Frage von SansaStark, 41

Warum bleibt das Proton H+ ein Proton bei der Trennung vom Sauerstoff?

Also meine Frage ist eigentlich, warum sich das Proton das eigeme Elektron nicht mitnimmt, wenn es als Säure abgetrennt wird... ich weiß, dass es in der Verbindung mit dem Sauerstoff das positive polare Ende des Moleküls darstellt. Ich vermute mal, dass der Sauerstoff mit höherer EN sozusagen "klaut" und der Wasserstoff dann als Proton rumschwimmen muss ... ist das richtig? Danke für eine Antwort!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von botanicus, Community-Experte für Chemie, 35

Ja, so kann man das formulieren. Auch die Stabilität des Produkts ist größer, da das Proton formal eine leere Valenzschale hat, das Wasserstoffatom eine halb gefüllte; umgekehrt hat der verbleibende Sauerstoff eine volle Achterschale, andernfalls nur 7 Elektronen und wäre ein Radikal. Beides sehr ungünstig! 

Kommentar von botanicus ,

Danke für's Sternchen :-)

Antwort
von SansaStark, 20

Ahh vielen Dank! Das mit der höheren Stabilität des H+ gegenüber dem H war mir nicht bewusst!

Kommentar von PFromage ,

Leider ist das Gegenteil der Fall. Um aus H das freie Proton zu erzeugen, ist eine erhebliche Ionisierungsenergie erforderlich. Daher existieren solche freien Protonen nur kurzzeitig z.B. in Gasentladungsröhren, jedenfalls nie in Lösungen.
In Lösungen (Säuren) spalten sich zwar Protonen ab, verbinden sich dabei gleichzeitig mit anderen Partnern z.B. bei der Dissoziation der Salzsäure trennt es sich von Cl und verbindet sich mit O.
Es gibt dafür mehrere Ursachen:
a) Polarität der Bindungen
b) Stärke der Bindungen abhängig von der Atomgröße
c) (Mischungs)entropieeffekte
So trennt sich (s. b) das Proton von F nicht so leicht wie von Cl, obwohl das F die höhere Elektronegativität hat.

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