Frage von fesgrdhtfgzuhjo, 48

Warum bildet Ananassaft Wolken?

Also,

wenn ich Ananasstücke aus der Dose benutze gieße ich den Saft in ein Glas - zum Einen, weil mir beigebracht wurde keine Nahrungsmittel zu verschwenden – zum Anderen, weil ich ein geiziger Sack bin.

Dann fällt mir regelmässig ein, daß ich eh zu fett bin und es keine echt gute Idee wäre, den Zuckersaft dann auch noch zu trinken. Und während ich also jedes mal wieder (Merke: Definition von Wahnsinn!) darüber nachdenke bilden die Trübstoffe im Glas eine Wolke in der Mitte, während der Rest klar wird.

Ich habe schon bei goggle & co versucht das rauszukriegen, weiß aber offensichtlich nicht, wie ich die Frage richtig formuliere.

Deshalb jetzt Eure Chance!

Warum ist das so?

Antworten wie „ Die Teilchen haben sich bestimmt ganz doll lieb“ oder „steht das Glas vielleicht auf einer Wasserader?“ sind bestimmt unterhaltsam aber nicht zielführend.

Hat jemand eine Antwort?

Antwort
von user21011982, 21

Bei Deinem Gemisch handelt es sich um eine Suspension und solche sind grundsätzlich instabil. Lässt Du das Glas eine Weile stehen, sinken die festen Schwebstoffe mit der Zeit nach unten und die darüber liegende Flüssigkeit wird klar. Der Eindruck, dass die Flüssigkeit auch zur Wandung des Glases hin aufklart, entsteht dadurch, dass die Schichtdicke, die das Licht zu durchdringen hat, in der Nähe der Wand kleiner ist als z.B. in der Mitte. Schaut man genauer hin, müsste sich das erkennen lassen. 

Siehe dazu auch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lambert-beersches\_Gesetz

https://de.wikipedia.org/wiki/Suspension\_(Chemie)

Kommentar von fesgrdhtfgzuhjo ,

Die Schwebstoffe sinken aber nicht nach unten! Ich kann mir vorstellen daß dies durch die erhöhte Dichte durch den Zuckergehalt verhindert wird, warum aber die Wolken?

http://www.directupload.net/file/d/4400/8zwaqer6_jpg.htm

Kommentar von user21011982 ,

Ok. Hatte da ein etwas anderes Bild im Kopf. 

Erklärungsversuch Nr. 2: 

Die Zusammenschlüsse entstehen dadurch, dass sich die Teilchen durch Brownschen Bewegung durch die Lösung bewegen und beim Aufeinandertreffen aneinander haften bleiben. Der Zusammenhalt geht entweder auf Van-der-Waals-Kräfte zurück oder sie verhaken sich schlicht ineinander.

Dass sich eine der Wolken an der Oberfläche hält, liegt vermutlich nicht an Dichteunterschieden. Eine der Wolken befindet sich ja auch am Boden, eine kleinere schwebt relativ mittig. Entweder es haben sich vormals in der Flüssigkeit gelöste Gase in Form winziger Bläschen an den Schwebstoffen abgeschieden oder die Wolke wird durch die Oberflächenspannung festgehalten. Das wäre jedenfalls das, was mir spontan so dazu einfällt. 



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