Frage von jessica268, 173

Warum beten manche zu Gott und manche zu Jesus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JTKirk2000, 80

Nur um das klarzustellen, finde ich die Antwort von Raubkatze45 sehr interessant. Allerdings finde ich nicht minder interessant, was Christus selbst laut der Offenbarung des Johannes zu letzterem in Kapitel 22 gesagt haben soll - nachzulesen unter folgendem Link: http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22.7-16.

Er hat darin deutlich gemacht, dass er es tatsächlich ist, und dass auch er sich im Vergleich zum Vater nur als Knecht ansieht und er Johannes dazu ermahnt hat, nur zu Gott allein zu beten, also zum himmlischen Vater, denn über Christus selbst steht nur noch der Vater. 

Kommentar von JTKirk2000 ,

Vielen Dank für das Sternchen. :)

Antwort
von Raubkatze45, 62

weil Christen an den dreifaltigen Gott glauben: Vater, Sohn und Heiliger Geist - ein Gott in drei Personen. Alle drei Personen sind gleichen göttlichen Wesens und deshalb anbetungswürdig. Jesus Christus ist wahrer Gott und Mensch und als solcher gebührt im alle Anbetung und Ehre.

Antwort
von Ichthys1009, 24

Gott ist ein Geheimnis, das
man nur schwer mit Worten beschreiben kann. Vielleicht helfen dir
diese Gedanken über den dreieinigen Gott, ein wenig von diesem
Geheimnis zu verstehen:

TRINITÄT

Ein Gott - drei göttliche
Personen.

Juden haben Monotheismus.

Christen haben Monotheismus.

Muslime haben Monotheismus.

Warum nehmen Christen
dennoch

drei göttliche Personen an:

Vater, Sohn und Heiligen
Geist?

Gott ist Liebe und
Barmherzigkeit.

So sagt es der Tanach.

So sagt es die Bibel.

So sagt es der Quran.

Gott hat die Welt in
Freiheit geschaffen,

ohne Notwendigkeit.

Das glauben die Juden.

Das glauben die Christen.

Das glauben die Muslime.

Gott liebt,

ob es nun die Welt gibt oder
nicht.

Wenn es keine Welt gäbe,

würde Gott dennoch lieben.

Wen liebt Er,

wenn nicht die Welt?

Sich nur selber zu lieben,

ist zu wenig.

Liebe braucht ein Gegenüber,

Liebe braucht den anderen
als Person.

Deshalb glauben Christen,

dass Gott in sich selbst
drei Personen umfasst.

Alle drei Personen sind von
Ewigkeit.

Der ewige Vater liebt den
ewigen Sohn.

Der ewige Sohn liebt den
ewigen Vater.

Der Heilige Geist verbindet
Vater und Sohn in der Liebe.

In der Gemeinschaft der drei
göttlichen Personen

verwirklicht sich erst
Gottes allumfassende Liebe.

Antwort
von Philipp59, 29

Hallo jessica268,

das hängt mit der Dreieinigkeitslehre zusammen, wonach Gott in drei Personen bestehen soll: Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist. Und alle drei sind gleich ewig und gleich mächtig. Das ist jedoch keine biblische Lehre! Die Aussage der Bibel im Hinblick auf Gott lautet: Es gibt nur einen einzigen Gott, den Schöpfer, der alle Dinge gemacht hat. Dieser hat einen Sohn, der jedoch nicht Teil dieses Gottes ist, auch wenn er an einigen Stellen in der Bibel als ein Gott (im Sinne von "Mächtiger") bezeichnet wird. Doch niemals ist von ihm als von Gott, dem Allmächtigen die Rede. Der Heilige Geist ist keine Person, sondern die unsichtbare Kraft, die von Gott ausgeht und somit auch kein Gott.

In der New Encyclopædia Britannica heißt es: „Das trinitarische Glaubensbekenntnis der Christenheit .  .  . unterscheidet diese von den beiden anderen klassischen monotheistischen Religionen [Judentum und Islam].“ Die Kirche entwickelte die Trinität, obwohl „die Bibel der Christen keine ausdrücklich trinitarischen Erklärungen über Gott enthält“.

Interessant ist auch, was die New Catholic Encyclopedia dazu sagt: „Die Formulierung ,ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4.  Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd.“

Die Encyclopedia Americana drückt sich ähnlich aus: „Die Dreieinigkeitslehre des 4.  Jahrhunderts war keineswegs ein Spiegelbild der frühchristlichen Lehre von der Natur Gottes; sie war eher eine Abweichung davon.“

Hier sind nur einige wenige Texte aus der Bibel, die deutlich machen, dass Jesus auf keinen Fall, wie das ja die Dreieinigkeitslehre besagt, Gott gleich ist:

Matthäus 26:39:  Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

Johannes 14:28: Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.

1. Korinther 15:27,28: Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat.    Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

Kolosser 1:15,16:   Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung;     denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.

Es gibt zahllose weitere Texte in der Bibel, aus denen hervorgeht, dass Gott und Jesus nicht Teil einer dreieinigen Gottheit sind. Da Jesus somit selbst nicht Gott ist, sollte nicht er, sondern der Vater angebetet werden.

LG Philipp

Kommentar von helmutwk ,

Die Aussage der Bibel im Hinblick auf Gott lautet: Es gibt nur einen einzigen Gott

Das wär schon mal die erste Aussage der Trinitätslehre, der du zustimmst.

Dieser hat einen Sohn, der jedoch nicht Teil dieses Gottes ist

Wieso werden dann Stellen im AT, in denen von Gott (JHWH) die Rede ist, im NT auf Jesus bezogen? Wieso wird Jesus der wahre Gott genannt (1.Jh 5,20)?

Der Heilige Geist ist keine Person

Er kann belogen oder beleidigt werden, er übersetzt unsere Gebete für Gott ... aber ist keine Person?

obwohl „die Bibel der Christen keine ausdrücklich trinitarischen Erklärungen über Gott enthält“

Stimmt, es gibt keine Stelle, so dass man so was sagen könnte wie "in Mk 18,20-30 steht die Trinitätslehre". Aber jede wichtige Aussage der Trintätslehre findet sich auch in der Bibel (also z.B. die Aussage, dass der Vater nicht der Sohn ist).

Die Trinitätslehre enthält so ziemlich alle positiven (=nicht verneinenden) Aussagen, die ihr zum Thema macht, plus weitere Aussagen, die auch in der Bibel stehen.

Hier sind nur einige wenige Texte aus der Bibel, die deutlich
machen, dass Jesus auf keinen Fall, wie das ja die Dreieinigkeitslehre besagt, Gott gleich

Aus diesen Stellen folgt nicht, dass Jesus nicht Gott gleich ist, sondern nur, dass er nicht der Vater ist.

Offenbar unterstellst du der Aussage, dass Jesus Gott ist, die antitrinitarische Irrlehre des Modalismus, dass Jesus letztlich der Vater ist. Du hast also die Trinitätslehre nicht verstanden - offenbar bist du auf die Lügen der ZJs hereingefallen, in deren "Widerlegung" der Trinitätslehre die Bibelstellen überwiegen, die tatsächlich Aussagen der Trinitätslehre bestätigen (natürlich nur solche, in denen die Lehre der ZJ mit der Trinitätslehre übereinstimmt).

Und bei Kol 1,15.16 hast du die falschen Worte hervorgehoben:

Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; denn durch ihn sind alle Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.

"Erstgeborener" ist ein Titel, und wie der zu verstehen ist, zeigt V.16: Jesus hat alles erschaffen, es gibt nichts, was Er nicht erschaffen hat (Jh 1,3!). Deshalb ist Jesus kein Teil der Schöpfung (sonst müsste er sich ja selbst erschaffen haben). Aber da nicht sein kann was nicht sein darf, haben ZJs zweimal ein "[anderen]" eingefügt, auf dass der Leser nicht merkt, was da tatsächlich gesagt wird. NWÜ eben.

Antwort
von Anthonie, 74

Die wenigsten beten wirklich zu Jesus, aber da Jesus ein Teil der Dreifaltigkeit Gottes ist und somit eine Seite oder ein Ausdruck von Gott, betet man ihn sozusagen indirekt mit an, als Ausdruck Gottes gütiger Seite, die bis dahin nicht wirklich bekannt war

Antwort
von fricktorel, 14

Vielleicht weiß die 2.Gruppe besser, wie wir beten sollen  (Lk.11,2) ?

Antwort
von chrisbyrd, 28

Weil Jesus Gott ist. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden, um nach einem sündlosen Leben für unsere Sünden am Kreuz zu sterben. Der Gott der Bibel ist ein dreieiniger Gott, Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist (vgl. Trinität; Dreieinigkeit)!

Einige Belege aus der Bibel dazu:

Titus 2,13: "Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus."

Das Johannes-Evangelium beginnt z.B. damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Joh 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

*"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offenbarung 19,13).

Wenn man die Bibel aufmerksam liest, wird man in vielen Versen feststellen, dass Jesus Gott ist. Drei Beispiele dafür:

- Im Buch Jesaja wird Gott mit Alpha und Omega bezeichnet. Diese Bezeichnung verwendet auch Jesus für sich.

- Der Jünger Thomas sagt zu Jesus: "Mein Herr und mein Gott!" Und Jesus widerspricht ihm nicht.

- In der Bibel darf nur Gott selbst angebetet werden. In mehreren Stellen verweigern die Engel und Apostel, dass sie Menschen sie anbeten und verweisen darauf, dass nur Gott allein angebetet werden darf. In der Apostelgeschichte, der Offenbarung und anderen biblischen Büchern empfängt Jesus an vielen Stellen Anbetung. 

An diesen und vielen anderen Beispielen sieht man, dass die Bibel lehrt, dass Jesus Christus Gott ist. Das ist auch der Kern der christlichen Botschaft, dass Gott selbst Mensch wurde, ein völlig sündloses Leben führte und deshalb als ein reines makelloses Opferlamm (wie Paulus formulierte) stellvertretend für unsere Sünden sterben konnte. Wir brauchen nur daran glauben und Jesu Opfer am Kreuz für uns in Anspruch nehmen, indem wir um Vergebung unserer Sünden bitten. Da Jesus Gott ist, ist der Weg zu ihm (und damit zum ewigen Leben bei Gott) so einfach und offen geworden.

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