Frage von Lucy723, 132

Warum bin ich so emotionslos, bin ich ein schlechter Mensch?

Mich(18,w) juckt es mittlerweile nicht mehr wenn Menschen oder Lebewesen sterben. Oder wenn jemand vor mir leidet, oder wenn der jenige sein Leben beenden möchte oder ähnliches, keine Ahnung, ich fühle dabei nichts. Klar ich würde direkt jemanden davon abhalten, aber innerlich interessieren würden mich die Probleme anderer Menschen nicht wirklich. Früher war ich überhaupt nicht so, ich hab so gerne Menschen zugehört, hatte Mitleid, konnte total mitfühlen und mit "weinen" ich konnte mich gut in lagen versetzen von anderen Menschen. Jetzt bin ich komplett das Gegenteil, ich hatte früher zB mega "Angst" vor Blut, schlimme Verletzungen usw mittlerweile kommt mir sowas TOTAL normal vor, als würde ich das jeden Tag sehen. Wieso bin ich so? Würdet ihr sagen das ich herzlos bin? Wurde ich einfach zu oft enttäuscht das ich zu dem geworden bin was ich bin?

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Antwort
von Soulbottle93, 44

Ist es dir denn egal, wenn du davon hörst, dass jemandem etwas passiert ist, beispielsweise durch Nachrichten, Facebook etc.? Das sind ja meist alles Fälle die dich persönlich nicht betreffen, es sind keine Leute aus deinem Umfeld und da man jeden Tag aufs neue von schlimmen Dingen hört oder liest, denke ich dass man nach einiger Zeit einfach resigniert. Man kann nicht immer mitfühlen, wenn ständig und immer wieder aufs Neue etwas passiert. Das ist an sich nichts schlimmes finde ich, ich kann auch nicht mit allem mitfühlen, was ich so lese oder höre oder sehe. Das bedeutet aber nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Und du bist auch keiner, red dir das bloß nicht ein!

Irgendwann KANN man einfach nicht mehr mittrauern, mitweinen, mitfühlen. Das ist rein menschlich! Und wer weiß, vielleicht gehts dir ja bald besser? Bzw. stell dir mal vor, du würdest dich in alles reinknien das so auf der Welt passiert. Daran würdest du kaputt gehen, weil ein Mensch einfach nicht so viel Leid ertragen kann! Du kannst einfach nicht allen 7 Milliarden Menschen dein Bei- oder Mitleid schenken.

Wenn du dennoch das Gefühl hast, dass dich diese Emotionslosigkeit belastet, kannst du dir immernoch Hilfe suchen, oder mit Freunden reden, oder eben noch eine Frage stellen :) Es gibt immer jemanden der eine Antwort weiß :) 

Wenn du schreibst, dass du oft enttäuscht wurdest, kann es auch sein, dass sich dein persönlicher Abwehrmechanismus eingeschaltet hat. Je nachdem was dir passiert ist oder wie es dir ergangen ist, musst du eventuell versuchen dich neu auf die Dinge in deiner Umwelt einzulassen. Gib anderen die Chance sich auf dich einzulassen, damit du merkst, dass du Anklang findest und so machts vielleicht "klick" bei dir und du fängst wieder an, dem- oder derjenigen zuzuhören, mit dem was dir erzählt wird mitzufühlen, mitzufiebern, mitzuleiden.

Alles Gute für dich :) 

Antwort
von ThePhoenix01, 50

Du bist nicht herzlos, genau weil du diese Frage stellst. Dir fällt auf, dass sich in deinem Handeln etwas geändert hat, was sich möglicherweise nicht gut für dich anfühlt. Deshalb fragst du nach was mit dir los sein könnte. Ich bin kein Psychologe oder so xD Ich hab dieses Verhalten nur oft bei anderen Menschen oder bei mir beobachtet.

Du hast dich sicher verändert, weil wie du sagtest, enttäuscht wurdest, das ist jedoch nur eine Vermutung. Für mich klingt das nach Selbstschutz den du ausübst, nicht das Selbstschutz schlecht ist, du musst dich mit deiner Art von Selbstschutz wohl fühlen. Du schützt dich dahingehend, das du die Emotionen von dir und von anderen nicht mehr an dich heran lässt.

Wenn du dich so wohl fühlst bleib so, wenn nicht ändere dein Verhalten, ein Therapeut, wär da die erste Anlaufstelle, die dir professionelle Hilfe geben kann. =)


Antwort
von Queenieleinx, 67

Ich denke es kann davon kommen, wenn man viel erlebt hat und auch oft Verletzt wurde, ja.
Wenn man es ganz schwer hat, kann man sich nicht mehr in anderes hineinversetzen weil man schon zu viel Schmerz erlebt hat.

Antwort
von Welfenfee, 32

Mit der Zeit stumpft der Mensch ab und das betrifft nicht nur die Seele, sondern auch den Körper. Denke mal daran wie kitzelig Du als kleines Kind warst und wie Dein Körper heute reagiert. Auch muss man härter werden, weil man sonst einfach irgendwann untergeht. Das Du bereits in Deinem Alter so abgestumpft bist, dass ist allerdings schon bedenklich. Kannst Du denn Freude empfinden oder auch Liebe?

Kommentar von Lucy723 ,

Liebe mittlerweile nicht mehr wirklich nein. Höchstens meiner Katze gegenüber ... Freude? Keine Ahnung. Ich weiß nicht mehr ob meine Freude überhaupt noch echt ist. Ich lache, aber mein Kopf ist immer irgendwo anders. Und Freude habe ich ehrlich gesagt lange nicht mehr gespürt, liebe auch nicht wie schon gesagt. 

Kommentar von Welfenfee ,

Ich weiß ja nicht, was Dir in Deinem Leben so Alles passiert ist, doch Gefühlsregungen nehmen von der Intensität einfach irgendwann mal ab und wie schnell es geht mit Sicherheit auch von den Erlebnissen. Ich selber bin Dir da schon sehr ähnlich, doch vor ca. 5 Jahren habe ich mich nochmal so richtig verliebt und war wie ein kleines Mädchen. Hatte ich mir gar nicht mehr zugetraut. Es gibt aber auch psychische Krankheiten, die eine Emotionslosigkeit auslösen. Es kann auch eine Art Selbstschutz sein, damit Du gut weiterleben kannst. Hormone und Vitamine spielen aber auch eine Rolle und vielleicht hast Du z.B. einen Vitamin B-Mangel, D3 könnte es auch sein.

Kommentar von Sneiper72 ,

Hallo Lucy..Sorry das ich dir schreibe.. Aber Freunde kann man nur bekommen wenn man garnicht sucht. Ich habe auch keine Freunde mehr wirklich, nur noch bekannte. Es tut oft weh, denn früher hatte ich Freunde. Doch es wurden immer weniger, leider ist das so. Jetzt versuche ich mich nur noch an die Menschen zu halten, die gleiche Krankheiten haben. Denn die können ein am besten verstehen. Wir sind halt anders als andere und doch sind wir was ganz besonderes!! ;-))

Lg

Sneiper72

Kommentar von Welfenfee ,

Nett geschrieben Sneiper72, doch Lucy hat keine Probleme damit, dass sie keine Freunde hat, doch keine Freude mehr empfindet.

Antwort
von Spezialwidde, 48

Anscheinend ist dirs doch nicht ganz egal, sonst hättest du hier keine Gewissensbisse.

Antwort
von boy865, 42

Man muss schauen, was sich bis zu dieser Veränderung ereignet hat:

Hattest du oft Depriphasen?, warst du gestresst?, hast du keine Verbindung mehr zu deiner Familie?, hast du nicht mehr Nähe zu deiner Familie/ zu deinen Freunden gesucht, hasst du jemanden usw.

Kommentar von Lucy723 ,

Meine eigene Familie hat mich verraten, deshalb erwarte ich alles von jedem. 

Kommentar von boy865 ,

Genau das ist dann deine Ursache warum du so bist. Schau mal bei der Seite vorbei. Vielleicht findest du hier gute Punkte damit umzugehen:

http://de.wikihow.com/Einen-Verr%C3%A4ter-konfrontieren

Beim extremsten Fall:

http://de.wikihow.com/Mit-Verrat-umgehen

Antwort
von Wonnepoppen, 36

Dazu müßte man etwas mehr über deine Enttäuschungen wissen?

du bist eher gefühllos, empfindest nichts!

normal ist das nicht, ich würde deswegen mal zu einem Psychologen gehen!

Antwort
von Sneiper72, 26

Hallo,

Entäuschung einer seits und die Medien machen uns immer kälter! Mitleid ist heute schwer definierbar, denn unsere Gesellschaft wird durch Medien und Internet sowieso immer gefühlsarmer.. Also wir stumpfen immer mehr ab. Du bist noch Jung, dass kann sich wieder änderern. Wenn du dir unsicher bist gehe mal zum Pychoterapeutin, die können dann festellen ob du eine Pychosomatischerkrankung hast. Doch mir ging es genau so wie dir, aber verrückt bin ich nicht...;-))

Sneiper72

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