiv in die höhe getrieben... eeg lässt grüßen..

Kommentar von Comment0815 ,

Ich spreche hier von reinen Erzeugungskosten. Für Private PV-Anlagen auf dem eigenen Dach. Hier ist das eine ganz einfache Rechnung. Ich habe hier leider nur noch die alten Angaben meines Professors (mit 12 ct/kWh) vorliegen, die er aber inzwischen auf 8 ct/kWh korrigiert hat, wenn ich mich an die neuere Vorlesung richtig erinnere.

Unter der Annahme, dass ein kWp installierte Leistung (mit allem drum und dran) 1500 € kostet und in Deutschland 1000 kWh/kWp erzeugt werden, bei einer Laufzeit von 20 Jahren und 5% Zins für die Investitionskosten ergeben sich Produktionskosten von 12 ct/kWh.

Der entscheidende Punkt sind die Kosten. Da PV-Module und Wechselrichter zunehmend zum Massenprodukt werden sinken die Herstellungskosten immer weiter und damit sinken auch die Erzeugungskosten.

Kommentar von Comment0815 ,
Kommentar von sunnyhyde ,

Gegner des Atomausstiegs werden nun sagen: Wir müssen die Laufzeiten
verlängern, denn Ökostrom ist viel teurer als Strom aus Kernenergie.
Jein. Hätte die Politik den Atomausstieg konsequent durchgezogen wären
die Energieversorger genötigt gewesen, in die Stromherstellung durch
Erneuerbare Energien in großem Ausmaß zu investieren. Doch die
Lobbyarbeit der Energiekonzerne war erfolgreich, und wieder scheint
klar: Die Politik wird den Ausstieg weiter hinauszögern. Somit können
die Kraftwerke betreibenden Energiekonzerne weiterhin für sie
wirtschaftlich interessanten Strom mit ihren Kernkraftwerken produzieren
und sehen keine Notwendigkeit, in Strom aus Erneuerbaren Energiequellen
zu investieren.

Kommentar von KleineFrage00 ,

wenn ich noch ein hacken darf die momentan abbau baren Uran Reserven werden zwischen 2200 und 2300 erschöpft sein und dann müssen wir entweder auf Thoriumreaktoren (in deren Forschung vieeel mehr investiert werden sollte) umsteigen oder ganz auf die Atomspaltung verzichten. (jeden falls mit U-235)

kurz gesagt geht uns Uran wie auch kohle, öl und gas langsam aus.


Antwort
von bobiksasoso, 44

Ein Kernkraftwerk (KKW),  auch Atomkraftwerk (AKW), ist ein Wärmekraftwerk zur Gewinnung elektrischer Energie aus Kernenergie durch kontrollierte Kernspaltung (Fission).

Physikalische Grundlage von Kernkraftwerken ist die Energiefreisetzung bei der Spaltung von schweren Atomkernen. Die Bindungsenergie pro Nukleon ist in den Spaltprodukten größer als vorher im spaltbaren Kern. Diese Energiedifferenz wird bei der Kernspaltung – hauptsächlich als Bewegungsenergie der Spaltprodukte – freigesetzt. Durch die Abbremsung der Spaltprodukte im umgebenden Material entsteht Wärme, mit der Wasserdampf erzeugt wird

Und was dagegen spricht ist der ganze Atommüll und die ganzen Katastrophen wie Tchernobyl, Fukushima usw.

Kommentar von Bambi201264 ,

Fission? Du meinst wohl Fusion :)

Kommentar von bobiksasoso ,

Fission bedeutet Spaltung, ist quasi ein Fachwort dafür

Kommentar von Bambi201264 ,

Ach so? Okay, wieder mal was gelernt :)

Antwort
von ponter, 37

Zu den negativen Aspekten der Atomkraft gibt es einige Seiten im Web.

Ein Beispiel:

http://www.streitpunkt-kernenergie.de/index.php?id=14

Antwort
von emilie1209, 44

Gefahren der Atomkraft hier:

https://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/gefahren-der-atomkraft

Warum wir Atomkraft brauchen, weiß ich nicht. Ich finde sie überflüssig.

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