Warum bin ich nur so verdammt introvertiert?

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5 Antworten

Ich kann dich gut verstehen: Ich bin auch introvertiert, hatte seit jeher wenig Freunde und habe mir irgendwann gesagt, dass ich das nicht möchte. Ich hatte aber auch keine Lust gehabt, mich zu verbiegen und mich dann gefragt, ob es einen sinnvollen Weg zu Extroversion gibt, bei der man man selbst bleibt. Dieses Video aber zeigt, dass Introversion manchmal einfach falsch verstanden wird und Introversion nicht gleich "aus sich herauskommen ausschließt".

Wenn man mich heutzutage sieht, wird man, wenn man mich ein bisschen kennt, nicht zwangsläufig glauben, ich sei introvertiert. Was mich immer gewundert hat, ist, dass ich ab einer bestimmten Klassenstufe auf einmal immer die Gruppenarbeit meiner Gruppe organisiert und moderiert habe, d. h. Aufgaben verteilt, die Mitschüler motiviert und Diskussionen angeregt. Das, so dachte ich, passt nicht zusammen. Aber wie erklärst du dir die ganzen introvertierten Künstler?

Es gibt wahrscheinlich ein paar Wege, seine Introversion zu kompensieren. Einer ist wahrscheinlich, seine Passion zu finden. Ich — und das klingt wirklich extrem widersprüchlich — rede gerne vor Leuten. Wenn es über ein Thema ist, von dem ich Ahnung habe und mich viel beschäftige, geht es auf einmal extrem leicht; ist es aber nicht so, komme ich mir manchmal ziemlich überflüssig und unsicher vor und weiß absolut nicht, wie ich mich verhalten soll.

Voraussetzung dafür, aus sich herauszukommen, ist sehr wahrscheinlich auch, sich so zu akzeptieren und lieben zu lernen, wie man ist und wie in dem Video da oben auch die positiven Seiten der Introversion zu schätzen zu wissen. Denn mit einem positiven Selbstwertgefühl, kann man eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlen. Andere stellen einen dann nicht so infrage, sondern achten auf andere Dinge.

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Du bist wie du bist... jeder hat seinen eigenen Charakter :) Wäre ja auch schlimm wenn alle gleich wären :D wenn alle so viel reden würden, würde keiner mehr zuhören. 

Wenn es dich so stört dass du eher schüchtern bist, kannst du natürlich daran arbeiten. Aber das würde ich nicht tun, weil andere der Meinung sind dass du zu wenig redest :) wenn dann nur für dich :)

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Grüß Dich Solnnis!

Du kannst zwar Dich ändern, aber Dein Wesen nicht. Es kostet natürlich schon Mut, sich sozusagen von innen nach außen zu wenden. Doch geht das nicht gegen Deine Natur. Idealerweise wäre es gut, wenn Du Dein jetziges Wesen, welches Du beklagst, in Aktivitäten zur Wirkung bringst, die nach außen hin gerichtet sind.

Welche könnten das sein?

Nachdenklichkeit bedeutet, das der Geist Beschäftigung braucht und sich ausdrücken will. Verträumtheit kann sich als Fantasie äußern und Deine "Verpeiltheit" ist, so wie ich das sehe, eher ein Weg, den andere nicht gehen und abseits des Mainstreams ist.

Du könntest das alles zusammenbringen und mit Kreativität ausleben. Malen oder schreiben, etwas herstellen, was Geist und Fantasie braucht und dieses ausdrückt. Falls Du musikalisch bist, kann Musik eine wunderbare Art sein, dieses zur Synthese zu bringen. Ebenso kann Tanz eine wundervolle Ausdrucksweise sein. Es gibt viele Möglichkeiten.

Ich glaube, das etwas in Dir schlummert und geweckt werden will, aber Du noch nicht so recht weißt, was es ist. 

Ich denke, es will etwas in Dir zur Entfaltung kommen, was es aber nur tut, wenn Du Dein Wesen akzeptierst und damit hantierst und es weiterentwickelst.

Indem Du das tust und Dich dabei erforschst, was Dein Weg sein könnte ohne Dich zu verleugnen oder krampfhaft verändern zu müssen, werden die gemachten Erfahrungen Dich weiterentwickeln. Somit beschreitest Du einen für Dich wesensmäßigen Weg, der Dich dann auch nach außen führt, um extrovertierter und gesprächiger zu werden. 

Denn Du hast dann etwas, worüber Du Dich ausdrücken kannst und bist dann auch mit Menschen zusammen, die Dich verstehen und mit denen Du Dich austauschen kannst. Und wenn Du verstanden wirst, dann geschieht das, was Du Dir wünschst. Und Du hast einfach aus der Natur der Sache heraus Dich mit Menschen umgeben, die Dir in gleicher Gesinnung nahe sind.

Das ganze braucht Zeit. Aber wenn Du in Bewegung in diese Richtung aufbrichst, dann geht nachher der Rest von alleine. Und dann bist auch auf dem Wege herauszufinden, das es gut ist genauso wie Du bist! Das ist gut! Sich zu ändern in diesem Sinne heißt nicht sich zu verlieren, sondern sich neu zu gewinnen.

Könnte das eine Hilfe für Dich sein?

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von Solnnis
20.02.2016, 22:31

Danke für deine Antwort. 

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Hmmm ich denke mein Vorschlag wird dir nur bedingt helfen, aber vlt solltest einfach raus gehen (also nicht jetzt xD) und Leute ansprechen und kurz mit ihnen reden. z.B.in nemEnkaufscenter oder so oder irgendwo wo die Leute auch kurz Zeit haben sich zu unterhalten und wo es sich anbietet. 

Ich bin auch introvertiert und habe auch angefangen extra Gespräche zu suchen und versucht aufrecht zu erhalten. Ich meine umso mehr Gespräche du führst umso sicherer wirst du auch.

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Das ist angeboren.

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