Frage von Wolkenkratzerin, 78

Warum bin ich nur so unordentlich?

Diese Frage hat sich wahrscheinlich jeder schon gestellt. Doch meine Unordentlichkeit hat schon immer große Nase angenommen. So räumte ich schon als kleines Kind mein Zimmer nur einmal im Jahr auf. Wenn überhaupt. Und das zieht sich jetzt bis in das Erwachsenenalter. Ich räume mein Zimmer nur alle 6 Monate auf. Es ist das reinste Chaos! Ich verliere ständig wertvolle Dinge und finde diese nicht mehr wieder. Es ist wirklich zum verrückt werden. Seit einigen Jahren leide ich auch ein einer sehr schweren Depression, die mich daran hindert, alles zu machen. Ich fühle mich überfordert, wenn ich mein Zimmer nur anschaue. Es wird so unerträglich, dass ich nur auf meinen Bett sitze und mich weigere, das Chaos anzusehen. Ich weiß, ich könnte jetzt aufstehen und aufräumen. Doch wie? Ich habe das Gefühl, dass ich zu viele wertvolle Sachen habe (Ich nähe gerne und meine Stoffe sind mir heilig!) Kein Müll, sondern wirklich Sachen, die ich brauche. Meine Bücher. Meine Stifte. Alles. Ich kann den ganzen Müll wegwerfen und trotzdem fehlt mir der Platz. Ich habe drei Schränke und drei Regale und die quellen auch schon über. Warum bin ich nur so eine unordentliche Person? Gibt es Tipps dagegen? Wie habt ihr es geschafft, dass dies endlich aufhört?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ultraviolet4, 36

Hallo! Es gibt ein Sprichwort, das sagt, dass die Ordnung des Zimmers dein Innerstes spiegelt: Es ist unaufgeräumt. Ich denke, dass du dich vor dem großen Ganzen scheust (großes Chaos im ganzen Zimmer). Es ist nicht nur eine kleine Menge unaufgeräumt, sondern es bestehen hier viele Dinge, die nicht an Ort und Stelle sind. Was auch besonders bei Depressionen wichtig ist: Der Einbezug von deinen Liebsten. Frag ein Familienmitglied oder eine Freundin ob sie dir vielleicht helfen kann. Wenn du ihr es erklärst, dann zeigt sie bestimmt Verständnis! Ob du an einem Tag dein ganzes Zimmer mit ihr zusammen ausräumst oder etappenweise ist dir überlassen. Hier eine wunderbare Seite mit vielen Tipps für das leichtere Aufräumen: http://www.zeitblueten.com/news/richtig-aufraeumen-10-zaubertipps/

Was ich selbst auch gerne mache ist, dass ich mir eine Motivation dafür ausdenke (Umstellen der Möbel, kaufen von Dekoartikeln wie Bilderrahmen und Wandtattoos, Lieblingsbettwäsche nutzen oder sogar gemeinsames Streichen der Wand mit Freundin). Du wirst da bestimmt was finden. Und: Wenn du die erste Hürde genommen hast, dann bist du schon weit vorangekommen! Nicht nur dir, sondern auch den anderen wird es freuen, wenn sie ein wunderschönes Zimmer betreten können. Aus Schuhkartonschachteln sind so tolle Sachen zu machen! Wenn du diese mit Geschenkpapier verzierst und kleine Schachteln hineinlegst, kannst du Schmuck o.ä. dort bewahren. Dann kann das auch nicht verloren gehen :) Und Stoffe kannst du entweder an Hosenkleiderbügel befestigen oder durch die Stoffrollen einen Faden ziehen und diesen an einen Haken an der Wand befestigen. Mache kleine Häufchen (Einordnung in brauchbar, nicht brauchbar) und sortiere sie wiederum in kleine Kategorien ein (Materialien für den Schreibtisch, für den Schrank etc.). Mit Musik und spaßiger Unterhaltung mit der Freundin geht das tausend Mal leichter von den Socken! :D 

Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen weiterhelfen konnte und wünsche dir, dass du schon bald wieder lachen kannst. Gib nie auf, denn du schaffst das!

Ganz liebe Grüße, ultraviolet4

Antwort
von PicaPica, 33

Mach dir Themenschwerpunkte und sortiere das Ganze erstmal danach.

Also Stoffe, Schreibutensilien, Schriftkram etc. . Und Alles was du seit mind. 1 Jahr nicht mehr in der Hand gehabt bzw. angesehen hast, wirf konsequent weg, wenn es nicht gerade ein für dein Leben wichtiges amtliches Dokument ist, oder das lang vermisste Zeugnis einer Fa. bei der du gearbeitet hast.

Nach dieser Aktion dürfte sich der Inhalt deines Zimmers ca. schon mal halbiert haben. Den Rest gehst du nochmals durch und siehst, ob du da auch noch mal etwas entbehren kannst.

Das Wichtigste ist jedoch konsequent zu bleiben und sich nicht wieder verführen zu lassen und zum Schluss vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen und Alles nur umsortiert und umgeschichtet zu haben, ohne der Ordnung nur einen Quadratzentimeter näher gekommen zu sein.!. Viel Erfolg.

Antwort
von bikerin99, 18

Die Frage nach dem Warum, bringt dich nicht weiter. Es geht um das Tun.
Wenn das Chaos schier unüberwindlich wird, suche dir jemand Vertrauten, der dir hilft oder sonst einen professionellen Aufräumcoach, das Geld ist gut investiert, wenn es dir danach besser geht.
Hilfreich fand ich das Buch von Marie Kondo: Magic Cleaning. Wie Richtiges aufräumen ihr Leben verändert und Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben.

Antwort
von DODOsBACK, 14

Hör auf, dich zu belügen! Wie kannst du Dinge "brauchen", die du monatelang nicht einmal siehst???

Es gibt Selbsthilfegruppen für Messies - man muss nur hingehen.

Oder du suchst dir andere "Hilfe" - Freunde, Familie usw.

  • Fang in einer Ecke an, und arbeite dich systematisch durch das ganze Zimmer.
  • Übertreib es nicht - setz dir für jeden Tag ein kleines Ziel, und bleib konsequent dabei!
  • Mach drei Stapel: Müll, verkaufen/ verschenken und behalten
  • Entsorge den Müll sofort! Was weg ist, kannst du nicht mehr zurückholen und der Trennungsschmerz lässt tatsächlich nach, je öfter du dich überwindest!
  • Setz dir Fristen für "verkaufen/ verschenken" - was keiner kaufen will, wird verschenkt. Wenn es dann auch keiner will, spende es. Wenn das auch nicht klappt: Müll!
  • Belohne dich - mit den Einnahmen gönnst du dir was Schönes - einen Ausflug, ein Essen im Restaurant, ein Konzert, eine Frisörbesuch usw. Bitte keinen neuen Krempel davon kaufen!!!
  • Auch "behalten" ist keine Dauerlösung - überprüfe deine Bestände regelmäßig und sortiere aus! Für jede "Neuanschaffung" verschwindet eine "Altlast"!
  • Häng dir Zettel mit der letzten "Überprüfung" an die Dinge - irgendwann fällt vielleicht sogar dir auf, dass du viele "lebenswichtige" Gegenstände nie benutzt... Also: weg damit!
  • Kein "Was wäre, wenn..."! Du kannst sowieso nicht auf jede mögliche "Krise" vorbereitet sein!
Antwort
von Steffile, 29

Der Trick ist, sich Stueck fuer Stueck vorzuarbeiten, denn alles auf einmal kann ueberwaeltigend sein.

Antwort
von CorvusAvi, 15

Angeblich war es bei Einstein auch so^^ 

Ein grösseres Zimmer wär was oder eine näh Werkstatt ;)

Antwort
von Biberchen, 21

du kannst doch eine Firma beauftragen die dein Zimmer entrümpelt!

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