Haben die Bürger in der Schweiz mehr Interesse an Ihrer Bundesbahn ?
Huhu,
Ich denke eher, das das mit der Größe der beiden Länder zu tun hat. Die Schweiz passt ja mehrmals in Deutschland rein und deshalb ist das Schienenetz auch in der Schweiz kleiner, d.h. mehr Geld für Service & Co.

Die Schweizer haben nicht nur Interesse, sie lieben ihre Bahnen und Busse geradezu. So sind sie Weltmeister was die Benutzung angeht, sei es in der Kilometerleistung oder in der Anzahl der Züge die sie benutzen.
Das Fahrplanbuch der Bahnen umfaßt 1800 Seiten, das der Busse sogar 2800.
Der Takt ist vorbildlich, es gibt fast keine Ausnahmen was Jahreszeiten und Feiertage angeht. Auf Hauptstrecken fahren mindestens alle halbe Stunde Schnellzüge.
Es gibt keinen Firlefanz wie Zugbindung, Einschränkungen wie 'Wochenende dazwischen', keinen ICE- oder TGV-Zuschlag innerhalb der Schweiz.
Reservierungen innerschweizerisch sind unmöglich und auch unnötig! Gruppen erhalten eigene Waggons und werden betreut z.B. durch Lautsprecherdurchsagen.
Das Zugpersonal ist bestens ausgebildet und motiviert. Es steht in Kontakt zu den Leitstellen und kennt die Fahrpläne.
Es gibt viele Vergünstigungen.
Jeder zweite Schweizer kauft sich das Halbtaxabonnement und fährt damit zum halben Preis auch mit den Bussen, Schiffen und den Bergbahnen bis zur letzten Siedlung. 1 Jahr ca. 100 Euro. Für drei Jahre sind es nur 210 Euro. (Vergleichen Sie bitte mit der Bahncard 50). Es gibt günstige Kinderkarten, Juniorkarten, Enkelkarten, Tageskarten, Monatskarten.
Das Generalabonnement kostet rund 2000 Euro pro Jahr. Für Senioren, Junioren, Behinderte nur ca. 1320 Euro. Familienmitglieder, Kinder und Jugendliche kommen noch viel billiger davon.
Schweizer Bahnen sind zuverlässig: Nur bei vier von 300 Zügen (!)hatte ich im Jahr 2005 Ärger. Zwei davon kamen aus Deutschland, die anderen aus Italien.
Bemerkung: Die Deutsche Bahn musste mir bei einer ähnlichen Reise zehn Verspätungs-Gutscheine à 10 Euro ausstellen, was fast ein Zehntel des Reisepreises ausmachte.
Die Schweizer Züge sind sauber, klimatisiert, die Fenster sind blitzblank; Erwachsene weisen Schmutzfinken und Füßehochleger auf ihr Fehlverhalten hin. Das Rauchverbot wird strikt eingehalten. Ich glaube, ab 2008 sind alle Züge rauchfrei!
Lokführer z.B. sind gut bezahlt, sie verdienen (nominell) mehr als die meisten Gymnasialdirektoren in Deutschland. (Nur ist das Leben in der Schweiz sehr teuer).
Schlußsatz: Warum nur, lernt die DB nicht von den Schweizern?
Genau so ist es, wie Weiser ausführlich schreibt. Deutschland hat schon einen Nachteil, den ich zwar nicht als Entschugldigung sehe, die Autoindustrie mit ihrer Lobby. Die unternimmt alles, um den Bürger auf der Strasse zu halten und ihm seine Geliebte, ddas Automobil, runterzujubeln. Z.B. waren auch unsere Bahnen europaweit zuerst erlektrifiziertm an begann in den 20er Jahren und hatte bis 1940 die Hauptstrecken elektrisch betrieben. Auch hier hate in D die Kohlelobby mit dem Betrieb von Dampfloks als Hemmnis für die Entwicklung des Bahnbetriebes gewirkt. Grundsätzlich versagt in D die Politik in den Weichenstellung der ÖV-Politik.

Ich denke, das so vieles besser in der Schweiz besser ist, als hier zu Lande. Und das liegt nicht nur an der Größe des Landes. Das ist ist die Gesamteinstellung, die lassen alles etwas ruhiger angehen. Hier ist doch Hektik pur ausgebrochen. War früher nicht so. Sind wir selbst schuld.
Auf jeden Fall sind wir selbst schuld ! Das hat uns doch der Zusammenbruch der DDR sehr bildhaft gezeigt ! Wurde etwas daraus gelernt ? Funktionäre zerstören das Gemeinwohl !!!
KubaLibre am 1. August 2007 10:41 Deutschland macht einen Fehler. Er nimmt sich zu viele Beispiele an anderen Ländern und äfft alles nach, was nicht niet- und nagelfest ist. Alles war doch so gut hier vor nicht all' zu langer Zeit.

ich kenne den Service der Schweißer Bahn nicht, aber ich kann mir vorstellen, daß sie nicht die einzige Bahn ist, die einen besseren Service als unsere Bundesbahn anbietet - ist nicht ganz so schwierig.
Vielleicht liegt es am besseren Marketing, die haben einfach begriffen, daß zufriedene Kunden -von denen die Bahn ja nun mal lebt - länger bei der Stange bleiben.
...wenn man z. B. beide Bundesbahnen kennt, so denke ich, der Schweizerr Bürger steht zu seiner Bahn. Und der Deutsche Bürger ist in Erwartungshaltung ! Um hinterher quatschen zu können !!!
...seit wann hat Service mit der Größe eines Landes in Mitteleuropa zu tun ? Beides sind keine der ärmsten Länder ? Liegt es nicht doch an den Bürgern ? Vielleicht wird in der Schweiz weniger geredet und dafür mehr getan ?